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Einrichtung zum Bearbeiten von Häuten und Fellen
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Bearbeiten von Häuten und Fellen mit einer Siebtrommel und einer diese ummantelnden Wanne, in der die Siebtrommel drehbar gelagert ist, sowie mehreren, einerseits dem Einführen von Gerbflotten und anderseits dem Messen des pH-Wertes dienenden und in die Wanne mündenden Rohrleitungen und Messsonden.
Es ist in der Gerbereitechnik z. B. bekannt, Felle und Häute in Holz- oder Kunststoffässer einzulegen und diese Häute bzw. Felle dort mit Gerbsäuren zu behandeln. Die Fässer sind hiebei drehbar gelagert und mit Öffnungen an ihrem Aussenmantel versehen, durch welche die Häute bzw.
Felle ein- und ausgeführt werden können. Die zum Gerben benötigte Gerbflotte wird beispielsweise mittels einer Rohrleitung, die vielfach in die Trommel mündet, in diese eingeleitet.
Es ist bereits eine Gerbmaschine vorgeschlagen worden, bei welcher die Trommel als Siebtrommel ausgebildet und diese in einer die Siebtrommel ummantelnden Wanne drehbar gelagert ist. Das Herausnehmen der Häute und Felle wird dadurch erleichtert, dass die Siebtrommel aus ihrer Lagerung mittels eines Hubkranes herausgehoben und so gedreht werden kann, bis die öffnungsklappe nach unten weist, wodurch nach öffnen der öffnungsklappe die Felle leicht herausgezogen werden können.
Durch die Ausbildung der Gerbmaschine gemäss dem hier geschilderten Vorschlag ergibt sich eine wesentliche Vereinfachung des Gerbvorganges und somit eine entsprechende Einsparung an Zeit und Kosten. Dagegen wird es bei der Gerbmaschine gemäss diesem Vorschlag wegen der zusätzlich benötigten Hebevorrichtung als störend empfunden, dass die Trommel zum Leeren aus ihrer Lagerung in der Wanne herausgehoben werden muss.
Demgegenüber besteht die Aufgabe der Erfindung darin, die Gerbmaschine gemäss dem letztgenannten Vorschlag dahingehend weiterzubilden, dass ohne die Trommel aus ihrer Lagerung in der Wanne herausheben zu müssen, die Trommel einfach und schnell entleert werden kann.
Gemäss der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass zusätzlich zur Siebtrommel auch die Wanne um die Siebtrommelzapfen drehbar gelagert ist, und dass die Siebtrommel auf ihrem Aussenmantel eine Drehklappe, die mit Ver- und Entriegelungsmitteln versehen ist, aufweist.
Durch diese Massnahmen lässt sich ein weitgehend automatisierter Betrieb des Gerbvorganges erzielen, da nach erfolgter Gerbung zum Entleeren der Siebtrommel lediglich diese und die Wanne in eine Kipplage gebracht zu werden brauchen, die ein einfaches Herausnehmen der Häute bzw. Felle
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steuerbaren Ver- und Entriegelungsmitteln den Beladungs- und Entladungsprozess der Siebtrommel beispielsweise von einem Schaltpult aus zu steuern, so dass der Aufenthalt von Bedienungspersonen in den Gerbräumen nicht in der bisher üblichen Zeitdauer erforderlich erscheint.
Um die erfindungsgemässe Einrichtung, d. h. die Gerbmaschine in einer kompakteren Ausführung bauen zu können, ist in Weiterbildung der Erfindung möglich, die den Ver- und Entriegelungsmitteln der Drehklappe zugeordneten Kupplungsmittel am Innenmantel der Wanne vorzusehen.
Des weiteren ist gemäss einer Weitergestaltung der Erfindung möglich, für den Antrieb der Siebtrommel und das Kippen der Wanne um die Siebtrommelzapfen einen gemeinsamen Antrieb,
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vorzugsweise einen polumschaltbaren Elektromotor, vorzusehen.
Die Einrichtung gemäss der Erfindung ist in den Zeichnungen in mehreren Arbeitsphasen dargestellt. Es zeigt : Fig. l die Gerbmaschine mit der in Beschickungsstellung geöffneten Siebtrommel, Fig. 2 : die Siebtrommel nach erfolgter Beschickung, Fig. 3 : die Siebtrommel während des Gerbvorganges, Fig. 4 : die Siebtrommel im ersten öffnungsstadium der Drehklappe, Fig. 5 : die Siebtrommel in einem öffnungsstadium der Drehklappe, Fig. 6 : die Siebtrommel in Entleerungsstellung, Fig. 7 : die Siebtrommel in einer die Beschickung vorbereitenden Stellung und Fig. 8 : die Siebtrommel kurz vor Beschickungsbeginn.
