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Teilnehmerschaltung zum Verbinden der Sprechadern von Fernsprech-Teilnehmerstellen mit Vermittlungsnetzwerk-Sprechadern
Bei Fernsprechanlagen ist zur Verbindung jeder Teilnehmerstelle mit dem Vermittlungsnetzwerk eine Teilnehmerschaltung vorgesehen, die eine Vielzahl von Anforderungen erfüllen muss. Sie dient meist dazu, einer Steuereinheit der Anlage Bedienungsanforderungen und andere überwachungssignale anzuzeigen. über die Teilnehmerschaltung werden ferner verschiedene Signale, beispielsweise Ruf-, Rückruf- und Besetzttöne, zur Teilnehmerleitung übertragen. Eine der wichtigsten Funktionen der Teilnehmerschaltung besteht darin, die Teilnehmerleitung an das Vermittlungsnetzwerk anzukoppeln, damit Signalströme zwischen dem jeweilig zu bedienenden Teilnehmer und dem Vermittlungsnetzwerk fliessen können.
Eine reine Festkörper-Teilnehmerschaltung wäre aus vielen Gründen sehr vorteilhaft. Unter anderem könnten dadurch ihre Abmessungen verringert werden. Beim gegenwärtigen Stand der Technik enthalten jedoch nahezu alle Teilnehmerschaltungen einen übertrager, der nicht nur gross und schwer ist, sondern ausserdem auch verhindert, dass die Teilnehmerschaltung unter Verwendung von integrierten Schaltungen herstellbar ist. Der übertrager einer herkömmlichen Teilnehmerschaltung ist aus Isolationsgründen erforderlich. Häufig ist der Gleichstrompegel der Teilnehmerleitung und des Vermittlungsnetzwerkes unterschiedlich, und die Verwendung eines übertragers ermöglicht trotz der unterschiedlichen Gleichstrompegel eine Wechselstromkopplung.
Ausserdem ermöglicht die Verwendung eines übertragers eine Auslöschung von Längsstörungen ; unerwünschte Längssignale auf der Teilnehmerleitung werden nicht zum Vermittlungsnetzwerk übertragen, wenn die beiden Enden der Leitung an entgegengesetzte Seiten einer der übertragerwicklungen angeschaltet sind.
Die Aufgabe der Erfindung besteht nun darin, eine reine Festkörper-Teilnehmerschaltung zu schaffen, die unter galvanischer Trennung zwischen Teilnehmerstelle und Vermittlungsnetzwerk ohne das Erfordernis von übertrager und Koppelkondensatoren eine Verbindung zwischen den Sprechadern der Teilnehmerstelle und den Sprechadern des Vermittlungsnetzwerkes im an-oder abgehenden Verkehr herstellen kann. Als wesentliches Lösungselement werden im Rahmen der Erfindung photonengekoppelte Festkörper-Schaltelemente angewendet, die Photonen emittieren bzw. auf solche ansprechen.
Eine gemäss der Erfindung ausgebildete Teilnehmerschaltung zum Verbinden der Sprechadern von Fernsprech-Teilnehmerstellen mit Vermittlungsnetzwerk-Sprechadern mit einer galvanisch vom Vermittlungsnetzwerk getrennten Gleichspannungsquelle für die Stromversorgung der Teilnehmerstelle ist dadurch gekennzeichnet, dass sie in der Weise aus Festkörper-Schaltelementen aufgebaut ist, dass eine Sprechader des Vermittlungsnetzwerkes über ein Netzwerk für den ankommenden Verkehr mit einer photonenemittierenden Festkörper-Einrichtung verbunden ist, welche mit einer an die Sprechadern der Teilnehmerstelle angeschlossenen photonenempfindlichen Festkörper-Einrichtung für den ankommenden Verkehr photonengekoppelt ist,
dass ferner eine an die Sprechadern der Teilnehmerstelle angeschlossene photonenemittierende Festkörper-Einrichtung mit einer photonenempfindlichen Festkörper-Einrichtung photonengekoppelt ist und diese photonenempfmdliche Festkörper-Einrichtung über ein Netzwerk für
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den abgehenden Verkehr mit einer Sprechader des Vermittlungsnetzwerkes verbunden ist, und dass mit dem Netzwerk für den ankommenden Verkehr sowie mit der photonenempfindlichen
Festkörper-Einrichtung für den abgehenden Verkehr eine deren Arbeitsweise festlegende Steuerschaltung verbunden ist.
Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sollen nun unter Bezugnahme auf die Zeichnungen genauer beschrieben werden. In den Zeichnungen zeigen Fig. 1 das Schaltbild einer photonengekoppelten Einrichtung ; Fig. 2 die Zusammenschaltung von zwei Einrichtungen nach Fig. l, die bei einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung benutzt wird ; Fig. 3 eine zweite photonengekoppelte Einrichtung, die mit Hilfe bekannter Verfahren hergestellt werden kann und bei einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung benutzt wird ; Fig. 4 das erste Ausführungsbeispiel der Erfindung ; Fig. 5 das zweite Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Bei beiden Ausführungsbeispielen der Erfindung wird ein photonengekoppeltes Halbleiterschalt- element verwendet, das unter anderem optoelektronischer Verstärker genannt worden ist. In seiner einfachsten Form besteht das Schaltelement aus einer Gallium-Arsenid-Diode, die beim Durchfluss von
Strom Licht emittiert. Der emittierte Photonenstrom ist dem über die Diode fliessenden Strom proportional. Die Photonen werden optisch an einen Photo-Transistor angekoppelt, und der durch diesen fliessende Strom ändert sich nicht nur in Abhängigkeit von der Grösse der Basisspannung, sondern ausserdem auch in Abhängigkeit von der Intensität des auf die Basiszone auftreffenden Lichtes.
Der Transistorstrom ist daher dem Diodenstrom proportional.
Beim ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung sind die Dioden von zwei dieser Schaltelemente in Reihe mit der Teilnehmerleitung geschaltet. Die beiden zugeordneten Photo-Transistoren liegen parallel, und der durch sie fliessende Strom wird dem Vermittlungsnetzwerk zugeführt. Ausserdem ist ein zweites Paar von Schaltelementen vorgesehen. Die Dioden dieses zweiten Paares liegen ebenfalls in Reihe, und der durch sie fliessende Strom kommt vom Vermittlungsnetzwerk. Die beiden zugeordneten Photo-Transistoren sind in Reihe mit der Teilnehmerleitung geschaltet, so dass die beiden Transistoren des zweiten Paares von photonengekoppelten Schaltelementen in Reihe mit den beiden Dioden des ersten Paares liegen.
Änderungen des über die Teilnehmerleitung fliessenden Stromes führen zu einem sich ändernden Photonenstrom, der von den Dioden des ersten Paares von Schaltelementen emittiert wird. Mit Hilfe der optischen Kopplung führen die beiden, diesen Dioden zugeordneten Photo-Transistoren dem Vermittlungsnetzwerk einen sich ändernden Signalstrom zu. Entsprechend steuern Änderungen des vom Vermittlungsnetzwerk empfangenen Signals Intensitätsänderungen der von den beiden Dioden im zweiten Paar von Schaltelementen emittierten Photonenströme. Diese sich ändernden Photonenströme steuern die Leitfähigkeit der beiden zugeordneten Photo-Transistoren, die in Reihe mit der Teilnehmerleitung liegen, und auf diese Weise werden Signalströme vom Vermittlungsnetzwerk dem Teilnehmer zugeführt.
Diese optische Zweiweg-Kopplung ermöglicht also den Austausch von Signalströmen zwischen der Teilnehmerleitung und dem Vermittlungsnetzwerk ohne Verwendung eines übertragers. Die Gleichströme auf der Teilnehmerleitung und im Vermittlungsnetzwerk können verschieden sein, da keine direkte elektrische Kopplung vorhanden ist. Diese Anordnung stellt ausserdem eine Auslöschung von Längsstörungen sicher. Ein Längsstrom auf der Teilnehmerleitung lässt den von einer Diode des ersten Paares erzeugten Photonenstrom zunehmen und den von der andern Diode des Paares erzeugten Photonenstrom abnehmen. Dadurch leitet einer der zugeordneten Photo-Transistoren mehr und der andere weniger. Im Ergebnis wird kein Signal zum Vermittlungsnetzwerk übertragen.
Anderseits beeinflussen Sprechsignale beide Dioden auf die gleiche Weise, so dass mit Hilfe der optischen Kopplung ein Sprechsignal zum Vermittlungsnetzwerk übertragen wird.
