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Schaltanordnung zum automatischen Betrieb von Kühlwagen mit maschineller Kühlung, elektrischer Heizung und Energieversorgung durch eingebaute Dieselgeneratoraggregate
Die Erfindung betrifft eine Schaltanordnung zum automatischen Betrieb von Kühlwagen mit ma- schineller Kühlung, elektrischer Heizung und Energieversorgung durch eingebaute Dieselgeneratoraggre- gate mit batteriegespeisten Steuerstromkreisen, die durch Betriebsüberwachungsgeräte und durch in Abhängigkeit von der Laderaumtemperatur schaltende Schaltgeräte, welche gleichzeitig das Ein- und Aus- schalten der Kälteanlagen und elektrischen Heizungen bewirken, beeinflusst, ein durch Betriebswahlschalter auf Zeitbetrieb geschaltetes Dieselgeneratoraggregat nach Erreichen der Laderaumsolltemperatur oder ein gestörtes Dieselgeneratoraggregat abstellen.
Insbesondere betrifft sie eine Schaltanordnung zum automatischen Betrieb von Kühlwagen, die mit je zwei voneinander unabhängigen Kompressionskälteanlagen und elektrischen Heizungen, deren Leistung so bemessen, dass jede von ihnen unter normalen Bedingungen die verlangte Laderaumtemperatur nach erstmaligem Erreichen und Abschalten der zweiten Anlage zu halten vermag, sowie mit zwei voneinander und von den Kälteanlagen und elektrischen Heizungen räumlich getrennten Dieselgeneratoraggregaten, von denen je eines einer Kälteanlage und einer elektrischen Heizung zugeordnet ist, ausgerüstet sind.
Bekannte Schalteinrichtungen für Kühlwagen mit maschineller Kühlung und elektrischer Heizung haben für jede Kälteanlage und elektrische Heizung einen temperaturabhängigen Schalter (verstellbaren Thermostat).
Diese Thermostate schalten entsprechend der eingestellten Temperatur die Spannung für die Schaltschütze der Kälteanlagen und Heizungen. Für den Betrieb und die Überwachung der Dieselaggregate ist jeweils ein Steuerstromkreis an die entsprechende Batterie angeschlossen. Durch je einen Betriebswahlschalter wird die Batteriespannung über einen Verteiler von der Batterie, bei Stellung eines Betriebswahlschalters auf "Zeitbetrieb" abhängig von der Schaltstellung eines ebenfalls von den Thermostaten der Kälteanlagen geschalteten Schaltschützes, einem zweiten Verteiler zugeführt.
Bei Stellung "Dauerbetrieb " des entsprechenden Betriebswahlschalters wird die Batteriespannung auf den zweiten Verteiler durch diesen Betriebswahlschalter direkt und unabhängig von der Schaltstellung der durch die den Kälteanlagen zugeordneten Thermostaten geschalteten Schaltschütze zugeführt. Wenn der Betriebswahlschalter eingeschaltet ist, hat der zugehörige Glühanlassschalter Spannung. Beim Anlassvorgang wird in der Stellung"Glühen"einem Magnetschalter Spannung zugeführt, welcher das Glühen einschaltet, gleichzeitig erhält, durch den Magnetschalter eingeschaltet, ein Relais Spannung vom Verteiler der Batterie. Dieses Relais schaltet die Spannung vom zweiten Verteiler auf ein Magnetventil in der Kraftstoffleitung, welches hiedurch öffnet, und schliesst seinen Selbstschaltekontakt zum zweiten Verteiler.
Über die in Reihe geschalteten Schaltgeräte der Überwachungseinrichtung für Öldruck, Gebläseantrieb, Öltemperatur und Überstrom des Generators hält sich dieses Relais selbst, solange am zweiten Verteiler über den Betriebswahlschalter bei Dauerbetrieb bzw. bei Zeitbetrieb über den Betriebswahlschalter und
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das von den Thermostaten geschaltete Schaltschütz Spannung anliegt und die Schaltgeräte der Überwa- chungseinrichtung den Strompfad geschlossen halten.
