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Mehrfach-Blitzvorrichtung für photographische Zwecke
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Anwendung auf eine Kamera bedeutet dies, dass nur eine Kameraseitenwand abgedeckt ist, an der sich regelmässig keine Bedienungshandhaben befinden. Bei dieser Anordnung ist im übrigen die Sperrigkeit des Gesamtgeräts, einschliesslich der Mehrfach-Blitzvorrichtung, besonders klein.
Um die beschriebenen Anschlussmöglichkeiten auf einfache Weise realisieren zu können, ist vor- teilhafterweise vorgesehen, dass am unteren Behälterende oder an einer Seitenwand ein an sich bekann- ter Kontakt-Anschlussteil, z. B. ein Lampenfuss oder ein Steckfuss, zum Anschliessen an einen üblichen
Gegenkontakt-Anschlussteil, z. B. einen Gegenkontaktsockel oder einen Gegenkontaktsteckschuh einer
Kamera, eines Blitzgerätes oder eines Adapters, vorgesehen ist.
Zweckmässigerweise sind die Reflektoren in einen ihnen gemeinsamen Streifen aus zumindest an seiner den Blitzlampen zugewendeten Oberfläche reflektierendem Werkstoff eingedrückt, der in den Behälter in dessen Längsrichtung eingeschoben ist und zugleich als Träger für die Lampensockel ausgebildet ist. Durch die Ausbildung der Reflektoren an einem ihnen gemeinsamen Streifen, der zugleich als Sockelträger fungiert, ergibt sich ein besonders einfacher Aufbau der Blitzvorrichtung.
Bei dieser Reflektorausbildung sind die Blitzlampen vorteilhafterweise gegenüber der Behälterlängsachse schräg gestellt. Der Behälter kann dadurch kurz gebaut sein.
Legt man auf geringe Bauhöhe keinen Wert, dann können die Reflektoren durch einen gemeinsamen, halbzylindrisch gewölbten Streifen aus zumindest an seiner den Blitzlampen zugewendeten Oberfläche reflektierendem Werkstoff gebildet sein, der in den im Bereich hinter den koaxial zum Behälter ausgerichtetenBlitzlampen halbzylindrisch ausgebildeten Behälter in dessen Längsrichtung eingeschoben ist. Durch die zum Behälter koaxiale Anordnung der Blitzlampen entspricht dessen Gesamtlänge zumindest der Summe der Einzellängen der Blitzlampen. Dafür ergibt sich jedoch eine besonders einfache Reflektorausbildung. Dieser wird gemeinsam für alle Blitzlampen durch Wölbung eines einfachen Streifens erzeugt.
Um bei der letztgenannten Ausführung eine einfache und doch sichere Lampenhalterung zu erzielen, ist zweckmässigerweise vorgesehen, dass die Lampensockel an den elektrisch nichtleitenden Sprossen eines leiterförmigen Trägers angeordnet sind, dessen Seitenteile als Stromzu-und-abführungen für die Blitzlampen ausgebildet sind.
Noch einfacher kann der Reflektor dadurch hergestellt werden, dass die Reflektoren durch einen gemeinsamen, halbzylinderförmigen Streifen aus einem zumindest an seiner den Blitzlampen zugewendeten Oberfläche reflektierenden Werkstoff gebildet sind und dass dieser Streifen derart baulich mit dem Behälter verschmolzen ist, dass er einen Teil der Behälterwand bildet. Der Behälter selbst bildet in diesem Fall also zugleich den Reflektor.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt. Es zeigen : Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine erste Ausführungsform der Erfindung ; Fig. 2 einen Horizontalschnitt entlang der Schnittlinie II-II in Fig. 1 ; Fig. 3 einen Vertikalschnitt durch eine zweite Ausführungsform ; Fig. 4 einen Querschnitt entlang der Schnittlinie IV-IV in Fig. 3 ; Fig. 5 bis 10 Ausführungsformen von im Rahmen der Erfindung verwendbaren Schaltern in Offenstellung ; und Fig. 5a und 10a die entsprechenden Schalter in Schliessstellung nach Hitzeeinwirkung.
In den Fig. 1 und 2 ist mit-l-ein rohrförmiger Behälter aus lichtdurchlässigem Werkstoff be-
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fest mit einer gewölbten Tragwand --3-- verbunden, zweckmässig mit dieser einteilig ausgeführt, ist.
Die Tragwand --3-- ist in Längsrichtung in den Behälter-l-eingeschoben. In die Tragwand sind übereinander Reflektoren --4-- eingedrückt, die auf der Innenseite --4a-- mit einer Reflexionsschicht versehen sind. Es ist aber auch möglich, die Tragwand --3-- insgesamt aus reflektierendem Werkstoff herzustellen. Die Reflektoren sind zugleich mit Lampensockeln --5-- versehen, die bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel gegenüber der Längsachse des Behälters-l-etwas seitlich versetzt und schräggestellt sind. In die Lampensockel --5-- sind übliche Blitzlampen --6-- eingesetzt, die infolge der Stellung der Sockel eine Schräglage in bezug auf die Längsachse des Behälters-l-einnehmen.