Da die beiden Photo-Transistoren des zweiten Paares von Schaltelementen in Reihe mit den beiden Dioden des ersten Paares liegen, kann ein"Pfeifen" (unerwünschte Selbsterregung) auftreten.
Ein Signal vom Vermittlungsnetzwerk bewirkt, dass der Strom auf der Teilnehmerleitung sich ändert. Da diese Stromänderung die Intensität der von den beiden Dioden des ersten Paares emittierten Photonenströme beeinflusst, kann das empfangene Signal zurück zum Vermittlungsnetzwerk übertragen werden. Um diese Selbsterregung zu vermeiden, ist in der Teilnehmerschaltung ein Differenzverstärker vorgesehen. Er wird dazu benutzt, ankommende Signale für die Teilnehmerschaltung von den abgehenden, beim Teilnehmer entstehenden Signalen zu entfernen. Zusätzlich zu dem Differenzverstärker ist ein Gleichstrom-Rückkopplungsnetzwerk vorgesehen, um die richtigen Betriebsbedingungen sicherzustellen.
Einer der Vorteile dieser Anordnung (ausser der Tatsache, dass kein Übertrager erforderlich ist)
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besteht darin, dass überwachungssignale in der Teilnehmerschaltung als Funktion der Leitfähigkeit der beiden Photo-Transistoren des ersten Paares, die mit dem Vermittlungsnetzwerk verbunden sind, abgeleitet werden können. Wegen der optischen Kopplung hängt die Leitfähigkeit dieser Transistoren von der Grösse des Stromes auf der Teilnehmerleitung ab, und ein Teilnehmerleitungs-Abtaster kann direkt an sie statt an die Teilnehmerleitung selbst angeschaltet werden.
Durch eine Abtastung der Transistoren in demjenigen Teil der Teilnehmerschaltung, der mit dem Vermittlungsnetzwerk statt mit der Teilnehmerleitung selbst verbunden ist, wird die Operation des Abtasters unabhängig von der Länge der Teilnehmerleitung und andern Faktoren, beispielsweise einem Nebenwiderstand.
Das zweite Ausführungsbeispiel der Erfindung entspricht dem ersten mit der Ausnahme, dass die Teilnehmerleitung vierdrähtig statt zweidrähtig ist. Dadurch wird eine optische Zweiweg-Kopplung ermöglicht, bei der eine Selbsterregung nicht auftreten kann, so dass kein Differenzverstärker erforderlich ist.
Bei dem photonengekoppelten Schaltelement nach Fig. 1 kann ohne einen Steuerstrom zwischen den Anschlüssen-14 und 16-kein Signalstrom zwischen den Anschlüssen-18 und 20-fliessen,
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Basisbereich des Photo-Transistors auffallen. Der Photo-Transistor leitet dann, auch wenn sein Basis-Emitterübergang nicht durch eine äussere Quelle in Durchlassrichtung vorgespannt ist. Allgemein hängt der Signalstrom, der zwischen den Anschlüssen-18 und 20-- fliesst, sowohl von der Intensität des Photonenstromes (der wieder proportional dem Steuerstrom ist), als auch der von aussen angelegten Basis-Emitterspannung ab.
Die Einrichtung nach Fig. 2 enthält zwei Schaltelemente nach Fig. 1. Die Diode --34-- ist optisch mit dem Photo-Transistor--33--und die Diode--36--optisch mit dem Photo-Transistor - gekoppelt. Der Strom zwischen den Anschlüssen-17 und 19--hängt von den beiden Steuerströmen zwischen den Anschlüssen--22 und 24 bzw. 26 und 28--sowie den an die Basisanschlüsse--30 und 32-angelegten Spannungen ab. Wenn die Intensität eines der Photonenströme zunimmt, während die Intensität des andern um den gleichen Betrag abnimmt, leitet einer der Photo-Transistoren mehr und der andere weniger. Der gesamte Signalstrom zwischen den Anschlüssen-17 und 19-bleibt dabei gleich.
Wenn die Intensität beider Photonenströme zunimmt, steigt der Signalstrom an und umgekehrt. Auf die gleiche Weise ist der Signalstrom proportional den an die Basisanschlüsse --30 und 32--angelegten Spannungen.
Die Einrichtung nach Fig. 3 entspricht der nach Fig. 2 mit der Ausnahme, dass beide
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--42-- gekoppeltPhotonenströme und der an den Basisanschluss --21-- angelegten Spannung.