Beim Abschalten der Spannung vom zweiten Ver- teiler im Falle der Einstellung des Betriebswahlschalters auf Zeitbetrieb, durch das Schaltschütz oder im Falle der Unterbrechung des Strompfades durch ein Schaltgerät der Überwachungseinrichtung oder durch Schalten des Betriebswahlschalters von Hand auf"Aus"wird das in Selbstschaltung befindliche
Relais spannungslos, unterbricht somit die Spannung zum Magnetventil in der Kraftstoffleitung (span- nungslos geschlossen) und stellt den Dieselmotor ab. Eine selbsttätige Wiederinbetriebnahme des auf
Zeitbetrieb geschalteten und durch die Thermostate ursächlich abgestellten bzw. unabhängig von der
Stellung des Betriebswahlschalters durch ein Schaltgerät der Überwachungseinrichtung abgestellten Die- selgeneratoraggregates ist bei dieser bekannten Schaltungsanordnung nicht möglich.
Es sind anderseits selbsttätige Anlass- und Überwachungseinrichtungen für Dieselgeneratoraggrega- te, insbesondere Notstromaggregate, bekannt, bei denen durch Spannungsausfall im angeschlossenen
Netz die zum Start des Dieselmotors und zum Anschluss an das Versorgungsnetz nötigen Schaltvorgänge durch elektrisch angetriebene Schaltwalzen, durch mehrere verkettete Zeitrelais oder durch Schrittschaltwerke, die sämtlich aus einer Batterie mit Strom versorgt werden, eingeleitet werden.
Die bekannten Schaltanordnungen für Kühlwagen mit maschineller Kühlung und elektrischer Heizung haben die Nachteile, dass es bei automatischem Betrieb infolge der Unmöglichkeit alle vier Thermostate für das Schalten der Kälteanlagen und Heizungen auf genau die gleiche Temperatur einzustellen vorkommen kann, dass sowohl die elektrische Heizung als auch eine Kälteanlage gleichzeitig eingeschaltet werden.
Bei einer vom Ladegut und der Aussentemperatur abhängigen, entsprechend der installierten Kälteleistung gewählten Betriebsart, derart, dass ein Dieselgeneratoraggregat durch den Betriebswahlschalter auf Dauerbetrieb und das andere auf Zeitbetrieb geschaltet wird, so dass nach Erreichen der gewünschten Laderaumtemperatur zur Vermeidung häufiger Schaltvorgänge lediglich das auf Dauerbetrieb geschaltete Dieselgeneratoraggregat im Betrieb bleibt, das auf Zeitbetrieb geschaltete Dieselgeneratoraggregat jedoch abgestellt wird, ist keine Gewähr gegeben, dass bei Störung und Ausserbetriebsetzung des auf Dauerbetrieb geschalteten Dieselgeneratoraggregates durch die Überwachungseinrichtung, bei Verbrauch des Kraftstoffvorrates des entsprechenden Dieselmotors, oder bei ungenügender Leistung der zugeordneten Kälteanlage,
die eingestellte Temperatur im Laderaum des Kühlwagens gehalten wird.
Die bekannten selbsttätigen Anlass- und Überwachungseinrichtungen für Dieselgeneratoraggregate, insbesondere für Notstromaggregate sind aufwendig, schmutzempfindlich und benötigen relativ viel Platz. Sie eignen sich nicht für den Einbau in Kühlwagen insbesondere deshalb, weil aus Gründen der Wirtschaftlichkeit des Fahrzeuges die Anordnung auf möglichst geringem Raum erforderlich ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, durch Verwendung geeigneter Schaltgeräte und ihre sinnvolle Anordnung innerhalb und ergänzend zu der bekannten Schaltanordnung für die von der Laderaumtemperatur abhängige Schaltung der in Kühlwagen verwendeten Kompressionskälteanlagen, elektrischen Heizungen und eingebauten Dieselgeneratoraggregate eine Schaltanordnung zu schaffen, die unter Berücksichtigung der spezifischen, baulichen und betrieblichen Bedingungen von Eisenbahnkühlwagen eine gleichzeitige Einschaltmöglichkeit von Kälteanlagen und elektrischen Heizungen sicher ausschliesst und anderseits von der Kälteleistung einer Kälteanlage oder von der Schaltstellung der Betriebsüberwachungsgeräte des zugehörigen Dieselgeneratoraggregates abhängig, erforderlichenfalls das andere abgestellte, aber betriebsbereite Dieselgeneratoraggregat startet,
somit eine grössere Betriebssicherheit erzielt.
