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Tisch für weibliche Handarbeiten
Bisher war es in Schulen üblich, herkömmliche Schultischtypen mit horizontaler Tischplatte und mit darunterliegenden, horizontalen Fächern zu verwenden. Im Handarbeitsunterricht für Mädchen wird Wolle zu Knäueln aufgewickelt, bevor sie verarbeitet wird. Dabei tritt vorerst das Problem auf, zu verhindern, dass während der Arbeit, wie Stricken, Häkeln od. dgl., die kugelförmigen, zum Rollen neigenden
Knäuel nicht von der ebenen Tischplatte oder aus dem ebenfalls ebenen Fach zu Boden fallen und da- durch rasch verschmutzen. Auch andere, zum Rollen neigende Arbeitsgeräte, wie Stricknadeln, Fingerhüte od. dgl., fallen wiederholt unter entsprechender Lärmentwicklung von der Tischplatte oder aus dem ebenen Fach zu Boden und stören den Unterricht.
Um dies zu verhindern, wurden Handarbeitstische mit Laden oder Fächern, sogenannten Klappfächern, ausgestattet. Diese Lösung hat nicht befriedigt, da gerade der Schultisch besonders fest hergestellt sein muss und womöglich keine beweglichen Einzelteile aufweisen darf, weil diese durch das häufige Öffnen und Schliessen z. B. der Fächer oder Laden den Unterricht durch den dabei auftretenden Lärm erheblich stören.
Darüber hinaus sind solche beweglichen Teile an Schulmöbeln sehr reparaturanfällig. Eine improvisierte Lösung des Problems, nämlich das Fallen von Wollknäueln, Nadeln auf den Boden zu verhindern, wobei von der Lehrkraft den Schülerinnen das Aufstellen der Handarbeitskoffer auf den Schultisch in offenem Zustand erlaubt wird, ist schon deshalb keine vollkommene Lösung, weil die Schulerinnen oftmals durch unbedachtes Anziehen an Fäden, die von dem im Koffer aufbewahrten Wollknäuel abgespult werden, den ganzen Koffer samt Inhalt von der horizontalen Tischplatte herunterziehen, so dass diese Koffer mit Lärm zu Boden fallen, wodurch der Unterricht gestört wird.
Der Gegenstand der Erfindung ist nun ein Tisch für weibliche Handarbeiten in Schulen od. dgl. mit einer auf einem Gestell befestigten Tischplatte und einem unter der Tischplatte vorgesehenen, zumindest einseitig offenen Ablagefach, wobei das wesentliche Kennzeichen der Erfindung darin besteht, dass das Ablagefach einen von hinten, oben nach vorne, unten geneigten Boden aufweist, der im Bereich der vorderen Öffnung in Form einer Hohlkehle nach oben aufgebogen ist.
Bei dem vorliegenden Schulmöbel bleibt die Tischplatte als horizontale Tischplatte, weil dies zum Zwecke des Auflegens und Zuschneidens von Stoffen notwendig erscheint, wie bisher bestehen. Die Neigung des mit einer vorderen Hohlkehle versehenen Auflagefaches jedoch ergibt den Vorteil, dass die Wollknäuel und alle übrigen zum Rollen neigenden Materialien und Geräte wohl in das Innere zurückrollen können, jedoch durch die Neigung des Faches zur Schülerin hin wieder von selbst nach vorne kommen, so dass alle diese Gegenstände nicht im Dunkeln des Fachinnern liegen bleiben, sondern ständig im vorderen Fachteil sichtbar sind. Das Herausfallen dieser Gegenstände aus dem Fach auf den Boden, das nach dem Vorrollen auf dem schräg geneigten Fachboden erfolgen würde, wird durch die den runden Gegenständen angepasste Hohlkehle verhindert.
Während des Arbeitens kann die Schülerin für das Stricken
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plötzlich an dem Faden reissen würde, weil der Faden nach einem weiteren Kennzeichen der Erfindung zusätzlich durch einen schneckenförmig gedrehten Haken, der über der Hohlkehle des Faches an der Innenwand eine Seitenzarge angebracht ist, läuft. Die Hohlkehle hat ausserdem noch den Vorzug, dass diese auch der Grösse nach einer Kinder- oder Mädchenfaust entspricht, so dass durch das Kind feinere Nadeln oder kleinere Geräte, die sich durch den schräggeneigten Boden des Faches vorne in der Hohlkehle sammeln, durch eine mit Faustbildung nach unten greifende Bewegung herausgenommen oder im Fach aufgelesen werden können, ohne sich auf einer ebenen Platte, wie bisher, im Auflesen solcher feiner Arbeitsgeräte abmühen zu müssen.
Die Zeichnungen zeigen eine beispielsweise Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung, u. zw. stellt die Fig. 1 eine Seitenansicht und die Fig. 2 eine Vorderansicht des Tisches dar.
Mit --1-- ist das Tischgestell mit den Kufen --2-- bezeichnet, wobei dieses mit je einer Seitenzarge--3--rechts und links durchSchrauben--4--fest verbunden ist. Auf den beidenSeitenzargen--3-- ist die Tischplatte --5-- befestigt, so dass dadurch ein widerstandsfähiges Ganzes erzielt wird. Jede Seitenzarge --3-- ist gleichmässig von hinten nach vorne geneigt abgeschrägt und. dabei bei-6-gekehlt, so dass gegen diese Schrägung ein Boden --7-- angeschraubt werden kann, der vorne zu einer Hohlkehle - unter einer Öffnung --8-- gestaltet ist und dabei eine Neigung von hinten oben nach vorne unten
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Hohlkehle abgerollt.
Hinten ist das Fach --10-- durch einen niederen Bord --11-- teilweise abgeschlossen, jedoch so, dass durch den Spalt --12-- das Licht einfallen und man die Gegenstände im Fach leicht sehen kann. Damit der vom Wollknäuel ablaufende Faden --13-- bei einem starken Zug dieses nicht mitreisst, ist der --13-- durch einen schneckenförmig gedrehten Netzhaken --14-- durchgezogen.
Chne diese Erfindung zu verlassen, können Einzelteile ihres Gegenstandes auch zweckentsprechend anders gestaltet sein.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Tisch für weibliche Handarbeiten in Schulen, mit einer auf einem Gestell befestigten Tischplatte und einem unter der Tischplatte vorgesehenen, zumindest einseitig offenen Ablagefach, dadurch gekennzeichnet, dass das Ablagefach (10) einen von hinten, oben nach vorne, unten geneigten Boden (7) aufweist und im Bereich der vorderen Öffnung (8) nach oben in Form einer Hohlkehle (6) aufgebogen ist.