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Werbegerät
Die Erfindung bezieht sich auf ein Werbegerät zur Darstellung von Faserbüscheln, insbesondere von verschiedenfarbigen Haarmusterbüscheln, bei der die Faserbüschel durch Kleben auf einer
Trägerplatte gehalten sind.
Derartige Werbegeräte dienen als Musterfarbkarte oder als Plakat für Haarfärbemittel und sollen die verschieden gefärbten Haarmuster dem Publikum darbieten, z. B. auch durch Ausstellung in
Drogerien und Friseurgeschäften. Die bekannten Werbegeräte dieser Art sind in verschiedener Weise aufgebaut. Bei einer bekannten Ausführungsform wird auf eine Trägerplatte aus Pappe ein Karton ausgeklebt. Der geklebte Teil wird ausgestanzt, danach wird auf die Rückseite der Pappe ein beidseitig klebendes Band aufgezogen. Auf dieses klebende Band werden die büschelförmigen Haarmuster aufgedrückt und durch überziehen mit einem Kreppstreifen gehalten. Auf diese halbfertige Musterkarte wird dann ein schmiegsames Papier aufkaschiert.
Diese bekannte Ausbildung des Werbegeräts hat die Nachteile, dass die Klebfähigkeit der Klebebänder nicht besonders gut ist und sich daher häufig Büschel aus der fertigen Musterkarte od. dgl. herausziehen lassen. Ferner ist die Herstellung eines solchen Werbegeräts infolge des erforderlichen Klebens und Kaschierens, das im allgemeinen von Hand ausgeführt werden muss, umständlich und teuer. Vielfach sind auch die so angefertigten Werbegeräte unsauber. Bei einer andern bekannten Ausführungsform wird eine gefaltete Trägerplatte verwendet, die an dem Faltrand mit Ausnehmungen versehen ist, in die die Haarbüschel eingesetzt und innerhalb der umgefalteten Trägerplatte durch Klebebänder oder Klammern gehalten werden.
Auch hier ist die Befestigung der Haarbüschel problematisch, die Herstellung umständlich, darüber hinaus trägt die doppellagige Trägerplatte stark auf, so dass insbesondere bei aus mehreren Trägerplatten zusammengesetzten Faltkarten eine nachteilige Stärke des Werbegeräts die Folge ist.
Es ist ferner ein Musterhalter bekanntgeworden, bei dem Stapel von streifenförmigen Mustern an einem Ende dadurch gehalten sind, dass ein Kantenabschnitt der Trägerplatte nach Auflegen des Streifenstapels und nach seiner Befestigung mit Hilfe von Stiften od. dgl. über das Stapelende herumgeschlagen wird, um ein gefälliges Aussehen zu erzeugen. Mit Hilfe einer derartigen Anordnung ist jedoch die Halterung von Faserbüscheln im vorstehend geschilderten Sinn nicht möglich. Derartige Faserbüschel müssen selbst eine geeignete Befestigungsmöglichkeit erhalten und in der gewünschten Anordnung auf der Trägerplatte sicher gehalten werden.
Der bei der bekannten Anordnung umgelegte Trägerplattenrand stellt praktisch keine Befestigung für die Musterstreifen selbst dar, sondern lediglich eine zusätzliche Abdeckung und Sicherung, mit der einzelne Faserbüschel in bestimmter vorgegebener Anordnung nicht gehalten werden könnten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die eingangs geschilderten Nachteile der bekannten Werbegeräte durch eine besondere Ausbildung der zur Befestigung der Faserbüschel dienenden Teile zu beseitigen und sowohl die Fertigung zu vereinfachen als auch den Aufbau eines Werbegeräts aus mehreren Trägerplatten zu verbilligen und günstiger zu gestalten.
Dies wird nach der Erfindung dadurch erreicht, dass die Befestigungsenden der Faserbüschel in einem oder mehreren langgestreckten hohlen,
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über der Trägerplatte gebildeten Befestigungsbetten mit rechteckigem Querschnitt parallel zur
Trägerplatte in jeweils einem Faserbüschel zugeordneten Durchbrüchen in einer Längsseite des
Befestigungsbettes durch Kleben gehalten sind, das Befestigungsbett mit seinen Durchbrüchen aus dem wenigstens vierfach umgefalteten Rand der Trägerplatte selbst gebildet ist und die sich an die die
Durchbrüche aufweisende Faltfläche anschliessende Faltfläche nach innen in das Befestigungsbett eingezogen und mit der Trägerplatte verklebt ist.
Durch diese Ausbildung der Befestigungsmittel für die
Faserbüschel ist es in sehr einfacher Weise möglich, zunächst das Befestigungsbett selbst aus der
Trägerplatte zu formen und in seiner Gestalt festzulegen und danach die Faserbüschel einzeln durch die in definierter Lage angeordneten Durchbrüche hindurchzustecken und im Befestigungsbett zu verkleben.