Die Einrichtung gemäss der Erfindung besteht im wesentlichen aus einer als Siebtrommel ausgebildeten Trommel, die drehbar in einer Wanne --2-- gelagert ist. Am Aussenmantel der Siebtrommel-l-ist eine Drehklappe --3-- angebracht, deren Grösse so gross ausgebildet ist, dass sie ein Segment von etwa einem Viertel des Aussenmantels bestreicht. Die Drehklappe --3-- ist an
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Mittel am Innenmantel der Wanne --2-- angebracht. Die Kupplungsmittel --8-- bestehen im wesentlichen aus einem oder mehreren, radial zur Siebtrommel-l-verschiebbaren Kupplungsstift, der über ein aus der Trommel hinausgeführtes Gestänge mit einer von Hand oder automatisch betätigbaren Einrichtung verbunden ist.
Um die Wanne-2-in der Beschickungsstellung oder in der Entleerungsstellung festlegen zu können, ist am Umfang der Wanne ein Riegelschloss--9--
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Des weiteren sind, um die Gerbflotten aufzuheizen, am Aussenmantel der Wanne-2-Heiztaschen - -12-- angeordnet. Schliesslich sind die Siebtrommel --1-- und die Wanne-2-an einem der Drehung der Siebtrommel bzw. dem Kippen der Wanne dienenden gemeinsamen Antriebsmotor angeschlossen.
Die Funktion der Gerbmaschine gemäss der Erfindung ist wie folgt : In Beschickungsstellung der Siebtrommel --1-- ist die Wanne-2--mit nach oben weisender Öffnung in den
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entgegen dem Uhrzeigersinn so lange langsam gedreht, bis die Öffnung in der Siebtrommel durch die Drehklappe --3-- abgedeckt ist (Fig. 2). Um die Drehklappe --3-- am Mitgehen mit der Siebtrommel --1-- zu hindern, ist der Stift des Kupplungsmittels --8-- in einer Öffnung der Drehklappe eingerastet. Nach Schliessen der Siebtrommel-l-mittels der Drehklappe --3-- wird die Drehklappe mittels der Verriegelungseinrichtung --4-- verriegelt und der Sicherungsstift der Kupplungseinrichtung --8-- aus der Entriegelungsbohrung herausgezogen (Fig. 3).
Daraufhin wird die Siebtrommel --1-- in Drehung im Uhrzeigersinn versetzt und der Gerbvorgang dadurch eingeleitet. Nach erfolgter Gerbung der Felle bzw. Häute wird der Kupplungsstift wieder in die Entriegelungsbohrung eingedrückt, die Drehklappe --3-- mittels der Verriegelungseinrichtung-4entriegelt und die Siebtrommel-l--so lange im Uhrzeigersinn gedreht, bis die Drehklappe-3die volle Öffnung der Siebtrommel freigegeben hat (Fig. 4 und 5). Dann wird der Riegel --10-- aus dem Riegelschloss --9-- entfernt und die Wanne --2-- zusammen mit der Siebtrommel --1-um die Siebtrommelzapfen so lange gedreht, bis die optimale Stellung für das Herausfallen bzw. für das Herausziehen der gegerbten Häute und Felle erreicht ist (Fig. 6).
Wie in dieser Fig. 6 angedeutet ist, kann
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Öffnung durch eine Drehbewegung mittels der Drehklappe-3-wieder geschlossen (Fig. 7) und die Wanne --2-- gelangt beim Weiterdrehen der Siebtrommel-l-mit Hilfe des Anschlages-6und des Riegels --8-- allmählich wieder in ihre Ausgangslage, d. h. in Beschickungslage der Siebtrommel--l-- (Fig.
l). Der während des Schliessvorganges eingerastete Kupplungsstift des Kupplungsmittels --8--bleibt während der ganzen Rückführung der Wanne mit der Drehklappe --3-- verbunden, so dass nach erfolgter Rückführung der Wanne-2-in die Beschickungsstellung der Siebtrommel-l-und anschliessendem Drehen der Siebtrommel --1-- in Uhrzeigerrichtung die Drehklappe --3-- wieder geöffnet und die Siebtrommel-l-ihrer Beschickungslage zugeführt wird. Nach erneuter Beschickung der Siebtrommel-l-mit den Häuten bzw. Fellen werden die
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einzelnen, vorgenannten Arbeitstakte wiederholt.
Die Gerbmaschine gemäss der Erfindung kann neben der Gerbung von Häuten und Fellen auch zum Enthaaren, Färben oder sonstiger ähnlicher Vorgänge angewendet werden. Auch ist mittels der erfindungsgemässen Einrichtung möglich, die vorbereitenden Arbeiten für die Gelatineherstellung durchzuführen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zum Bearbeiten von Häuten und Fellen mit einer Siebtrommel und einer diese ummantelnden Wanne, in der die Siebtrommel drehbar gelagert ist, sowie mehreren einerseits dem Einführen von Gerbflotten und anderseits dem Messen des pH-Wertes dienenden und in die Wanne
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Siebtrommel (1) auf ihrem Aussenmantel eine Drehklappe (3), die mit Ver- und Entriegelungsmitteln versehen ist, aufweist.
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