Die erfindungsgemässe Schaltanordnung zur Lösung dieser Aufgabe ist dadurch gekennzeichnet, dass den Steuerstromkreisen der Dieselgeneratoraggregate und den Kälteanlagen und elektrischen Heizungen zur laderaumtemperaturabhängigen Schaltung gemeinsam ein Kommandogerät vorgeordnet ist, welches aus einem Temperaturwahlschalter für verschiedene Laderaumtemperaturen und für automatischen Betrieb, aus einem Wahlschalter "Kühlen oder Heizen" für handgesteuerten Betrieb und temperaturabhängigen für verschiedene Laderaumtemperaturen fest eingestellten Schaltern wie Thermostaten besteht.
Ein weiteres Kennzeichen besteht darin, dass über Kontakte bekannter Betriebssteuerrelais Störungsmelderelais mit den Steuerstromkreisen der Dieselgeneratoraggregate verbunden sind, weiterhin automatische Starteinrichtungen für die Dieselgeneratoraggregate über Kontakte vorgeordneter Relais und über Steckverbindungen an die Steuerstromkreise angeschlossen sind und jeweils das Störungsmelderelais eines Dieselgeneratoraggregates über eigene Kontakte, Steckverbindung und eine korrespondierende Leitung mit dem der automatischen Starteinrichtung des andern Dieselgeneratoraggregates vorgeordneten Relais funktionell verbunden ist.
Ein anderes Kennzeichen ist dadurch gegeben, dass parallel zum Betriebsstromkreis jedes Kälte-
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kompressors je ein Zeitrelais vorgesehen ist und durch Kontakte dieser Zeitrelais ein Anschluss des Steuerstromkreises des der entsprechenden Kälteanlage nicht zugeordneten Dieselgeneratoraggregates mit den Relais hergestellt ist.
Die erfindungsgemässe Schaltanordnung hat als weiteres Kennzeichen im Kommandogerät Doppelthermostate mit ihrer Lage zur eingestellten Solltemperatur unterschiedlichen Arbeitsbereichen vorgesehen.
Weiters sind erfindungsgemäss in der Anschlussleitung der Steuerstromkreise jedes Aggregates zur automatischen Starteinrichtung Kontakte der den jeweiligen Dieselgeneratoraggregaten zugehörigen Betriebsüberwachungs-und Störungsmelderelais vorgesehen.
Die erfindungsgemässe Schaltanordnung ist weiterhin dadurch gekennzeichnet, dass die automati-
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Endlich besteht ein Kennzeichen der erfindungsgemässen Schaltanordnung darin, dass der Betriebs- wahlschalter der Glühanlassschalter, das der automatischen Starteinrichtung vorgeordnete Relais, das
Zeitrelais und das Schaltschütz bzw. der Betriebswahlschalter der Glühanlassschalter, das der automati- schen Starteinrichtung vorgeordnete Relais, das Zeitrelais und das Schaltschütz für jedes Dieselgenera- toraggregat zu einer an einer gut zugänglichen Stelle des Kühlwagens angeordneten Kommendostelle (Schalttafel) zusammengefasst sind und mittels Steckverbindung und flexibler Leitungen sowohl mit den zugehörigen Dieselgeneratoraggregaten als auch mit den Kälteaggregaten und Heizungen und durch
Leitungen mit dem gemeinsamen Kommandogerät, ausserdem durch eine korrespondierende Leitung untereinander verbunden sind.
Bei vorhandener Generatorspannung und automatischem Betrieb schaltet der durch den Tempera- turwahlschalter ausgewählte Thermostat abhängig vom Verhältnis der Laderaumtemperatur zur einge- stellten Solltemperatur des Laderaumes die Schaltschütze, welche die Steuerspannung der Dieselmotoren bei verlangter Kälteleistung unabhängig von der Schaltstellung (Zeit- oder Dauerbetrieb) der Betriebswahlschalter auf die Verteiler zwei der Dieselgeneratoraggregate schalten und bei erstmaligem
Erreichen der Solltemperatur den Steuerstromkreis des auf Zeitbetrieb geschalteten Dieselgeneratoraggregates unterbrechen und damit das entsprechende Aggregat abstellen. Durch die unterschiedliche Lage der Arbeitsbereiche der Doppelthermostate zur Solltemperatur schalten dieselben folgerichtig entweder die Schaltschütze der Kälteanlagen oder die der Heizungen.