Fig. 4 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei dem die Einrichtung nach Fig. 2 in eine Zweidraht-Teilnehmerschaltung--LC1-- eingeschaltet ist. Verschiedene Elemente der Teilnehmerschaltung --LC1-- und verschiedene Ausrüstungen der gesamten Fernsprechanlage sind nur in Blockform dargestellt, da diese Teile allgemein bekannt sind. Die Anlage arbeitet wie folgt :
Das Vermittlungsnetzwerk --92-- enthält zwanzig vertikale Gruppen mit je drei Adern und zwanzig horizontale Gruppen mit je drei Adern. Die vertikalen Gruppen führen zu Übertragungen (Verbindungsleitungs-Schaltungen), beispielsweise-94 und 96--. Dabei handelt es sich entweder um Zwischenamts-oder Inneramts-übertragungen, um in der Anlage beide Arten von Verbindungen herstellen zu können.
Jede Teilnehmerschaltung verbindet eine entsprechende Sprechstelle,
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Teilnehmerleitungs-Abtaster-76--stellt den überwachungszustand der verschiedenen Teilnehmerleitungen fest, empfängt Wählimpulsinformationen von den entsprechenden Teilnehmern und überträgt diese Informationen zur Zentralsteuerung. Entsprechend bestimmt der Übertragungs-Abtaster--90- den Überwachungszustand der verschiedenen übertragungen und überträgt diese Informationen zur Zentralsteuerung. Entsprechend den von der Zentralsteuerung empfangenen Informationen überträgt die Netzwerksteuerung --80-- Signale zu den verschiedenen Teilnehmerschaltungen und Übertragungen, um deren Betrieb zu steuern. Beispielsweise steuern die über die Ader --84-- übertragenen Steuersignale die Operationen in der Teilnehmerschaltung --LC1--.
Das Vermittlungsnetzwerk ist vom endmarkierten Typ, und auf Grund eines bestimmten, über die Ader --84-- empfangenen Signals wird eine Markierspannung an die Prüfader ( (C-Ader, Hilfsader)--S1'-in der
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Teilnehmerschaltung --LC1-- angelegt. Eine entsprechende Markierung wird in der gewählten übertragung durchgeführt, um die Auswahl eines Kreuzpunktes im Vermittlungsnetzwerk zu steuern. Die Einzelheiten des Markiervorganges in der Teilnehmerschaltung und der übertragung sind nicht gezeigt, da dies für das Verständnis der Erfindung nicht erforderlich ist.
Jede Teilnehmerschaltung enthält zusätzliche (nicht gezeigte) Elemente, die Operationen steuern, deren Verständnis für die Erläuterung der Erfindung ebenfalls nicht erforderlich ist. Es können beispielsweise Ruf-, Besetzt- und Rückruftöne direkt an die Adern--T1 und Rl-in der Teilnehmerschaltung --LC1-- beim Empfang entsprechender Steuersignale über die Ader-84-
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anzudeuten, dass zusätzliche Bauteile in Übereinstimmung mit der üblichen Fernsprechtechnik in diese Wege eingeschaltet sein können. In der Teilnehmerschaltung --LC1-- sind nur diejenigen Elemente dargestellt, die für das Verständnis der Erfindung erforderlich sind.
Ein Verstärker-72-im ankommenden Netzwerk --68-- liefert auf der Ader-61auch ohne vom Vermittlungsnetzwerk --92-- ankommende Signale einen Ruhestrom, um die lichtemittierenden Dioden-52 und 54-in Durchlassrichtung vorzuspannen. Jede dieser Dioden ist optisch mit einem zugeordneten der Photo-Transistoren--50 und 56--gekoppelt. Diese Transistoren weisen keine Basis-Anschlüsse auf, da ihre Leitfähigkeit allein von der Intensität der empfangenen Photonenströme abhängt. Obwohl immer Photonen auf den Basisbereich der Photo-Transistoren auffallen, fliesst solange kein Strom über die Transistoren, bis am Teilnehmerapparat --44-- der Hörer ausgehängt wird.
