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Elektrolumineszierende Vorrichtung
Die Erfindung betrifft eine elektrolumineszierende Vorrichtung mit Lichteffekten zur Erzielung von leuchtenden Bildern, Schriftzeichen, Symbolen, Skalen od. dgl.
Bekannte lumineszierende Vorrichtungen zur Erzielung der erwähnten Leuchteffekte bestehen aus einer lichtdurchlässigen, z. B. aus Glas hergestellten Grundplatte, auf welcher eine lichtdurchlässige, leitende Schicht angebracht ist, welche eine Elektrode der Vorrichtung bildet. Dann folgt eine lichtdurchlässige dielektrische Schicht und eine Schicht aus lumineszierendem Materials, die mit einer Reflexionsschicht bedeckt ist, und schliesslich folgt eine für Licht undurchlässige Metallschicht, welche die zweite Elektrode der Vorrichtung bildet.
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ist.
Wird den elektrisch leitenden Schichten Wechselstrom von mittlerer Frequenz zugeführt, entsteht eine zusammenhängende leuchtende Fläche und die Farbe dieser Fläche kann in gewissen Grenzen durch Änderung der Frequenz der zugeführten Wechselspannung geändert werden.
Wird dieses Prinzip dazu verwendet, um leuchtende oder abgeschattete Bilder, Skalen, Warnsignale oder Aufschriften hervorzurufen, muss auf die äussere Seite der lichtdurchlässigen Grundplatte eine Maske aus für Licht undurchlässigem Material angebracht werden, oder müssen nachträglich Teile der leuchtenden Schicht, die kein Licht ausstrahlen sollen, von der Innenfläche der durchsichtigen Grundplatte beseitigt werden. Dies kann durch Ätzung oder Sandstrahlung erzielt werden. Ein solcherart hergestellter Leuchtkachel ist z. B. in der DAS 1071226 beschrieben.
Es ist allerdings klar, dass es auf diese Weise fast unmöglich ist, durch übliche industrielle technologische Verfahren genügend feine und für Messzwecke genügend präzise Skalen und Zeichen zu erzielen. Diese Verfahren eignen sich deshalb nicht für industrielle Massenproduktion.
Aus der DAS 1111736 ist weiters eine elektrolumineszierende Zeichenanzeigevorrichtung bekannt, die aus einer lichtdurchlässigen Grundplatte besteht, auf deren ganzer Fläche eine lichtdurchlässige leitende Elektrode aufgetragen ist. Auf diese sind dann weiters die elektrolumineszierende Schicht, eine schwarze, den Hintergrund bildende Schicht und die rückwärtige durchsichtige Elektrode aufgetragen. Die rückwärtige Elektrode muss dabei entsprechend den gewünschten Buchstaben und Zeichen geformt sein. Auch bei dieser Zeichenanzeigevorrichtung leuchtet bloss die Fläche der Buchstaben und Zeichen, während im nichteingeschalteten Zustand der Vorrichtung die Buchstaben und Zeichen nicht sichtbar sind. Ein weiterer Nachteil ist darin zu sehen, dass als Grundplatte praktisch nur Glas in Frage kommt.
Genügend feine und genaue Skalen für Messzwecke sind auch bei dieser Anzeigevorrichtung mit vertretbarem Aufwand nicht erzielbar.