Hiedurch ist bei einfachster Herstellung und Gestaltung des Befestigungsbetts an der Trägerplatte eine wirtschaftliche Anbringung einer grossen Anzahl von Faserbüscheln in der gewünschten definierten Lage möglich. Infolge des Umlegens des Randes der Trägerplatte in den Faltungen und des Festklebens der eingezogenen Faltfläche ergibt sich zwangsläufig eine dauerhafte definierte Gestalt des Befestigungsbetts mit der genau gerichteten Lage der Faserbüschel. Bei völliger Sauberkeit nach aussen kann im Befestigungsbett genügend Klebstoff vorgesehen sein, um eine sichere Halterung der Faserbüschel zu gewährleisten und ein Herausziehen von Fasern oder Haaren sicher zu vermeiden.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist es bei einem Werbegerät der geschilderten Art bei Verwendung der an sich bekannten klappbaren, ringbuchartigen Verbindung mehrerer Trägerplatten an ihrem einen Rand von Vorteil, wenn die Trägerplatten ausgehend vom Klapprand unterschiedliche Längen aufweisen, so dass eine Staffelung der die Faserbüschel haltenden Befestigungsbetten erzielt wird. Hiedurch wird erreicht, dass die einzelnen Befestigungsbetten nicht übereinanderliegen und dadurch erheblichen Raum einnehmen, sondern vielmehr nebeneinander, so dass lediglich die Stärke der Trägerplatte und gegebenenfalls der darauf aufgebrachten Haarbüschel zu einem Auftragen führen können. Das Werbegerät kann dadurch besonders flach ausgeführt werden und in bekannter Weise als Musterkarte Verwendung finden.
In den Zeichnungen sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigen : Fig. 1 den hier wesentlichen Teil eines Werbegeräts mit einer einzigen Trägerplatte und einem Befestigungsbett in der Draufsicht, Fig. 2 in der Draufsicht eine zur Bildung des Befestigungsbetts vorbereitete Trägerplatte, Fig. 3 eine Schnittansicht der Trägerplatte mit Befestigungsbett und eingeklebten Faserbüscheln im Querschnitt, Fig. 4 eine Seitenansicht einer weiteren Ausführungsform des Werbegeräts als Musterkarte nach Art eines Ringbuchs.
Wie Fig. l und 3 zeigen, weist das Werbegerät eine Trägerplatte-l-auf, die als Grundkörper für das Werbegerät dient und entweder die Seite einer klappbaren Musterkarte oder auch ein Plakatblatt bildet. Die Trägerplatte besteht aus Karton, Papier oder einem ähnlichen geeigneten Material. Die
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mit Durchbrüchen --6-- versehen. Das Befestigungsbett-4-weist einen rechteckigen Querschnitt auf. Durch die Durchbrüche --6-- hindurch sind die Befestigungsenden --2-- der Haarmusterbüschel-3-in das Befestigungsbett eingesteckt und an dessen Boden --7-- durch Einführen von Klebstoff festgeklebt.
Wie Fig. 2 und 3 erkennen lassen, ist das Befestigungsbett--4--mit seinen Durchbrüchen --6-- aus dem mehrfach umgefalteten Rand der Trägerplatte-l-selbst gebildet. Es ist leicht zu erkennen, wie einfach durch entsprechende Vorbereitung des Randes der Trägerplatte-l-das Befestigungsbett gebildet und an seinem inneren Faltabschnitt-8-mit dem Hauptteil der Trägerplatte--l--verklebt werden kann.
Je nach dem Anwendungszweck ist es natürlich möglich, dem Befestigungsbett einen geeigneten andern Querschnitt zu geben, wobei jedoch ebenfalls die einfache Fertigung aus dem Rand der Trägerplatte --1-- angewendet werden kann.
In Fig. 4 ist eine Ausführungsform des Werbegeräts in Gestalt einer Musterkarte dargestellt. Die einzelnen Trägerplatten--l--sind mit jeweils einem Befestigungsbett--4-in an sich bekannter Weise an ihrem von dem Befestigungsbett--4--abgewandten Rand klappbar mit Hilfe eines üblichen Scharniers --9-- miteinander verbunden. Die Befestigungsbetten --4-- sind nun, wie dies aus Fig. 4 ersichtlich ist, bei den aufeinanderfolgenden Trägerplatten-l-in derart gestaffelten Abständen von dem Klapprand --9-- angeordnet, dass die Befestigungsbetten --4-- in Richtung auf den Klapprand nebeneinanderliegen und sich daher nicht überdecken können.
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Stellt die Trägerplatte-l-ein Plakat dar, so ist es möglich, das oder die Befestigungsbetten - mit den eingeklebten Faserbüschelenden auf die fertig kaschierte Trägerplatte-l--
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einfacher maschineller Weise das Plakat in Form der Trägerplatte --1-- vollständig fertigzustellen und danach die Befestigungsbetten-4-aufzukleben.
PATENTANSPRÜCHE : 1. Werbegerät zur Darstellung von Faserbüscheln, insbesondere von verschiedenfarbigen
Haarmusterbüscheln, bei der die Faserbüschel auf einer Trägerplatte gehalten sind,
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rechteckigem Querschnitt parallel zur Trägerplatte in jeweils einem Faserbüschel zugeordneten Durchbrüchen (6) in einer Längsseite des Befestigungsbetts durch Kleben gehalten sind, das Befestigungsbett (4) mit seinen Durchbrüchen aus dem wenigstens vierfach umgefalteten Rand der Trägerplatte selbst gebildet ist und die sich an die die Durchbrüche aufweisende Faltfläche (5) anschliessende Faltfläche (8) nach innen in das Befestigungsbett eingezogen und mit der Trägerplatte verklebt ist.