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Gleitschutzkörper
Die Erfindung betrifft einen Gleitschutzkörper zur Verankerung in Stollen von Profilreifen aus
Gummi, bestehend aus einem mit dem überwiegenden Teil seiner Länge in den Reifenstollen einzusetzenden Schaft, der mit einer kopfartigen Verstärkung sowie mit einer Bohrung versehen ist, in der ein den Schaft überragender Gleitschutzstift vorgesehen ist.
Bekannte derartige Gleitschutzkörper weisen den Nachteil auf, dass die durch einen Brems- oder
Beschleunigungsvorgang im Gleitschutzstift entstehende Wärme nahezu ungehindert in den Schaft übergeht, der diese an den ihn umgebenden Teil des Reifenstollens abgibt. Dadurch wird der Bereich des Reifenstollens der den Gleitschutzkörper haltert, erwärmt, wodurch dessen Festigkeit und damit die Kräfte, die bei Brems- oder Beschleunigungsvorgängen von den Gleitschutzkörpern aufgenommen werden können, stark herabgesetzt werden.
Es ist bekannt, den Wärmeübergang vom Gleitschutzkörper in den diesen umgebenden Bereich des Reifenstollens dadurch zu verzögern bzw. herabzusetzen, dass der Gleitschutzkörper mit wärmeisolierendem Material beschichtet wird. Diese Massnahme hat jedoch nicht zu den erwünschten Erfolgen geführt.
Es ist weiters ein Gleitschutzkörper bekanntgeworden, der aus einem Stift besteht, der in den Reifenstollen eingesetzt ist und der mit einem an die Oberfläche des Reifenstollens anliegenden, tellerförmigen Teil verbunden ist, der einen profilierten Gleitschutzstift trägt. Dieser Gleitschutzkörper entspricht jedoch insofeme nicht den modernen Anforderungen, als er, wie angegeben, nur mittels eines einfachen Stiftes im Reifenstollen verankert ist, wogegen der tellerförmige Teil und der in diesen eingesetzte eigentliche Gleitschutzstift sich ausserhalb des Stollens befinden. Derartige Gleitschutzkörper können deshalb keine grösseren Brems- oder Beschleunigungskräfte aufnehmen.
Durch die Erfindung wird ein Gleitschutzkörper geschaffen, der infolge seiner guten Verankerbarkeit im Reifenstollen hohe Belastungen aufzunehmen in der Lage ist und bei welchem trotz der im Gleitschutzstift verstärkt entstehenden Wärme keine Minderung der Festigkeit des den Gleitschutzkörper umgebenden Bereichs des Reifenstollens zu befürchten ist. Dies wird erfindungsgemäss dadurch erzielt, dass zur Verzögerung des überganges der im Gleitschutzstift entstehenden Wärme in den Reifenstollen die Bohrung und der in dieser befindliche Teil des Gleitschutzstiftes eine voneinander abweichende Oberflächengestaltung aufweisen, wodurch zwischen dem Gleitschutzstift und dem Schaft eine nur teilweise Berührung besteht, und gegebenenfalls weiters der Gleitschutzkörper in an sich bekannter Weise mit einem wärmeisolierenden überzug versehen ist.
Nach einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist der Gleitschutzstift zylindrisch ausgebildet und ist die an sich zylindrische Bohrung mit Längsnuten versehen.
Nach einem andern bevorzugten Ausführungsbeispiel ist die Bohrung des Schaftes an dem der Reifenoberfläche zugewandten Ende radial nach aussen abgesetzt, wodurch zwischen dem Gleitschutzstift und dem Schaft ein Ringspalt gebildet ist.
Der Gegenstand der Erfindung ist nachstehend an Hand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen Fig. l und 2 eine erste Ausführungsform eines
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erfindungsgemässen Gleitschutzkörpers in axialem Schnitt und in Draufsicht, die Fig. 3 und 4 eine zweite Ausführungsform in axialem Schnitt und Draufsicht, Fig. 5 eine dritte Ausführungsform in axialem Schnitt und Fig. 6 eine vierte Ausführungsform in Schrägansicht.