Ziel der Erfindung ist es, diese Nachteile der bekannten Anzeigevorrichtungen zu beseitigen. Dies wird bei einer elektrolumineszierenden Vorrichtung. mit Lichteffekten zur Erzielung von leuchtenden Bildern, Schriftzeichen, Symbolen, Skalen od. dgl. mit einer lichtdurchlässigen Grundplatte und zwei
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als Elektroden dienenden leitenden Schichten, zwischen denen eine lumineszierende und eine dielektrische Reflexionsschicht angeordnet sind, wobei die eine Elektrode der Vorrichtung für Licht undurchlässig ist und die Form des gewünschten leuchtenden Bildes enthält und weiters die verschiedenen Teile dieses Bildes untereinander elektrisch leitend verbunden sind, erfindungsgemäss dadurch erreicht,
dass i dass die das gewünschte Zeichen bildende undurchsichtige Elektrode an der lichtdurchlässigen Grundplatte aufliegt und dass die Gegenelektrode ebenfalls lichtundurchlässig ist. Da bei dererfindungsgemässen Vorrichtung die vordere Elektrode undurchsichtig ist, kann sie ohne Anwendung hoher Temperaturen aufgetragen werden, so dass als Grundplatte jedes beliebige Material wie z. B. Kunststoff, Textilstoff, Papier, verwendet werden kann. Es entfallen auch die gemäss dem bisherigen Stand der ) Technik erforderlichen schwierigen Produktionsschritte des teilweisen Entfernens der auf der Grundplatte aufgetragenen Leuchtschicht. Bei der erfindungsgemässen Vorrichtung leuchtet nicht das ganze Zeichen, sondern bloss dessen Umriss, so dass wesentlich schärfere Bilder und feinere Skalen als bei den bekannten Vorrichtungen erzielbar sind.
Ferner ist bei der erfindungsgemässen Vorrichtung das auf der durchsichtigen Grundplatte aufgetragene Zeichen auch im nicht eingeschalteten Zustand der Vorrichtung sichtbar.
Die Erfindung soll nun mit Hilfe der Zeichnungen näher erklärt werden. Fig. l zeigt ein Ausführungsbeispiel und Fig. 2 ein mit der erfindungsgemässen Vorrichtung erzieltes leuchtendes Bild des Buchstabens A.
Fig. l zeigt schematisch einen Schnitt durch die erfindungsgemässe elektrolumineszierende Vorrichtung. Auf der Innenfläche einer lichtdurchlässigen Grundplatte --1-- ist eine für Licht undurchlässige, elektrisch leitende, unzusammenhängende Schicht --2-- aufgetragen, welche die Form des gewünschten Lichtzeichens, z. B. einer Skala oder eine Aufschrift, besitzt. Die einzelnen Teile des Leuchtbildes sind elektrisch leitend untereinander durchverbunden.
Auf diese Schicht --2-- ist eine elektrolumineszierende Schicht --3-- und auf diese eine dielektrische Reflexionsschicht --4-- aufgetragen. Dann folgt eine für Licht undurchlässige leitende Schicht - -5--, welche die zweite Elektrode bildet. Das Ganze wird schliesslich von einer isolierenden Schutzschicht --6-- bedeckt.
Wird den beiden Elektroden Wechselspannung zugeführt, entsteht durch Elektrolumineszenz ein
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Symbol angebracht ist, wie dies bei elektrolumineszierenden Vorrichtungen gemäss dem bekannten Stand der Technik der Fall ist. Bei der erfindungsgemässen Vorrichtung besitzt der Leuchteffekt einen davon gänzlich unterschiedlichen Charakter. Rings um das dunkle Bild in der Vorrichtung, z. B. dem in Fig. 2 dargestellten Buchstaben --A--, erscheinen klar leuchtende Umrisse --7-- auf einem Hintergrund, welcher selbst nur wenig vom dunklen Zeichen abweicht. Die auf der Grundplatte --1-- aufge- tragenen Symbole können aber auch bei Tageslicht und nicht eingeschalteter Vorrichtung abgelesen werden.
Die für Licht undurchlässige, elektrisch leitende Schicht --2-- auf. der Innenfläche der durchsichtigen Grundplatte-l-kann durch an sich bekannte Auftragung einer leitenden Lackschicht, oder durch an sich bekannte Aufdampfung einer leitenden Metallschicht geeigneter Form auf die Innenfläche der Grundplatte gewonnen werden.
Die lichtdurchlässige Grundplatte kann aus verschiedenen Stoffen, z. B. Glas, geeignet behandeltem Papier oder Textilstoffen, organischem Glas u. dgl., hergestellt werden, dadie für Licht undurchlässige Elektrode auch im kalten Zustand aufgetragen werden kann.
Die Herstellung der neuen Vorrichtung ist einfach und ökonomisch und verwendet für die Massenherstellung geeignete technologische Prozesse. Auch ermöglicht die Vorrichtung Mechanisierung und Automatisierung der Erzeugung.
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