AT269719B - Elektrischer Minenzünder und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents

Elektrischer Minenzünder und Verfahren zu seiner Herstellung

Info

Publication number
AT269719B
AT269719B AT635667A AT635667A AT269719B AT 269719 B AT269719 B AT 269719B AT 635667 A AT635667 A AT 635667A AT 635667 A AT635667 A AT 635667A AT 269719 B AT269719 B AT 269719B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
wire
detonator
insulating
sleeve
core
Prior art date
Application number
AT635667A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Schaffler & Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Schaffler & Co filed Critical Schaffler & Co
Priority to AT635667A priority Critical patent/AT269719B/de
Application granted granted Critical
Publication of AT269719B publication Critical patent/AT269719B/de

Links

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Elektrischer Minenzünder und Verfahren zu seiner Herstellung 
Die Erfindung bezieht sich auf elektrische Minenzünder und Verfahren zu ihrer Herstellung. Elektrische Minen- oder Sprengzünder bestehen bekanntlich aus einer Zünderhülse, in der sowohl die La- dungen als auch ein Zündköpfchen untergebracht sind, von dem zwei isolierte elektrische Leiter ausgehen, die aus dem Hülseninneren dicht herausgeführt sind. Beim Aufbauen von Schiessanlagen müssen   dieZünderdrähte, dieüblicherweise   eine Kupfer- oder Eisendrahtseele von etwa 0,5 bis 0,8 mm Durchmesser und eine Isolation, vorzugsweise eine Isolierhülle aus Kunststoff, wie Weich-PVC   od. dgl., be-   sitzen, mit andern Drähten elektrisch verbunden werden und zu diesem Zweck blanke Enden aufweisen. 



   Da es erwünscht ist, die zum Auslegen von Schiessanlagen erforderliche Arbeit vorerst möglichst zu verringern, begrüsst es die Kundschaft, wenn Minenzünder mit bereits über eine Länge von z. B. 35 bis 40 mm abisolierten Enden von der Herstellerfirma geliefert werden. Anderseits bilden solche Minenzünder, die ja scharf sind, eine dauernde Gefahrenquelle, wenn nicht bei ihrem Transport, bei der Lagerung und bei der Handhabung bestimmte Vorschriften nicht verlässlich eingehalten werden, die eine ungewollte Auslösung mit Sicherheit ausschliessen.

   Der rauhe Betrieb an den Abbaustellen und die Sorglosigkeit der Bergleute bringt mit sich, dass bestehende Vorschriften oft nicht ausreichend beachtet, Minenzünder beim Transport (LKW) in der Nähe von unter Spannung stehenden elektrischen Handwerkzeugen oder Installationen vorübergehend abgelegt werden usw. und sich immer wieder Unfälle ereignen, die aus der Auslösung von Minenzündern entstehen, an deren Zünderdrähte unbeabsichtigt eine ausreichend hohe Spannung gelangt ist. 



   Um diese Gefahrenquelle auszuschalten, ist gelegentlich verlangt worden, dass nur Minenzünder mit zur Gänze isolierten Zünderdrähten geliefert werden dürfen, so dass die Drahtenden   sämtlicher, in   eine Schiessanlage einzubauenden Zünder an Ort und Stelle von den Bergleuten abisoliert werden müssen. 



  Zur Vermeidung dieser sehr unbeliebten Mehrarbeit beim Auslegen ist vorgeschlagen worden, die Mi-   nenzünder mit blanken Zünderdrahtenden   zu liefern, die jedoch mit einer isolierenden, leicht abnehmbaren Kappe, mit einer Umwicklung aus einseitig isolierter Metallfolie, die leicht abgezogen werden kann, oder auch mit Isolierband abgedeckt sind. 



   Alle diese Vorschläge sind unbefriedigend, da sie Mehrkosten verursachen und vor allem die vorliegende Aufgabe, die blanken Drahtenden sicher gegen den Zutritt elektrischer Spannungen zu schützen, nicht unter allen Umständen zu erfüllen, weil sie unabsichtlich abgestreift werden können. 



   Ziel der Erfindung ist eine von diesen Mängeln freie Ausgestaltung von Minenzündern. Dieses Ziel lässt sich mit Zündern der eingangs umrissenen Art erreichen, bei welchen erfindungsgemäss die Isolierhülle beider Zünderdrähte in einem vorgegebenen Abstand von dem Drahtende wenigstens teilweise, jedenfalls aber weit genug durchtrennt ist, um zur Herstellung eines blanken Drahtendes ein Abziehen des Endstückes der Isolierhülle von Hand aus zu ermöglichen.

