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Sicherheitsvorrichtung
EMI1.1
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Grössendem in Null-Stellung gehalten wird.
Hiedurch besteht die Möglichkeit Soll- und Ist-Schliesskraft ohne eine Hilfsfeder zu melden und/oder die entsprechenden Vorgänge zur Unterbrechung des Öffnungsantriebs oder der Rückführung des Ver- schlusskörpers in die Schliessstellung herbeizuführen. Es wird bei einer derartigen Anordnung der Verlust eines Teiles der Schliesskraft einer der Federn immer zur Auslösung der der Sicherheit dienenden Vor- gänge führen.
Verschiedene Antriebsmittel und Zwischenglieder des Antriebes lassen sich auch in ihrer An- triebsrichtung umkehren, so dass ein den Antrieb umkehrendes Schaltmittel von dem Teil beaufschlagt ist. Mit dieser Anordnung kann schon bei Ausfall eines Teiles der Schliesskraft, der normalerweise nur im öffnenden Sinne wirkende Antrieb des Verschlusskörpers im schliessenden Sinne umgeschaltet werden.
Es lässt sich z. B. bei einem elektrischen Antrieb durch Umpolung des Antriebsmittels eine Gegenbewe- gung erreichen. Es ist ebenso gut möglich innerhalb des Antriebs, zwischen Antriebsmittel und Ver- schlusskörper durch z. B. Umkehrgetriebe od. ähnl. Mittel, ausgelöst durch den Teil, mechanisch oder elektrisch den Antrieb in Schliessrichtung umkehren. Bei hydraulischem und pneumatischem in Öff- nungsrichtungwirkendemAntriebsmittel kann die Umkehrung sinngemäss erfolgen.
Gemäss der Aufgabenstellung ist ferner vorgesehen, dass der Teil des Federlagers drehbar gelagert ist. Damit ist die Möglichkeit gegeben, dem Teil des Federlagers einen Radial- oder Flachnocken zu- zuordnen, der direkt Schaltkontakte od. dgl. betätigt.
In den Zeichnungen sind einige Ausführungsbeispiele schematisch dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 eine Sicherheitsvorrichtung mit einem elektrischen Messglied zur Überwachung der Schliesskraft, Fig. 2 ein elektrisches Schaltglied zur Überwachung der Schliesskraft in Betriebsstellung, Fig. 3 die Anordnung nach Fig. 2 in Auslösestellung und Fig. 4 eine motorgetriebene Sicherheitsvorrichtung im Schnitt mit
Schliesskraftüberwachung.
Die Fig. l zeigt eine Sicherheitsvorrichtung, dessen Antriebsmittel 1 zur Öffnung des Ventil- durchganges 5 elektrisch, pneumatisch oder hydraulisch die Ventilstange 4 mit Verschlusskörper 2 gegen die Kraft der Schliessfeder 3 entsprechend der gezeigten Einbaulage nach oben bewegt. Die
Schliessfeder 3 stützt sich gegen das Widerlager 9 ab, wobei ein Teil des Widerlagers hiebei ein als Stössel ausgebildeter Teil 10 ist. Der Teil 10 durchgreift die Wandung des Widerlagers 9 vorzugsweise über eine Membrane 6 und überträgt den Auflagedruck auf ein elektrisches Messglied 7, welches direkt oder über einen Wandler 8 den Kraftanschluss zum Öffnen oder Offenhalten des Ver- schlusskörpers 2 aufhebt.
In Fig. 2 und 3 ist ein beispielsweise als Mikroschalter dargestelltes elektrisches Schaltglied 11 als das die Kraft oder den Kraftschluss zum Öffnen und Offenhalten des Verschlusskörpers zusammen mit einem als Membranplatte ausgebildeten Teil 10 vorgesehen. Die Kraft zum Verschluss der Sicher- heitsvorrichtung ist bei diesem Ausführungsbeispiel durch zwei Schliessfedern 3, 12 gegeben, die sich gegen den Teil 10 abstützen. Bei Ausfall eines Teiles der Schliesskraft, wie es z. B. durch Bruch der in Fig. 3 dargestellten Schliessfeder 12 hervorgerufen werden kann, wird der Stromkreis zum nicht- dargestellten Antriebsmittel oder dessen Steuerorgan zum Teil 10 durch Veränderung der Lage des- selben und mittels des elektrischen Schaltgliedes 11 unterbrochen.