Entsprechend den betrieblichen Erfordernissen ist die Schaltung des Kommandogerätes insofern vereinfacht, als für Laderaumtemperaturen unter -100 nur "Kühlen" vorgesehen ist und durch die Kontakte der Doppelthermostate für "Heizen" nicht die Schaltschütze für die Steuerspannung der Dieselgeneratoraggregate geschaltet werden, bei notwendigem Heizbetrieb die Dieselgeneratoraggregate also im Betrieb bleiben. Wenn erforderlich, ist jedoch durch die Verwendung von Doppelthermostaten für Temperaturen auch unter OOC der automatische Heizbetrieb möglich und das Abstellen eines auf"Zeitbetrieb"geschalteten Dieselgeneratoraggregates nach erstmaligem Erreichen der Laderaumtemperatur durch Heizen ohne weiteres erreichbar.
Zur Vereinfachung sollen im folgenden die erfindungsgemässen Mittel für das selbsttätige Anlassen des auf "Zeitbetrieb"geschalteten und abgestellten Dieselgeneratoraggregates, im Falle nicht ausreichender Kälteleistung einer Kälteanlage und der Ausserbetriebsetzung des auf Dauerbetrieb geschalteten Dieselgeneratoraggregates durch die Überwachungseinrichtung, dargestellt werden.
Bei eingeschalteter Kälteanlage wird durch einen Kontakt der Schaltschütze für den Kältekompressor je ein Zeitrelais eingeschaltet, welches nach Ablauf einer bestimmten Zeit durch einen Kontakt im Steuerstromkreis des Dieselgeneratoraggregates je ein weiteres Relais schaltet, das seinerseits unabhängig von der Schaltstellung des Betriebswahlschalters die Spannung an die Startautomatik schaltet und das selbsttätige Anlassen des abgestellten Dieselgeneratoraggregates einleitet. Je ein Kontakt der bei vorhandenen Generatorspannungen geschalteten Relais im Strompfad für die Startautomatik sperren die Startautomatik des arbeitenden Dieselmotors.
Im Falle der Unterbrechung der Steuerspannung für das sich selbst schaltende Relais durch ein Schaltgerät der Überwachungseinrichtung des auf "Dauerbetrieb" eingestellten Dieselmotors schaltet dieses Relais das Magnetventil in der Kraftstoffleitung und öffnet seinen Selbsthaltekontakt in bekannter Weise. Dabei schaltet ein Kontakt dieses Relais ein weiteres Relais an den zweiten Verteiler. Dieses Relais sperrt durch Öffnen eines Kontaktes die Startautomatik des gestörten Aggregates und schliesst einen Selbstschaltekontakt sowie einen Kontakt, welcher die Batteriespannung des gestörten Dieselgeneratoraggregates über eine korrespondierende Leitung an das schon genannte Relais zum Einschalten der Startautomatik des andern Dieselgeneratoraggregates führt.
Ein noch nicht erwähnter Kontakt dieses Relais schaltet dabei die Batteriespannung des an sich abgestellten Dieselgeneratoraggregates an den
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Verteiler zwei, damit wird das selbsttätige Anlassen eingeleitet.
In weiterer Ausgestaltung der erfindungsgemässen Schaltanordnung werden für die Startautomatik zum selbsttätigen Anlassen der Dieselgeneratoraggregate an sich bekannte Halbleiterzeitkreise verwen- det, welche durch ihren temperaturabhängig veränderlichen Widerstand zeitabhängig das Anlassen über
Relais ein-und ausschalten und die Wiederholung des Anlassvorganges bewirken, wenn der Anlassversuch nicht gelang.
In vorteilhafter Ausgestaltung der erfindungsgemässen Schaltungsanordnung wird das für beide Kälteanlagen, elektrischen Heizungen und die Dieselgeneratoraggregate vorgesehene Kommandogerät im
Laderaum des Kühlwagens angeordnet. Die Zeitrelais zum selbsttätigen Anlassen des der andern Kälteanlage zugeordnetenDieselgeneratoraggregates bei aus irgend einem Grunde nicht ausreichender Kälteleistung der im Dauerbetrieb befindlichen Kälteanlage, die Relais für das Einschalten der Startautomatik, die Betriebswahlschalter und die Glühanlassschalter für jedes Dieselgeneratoraggregat werden zu je einer Kommandostelle (Schalttafel) zusammengefasst, die mittels Steckverbindungen und flexibler Kabel sowohl mitdem gemeinsamen Kommandogerät als auch mit den jedem Dieselgeneratoraggregat zugehörigen Schalteinrichtungen und mit den Kälteanlagen bzw. Heizungen verbunden sind.