   Bei Zündern nach der Erfindung sind die Drahtenden von dem am Draht aufliegenden Abschnitt der Isolierhülle wirksam gegen den Zutritt von Spannungen geschützt und dieser Abschnitt, der keinerlei über den Aussendurchmesser der Isolierhülle 

 <Desc/Clms Page number 2> 

   vorspringendeAnsätze od.   dgl. aufweist, sitzt so fest, dass er gegen unbeabsichtigtes Abstreifen gesichert ist, aber doch ohne Zuhilfenahme eines Werkzeuges von Hand aus mühelos abgezogen werden kann. 



   Übliche Zünder können in einfachster Weise zur Erfüllung des angestrebten Zweckes ausgestal- tet werden. Es genügt zu diesem Zweck, nach einem Merkmal der Erfindung, die Isolierhüllen der   i     beidenZünderdrähtein   einem vorgegebenen Abstand, z. B. etwa 35 mm vor ihren Enden, wenigstens teil- weise zu durchtrennen, die Isolierhüllenabschnitte jedoch auf den Drähten zu belassen. 



   Die Erfindung ist im folgenden an Hand beispielsweiser Ausführungsformen näher erläutert, die in den Zeichnungen veranschaulicht sind. Hiebei werden sich weitere Erfindungsmerkmale ergeben. In den Zeichnungen zeigen die Fig. 1 bis 4 je eines von erfindungsgemäss ausgestalteten Zünderdrahtenden im Schnitt. 



   Sämtliche Zünderdrähte, deren Enden dargestellt sind, besitzen eine Drahtseele --1--, die von einer   Isolierhülle -2-- umgeben   ist. Gemäss Fig. 1 ist diese Hülle in einem Abstand vor dem Drahten- de mit einer tiefen, aber nicht völlig bis zur Drahtoberfläche durchgreifenden   Kerbe-3-versehen.  

Claims (1)

  1. Diese Kerbe, welche um den gesamten Umfang verlaufen kann, durchtrennt die Hülle soweit, dass der von dort bis zum Zünderdrahtende verlaufende Hüllenabschnitt --4-- von Hand aus, etwa mit Zuhilfe- nahme eines Fingernagels, von der Drahtseele abgezogen werden kann, eine Tätigkeit, die keine Zeit in Anspruch nimmt, ohne Anwendung eines Werkzeuges und daher ohne Beeinträchtigung der Arbeit beim Auslegen von Schiessanlagen an Ort und Stelle erfolgen kann. Der abzuziehende Hüllenabschnitt hängt mit restlichen Hüllen fest genug zusammen, so dass er nicht unbeabsichtigt abgestreift werden kann und ist so lang bemessen, dass er sich über ein Stück der Drahtseele von zur Herstellung der elek- trischen Verbindung ausreichender Länge, z. B. 35 mm, erstreckt.
    Aus Kunststoffen bestehende Isolierhüllen sind meistens beschränkt elastisch verformbar. Es ist da- her möglich, solche Isolierhüllen etwas zu strecken, so dass sie über das Ende der Seele vorstehen und in diesem Zustand verbleiben, so dass das Ende der Seele-l-abgedeckt ist (Fig. 2). Minenzünder, bei welchen die Isolierhüllen der Zünderdrähte zu diesem Zwecke über die Drahtenden vorgeschoben sind, bieten eine besondere Sicherheit gegen den unerwünschten Zutritt von Spannungen.
    Wie Fig. 3 erkennen lässt, kann die IsolierhülIe -2- auch bis zur Seele durchtrennt sein. Die Hülle und der Hüllenabschnitt --4-- liegen dabei praktisch aneinander an, so dass der Zünderdraht über seine ganze Länge im wesentlichen durchlaufend isoliert bleibt. Auch in diesem Falle kann z.
    B. bei Anwendung relativ stumpf konischer Werkzeuge durch bleibende Verformung in Nähe der Trennstelle die Isolierhülle gelängt sein, so dass ein kleiner Hüllenendabschnitt --5-- über das Seelenende vorragt. Die Wahrscheinlichkeit des unerwünschten Zutrittes von Spannungen ist aber auch dann praktisch auf Null herabgedrückt, wenn (Fig. 4) die Isolierhülle --2-- gänzlich durchtrennt und der Hüllenabschnitt - gegen das Seelenende hin etwas verschoben ist, so dass eine Blankstelle von geringer Länge ent- steht, dafür aber das Drahtende von einem etwas längeren Hüllenendabschnitt überdeckt ist. Bankstel- len einer Länge, die z. B. höchstens der zehnfachenDickederIsolierhülle entspricht, sind völlig un- schädlich.
    Bei einer Dicke der Seele von 0,6 mm Durchmesser und einer Dicke der Isolierhülle von 0,35 mm beträgt diese Länge etwa 3 mm.
    Die letztgenannte Ausbildung empfiehltsichdann, wenn die Isolierhülle zwar biegsam, in Längs- richtung aber wenig verformbar ist.
    Aus dem vorstehenden ergibt sich, dass die Gefahr der ungewollten Zündung von Minenzündern durch an die Zünderdrähte gelangende Spannungen in sehr einfacher Weise und ohne zusätzliche Mehr- arbeitund Kosten mit grosser Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden kann. Überdies sind die bis zum Abziehen des Endabschnittes der Isolierhülle gegen Korrosion geschützten Drahtenden im Zeitpunkt der Herstellung elektrischer Verbindung mit Sicherheit blank, was bei mit abisolierten Zünderdrahtenden versehenen Minenzündern nicht gewährleistet werden kann.
    PATENTANSPRÜCHE : 1. Elektrischer Minenzündermiteiner eine Sprengladung und ein Zündköpfchen enthaltenden Zünderhülse und zwei aus dieser dicht herausgeführten, isolierten Zünderdrähten, dadurch gekenn- EMI2.1 2. Elektrischer Minenzünder nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass das Ende der Isolierhülle über das Drahtende vorsteht. <Desc/Clms Page number 3>
    3, Elektrischer Minenzünder nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Isolier- hülle an der Trennstelle gänzlich abgetrennt und eine kurze Blankstelle des Drahtes geschaffen ist, deren Länge z. B. höchstens der zehnfachen Dicke der Isolierhülle entspricht.
    4. Verfahren zum Herstellen eines Minenzünders nach einem der Ansprüche l bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Isolierhüllen der beiden Zünderdrähte in einem vorgegebenen Abstand, z. B. etwa 35 mm vor ihren Enden, wenigstens teilweise durchtrennt, die Isolierhüllenabschnitte jedoch auf den Drähten belassen werden.
    5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Enden der Isolierhüllenabschnitte über die Drahtenden vorgeschoben werden.
    6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Enden der Isolierhülle gänzlich abgetrennt und diese um ein kleines Stück über die Drahtenden zurückgeschoben werden.
AT635667A 1967-07-07 1967-07-07 Elektrischer Minenzünder und Verfahren zu seiner Herstellung AT269719B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT635667A AT269719B (de) 1967-07-07 1967-07-07 Elektrischer Minenzünder und Verfahren zu seiner Herstellung

