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Reinigungs- und Scheuerkörper
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miteinander verbunden sind. Auch in diesem Fall stellt der Leim ein Hindernis für das Durchsickern der
Flüssigkeit dar.
Aus der Schweizer Patentschrift Nr. 174309 wurde ein Schwamm bekannt, bei dem ein grosses
Maschengewebe (Netz) auf beiden Seiten von einem viskosen Schwamm umhüllt ist. Das Netz dient hier jedoch nur als Verstärkungselement, nicht jedoch als Scheuerkörper.
Es wurde auch schon bekannt (USA-Patentschrift Nr. 2, 804, 728), eine Scheuermittelschicht zum
Teil in eine Schwammasse aus poröser, regenerierter Zellulose, deren Poren durch Herauslösen von
Natriumsulfatdekahydratkristallen aus der schwammbildenden Masse hergestellt wurden, einzubetten.
Die Scheuermittelschicht besteht jedoch bei dem bekannten Scheuer- und Reinigungskörper aus einem
Gitter, das durch Weben oder Stricken hergestellt ist. Es ist daher bei dem bekannten Scheuer- und
Reinigungskörper möglich, das ganze Gitter von der Schwammschicht abzuschälen, da die Festigkeit des
Gitters grösser ist als die der Einbettung. Dies ist jedoch nachteilig, vor allem dann, wenn sich das
Gitter in der Randzone vom Schwamm löst, da es dann zu einem fortschreitenden Ablösen des Gitters kommen wird.
Aus der USA-Patentschrift Nr. 2, 958, 593 ist ein Scheuerkörper geringer Dichte bekannt, der aus einem dreidimensionalen Netzwerk willkürlich gelagerter, biegsamer, widerstandsfähiger, organischer
Fasern, welche an den Kreuzungspunkten fest aneinander gebunden sind, besteht, worin Reibteilchen verteilt sind, die an dem Fasergewirr durch einen harten Binder befestigt sind.
Weiters wurde auch schon vorgeschlagen (brit. Patentschrift Nr. 840, 484), die Oberfläche eines
Schwammes mit einer ein Scheuermittel enthaltenden Klebstoffschicht zu überziehen. Hier hindert die
Klebstoffschicht, worauf bereits hingewiesen wurde, den freien Durchgang der Flüssigkeit.
Die Nachteile der bekannten Körper werden durch die erfindungsgemässe Kombination folgender Merkmale vermieden : a) die Schwammschicht besteht aus einem regenerierten Zelluloseschwamm, der durch Verteilung von Natriumsulfatdekahydratkristallen in einer flüssigen Zellulose-xanthogenat-Masse, Gelieren dieser Masse, um die Zellulose zu regenerieren, und Herauslösen der Natriumsulfatdekahydratkristalle zur Porenbildung hergestellt ist ; b) die Scheuerauflage besteht aus einer Vielzahl von ineinandergreifenden willkürlich angeordneten, zähen, elastischen, organischen Fasern, die nur an den Kreuzungs- und Berührungspunkten verklebt sind, wobei Reibteilchen in der Faserschicht verteilt sind und mit den Fasern mittels eines relativ harten Bindemittels verbunden sind, und hat eine Dicke von mindestens 5 mm ;
c) die Fasern der Scheuerauflage sind bis etwa zur Hälfte der Dicke der Scheuerauflage in der Schwammschicht eingebettet.
Der erfindungsgemäss ausgebildete Körper kann fest in die Hand genommen werden, ohne die Finger oder den Nagellack zu beschädigen oder zu verletzen. Weiters kann der Reinigungs- und Scheuerkörper jeden Betrag an Reinigungsflüssigkeit aufsaugen und verteilen, wobei diese durch das ganze Element fliessen kann. Der Reinigungskörper ist weich und der Druck pflanzt sich gleichmässig über die gesamte Reibfläche fort, um ein Zerkratzen der zu reinigenden Flächen weitestgehend zu verhindern. Diese typische Eigenschaft bleibt sogar noch nach langer Benutzungszeit erhalten. Das Element lässt sich einfach, leicht und billig herstellen.
Die Zeichnungen zeigen ein Ausführungsbeispiel eines Reinigungskörpers gemäss der Erfindung sowie eine Vorrichtung zu seiner Herstellung. Es stellen dar : Fig. 1 eine schaubildliche Ansicht eines zugeschnittenen Reinigungs- und Scheuerkörpers und Fig. 2 einen Längsschnitt durch eine Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung eines Reinigungskörpers in Form eines fortlaufenden Bandes.
In Fig. 1 ist ein zusammengesetzter Reinigungs- und Scheuerkörper --10-- aus einer Schwammschicht --11-- und einer damit entlang einer Verbindungsfläche-13-verbundenen Scheuerauflage dargestellt. Die Fasern der Auflage --12-- dringen entlang der Verbindungsfläche --13-- teilweise in die Schwammschicht --11-- ein, um dadurch die Verbindung zu bewirken, ohne jedoch den freien Durchgang der Flüssigkeit von einer Schicht zur andern zu behindern.
Fig. 2 zeigt eine Vorrichtung --20-- zur kontinuierlichen Herstellung eines zusammengesetzten Bandes, aus dem sodann die Putz- und Reinigungskörper gebildet werden können. Ein endloses Band --22-- mit einer vorzugsweise waffelmusterartigen Oberfläche läuft über Walzen-21 und 21a--. wobei die letztere so angetrieben wird, dass das Band sich mit einer Geschwindigkeit von ungefähr 20 m/min bewegt.
