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Verteilvorrichtung vorzugsweise für Streumaschinen in der Landwirtschaft
Die Erfindung bezieht sich auf landwirtschaftliche Geräte, insbesondere auf die verschiedensten Sua- un Streumaschinen. Genauer gesagt, betrifft die Erfindung einen neuartigen Antriebsmechanismus für die Dosiereinrichtung derartiger Geräte.
Die Erfindung ist speziell auf jene Sua- un Streumaschinen anwendbar, welche einen das Saatgut oder andere Materialien enthaltenden Trichter besitzen, der mit einer Einrichtung versehen ist, die seine dosierbare Entladung in Abhängigkeit von der Fahrgeschwindigkeit gestattet. Die Einrichtungen, welche bisher für diese Zwecke benutzt wurden, hatten den Nachteil einer nur groben Regulierbarkeit und konnten nicht den hohen Geschwindigkeiten angepasst werden, welche in der modernen Landwirtschaft erforderlich sind.
Es ist daher ein Ziel dieser Erfindung, eine Kraftübertragungseinrichtung für den Antrieb des
Entlademechanismus landwirtschaftlicher Sua- un Streumaschinen bereitzustellen, wobei die oben erwähnten Nachteile vermieden werden. Im speziellen soll für derartige mit Trichtern ausgerüstete Maschinen eie neuartige Kraftübertragungseinrichtung vom Tragrad zum Trichter angegeben werden, die gestattet, das Ausströmen des Saatgutes fern zu regulieren.
Ein weiteres Ziel der Erfindung besteht darin, hydraulisch arbeitende Einrichtungen für den Antrieb des Verteilermechanismus radgetragener Sua- un Streumaschinen anzugeben, die vom Tragrad gesteuert werden und eine Feinregulierung der Saatgurmenge erlauben.
Andere Ziele und Vorteile gehen aus der folgenden Beschreibung und den zugehörigen Zeichnungen hervor. Die Zeichnungen zeigen folgendes : Fig. l ist der Aufriss einer Getreide-Sämaschine mit den Einrichtungen der Erfindung. Fig. 2 zeigt die Vorderansicht der in Fig. 1 gezeigten Sämaschine.
Fig. 3 ist eine vergrösserte, perspektivische Ansicht der in den Fig. 1 und 2 dargestellten Maschine. Fig. 4 ist ein Aufriss ähnlich der Fig. 1 und zeigt eine Modifikation der Erfindung. Fig. 5 ist die Vorderansicht zu Fig. 4. Fig. 6 ist ein Aufriss ähnlich wie Fig. l und 4, der eine weitere Modifikation der Erfindung zeigt. Fig. 7 ist die Vorderansicht zu Fig. 6. Fig. 8 ist ein vergrösserter Aufriss eines Details des Antriebsmechanismus wie er in den Fig. 6 und 7 dargestellt ist. Fig. 9 ist der Grundriss zu Fig. 8.
In den Zeichnungen wird mit --1-- eines der Tragräder der Sämaschine bezeichnet. Die Sämaschine setzt sich in Richtung der Radachse (z. B. in Fig. 2 nach links) fort und wird von den Rädern getragen, die in räumlichen Abständen angeordnet sind. Sie wird vorzugsweise von einem Zugfahrzeug gezogen oder ist an dieses montiert. Viele konstruktive Details der Sämaschine sind rein konventionell und bekannt und sind nicht Bestandteil dieser Erfindung.
Das Rad--1--ist auf einem Rahmen--la-befestigt und trägt auf seiner Achse-lb-- eine Flüssigkeitspumpe bekannter Ausführung. Von einem Vorratsbehälter-3-mit Filter-4-, welcher am Rahmen der Sämaschine montiert ist, wird sie über eine Leitung - -2a-- mit öl versorgt.
Wie in den Fig. l bis 3 gezeigt ist, gelangt das öl über eine Leitung--2b--von der Pumpe --2-- zu einem hydraulischen Motor-5--von ebenfalls bekannter Ausführung. Dieser besitzt eine Welle --5a--, auf der ein Rad --6-- angebracht ist, dessen Kranz mit Gummi oder einem andern geeigneten Material überzogen ist. Eine Rückleitung --13a-- verbindet den Motor mit dem Vorratsbehälter--3--.