Die Blitzlampen --6-- sind also übereinander in dem Behälter-l-angeordnet und liegen alle in
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Die Tragwand --3-- bildet Kanäle --7 und 8--, in denen eine Strom zuführung --9-- und eine Stromrückführung-10-für die Blitzlampen verlaufen. Von der Stromzuführung --9-- führt je eine Zuleitung --11-- zu jedem Sockel --5--.
Ferner ist jeder Sockel über eine Rückleitung - mit der Rückführung --10-- verbunden. Mit Ausnahme der zuletzt zu zündenden Blitzlampe --6-- - der obersten Blitzlampe bei der Ausführungsform nach Fig. l-ist am Glaskolben jeder Blitzlampe ein Schalter --13-- angeordnet, der in der Rückleitung --12-- der in der Zünd-
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reihenfolge jeweils nachfolgenden Blitzlampe liegt. Die Schalter --J 3-- sind so ausgebildet, dass ihre Kontakte durch eine wärmeempfindliche Halterung voneinander getrennt gehalten sind. Wird die betreffende Blitzlampe gezündet, so verändert die dadurch entstehende Wärme die Halterung so, dass die Kontakte in stromleitende Verbindung kommen, so dass der Schalter geschlossen ist.
Am Boden --2-- ist ein Kontaktfuss --14-- angebracht, in den die Stromzu-und-abführungen münden. Der Kontaktfuss-] 4- ist wie der übliche Steckfuss einer Blitzlampe ausgebildet, so dass die Mehrfach-Blitzvorrichtung in den entsprechenden Gegenkontakt-Anschlussteil einer Kamera, eines Blitzgeräts oder eines Adapters eingesteckt werden kann.
Wird nun ein Zündstoss auf die Mehrfach-Blitzvorrichtung nach Fig. l gegeben, dann brennt zunächst die unterste Blitzlampe --6-- ab, in deren Rückleitung --12-- sich kein Schalter befindet.
Durch die dabei entstehende Wärme wird der an dieser Lampe angebrachte Schalter geschlossen, so dass
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--6-- zündet.müssen. Sind alle Lampen abgebrannt, wird der Behälter weggeworfen.
Die Ausführungsform nach den Fig. 3 und 4 stimmt bezüglich der Wirkungsweise mit derjenigen nach den Fig. l und 2 überein. Sie ist jedoch etwas anders aufgebaut.
Es ist wieder ein dem Behälter-l-entsprechender, jedoch etwas längerer, rohrförmiger Weg- werfbehälter-15-aus lichtdurchlässigem Werkstoff vorgesehen, der oben durch eine halbkugelförmi- ge Kappe--15a--abgeschlossen ist. Unten ist der Behälter --15-- durch einen Boden --16-- mit einem
Kontaktsteckfuss --17-- verschlossen. Der Behälter --15-- ist auf der Innenseite zur Hälfte mit einer reflektierenden Schicht --18-- versehen. In den Behälter ist ein leiterförmiger Träger --19-- einge- schoben, dessen Seitenteile --20 und 21-- als Stromzu- und -rückführungen ausgebildet sind.
Zwischen den Seitenteilen-20, 21- sind Sprossen-22-- aus elektrisch nicht leitendem Material angeordnet, die jeweils einen Lampensockel-23-- tragen. In die Sockel --23-- sind Blitzlampen --24-eingesetzt, die koaxial zum Behälter --J 5-- untereinander und in einer quer zur Leuchtrichtung des Reflektors --18-- verlaufenden Ebene liegen. Von der Stromzuführung --20-- führt wieder je eine Zuleitung --25-- zu den Lampensockeln --23--.
Mit der Stromrückfühmng-2]-stehen die Lampensockel über Rückleitungen --26-- in Verbindung, wobei mit Ausnahme der zuletzt zu zündenden Blitzlampe-wieder der obersten in den Zeichnungen - jede Rückleitung einen Schalter --27-- enthält, der am Glaskolben der vorher zu zündenden Blitzlampe angebracht ist. Die Schalter --27-- sind in ihrer Wirkungsweise genauso ausgestattet wie die Schalter der Ausführungsform nach den Fig. l und 2.
Für die Wirkungsweise der erfindungsgemässen Mehrfach-Blitzlichtvorrichtung ist es günstig, wenn die Schalter--13 bzw. 27--in einer der Konstruktionen ausgeführt sind, wie sie in den Fig. 5,5a bis 10, 10a dargestellt sind. Dort ist jeweils eine Blitzlampe --B-- gezeichnet, der ein Schalter --S-- zugeordnet ist, welcher sich in der Rückleitung der in der Zündreihenfolge nächsten Blitzlampe befindet. In den Fig. 5, 5a ist ein Schalter verwendet, dessen Kontak1e--K-- auf. einander zugefedert sind. Die Kontakte --K-- sind mit einer Kolophoniumumhüllung --28-- versehen und schliessen zwischen sich eine Zinnkugel --29-- ein.