Durch die erfindungsgemässe Schaltungsanordnung ist es möglich, dass Fehlschaltungen derart, dass eine der installierten Anlagen kühlt und die andere heizt, sicher vermieden werden. In den Fällen des automatischen Betriebes, in denen ein Dieselgeneratoraggregat auf Dauerbetrieb und das andere auf Zeitbetrieb geschaltet ist, das auf Zeitbetrieb geschaltete nach erstmaligem Erreichen der eingestellten Laderaumtemperatur durch das Kommandogerät abgestellt wurde, bei Störung des auf Dauerbetrieb geschalteten Dieselgenera toraggregates oder bei nicht ausreichender Kälteleistung der an das auf Dauerbetrieb geschaltete Dieselgeneratoraggregat angeschlossenen Kälteanlage wird gemäss der Erfindung erreicht, dass das an sich abgestellte Dieselgeneratoraggregat selbsttätig angestellt wird und die Energieversorgung übernimmt.
Dabei wird durch die Verwendung der an sich bekannten Halbleiter-Zeitkreise zum Steuern der Anlassvorgänge die bekannte aufwendige Bauweise von Starteinrichtungen für Notstromaggregate vermieden.
Nachfolgend soll die Erfindung an einigen Schaltbeispielen näher erläutert werden. In den zugehörigen Zeichnungen zeigen : Fig. 1 den Stromlaufplan für das Kommandogerät verbunden mit dem Stromlaufplan der Kommandostelle (Schalttafel) des ersten Dieselgeneratoraggregates, Fig. 2 den Stromlaufplan der Kommandostelle (Schalttafel) des zweiten Dieselgeneratoraggregates, Fig. 3 den Stromlaufplan der Schaltgeräte für das selbsttätige Anlassen und die Überwachungseinrichtung eines Dieselgeneratoraggregates, jedoch ohne Störanzeige.
Schaltbeispiel l : Anlassen der Dieselgeneratoraggregate eins und zwei von den Kommandostellen aus und Abstellen des Dieselgeneratoraggregates zwei bei Erreichen der Laderaumtemperatur, Tempera- turwahlschalter--I- auf 120ë geschaltet. Laderaumtemperatur 200C. Entsprechend den Bedingungen des Schaltbeispiels wird das Dieselgeneratoraggregat eins am Betriebswahlschalter-III-durch dessen Stellung "D" auf Dauerbetrieb und das Dieselgeneratoraggregat zwei am Betriebswahlschalter--IIII--durch dessen Stellung"Z"auf Zeitbetrieb geschaltet. Die Steuerspannung vom Verteiler--A--der Batterie des
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Dieselgeneratoraggregates eins an.
Bei Betätigen des Glühanlassschalters-IV--nach Stellung"V" bekommt über Steckverbindung --32-- der Magnetschalter --7-- des Dieselgeneratoraggregates eins Spannung, schaltet die Glühkerzen --31-- dieses Aggregates eins ein und schaltet die Steuerspannung über die Diode --26-- an das Relais-8--. Das Relais -8-- schliesst seinen Selbsthaltekontakt --8/1-- sowie den Kontakt --8/2-- und öffnet den Kontakt-8/3-.
Der Kontakt --8/2-- schaltet die Spannung vom Verteiler --B-- des Aggregates eins an das Magnetventil --9-- in der Kraftstoffleitung des Dieselgeneratoraggregates eins, wodurch dieses öffnet.
Erfolgt nach der vorgeschriebenen Vorglühzeit die Betätigung des Glühschalters --IV-- nach der Stel- lung "S", schaltet letzterer zusätzlich die Steuerspannung über die Steckverbindung --33-- und über den geschlossenen Kontakt --10/1- an den Anlassumschalter --11--, wodurch der Anlasser --23-- des Dieselgeneratoraggregates eins Spannung von der zugehörigen Batterie erhält und den Dieselmotor des Dieselgeneratoraggregates eins anlässt. Die Diode --27-- dient der Abfallverzögerung des Relais --8-für den Moment des Umschaltens. Nach erfolgtem Start bringt der gekuppelte Generator --24-- Spannung an das Relais --10-- und über die Steckverbindung --34-- zu einer Meldeleuchte.
Das Relais - schaltet, öffnet die Kontakte --10/1 ; 10/3 ; 10/4-- und schliesst den Kontakt --10/2--, wodurch der Anlassumschalter --11--, die Fremdstromerregung des Generators --25-- und die an die Steckverbindung --39-- angeschlossene Startautomatik abgeschaltet sind. Der Kontakt --10/2-- schal-
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tet die Überwachung des mit dem Generator --24-- gekoppelten Kühlluftgebläses ein. Bei genügendem Öldruck schliesst der Öldruckschalter --13--. Der Schalter für Öltemperatur --14-- und der Überstromschalter --22-- sind und bleiben bei zulässigen Betriebswerten geschlossen.