Es ist bei dieser Anordnung selbst- verständlich auch möglich, Zugfedern an dem als doppelarmigen Hebel ausgebildeten Teil 10 an- greifen zu lassen, wobei die Bewegung des Teils 10 in eine drehende umgesetzt werdenkann, um z. B. über Nocken einen Stösselschalter oder einfach einen beweglichen Kontakt zu betätigen.
In Fig. 4 ist beispielsweise ein motrogetriebenes Klappenventil dargestellt, welches von einem als
Elektromotor ausgebildeten Antriebsmittel 1 über ein Untersetzungsgetriebe 14 im öffnenden
Sinne angetrieben wird. Der Verschlusskörper 2 ist hier an einem mit der Ventilspindel 15 fest- verbundenen Arm 16 angeordnet. Die öffnende Bewegung erfolgt gegen die Kraft der Schliessfeder 3 und der Hilfsschliessfeder 18. Die Hilfsschliessfeder 18 stützt sich gegen einen Anschlag 19 eines
Ventilgehäuses 20 ab und hat den Zweck, bei Ausfall der Schliessfeder 3 noch mit ausreichender
Kraft den Ventildurchgang 5 zu sperren. Die Schliessfeder 3 besitzt als Widerlager einen als dreh- barer Arm ausgebildeten Teil 10, welcher wieder durch ein vorzugsweise als Blattfeder ausgeführ- tes Federelement 17 beaufschlagt ist.
Der in der Fig. 4 dargestellte Teil 10 sitzt an einer auf der
Ventilspindel 15 frei drehbar gelagerten Hülse 22 mit Nocken 23, die, eine Getriebeplatte 24 durchgreifend, über ein Gestänge 25 das elektrische Schaltglied 11 betätigt.
Bei Ausfall der Schliessfeder 3, gekennzeichnet durch Wegfall des Auflagedruckes auf dem
Teil 10, wird derselbe durch die als Federelement 17 dienende Blattfeder im Uhrzeigersinn be- wegt. Dadurch verändert sich die Lage des Nocken 23 der Hülse 22 und kann z. B. ausser einem
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elektrischen Schaltglied 11 den Kraftschluss innerhalb des Getriebes direkt oder indirekt durch ein Gestänge 25 trennen. Die Kraft der Hilfsschliessfeder 18 ist dabei so ausreichend bemessen, dass sie den Ventildurchgang geschlossen hält und bei geöffnetem Ventil den Verschlusskörper 2 in den Verschlusszustand zurückführt. Diese Hilfsschliessfeder 18 ist jedoch schwächer ausgebildet als die Schliessfeder 3 und unterliegt somit weniger den Beanspruchungen des normalen Betriebes.
Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 ist selbstverständlich auch unter Wegfall der Hilfsschliessfeder 18 mit einer zweigeteilten Schliesskraft, z. B. wie in Fig. 2 und 3 dargestellt, ausführbar, wobei der in einer Seitenwand des Ventilgehäuses 20 und als Widerlager dieser zweiteiligen Schliesskraft ausgebildete Teil 10 ausserhalb des Ventilgehäuses 20 elektrische Messglieder oder Schaltglieder betätigt. Auch ist es möglich, an Stelle elektrischer Mess-oder Schaltglieder, andere Steuermittel, z. B.
Schieber oder Hilfsventile für hydraulische oder pneumatische Antriebsmittel, anzuordnen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Sicherheitsvorrichtung für fremdenergiebetätigte Ventile mit einem in Schliessrichtung federbelasteten den Durchgang fliessender Medien bei Energieunterbrechung sperrenden Verschlusskörper, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Teil (10) eines Federlagers (9) der den Verschlusskörper (2) belastenden Schliessfeder (3, 12) als Betätigungselement für einen die Antriebsenergiezufuhr beherrschenden Schalter (7. 11) od. dgl. ausgebildet ist, welcher Teil (10) bei Abweichen der Ist-von der Sollschliesskraft seine Lage verändert.