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Schachtel, z. B. für Gold-, Silber-oder Porzellangegenstände
Die Erfindung betrifft eine Schachtel zur Aufnahme eines oder mehrerer Gegenstände, z. B.
Gold-, Silber-oder Porzellangegenstände.
Zur Verpackung und in geringerem Grad auch zur Ausstellung solcher Gegenstände hat man bisher meistens gewöhnliche, beispielsweise mit Seide oder Schaumgummi oder einem ähnlichen, weichen Material gefüttert Schachteln mit angelenktem Deckel verwendet. Solche Schachteln bieten dem verpackten Gegenstand einen ausgezeichneten Schutz beim Aufbewahren oder Transportieren, doch sind sie recht kostspielig in der Herstellung und erfordern ausserdem verhältnismässig viel Platz.
Letzteres ist besonders ungünstig in Verbindung mit Ausstellungen, da man oft die betreffenden Gegenstände zusammen mit ihrer Verpackung auszustellen wünscht, um eine dekorative Einrahmung der Gegenstände zu erreichen, der zur Verfügung stehende Platz jedoch meist begrenzt ist.
Weiters ist eine Schachtel bekannt, die aus einem in bestimmter Weise zugeschnittenen Kartonstück besteht, das in U-Form gebogen ist, wobei die offenen Seiten mittels eines vorgefertigten, halbkreisförmigen Bandes verschliessbar sind. Für die Ausstellung und für den Versand von Gegenständen ist auch diese Verpackung nicht geeignet.
Es ist Zweck der Erfindung, eine Schachtel zu schaffen, die den verpackten Gegenstand ebenso gut beschützt wie die bekannten Schachteln, die aber einfacher und billiger in der Herstellung und in Verbindung mit Ausstellungen weniger platzraubend ist.
Um dies zu erreichen, ist die erfindungsgemässe Schachtel dadurch gekennzeichnet, dass sie einen auf beiden Seiten offenen Rahmen und einen an sich bekannten, abnehmbaren Umschlag in Form von zwei scharnierartig miteinander verbundenen, verhältnismässig steifen, plattenförmigen Teilen umfasst, die bei geschlossener Schachtel die beiden offenen Seiten des Rahmens abdecken.
Sowohl Rahmen als auch Umschlag sind einfach und daher billig herzustellen, da ihr Preis hauptsächlich von dem des verwendeten Materials, bei dessen Wahl man mehr oder weniger freigestellt ist, bestimmt wird. Will man bei einer Ausstellung nicht den Gegenstand ohne die zugehörige Verpackung darbieten, kann man den Umschlag, der den meisten Platz erfordert, weglassen und sich nur mit dem Rahmen begnügen.
Die scharnierartige Verbindung zwischen den plattenförmigen Teilen des Umschlags lässt sich auf zahlreiche Arten ausführen, doch bei einer besonders einfachen Ausführungsform der erfindungsgemässen Schachtel besteht die Scharnierverbindung aus wenigstens einem Band.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Schachtel weist der Rahmen eine oder mehrere Aussparungen oder Rillen zur lösbaren Aufnahme von zum Festhalten der Gegenstände dienenden Haltern auf. Hiedurch wird eine feste Anbringung der Gegenstände in bezug auf den Rahmen gewährleistet, welches die Anwendbarkeit des Rahmens als Schutzorgan beim Transport und als Ausstellstativ erhöht, da besondere Stützeinrichtungen in der Regel überflüssig sind.
Erfindungsgemäss kann der Rahmen mit einer Aussparung in Form einer hauptsächlich entlang des ganzen Rahmenumfanges verlaufenden Rille versehen sein. Hiedurch werden optimale Möglichkeiten für Variationen in der Anordnung der einzelnen Gegenstände relativ zueinander geschaffen, welches insbesondere in Verbindung mit Ausstellungen von Bedeutung sein kann.
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In Fällen, bei denen man vermutet, dass die entlang des Rahmenumfanges angebrachten Halter die Gegenstände nicht genügend festhalten können, z. B. unter schwierigen Transportbedingungen, kann die Schachtel so ausgebildet sein, dass zumindest einer der beiden plattenförmigen Teile des Umschlags mit einem an sich bekannten Kissen versehen ist, das bei geschlossener Schachtel in den vom Rahmen eingefassten Raum hineinragt. Solche Kissen sichern alleine oder zusammen mit den entlang des Rahmenumfanges angebrachten Haltern auch unter äusserst ungünstigen Transportbedingungen die Lage der verpackten Teile in bezug auf den Rahmen und relativ zueinander.