Bei vorhandener Spannung am Generator-25- (nach Erreichen der Betriebsdrehzahl) schaltet das Relais --12--, wodurch der Kontakt--12/1--wechselt und die Überwachungseinrichtung, bestehend aus dem Öldruckschalter--13--, dem Überwachungskontakt für das Kühlluftgebläse-10/2--, dem Schalter für Öltemperatur --14- und dem Überstromschalter --22--, betriebsbereit mit dem Relais --8-- in Reihe geschaltet wird. Über die Steckverbindung --35- zeigt eine Meldeleuchte die Betriebsbereitschaft der Überwachungseinrichtung an.
Die Kontakte --12/2 und 12/3-- öffnen, schalten somit die Fremderregung des Generators
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Kontakte der Doppelthermostate-4 ; 5--, welche oberhalb der eingestellten Solltemperatur schliessen, geschlossen (es wird "Kühlen" verlangt), Über den geschlossenen Kontakt des Doppelthermostaten --5-- liegt die Spannung des in Betrieb befindlichen Generators--25-- am Schaltschütz --6-- des Aggregates eins, am Schaltschütz -61 -- des Aggregates zwei und an den Schaltschützen für die Kältekompresso- ren der Anlagen eins und zwei an.
Der sich hiedurch schliessende Kontakt des Schaltschützes --61-- schaltet die über die Steckverbindung --361 ; 36-- und den Betriebswahlschalter-III'-, welcher sich in Stellung "Z" befindet, vom Verteiler --A-- der Batterie des Dieselgeneratoraggregates zwei anstehende Steuerspannung an den Glühanlassschalter-IV'--und über die Steckverbindung --371 ; 37-- an den Verteiler --B-- des Dieselgeneratoraggregates zwei. Nunmehr ist bei der Betätigung des Glühan- lassschalters-IV'-die Schaltfolge bis zur Belastungsbereitschaft des Dieselgeneratoraggregates zwei unter Benutzung der Steckverbindungen-32' ;-32 und 33' ;-33- analog derjenigen für das Dieselgeneratoraggregat eins.
Die Steckverbindung --341 ; 34-- sowie die Steckverbindung --35';35-- entsprechen der Steckverbindung --34-- und der Steckverbindung --35--. Die Einleitung des Startvorganges kann auch mittels derunmittelbar an den Dieselgeneratoraggregaten zusätzlich vorgesehenen Glühanlassschalter --V-- erfolgen. Mit Hilfe des Wahlschalters --II-- für "Kühlen" oder "Heizen" ist es möglich, die Kälteanlagen bzw. elektrischen Heizungen unabhängig von der Schaltstellung der Thermostate-2 ; 3-und der Doppelthermostate-4 ; 5-- durch Handschaltung zu betreiben.
Das Schaltschütz-l-im Kommandogerät gewährleistet, dass unabhängig davon, welches der beiden Dieselgeneratoraggregate in Betrieb ist, am gemeinsamen Kommandogerät die Schaltspannung für die Schaltschütze-6 ; 6'- und die Schaltschütze der Kältekompressoren bzw. elektrischen Heizungen vorhanden ist. Es schaltet bei am Generator --25-- des Dieselgeneratoraggregates zwei vorhandener Spannung das Kommandogerät an dieses Aggregat und schaltet spannungslos das Kommandogerät an den Generator --25-- des Dieselgeneratoraggregates eins.
Nach Erreichen der Laderaumtemperatur (120C) schaltet der Doppelthermostat --5- die Schaltschütze der Kältekompressoren und die Schaltschütze-6 : 6'-- ab. Da das Dieselgeneratoraggregat zwei am Betriebswahischalter -III'-- auf Zeitbetrieb geschaltet ist und seine Steuerspannung nur über den bisher geschlossenen Kontakt des Schaltschützes-6'-erhielt, wird nunmehr durch das Schaltschütz --6'-- die Steuerspannung vom Verteiler --B-- des Dieselgeneratoraggregates zwei abgeschaltet.
Das Relais--8-- des Dieselgeneratoraggregates zwei wird spannungslos, öffnet den Selbsthaltekontakt --8/1--, öffnet den Kontakt --8/2-- und schliesst den Kontakt-8/3--. Dadurch wird das Magnetventil--9--spannungslos und sperrt die Kraftstoffzufuhr für den Dieselmotor des Dieselgeneratoraggregates zwei, welches somit abgestellt ist.