Wie aus Fig. l ersichtlich ist, besteht der Gleitschutzkörper aus einem Schaft der eine kugelförmige Verstärkung-2-aufweist. Der Schaft-l-und die Verstärkung-2-sind mit einer zentrischen Bohrung --3-- versehen, in die ein Gleitschutzstift --4-- eingesetzt ist, dessen Endteil den Schaft-l-geringfügig überragt.
Der Schaft-l-mit der kugelförmigen Verstärkung wird mit dem überwiegenden Teil seiner Länge in den Stollen eines Fahrzeugluftreifens eingesetzt.
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die Bohrung eingesetzte Gleitschutzstift --4-- an demjenigen Ende, das mit der Strasse in Berührung kommt, nicht an den Schaft-l-anliegt, wodurch in diesem Bereich ein Übergang der im Gleitschutzstift entstehenden Wärme auf den Schaft-l-und damit auf den Reifenstollen verhindert bzw. verzögert wird.
Um eine Halterung des Gleitschutzstiftes im Schaft-l-bzw. in der Verstärkung-2-zu
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Ausnehmung im Gleitschutzstift-4-einrastet.
Die Ausführungsform nach den Fig. 3 und 4 unterscheidet sich gegenüber der Ausführungsform nach den Fig. l und 2 dadurch, dass die Bohrung --3-- mit drei Längsnuten-9-versehen ist, die einem grossen Teil des Umfanges des Gleitschutzstiftes-l--gegenüberliegen. Dadurch ist derjenige Bereich, längs dessen der Gleitschutzstift--4--an der Innenwandung der Bohrung anliegt, stark vermindert, wodurch ebenfalls der Übergang der im Gleitschutzstift --4-- erzeugten Wärme auf den Schaft-l--stark erschwert wird.
Die Ausführungsform nach den Fig. 3 und 4 unterscheidet sich gegenüber der ersten Ausführungsform auch noch dadurch, dass die Verstärkung am Ende des Schaftes als Halbkugel--7- ausgebildet ist, die mit einer mit dem Gleitschutzstift--4-koaxialen Bohrung versehen ist.
Die Ausführungsform nach Fig. 5 unterscheidet sich gegenüber der Ausführungsform nach den Fig. 3 und 4 im wesentlichen nur dadurch, dass die halbkugelförmige Verstärkung --12-- des Schaftes - l-- in dessen Mitte angeordnet ist.
In der Ausführungsform nach Fig. 6 ist die Bohrung --3- genau zylindrisch ausgebildet, ist
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stark erschwert ist.
Ergänzend sei darauf hingewiesen, dass die äussere Gestaltung des Schaftes wie auch der Verstärkung beliebig gewählt sein kann. Insbesondere kann der Schaft an seiner Aussenseite mit längsverlaufenden Nuten bzw. Rippen versehen sein und kann die Verstärkung längs Parallelebenen, die im Fahrzeugluftreifen normal zur Reifenachse liegen sollen, beschnitten sein. Weiters kann auch der gesamte Gleitschutzkörper an seiner Aussenfläche mit einem wärmeisolierenden Überzug, z. B. einer Metalloxydschichte, versehen sein.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Gleitschutzkörper zur Verankerung in Stollen von Profilreifen aus Gummi, bestehend aus einem mit dem überwiegenden Teil seiner Länge in den Reifenstollen einzusetzenden Schaft, der mit einer kopfartigen Verstärkung sowie mit einer Bohrung versehen ist, in der ein den Schaft überragender
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der in dieser befindliche Teil des Gleitschutzstiftes (4) eine voneinander abweichende Oberflächengestaltung aufweisen, wodurch zwischen dem Gleitschutzstift (4) und dem Schaft (1) eine nur teilweise Berührung besteht, und gegebenenfalls weiters der Gleitschutzkörper in an sich bekannter Weise mit einem wärmeisolierenden Überzug versehen ist.
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