Das obere Trum des Bandes --22-- wird von einer Bodenplatte --23-- und einem Boden-24-eines Troges-32-abgestützt. Ein bodenoffener Fülltrichter --25-- zur Aufnahme flüssiger, schwammbildender Masse --26-- ist über dem Band-22-so angeordnet, dass er seitlich abschliessend von der Bodenplatte -- 23-- getragen wird.
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elastischem, biegsamem, faserigem, reibfähigem, dreidimensionalem Material, das aus vielen dauerhaften, zähen und elastischen organischen Fasern von 25 bis 250M gebildet wurde (z.
B. wurden 15 den gekräuselte und 3, 75 cm Nylonstapelfaser an ihren Kreuzungspunkten fest verbunden ; scheuernde Teilchen, Kiesel- oder Aluminiumoxyd sind durch ein Harz, vorzugsweise Epoxyharz, an die Gewebefasern fest gebunden, wobei der unbesetzte Raum 75 bis 92% beträgt), wird von einer vor dem Trichter --25-- angebrachten Vorratsrolle (nicht gezeigt) abgenommen.
Dieses Bandvlies-27- läuft um die Walze --30-- und dann etwa parallel zum oberen Trum des Bandes --22-- weiter.
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der Trichterfüllung sowie von der Gemächlichkeit, mit der die Masse --26-- die Fasern benetzt, ist wieder der Grad des Eindringens der Masse --26-- in das Faserband-27-an der Zwischenfläche - 31-abhängig. Die lageweise Verbindung des Faserbandes-27-und der Schwammasse gelangt sodann in einen schwammbildenden Koagulierungs-und Regenerierungstank--32--mit den Seitenwänden-33- (von denen nur eine gezeigt ist) und einem Boden-24--. Die gezeigte,
spezielle schwammbildende Vorrichtung eignet sich besonders zum Ausformen von regenerierten
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Lösung mit einem Zellulosegehalt von 8%, einer Alkalität von 5, 6%, einem Gesamt-Schwefelgehalt von 3, 2% und einer Viskosität von 300 sec (gemessen an der Zeit, die eine Stahlkugel mit einem Durchmesser von 1/4 Zoll braucht, um 8 Zoll in der Lösung abzusinken). Zu 50 kg von dieser Lösung werden 140 kg Natriumsulfatdekahydratkristalle mit einem Durchmesser von etwa 5 mm und kleiner sowie etwa 0, 8 kg zerschnittene Flachsfasern zugegeben. Der Tank --32-- kann aus einem passenden, elektrischisolierenden Material hergestellt sein oder mit Gummi, halogenierten Polyolefinen od. dgl. ausgekleidet sein.
Zumindest nahe dem Eingang des Tankes-32-sind Elektroden-34-von der typischen Länge von zirka 75 cm angebracht, von denen je eine Elektrode an jeder Seitenwand - angeordnet ist (da Fig. 2 ein Längsschnitt ist, ist auch nur eine Elektrode zu sehen). Ein Wechselstrom, z. B. mit 60 Perioden und 110 V, ist an den Elektroden angeschlossen, um einen Stromfluss von etwa 1, 8 AI cm 2 durch die Viskosemasse zu bewirken, die dadurch auf annähernd 600C erhitzt wird und koaguliert. Die koaguliert Viskosemasse mit der Reibauflage durchläuft dann etwa 10 min lang eine Regenerierungslösung--35--, da. h. Natriumsulfatlösung, die auf zirka 1000C
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--35-- kann- vermindert den Wärmeverlust.
Nachdem die aus dem Fasernband und der regenerierten Zelluloseschicht bestehende Bandform --37-- ausgetreten ist, wird sie weiterhin in bekannter Weise durch Waschen behandelt, um die Natriumsulfatkristalle auszulaugen und gegebenenfalls gebleicht, wodurch ein poröses, pastellregeneriertes Zellulose-Schwammerzeugnis entsteht, das fest mit der Reibauflage verbunden ist.
Um die Durchdringung der Auflage --27-- mit der Viskoselösung zu erleichtern, kann die Oberfläche der abgemessenen Masse mit einer wässerigen Lösung eines oberflächenaktiven Mittels oder auch mit einer verdünnten Viskose- oder Alkalilösung befeuchtet werden. Ist die Reibauflage um 6 mm stark, dann ist es vorteilhaft, für ein Eindringen der Viskoselösung bis zu einer Tiefe von ungefähr 1, 5 bis 3 mm zu sorgen, um eine feste Verankerung zu garantieren, ohne aber die Faserauflage vollständig einzubetten und ihre Wirksamkeit dadurch zu beeinträchtigen. Falls erwünscht, kann die flüssige Schwammasse auch auf die Faserauflage aufgetragen werden, um auf einer Seite der Faserauflage das Eindringen zu gewährleisten, statt die Faserauflage in die Masse zu drücken.
Die Schwammschicht kann mit Seife oder einer festen Gallerte, die ein Dispergiermittel enthält, imprägniert sein. So eine Gallerte kann z. B. 5 bis 60% Wasser, 15 bis 40% mehrwertigen Alkohol, wie Propylen-, Äthylen-, Diäthylen- oder Triäthylen-Glykol, 20 bis 55% wasserlösliche Seife und wahlweise 5 bis 30% Emulgiermittel enthalten. Diese Zusammensetzung kann dadurch auf den feuchten Schwamm aufgetragen werden, dass man die Seifenzusammensetzung schmelzen lässt, den Schwamm darin eintaucht und ihn dann abwechselnd zusammendrückt und loslässt, so dass er drei-bis viermal soviel Gallerte einsaugt, wie sein Eigengewicht im trockenen Zustand ist. Der sich ergebende Körper ist weich, flexibel und zusammendrückbar.