Schaltbeispiel 2 : Selbsttätiges Anlassen des abgestellten Dieselgeneratoraggregates zwei bei nicht ausreichender Kälteleistung der Kälteanlage eins.
Nach Ablauf einer eingestellten Zeit schaltet das vom Schaltschütz des in Betrieb befindlichen Kältekompressors der Anlage eins an Spannung geschaltete Zeitrelais --21-- und schliesst den Kontakt - 21/1-im Steuerstromkreis des Dieselgeneratoraggregates eins. Hiedurch erhält das Relais --16in der Kommandostelle des Dieselgeneratoraggregates eins und durch eine korrespondierende Leitung das Relais--161-- in der Kommandostelle des Dieselgeneratoraggregates zwei über den in Stellung"D"be- findlichen Betriebswahlschalter-III-Spannung von der Batterie des Dieselgeneratoraggregates eins.
Die Steckverbindung --40-- und die Steckverbindung-40' ; 40- stellen ständig den Anschluss des Relais-16-- bzw. des Relais --161-- zur zugehörigen Batterie her. Die Relais --16 : 161-- schliessen ihre Kontakte-16/1 ; 16/2 ; 16/3 bzw.16'/1; 16'/2; 16'/3--. Über den Kontakt -161/2- liegt nunmehr
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: 39- desKontakte-10/3 ; 12/3 ; 15/3 ; 18/1-und über den geschlossenen Kontakt des Relais --20-- dieses Ag- gregates erhält der zur Startautomatik des Dieselgeneratoraggregates zwei gehörende Heizwiderstand - Spannung und erwärmt die beiden Halbleiter --42 ;
43--. Gleichzeitig erhält der Magnetschalter --7--desDieselgeneratoraggregates zwei über die Diode --30-- Spannung und schaltet, wie im Schalt- beispiel eins beschrieben, die Glühkerzen --31-- sowie das Relais --8-- an die Spannung. Nach der zulässigen Vorglühzeit hat sich der Widerstand des Halbleiters --42- so verringert, dass das Relais --17--schaltet und seinen Kontakt --17/1-- schiesst. Dadurch erhält Relais --18-- Spannung, welches durch seinen Kontakt 8/2-- den Anlassumschalter-11-- an die Spannung schaltet. Der Kontakt - 18/1-- schaltet die Spannung für die Startautomatik um und der Anlasser --23-- startet den Diesel- motor des Dieselgeneratoraggregates zwei.
Die Diode --29- verzögert das Schalten des Relais --17-im Moment des Umschaltens von Kontakt --18/1--. Die Einschaltdauer des Anlassers wird durch den
Halbleiter --43-- begrenzt, indem derselbe so angepasst ist, dass sein Widerstand bei Erwärmung durch den Heizwiderstand --41-- nach der zulässigen Einschaltdauer des Anlassers --23-- sich so weit verringert, dass das Relais --19-- schaltet und seinen Kontakt --19/1-- schliesst. Hiedurch erhält das Relais - Spannung, welches die Startautomatik abschaltet. Nach Abkühlung des Heizwiderstandes --41-sowie der Halbleiter-42 : 43- wiederholt sich der Anlassvorgang. Nach erfolgtem Start des Dieselmotors ist die weitere Schaltfolge analog der im Schaltbeispiel eins beschrieben.
Obwohl in diesem Beispiel das Relais --21-- sowohl das Relais --16-- des Aggregates eins als auch das Relais --161-- des Aggregates zwei an die Spannung schaltet, ist nur die Startautomatik des Dieselgeneratoraggregates zwei eingeschaltet, da bei in Betrieb befindlichem Dieselgeneratoraggregat eins, wie im Schaltbeispiel eins beschrieben, die entsprechenden Kontakte-10/3 : 12/3-ein Einschalten der Startautomatik eines in Betrieb befindlichen Dieselgeneratoraggregates ausschliessen.
Bei auf Dauerbetrieb geschaltetem Dieselgeneratoraggregat zwei und auf Zeitbetrieb geschaltetem Dieselgeneratoraggregat eins erfolgt die Einleitung des automatischen Starts des zum Dieselgeneratoraggregat eins gehörenden Dieselmotors analog nach dem Schalten des Zeitrelais-21'-durch den Kontakt-21'/1-.