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Das Rad--6--ist durch Reibung in Eingriff mit einem Tellerrad--7--, das auf der Verteilerwelle--8--sitzt. Letztere ist verbunden mit dem Dosiermechanismus--8a--, der das Ladegut durch die Röhren --8b-- entleert, u.zw. in einer Weise, die durch die Umdrehungsgeschwindigkeit der Welle --8-- bestimmt ist.
In den Fig. l bis 3 ist angenommen, dass der hydraulische Motorlauf einem Gewindeschloss--9--montiert ist, das auf einer Führungsstange --10-- gleitet, die in einem Tragteil --13-- sitzt. Der Teil --13-- ist am Rahmentragwerk befestigt.
Das Gewindeschloss--9--und damit der hydraulische Motor--5--kann durch Drehen der Schraubspindel die ebenfalls im Tragteil --13-- gelagert ist und einen Rändelknopf --12-- besitzt, längs der Schraubspindel--11--verschoben werden. Durch eine derartige Verschiebung kann das Rad-6-bei verschiedenen Radien des Tellerrades --7-- in Eingriff gebracht werden und damit die Umdrehungsgeschwindigkeit der Welle-8-in weiten Grenzen variiert werden. Dadurch ist eine ausgezeichnete Regelung der Ausflussmenge des Ladegutes in einem sehr grossen Bereich möglich.
Zur Erleichterung der Einstellung der Ausflussmenge aus dem Trichter ist auf dem Gewindeschloss --9-- ein Zeiger --14-- und auf dem Tragteil-13-eine Teilung --15-- angebracht, auf der die Stellung des Rades --6-- relativ zum Tellerrad --7-- und damit die Umdrehungsgeschwindig-
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In den Fig. 4 und 5 wird die ölpumpe ebenfalls über das Rad-l-angetrieben und das öl wird über den Filter-4-vom Behälter-3-abgesaugt. Die Flüssigkeit gelangt unter Druck in der Leitung--2b--zum hydraulischen Motor--5b--, der auf dem Tragwerksrahmen montiert ist.
Durch eine Umwegleitung --21--, in die ein Regulierventil --20- mit dem Ventilrad--20a--
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Umdrehungsgeschwindigkeit somit auf einfache Weise geregelt werden kann.
In einer Modifikation, wie sie in den Fig. 6 bis 8 gezeigt ist, liefert die Pumpe --40-- eine regelbare Ausflussmenge. Derartige Pumpen sind bekannt. Die Pumpe --40-- wird ebenfalls, wie bereits beschrieben, durch das Tragrad --1-- angetrieben und saugt öl vom Vorratsbehälter-3- über die Leitung --2a-- ab. Sie versorgt über die Leitung-2b-den hydraulischen Motor --5c--mitDruckflüssigkeit.
Die Ausflussmenge der Pumpe --40-- wird durch Betätigen des Hebels --41-- reguliert, wie aus den Fig. 8 und 9 am besten ersichtlich ist. Die Neigung der Platte--42--, welche durch den Hebel--41--verstellbar ist, bestimmt die Ausflussmenge und kann auf einer Teilung auf dem Segment--43--abgelesen werden. Das Segment--43--ist auf dem Pumpengehäuse befestigt. Mit einer Schraube--44--kann der Hebel--41--gegen unbeabsichtigtes Verstellen gesichert werden.
Die Pumpenwelle--47--ist mit einer Kupplung'--45-- versehen, die durch den Hebel --46-- betätigt wird. Im Falle eines gezogenen Gerätes, das nur von Rädern--l--getragen wird, kann die Pumpe ein- und ausgekuppelt werden. Im Falle, dass das Gerät direkt auf ein Zugfahrzeug montiert ist, bleibt beim Anheben des Gerätes von der Erde das Rad-l-und damit die Pumpe automatisch stehen.
Es sei darauf hingewiesen, dass von der Pumpe--40--keine Flüssigkeit abgegeben wird, wenn, wie in Fig. 6 angedeutet, die Platte --42-- senkrecht auf der Antriebswelle --47-- steht. Je mehr die Platte geneigt wird, umso mehr Flüssigkeit wird abgegeben.
Abschliessend sei noch bemerkt, dass durchaus weitere Modifikationen möglich sind, ohne die Idee oder den Rahmen der folgenden Patentansprüche zu verlassen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verteilvorrichtung vorzugsweise für Streumaschinen in der Landwirtschaft, bestehend aus einem Fahrgestell, das einen das Streugut aufnehmenden Behälter trägt und einer unterhalb des Behälters drehbar gelagerten Verteilerwelle zur Entladung des Streugutes durch die Ablaufrohre,
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