Dann fliesst ein Strom aus der Quelle --46-- über den Widerstand-48-, den Photo-Transistor--50--, die lichtemittierende Diode--60--, die a-Ader--T1--, den Teilnehmerapparat, die b-Ader-Rl-, die lichtemmittierende Diode-62--, den Photo-Transistor --56-- und den Widerstand --58-- nach Erde. Solange der Teilnehmer nicht ausgehängt hat, wird von den Dioden-60 und 62-kein Licht emittiert. Wenn der Teilnehmer jedoch aushängt, emittieren diese Dioden Photonen, die auf den Basisbereich der entsprechenden Photo-Transistoren --64 und 66--auftreten.
Das Gleistrom-Rückkopplungenetzwerk --82-- stellt eine Stabilisierschaltung dar, deren Ausgangssignal in Abwesenheit von auf den Basisbereich der Photo-Transistoren--64 und 66-auftreffenden Photonen auf einem vorbestimmten Pegel gehalten wird. Das Ausgangssignal des Gleichstrom-Rückkopplungsnetzwerkes-82-wird direkt dem Teilnehmerleitungs-Abtaster --76-zugeführt, um der Zentralsteuerung --78-- vom Einhängezustand der Teilnehmerleitung Kenntnis zu geben. Wenn der Teilnehmer jedoch aushängt, machen die von den Dioden-60 und 62-emittierten Photonenströme die Transistoren--64 und 66--leitend. Die Potentiale der Adern--65 und 71-- ändern sich dann und sind eine Anzeige dafür, dass der Teilnehmer ausgehängt hat.
Das Ausgangssignal des Gleichstrom-Rückkopplungsnetzwerkes ist im ausgehängten Zustand verschieden vom Ausgangssignal im eingehängten Zustand, und da das Ausgangssignal direkt mit einem Eingang des Teilnehmerleitungs-Abtasters-76-verbunden ist, wird die Zentralsteuerung --78-- nicht nur von Bedienungsanforderungen und Gesprächsbeendigungen in Kenntnis gesetzt, sondern kann ausserdem Wählimpulse feststellen, da jeder Wählimpuls zu übergängen vom eingehängten in den ausgehängten Zustand führt.
Das Gleichstrom-Rückkopplungsnetzwerk arbeitet auf Grund der Eingangsspannung an der Ader
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Eingangsspannung des Gleichstrom-Rückkopplungsnetzwerkes steuern, zeigt sich, dass eine Gleichstrom-Rückkopplungsschleife in der Teilnehmerschaltung enthalten ist. Die Ausgangsspannung des Gleichstrom-Rückkopplungsnetzwerkes liegt ausserdem über die Ader-67-am Steueranschluss des Verstärkers --72--. Der vom Verstärker gelieferte Ruhestrom, der die Dioden-52 und 54-in Durchlassrichtung vorspannt, wird also von der Ausgangsspannung des Gleichstrom-Rückkopplungsnetzwerkes eingestellt. Dadurch wird die Intensität der von den Dioden--52 und 54--emittierten Photonenströme beeinflusst, die ihrerseits den Strom auf der Teilnehmerleitung steuern.
Der Hauptzweck des Gleichstrom-Rückkopplungsnetzwerkes besteht darin, den Arbeitspunkt der Photo-Transistoren-64 und 66-derart zu steuern, dass deren Arbeitsweise unabhängig von der Länge der Teilnehmerleitung u. a. Variablen ist. Von der Teilnehmerschaltung werden Signale zum Vermittlungsnetzwerk über das Photo-Transistorpaar ausgesendet, und der Arbeitspunkt dieser Transistoren sollte im Hinblick auf die richtige Arbeitsweise stabilisiert sein. Das Gleichstrom-Rückkopplungsnetzwerk bewirkt diese Stabilisierung auf zwei Wegen. Erstens können, da die Ausgangsspannung des Rückkopplungsnetzwerkes direkt den Basisanschlüssen der beiden
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Transistoren zugeführt wird, die Arbeitspunkte direkt gesteuert werden.
Zweitens wird, da der Verstärker-72-den Vorstrom durch die Dioden-52 und 54-einstellt, die Leitfähigkeit der Transistoren --50 und 56-- beeinflusst, Dadurch wird eine Änderung des über die Dioden --60 und
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werk gibt demgemäss die Möglichkeit, eine einheitliche Teilnehmerschaltungseinheit für Teilnehmerleitungen mit allen Längenwerten zu benutzen.