Die Erfindung wird nachfolgend unter Hinweis auf die Zeichnungen an Hand von zwei Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen Fig. 1 einen rechteckigen Rahmen zur Anwendung in einer erfindungsgemässen Schachtel, Fig. 2 einen Umschlag zur Anwendung in Verbindung mit dem in Fig. 1 gezeigten Rahmen, Fig. 3 einen kreisförmigen Rahmen zur Anwendung in einer erfindungsgemässen Schachtel, Fig. 4 einen Umschlag zu dem in Fig. 3 gezeigten Rahmen und die Fig. 5 und 6 Beispiele für Halter, die in dem in den Fig. 1 und 3 gezeigten Rahmen angebracht werden können.
Der in Fig. l gezeigte Rahmen-l-ist rechteckig und mit Aussparungen-2, 3, 4 und 5-- zur Aufnahme von Haltern für die in der Schachtel anzubringenden Gegenstände, z. B. Schmuckstücke,
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durch Eingiessen geeigneter Buchsen hervorgebracht werden.
Fig. 2 stellt einen zum Zusammenwirken mit dem in Fig. l gezeigten Rahmen geeigneten Umschlag dar. Dieser Umschlag hat plattenförmige Teile-6 und 7--, die vorzugsweise aus einem steifen Material, z. B. hartem Leder oder Kunststoff, hergestellt und mit Hilfe eines biegsamen
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und das Verbindungsstück-8-können auch in einem einzigen, langgestreckten Stück hergestellt sein, das dann vorzugsweise aus einem steifen Material besteht und mit Hilfe von Schwächungslinien an den gewünschten Stellen biegsam gemacht ist.
An Stelle von oder als Ergänzung zu den zum Einführen in die Aussparungen-2, 3, 4 und 5-- bestimmten Haltern können zum Unterstützen der in der Schachtel enthaltenen Gegenstände während des Transports Kissen an den plattenförmigen Teilen des Umschlags angebracht sein, so wie es durch - 9 bzw. 10--in Fig. 2 angedeutet ist, welche Kissen bei geschlossener Schachtel in den vom Rahmen - eingefassten Raum hineinragen. Es kann auch nur an einem der plattenförmigen Teile ein Kissen angebracht sein.
Die gezeigte Schachtel ist einfach und billig in der Herstellung und bietet den in der Schachtel enthaltenen Gegenständen einen ausgezeichneten Schutz bei Transport und Lagerung, insbesondere dann, wenn ein Rahmen--l--mit Haltern zusammen mit einem Umschlag mit Kissen-9 und 10-verwendet wird. Wenn die verpackten Gegenstände ausgestellt werden sollen, öffnet man bloss den Umschlag und entfernt ihn. Man braucht somit nur den Rahmen--l--und nicht auch den Umschlag mitauszustellen, denn letzterer nimmt nur unnötig viel Ausstellungsplatz ein. Zu diesem Zweck eignet sich ein Rahmen mit Haltern natürlich besser als ein Rahmen ohne Halter.
Die plattenförmigen Teile-6 und 7-des Umschlags können, wie in Fig. 2 gezeigt, mit Bändern--11 und 12-versehen sein, mit deren Hilfe diese plattenförmigen Teile-6 und 7-bei geschlossener Schachtel in Anlage gegen den Rahmen-l-gehalten werden. An Stelle von Bändern, so wie in Fig. 2 gezeigt ist, können auch gewöhnliche Taschenverschlüsse od. ähnl. Verschlussorgane Anwendung finden.
Fig. 3 zeigt eine zweite Ausführungsform eines Rahmens für eine erfindungsgemässe Schachtel und Fig. 4 stellt einen zu dem in Fig. 3 gezeigten Rahmen geeigneten Umschlag dar. Der in Fig. 3 gezeigte Rahmen weicht nur dadurch von dem in Fig. 1 gezeigten ab, dass er kreisförmig statt rechteckig ist, und dadurch, dass die Aussparungen--2, 3, 4 und 5--in dem in Fig. l gezeigten Rahmen durch eine entlang des gesamten Rahmenumfanges verlaufende Rille --13-- ersetzt sind, welche Rille durch eine gestrichelte Linie dargestellt ist. Eine solche umlaufende Rille oder eine oder mehrere kürzere Rillen könnten ohne weiteres auch in dem in Fig. 1 gezeigten Rahmen ausgeführt werden.
Der in Fig. 4 gezeigte Umschlag entspricht prinzipiell dem in Fig. 2 gezeigten, doch ist das Verbindungsstück--8--, das die plattenförmigen Teile--6 und 7--auf scharnierähnliche Weise miteinander verbindet, im Gegensatz zu dem in Fig. 2 gezeigten, schmäler als die plattenförmigen Teile, welches auf Grund der kreisförmigen Ausführung dieser beiden Teile zweckmässig ist. Ausserdem sind die in Fig. 2 mit-11 und 12-bezeichneten Bänder und die Kissen in Fig. 4 weggelassen, doch könnten diese Teile natürlich auch in der in Fig.4 gezeigten Ausführungsform ohne weiteres Anwendung
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