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT635667A AT269719B (de) 1967-07-07 1967-07-07 Elektrischer Minenzünder und Verfahren zu seiner Herstellung

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT269719B true AT269719B (de) 1969-03-25

Family

ID=3585495

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT635667A AT269719B (de) 1967-07-07 1967-07-07 Elektrischer Minenzünder und Verfahren zu seiner Herstellung

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT269719B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE842035C (de) Schiessvorrichtung mit explosiven Hohlladungen, insbesondere zum Durchlochen der Verrohrung von Tiefbohrloechern
DE1001160B (de) Elektrischer Aufschlagzuender fuer Geschosse
DE834213C (de) Vorrichtung zum Abfeuern von pyrotechnischen Koerpern
DE860324C (de) Elektrischer Zuender
AT269719B (de) Elektrischer Minenzünder und Verfahren zu seiner Herstellung
DE1962269C3 (de) Sicherangseinsatz mit einem stirnseitig durch Endplatten verschlossenen rohrförmigen Isolierkörper
DE1529132B1 (de) Elektrischer Anzuender
DE2645934C3 (de) Schutzelement
DE2557031C3 (de) Opferanode, insbesondere zur Verwendung bei einem Metalltank
AT201489B (de) Schutz- und Isoliereinrichtung für Drähte von elektrischen Brückenzündern
AT206802B (de) Elektrisch auslösbarer Minenzünder
DE1515802A1 (de) Sicherbeitsschutzanordnung fuer elektrische Kabel
DE957811C (de) Auslösevorrichtung, insbesondere für Reketengeschosse, Bomben od. dgl
DE2612942A1 (de) Elektropyrotechnisches zuendmittel, das gegen elektrostatische entladungen geschuetzt ist
DE10048869B4 (de) Induktiv aktivierbare Zündkapsel
DE2939972A1 (de) Stacheldraht
AT208757B (de) Zündanlage mit elektrisch auslösbaren Minenzündern
DE917056C (de) Elektrischer Zuender
DE4428181C1 (de) Sicherungseinrichtung für elektrische Kabel
DE1877430U (de) Elektrisch ausloesbarer minenzuender.
DE1765831B1 (de) Elektrische durch gewichtsdruck betaetigte kontaktvorrich tung insbesondere zum schliessen einer zuendstromkreises
DE689810C (de) n bei Tiefbohrungen
AT265399B (de) Stecker
DE3627919A1 (de) Elektrischer anzuender
DE1277406B (de) Vorrichtung zur loesbaren Befestigung mehrerer elektrischer Leiter in einer aus einem einzigen leitenden Koerper bestehenden Verbindungs-klemme