Signalströme vom Vermittlungsnetzwerk werden über die a-Ader --T1'-- empfangen. Diese
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Intensität der von diesen Dioden emittierten Photonenströme dieser Änderung. Da die Photonenströme optisch mit den Photo-Transistoren-50 und 56-gekoppelt sind, hängt der Strom auf der Teilnehmerleitung direkt von Signalen ab, die auf der a-Ader-Tl'--vom Vermittlungsnetzwerk ankommen. Es ist zu beachten, dass die Leitfähigkeit beider Photo-Transistoren-50 und 56-vom gleichen, durch die beiden zugeordneten Dioden fliessenden Steuerstrom bestimmt wird, so dass die Transistoren sich bei der übertragung von Signalen zum Teilnehmer entsprechend der Operation des ankommenden Netzwerkes --68-- unterstützen.
Signale, die zum Vermittlungsnetzwerk zu übertragen sind, entstehen beim Teilnehmerapparat - -44--. Wenn der Teilnehmer spricht, ändert sich der über die Teilnehmerleitung und die Dioden - 60 und 62-- fliessende Strom. Die beiden emittierten Photonenströme folgen den Signaländerungen und steuern ihrerseits den Strom über die Photo-Transistoren-64 und 66--, Da jede Änderung des Stromes über die Teilnehmerleitung beide Dioden--60 und 62-- auf die gleiche Weise beeinflusst, leiten beide Transistoren --64 und 66-- bei irgendeiner Signaländerung gemeinsam mehr oder weniger stark.
Das Wechselstrom-Ausgangssignal-ei-der beiden Transistoren wird an den Differenzverstärker-74-im abgehenden Netzwerk --70-- angelegt. Vernachlässigt man zunächst
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Verstärker-72-aufVermittlungsnetzwerk übertragene Signal von den Signaländerungen abhängt, die von der Teilnehmerleitung ausgehen.
Die Anordnung der Dioden-60 und 62-und der Photo-Transistoren-64 und 66-verhindert, dass Längsstörungen das Signal--ei--beeinflussen. Längsstörungen führen zu einem Strom, der auf beiden Adern--Tl und Rl--in gleicher Richtung fliesst. Dadurch wird der Strom über eine der Dioden--60 und 62--erhöht und der Strom über die andere Diode erniedrigt. Auf Grund der optischen Kopplung wird damit der von einem der Photo-Transistoren-64 und 66-gelieferte Strom erhöht und der von dem andern Transistor zum Differenzverstärker gelieferte Strom erniedrigt. Da die Photo-Transistoren lineare Elemente sind, ändert sich im Ergebnis der von beiden Transistoren gelieferte Gesamtstrom auf Grund von Längsströmen nicht.
Es führen also Längsstörströme auf der Teilnehmerleitung nicht zur übertragung eines Signals zum Vermittlungsnetzwerk. (Eine alternative Anordnung, die ebenfalls eine Auslöschung von Längsstörungen bewirkt, ist eine Reihenschaltung der Photo-Transistoren-64 und 66--.)
Wenn der Differenzverstärker --74-- nicht im abgehenden Netzwerk --70-- vorhanden ist, kann eine Selbsterregung auftreten. Durch eine Modulation des Stromes über die Dioden --52 und 54-beeinflussen ankommende Signale auf der Ader-Tl'--die Leitfähigkeit der Photo-Transistoren-50 und 56--, die ihrerseits Änderungen des Stromes auf der Teilnehmerleitung steuern.
Da aber der Strom auf der Teilnehmerleitung über die Dioden-60 und 62-- fliesst, zeigt sich, dass Änderungen des Stromes auf der Teilnehmerleitung, die sich auf Grund ankommender Signale ergeben, abgehende Signale auf die gleiche Weise beeinflussen können wie beim Teilnehmer entstehende Signale. Das würde zu einer Selbsterregung führen, nämlich der Rückkehr ankommender Signale zum
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auch von dem Signal--ab--, das von der Teilnehmerleitung ausgeht. Zieht man das Signal--e-- von dem zusammengesetzten Signal --ei -- ab, so hängt das Ausgangssignal --ei bis endes Differenzverstärkers allein von Signalen ab, die beim Teilnehmerapparat--44--entstehen.
