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Verfahren zum Ausgleichen von Richtungsfehlern in Gleisen
Das Stammpatent Nr. 227749 betrifft ein Verfahren zum Ausgleichen von Richtungsfehlern in Gleisen innerhalb eines jeweils durch eine Sehne begrenzten Gleisabschnittes. Gemäss der im Stammpatent geschützten Erfindung wird zuerst ein einem Punkt des Gleises zugeordneter lagebestimmender Wert in bezug auf diese Sehne gemessen, dann wird aus diesem Wert ein dem gleichen Punkt zugeordneter analoger Wert in bezug auf eine kürzere Sehne durch Umrechnung mit Hilfe des Längenverhältnisses der beiden Sehnen errechnet und hernach wird das Gleis so lange verschoben, bis der an der kürzeren Sehne gemessene Wert mit dem für sie errechneten Wert übereinstimmt.
Um jederzeit in beiden Richtungen gleichermassen arbeiten zu können, wurde bei dem im Stammpatent erläuterten Ausführungsbeispiel eine symmetrische Sehnenanordnung gewählt. Das Ausgleichen von Richtungsfehlern in Kurven höherer Ordnung ist jedoch mit einer solchen Einrichtung nicht ohne weiteres möglich. In solchen Gleisbögen höherer Ordnung, insbesondere also in den sogenannten Übergangsbögen, bedarf es noch eines weiteren Verfahrensschrittes, welcher gemäss dem wesentlichsten Merkmal der Erfindung darin besteht, dass ein oder mehrere Endpunkte der Sehnen in Richtung des Gleises oder in einem Winkel zu dieser Richtung um ein bestimmtes, von den Bogengrössen abhängiges Mass verschoben werden. Bei sinnvoller Anwendung dieser erfindungsgemässen Lehre können dann auch Kurven höherer als der zweiten Ordnung abgesteckt werden, um sie einer Korrektur zu unterziehen.
Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung kann das Mass der Sehnenverschiebung mit Hilfe einer dritten oder weiterer Sehnen ermittelt werden. Beispielsweise kann das Mass der Sehnenverschiebung aus den Abständen des Gleisbogens von diesen weiteren Sehnen auch mechanisch oder elektrisch ermittelt werden, so etwa aus den Peripheriewinkeln über solchen weiteren Sehnen.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden an Hand der Fig. 1 erläutert.
Die Fig. 2 zeigt ein anderes Ausführungsbeispiel.
Gemäss Fig. l ermittelt man nach den bekannten Formeln für den Übergangsbogen nach einer kubi-
EMI1.1
EMI1.2
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Darin ist d der Abstand des Sehnenendpunktes 1 vom Übergangsbogenanfang.
Nimmt man das Verhältnis f : F = 1 : 3 als konstant an, so entsteht im Übergangsbogen ein Fehler von
EMI2.1
Da
EMI2.2
ist, kann man beispielsweise einen der Endpunkte 1 und 4 der kurzen Sehne 5 um
EMI2.3
EMI2.4
EMI2.5
Fehler a3näherungsweise-wegen der Grösse des Halbmessers und des kleinen Abstandes der einzelnen Punkte des Gleisbogens voneinander-angenommen werden mit :
EMI2.6
Aus den Formeln für den Übergangsbogen errechnet sich
EMI2.7
Man muss daher analog dem vorhergehenden Beispiel einen der Endpunkte 1 und 4 der Sehne 5 um
EMI2.8
verschieben, um den Fehler auszugleichen.
Das Mass der Sehnenverstellung kann bei dem in Fig. 1 dargestellten Beispiel aus den Abständen des Bogens von den Sehnen 3,5, 6 und 9 mechanisch oder elektrisch ermittelt werden.
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Bei dem in Fig. 2 dargestellten Beispiel kann das Mass der Sehnenverstellung aus den Peripheriewinkeln über den Sehnen 10,11, 12,13, 14,15 und 16 mechanisch oder elektrisch ermittelt werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Ausgleichen von Richtungsfehlern in Gleisen innerhalb eines jeweils durch eine Sehne begrenzten Gleisbereiches nach Patent Nr. 227749, wobei zuerst ein einem Punkt des Gleises zugeordneter lagebestimmender Wert in bezug auf diese Sehne gemessen wird, dann aus diesem Wert ein dem gleichen Punkt zugeordneter analoger Wert in bezug auf eine kürzere Sehne durchumrechnung mit Hilfe des Längenverhältnisses der beiden Sehnen errechnet wird und hernach das Gleis so lange verschoben wird, bis der an der kürzeren Sehne gemessene Wert mit dem für sie errechneten Wert übereinstimmt, dadurch gekennzeichnet, dass ein oder mehrere Endpunkte der Sehnen in Richtung des Gleises oder unter einem Winkel zu dieser Richtung um ein bestimmtes, von den Bogengrössen abhängiges Mass verschoben werden.