Schaltbeispiel 3 : Selbsttätiges Anlassen des auf Zeitbetrieb geschalteten und abgestellten Dieselgeneratoraggregates zwei bei Ausfall des auf Dauerbetrieb geschalteten Dieselgeneratoraggregates eins durch eine Störung.
Durch eines der Überwachungsgeräte, wie Öldruckschalter --13-, Schalter für Öltemperatur --14--, Überstromschalter--22--oder durch den Kontakt --10/2-- des Relais --10--, welche dem Dieselgeneratoraggregat eins zugehören, wird die Spannung vom ebenfalls zugehörigen Relais --8-- abgeschaltet.
Das Relais --8-- schaltet, öffnet seinen Selbsthaltekontakt --8/1--, öffnet den Kontakt --8/2-- (Magnetventil-9-- schliesst) und schliesst den Kontakt Da das Relais --12-- während des Nachlaufens des Dieselgeneratoraggregates eins noch genügend Spannung hat und noch nicht schaltet, erhält über den Kontakt --8/3-- und über die Diode --28-- das Relais --15-- die Spannung vom Verteiler--B--des Dieselgeneratoraggregates eins, schaltet und schliesst seinen Selbsthaltekontakt --15/1--. Es schliesst gleichzeitig den Kontakt --15/2-- und öffnet den Kontakt --15/3--. Über die geschlossenen Kontakte-8/3 ;
15/2-, die Steckverbindung --38-- und eine korrespondierende Leitung zum Dieselgeneratoraggregat zwei erhält das Relais --16'-- in der Kommandostelle des Dieselgeneratoraggregates
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--161-- schliesst- 37' ; 37-erhält somit der Verteiler --B-- des Dieselgeneratoraggregates zwei unabhängig von der Schaltstellung des Schaltschützes --6'-- die Steuerspannung von der Batterie des Dieselgeneratoraggregates zwei. Über die geschlossenen Kontakte-16'/1 ; 16'/2-, die Steckverbindung-39' :
39- sowie die Kontakte --10/3, 12/3 und 15/3-- erhält unabhängig von der Schaltstellung des Betriebswahlschalters-III'- (Zeit- oder Dauerbetrieb) die dem Dieselgeneratoraggregat zwei zugehörige Startautomatik Spannung und leitet, wie im Schaltbeispiel zwei beschrieben, den Start des Dieselgeneratoraggregates zwei ein. Der geöffnete Kontakt --15/3-- des gestörten Dieselgeneratoraggregates eins schaltet die gleichzeitig durch Relais --16-- eingeschaltete Startautomatik dieses Aggregates ab.
Der Kontakt
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am Betriebswahlschalter--III--auf Zeitbetrieb geschaltetem, durch das Schaltschütz--6--abgeschaltetem Dieselgeneratoraggregates eins erfolgt die Einleitung des automatischen Starts des Dieselgeneratoraggregates eins durch das Relasi --15-- des Dieselgeneratoraggregates zwei über die Steckverbindung-38 ;
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38'--analog dem obigen Schaltbeispiel mit Hilfe des Relais --16-- in der Kommandostelle des Aggre- gates eins.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schaltanordnung zum automatischen Betrieb von Kühlwagen mit maschineller Kühlung, elektri- scher Heizung und Energieversorgung durch eingebaute Dieselgeneratoraggregate mit batteriegespeisten Steuerstromkreisen, die durch Betriebsüberwachungsgeräte und durch in Abhängigkeit von der Lade- raumtemperatur schaltende Schaltgeräte, welche gleichzeitig das Ein- und Ausschalten der Kälteanla- gen und elektrischen Heizungen bewirken, beeinflusst, ein durch Betriebswahlschalter auf Zeitbetrieb geschaltetes Dieselgeneratoraggregatnach Erreichen der Laderaumsolltemperatur oder ein gestörtes Die-
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abstellen, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t,selgeneratoraggregateund den Kälteanlagen und elektrischen Heizungen zur laderaumtemperaturabhängigen Schaltung gemeinsam ein Kommandogerät vorgeordnet ist,
welches aus einem Temperaturwahlschalter (I) für verschiedene Laderaumtemperaturen und für automatischen Betrieb, aus einem Wahlschalter "Kühlen oder Heizen" (II) für handgesteuerten Betrieb und temperaturabhängigen für verschiedene Laderaumtemperaturen fest eingestellten Schaltern wie Thermostaten (2 ; 3 ; 4 ; 5) besteht.