Die Anlage nach Fig. 5 ist derjenigen nach Fig. 4 ähnlich. Da jedoch die Teilnehmerleitungen vierdrähtig statt zweidrähtig sind, wird der Differenzverstärker nicht benötigt. Die Dioden --52 und 54--steuern die zum Teilnehmerapparat übertragenen Signale durch Veränderung der Leitfähigkeit der
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photo-Transistoren --50 und 56--. Die Dioden-60 und 62-liegen jedoch nicht mehr in Reihe mit den beiden Photo-Transistoren. Stattdessen sind diese Dioden in Reihe mit dem Widerstand --49- an die Quelle --46-- gelegt. Vom Teilnehmerapparat empfangene Signale beeinflussen den
Strom über diese Dioden, aber die Leitfähigkeit der Transistoren--50 und 56-steuert den Strom über die Dioden nicht mehr.
In der Teilnehmerschaltung-LC1-nach Fig. 5 ist ein einziger photo-Transistor --86-- an Stelle der in Fig. 4 verwendeten Parallelschaltung der Transistoren-64 und 66-gezeigt. Da das von beiden Dioden-60 und 62-emittierte Licht auf den Basisbereich des photo-Transistors --86-- auftrifft, ergibt sich wieder, dass Längsströme nicht zur übertragung eines Signals zum Vermittlungsnetzwerk führen. Beim Auftreten von Längsstörungen auf der Teilnehmerleitung wird die Intensität des von einer der Dioden emittierten Lichtes grösser und die Intensität des von der andern Diode emittierten Lichtes kleiner, und die Gesamtintensität der beiden Photonenströme bleibt unverändert.
Da ein vom Teilnehmerapparat herrührendes Signal die
Stromleitung in beiden Dioden auf die gleiche Weise beeinflusst, werden durch die optische Kopplung vom Teilnehmerapparat kommende Signale zum Vermittlungsnetzwerk übertragen.
Der Hauptvorteil der Teilnehmerschaltung nach Fig. 5 gegenüber der nach Fig. 4 besteht darin, dass
Stromänderungen in den Dioden-60 und 62-nur von Signalen abhängig sind, die vom Teilnehmerapparat ausgehen, und auf keine Weise eine Funktion der Leitfähigkeit der Photo-Transistoren-50 und 56--, d. h. des über die Ader-Tl'-vom Vermittlungsnetzwerk empfangenen Signals sind. Da das vom Transistor --86-- erzeugte Wechselstromsignal nur von Signalen abhängt, die vom Teilnehmerapparat ausgehen, ist ein Differenzverstärker nicht mehr erforderlich, um einen ankommenden Signalanteil vom abgehenden Signal abzuziehen.
Aus diesem Grunde enthält das abgehende Netzwerk --70-- in Fig. 5 an Stelle eines Differenzverstärkers einen normalen Verstärker --88--.
Es sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die beiden beschriebenen Ausführungsformen nur Ausführungsbeispiele sind.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Teilnehmerschaltung zum Verbinden der Sprechadern von Fernsprech-Teilnehmerstellen mit Vermittlungsnetzwerk-Sprechadern, mit einer galvanisch vom Vermittlungsnetzwerk getrennten Gleichspannungsquelle für die Stromversorgung der Teilnehmerstelle, d a d u r c h g e k e n n - zeichnet, dass sie in der Weise aus Festkörper-Schaltelementen aufgebaut ist, dass eine Sprechader (Tl') des Vermittlungsnetzwerkes (92) über ein Netzwerk (68) für den ankommenden Verkehr mit einer photonenemittierenden Festkörper-Einrichtung (52, 54) verbunden ist, welche mit einer an die Sprechadern (T1, R1) der Teilnehmerstelle (44) angeschlossenen photonenempfindlichen FestkörperEinrichtung (50, 56) für den ankommenden Verkehr photonengekoppelt ist, dass ferner eine an die Sprechadern (T1, R1)
der Teilnehmerstelle (44) angeschlossene photonenemittierende Festkörper-Einrichtung (60, 62) mit einer photonenempfindlichen Festkörper-Einrichtung (64, 66 oder 86) photonengekoppelt ist und diese photonenempfindliche Festkörper-Einrichtung (64, 66 ; 86) über ein Netzwerk (70) für den abgehenden Verkehr mit einer Sprechader (Rl') des Vermittlungsnetzwerkes (44) verbunden ist, und dass mit dem Netzwerk (69) für den ankommenden Verkehr sowie mit der photonenempfindlichen Festkörper-Einrichtung (64, 66 ; 86) für den abgehenden Verkehr eine deren Arbeitsweise festlegende Steuerschaltung (62) verbunden ist.
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