Brennt die Blitzlampe ab, dann schmilzt durch die Wärmeeinwirkung die Kolophoniumumhüllung und die Zinnkugel-29-wird in die aus Fig. 5a ersichtliche Form gedrückt, in welcher sie die Kontakte --K-- stromleitend miteinander verbindet.
Bei der Ausführungsform nach den Fig. 6, 6a sind die Kontakte --K-- wieder mit einer Kolophoni- umumhüllung --30-- versehen, aber so gefedert, dass sie voneinander wegstreben. Ausserdem sind sie in einen Zinnring-31-- eingeschlossen. Durch die Wärmeeinwirkung beim Abbrennen schmelzen wieder die Kolophoniumumhüllungen --30-- und der Zinnring fliesst zu einem Tropfen --31'-- zu- sammen, der die Kontakte stromleitend verbindet.
Bei der Ausführungsform nach den Fig. 7,7a befindet sich zwischen den Kontakten --K--, die aufeinander zugefedert sind, eine Perle --32-- aus Zinnpulver und Kolophonium. Durch die Wärmeeinwirkung schmilzt das Kolophonium aus und esverbleibt zwischen den Kontakten ein Zinntropfen-32'--, der einen Stromübergang zwischen den Kontakten-K-erlaubt.
Bei der Schalterkonstruktion nach den Fig. 8, 8a sind ringförmige Kontakte --K-- vorgesehen, die aufeinander zustreben und vor dem Zünden der Blitzlampe --B-- durch eine Perle --33-- aus Zinnpulver und Kolophonium voneinander im Abstand gehalten werden. Diese Perle schmilzt durch die Wärmeeinwirkung zu einem Tropfen --33'-- zusammen, so dass zwischen den Kontakten --K-- Strom fliessen kann.
In den Fig. 9, 9a liegt zwischen den aufeinander zugefederten Kontakten --K-- eine Perle --34--
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aus einem Kunststoff, der bei Wärmeeinwirkung schmilzt. Nach dem Zünden der Blitzlampe --B-- hat die Perle die in Fig. 9a dargestellte, wesentlich kleinere Form --34'-- und die Kontakte kommen da- durch aneinander in Anlage.
Das gleiche Prinzip ist bei dem Schalter --S-- nach den Fig. 10, 10a verwirklicht, wo eine Kunst- stoffperle --35-- die Kontakte --K-- voneinander in Abstand hält, so lange die Lampe --B-- nicht abgebrannt ist. Die Kunststoffperle istdabei in einem Loch --36-- des einen Kontaktes-K-gehal- ten. Durch die Wärmeeinwirkung beim Abbrennen der Lampe schrumpft die Kunststoffperle in die Form - -35'--, rollt dadurch aus dem Loch --36-- heraus und erlaubt eine Zusammenführung der aufeinander zugefederten Kontakte-K-.
Die Erfindung ist nicht auf die gezeigten Ausführungsbeispiele beschränkt. Der Kontakt-Anschluss- teil-14 bzw. 17-könnte auch als Kontakt-Steckfuss oder als anders gestalteter Kontakt-Kupplungsteil ausgeführt sein. Auch wäre zum Anschliessen der Mehrfach-Blitzvorrichtung an eine Seitenwand einer Kamera eine Anordnung des Kontakt-Anschlussteils seitlich am Behälter --1 bzw. 15-- möglich. Die Zahl der Blitzlampen mit den zugehörigen Reflektoren kann je nach den Bedürfnissen vergrössert oder verkleinert werden. Zur Erzielung einer besonders niedrigen Bauhöhe wäre auch eine Horizontalanordnung der Blitzlampen denkbar.
Sämtliche aus der Beschreibung und den Zeichnungen zu entnehmenden Merkmale, einschliesslich der Schalterausführungen nach den Fig. 5 bis 10, können auch in beliebigen Kombinationen erfindungswesentlich sein.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Mehrfach-Blitzvorrichtung für photographische Zwecke, bei der in einem wenigstens in der gegewünschten Leuchtrichtung lichtdurchlässigen Wegwerfbehälter mehrere, nacheinander zu zündende Blitzlampen mit jeweils zugehörigem Reflektor in einer im wesentlichen quer zur Leuchtrichtung verlaufenden Ebene angeordnet sind und, mit Ausnahme der zuletzt zu zündenden Blitzlampe, in enger räumlicher Verbindung mit einem im Stromkreis der nachfolgenden Blitzlampe liegenden Schalter stehen, dessen Kontakte durch eine wärmeempfindliche Halterung voneinander getrennt gehalten und bei Wärmeeinwirkung auf die Halterung schliessbarsind, nachPatentschriftNr. 258716, dadurch gekennzeichnet, dass die Blitzlampen (6bzw. 24) mit ihren Reflektoren (4bzw. l8) übereinander in einem rohrförmig ausgebildeten Behälter (1 bzw.
15) angeordnet sind.