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Aus der Technik der Endoskopie sind Panoramaoptiken bekannt. Es handelt sich um optische Einrichtungen, die einen umfassenden, bis zu 3600 einschliesslich dieses Wertes betragenden Rundblick ermöglichen, wobei der Standpunkt des Betrachters in der Mitte liegt, wenn das panoramische Bild ein Kreisbild ist.
Im Stammpatent Nr. 244625 sind orthoskopische Panoramaoptiken vorgeschlagen worden, die sich dadurch kennzeichnen, dass zur Aufnahme des Panoramabildes in Lichtrichtung hintereinander längs der optischen Achse des Systems ein konvexer Kugelspiegel und ein rotationssymmetrisches, etwa nach Art eines AMICI-Prismas ausgebildetes Inversionssystem angeordnet sind, diese beiden Elemente entlang der optischen Achse eine Ausnehmung besitzen, in welcher zwei Umkehrprismen liegen, deren Reflexionsflächen gegeneinander um die optische Achse mit 900 verdreht sind und vor diesen Umkehrprismen in der optischen Achse des Systems ein Linsensystem zur Aufnahme des in der optischen Achse liegenden Bildteiles vorgesehen ist.
Die genannten Rohrprismen können als optische Invertierungsglieder aufgefasst werden, die so wirken, als ob ein Umkehrprisma um eine Symmetrieachse umlaufe. Die Rohrprismen weisen dabei rohrförmige Körper aus durchsichtigen Werkstoffen, wie Glas, Polymethaerylsäureestern od. dgl. auf, deren Enden kegelförmig ausgebildet, z. B. zugeschliffen sind, wobei die Kegel eine Steigung bis zu 450 aufweisen können. Die innere Rohrwand ist die Reflexionsbasis. Sie kann mit einem Spiegel belegt oder ihrerseits spiegelnd ausgebildet sein, so dass sie in dem zuletzt genannten Falle poliert ist. Die äussere Rohrwand ist dagegen optisch unwirksam und verlangt keine optische Bearbeitung.
Erfahrungsgemäss ist aber die Bearbeitung der inneren Durchbohrung eines rohrförmigen Prismas ausserordentlich schwierig und aufwendig, teilweise sogar unmöglich, vor allem dann, wenn es sich um Glieder und Bohrungsausnehmungen sehr kleiner Abmessungen handelt, wie dies beispielsweise bei Endoskopen mit sehr geringem Durchmesser der Fall ist. Hier weist die innere Rohrwand Durchmesser bis zur Grössenordnung eines Millimeters auf ; die optische Bearbeitung der inneren Rohrbegrenzungswand lässt sich in diesem Falle nicht mehr mit der erforderlichen Genauigkeit ausführen.
Aus den dargelegten Gründen erstrebt die Erfindung einen abweichenden Aufbau der Vorrichtung zur Bildaufrichtung in einer orthoskopischen Panoramaoptik.
Ausgehend von der nicht umgehbaren Notwendigkeit, die Vorrichtung mit Durchmessern der inneren Ausnehmung des Rohrprismas in der genannten Grössenordnung und darunter herstellen zu müssen, beruht die Erfindung auf der Erkenntnis der Möglichkeit, die Reflexionsbasis, die bisher von der inneren Rohrwandung gebildet wurde, durch die äussere Rohrwand bilden zu lassen. Damit entfällt die Notwendigkeit der optischen Bearbeitung der Rohrinnenwand ; sie kann nunmehr als einfache Bohrung ausgeführt sein. Nur die Rohraussenwand unterliegt der Bearbeitungsnotwendigkeit, die aber nicht die geringsten Schwierigkeiten macht ; vor allem kann die Rohraussenwand optisch einwandfrei poliert, verspiegelt, mit dünnen Schichten zur Vergrösserung der Reflexion belegt oder sonstwie zur Erzielung bestimmter Wirkungen behandelt werden.
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Ausgehend von orthoskopischen Panoramaoptiken nach Patent Nr. 244625, ausgehend weiter von der genannten Erkenntnis, kennzeichnen sich gemäss der Erfindung ausgebildete Panoramaoptiken dadurch, dass die Aussenwand des nach Art eines AMICI-Prismas ausgebildeten Inversionssystems aus durchsichtigem Werkstoff als Reflexionsbasis ausgeführt, etwa mit einem reflektierenden Überzug versehen ist, wobei an den Stirnseiten des Prismas Hohlkegelmantelflächen vorgesehen sind und die Spitzen der Kegelflächen vorzugsweise auf der Rohrachse liegen.
Die innere, den rohrförmigen Hohlraum umgebende Begrenzungsfläche kann dabei unbearbeitet sein.
Die Hohlkegelflächen können mit dem Öffnungswinkel, der dem jeweiligen Verwendungszweck gemäss bis zu 450 beträgt, in das Rohr eingeschliffen werden. Das macht als übliche, optische Bearbeitung keinerlei Schwierigkeiten.
Die Zeichnungen geben eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung an Hand eines Schnittes durch ein in der Vorrichtung zum Aufrichten des Bildes angeordnetes Rohrprisma wieder.
Es ist I-I die Symmetrieachse des Rohrprismas. Das Rohrprisma selbst ist mit 2 bezeichnet.
Die Rohraussenwand trägt die Ziffer 3, wobei diese Rohraussenwand 3 als Reflexionsbasis ausgebildet ist. Die Rohrinnenwand wird von der Begrenzungsfläche der Ausnehmung 4 gebildet. Während die Rohrinnenwand 4 optisch unwirksam ist und keiner Behandlung bedarf, ist die Rohraussenfläche poliert oder mit einem Spiegel versehen. Die brechenden Prismenflächen 5 und 6 sind als Mantelflächen zur Achse I-I konkaver Hohlkegel ausgebildet, beispielsweise in den Körper 2 zu diesem Zwecke eingeschliffen. Sie können auch eingepresst oder eingeformt sein.
Die in Betracht kommenden Strahlengänge sind bei 7-8 und 9-10 dargestellt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Orthoskopische Panoramaoptik nach Patent Nr. 244625, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussenwand (3) des nachArt einesAMICI-Prismas ausgebildetenInversionssystems aus durchsichtigem Werkstoff als Reflexionsbasis ausgeführt, etwa mit einem reflektierenden Überzug versehen ist, wobei an den Stirnseiten (5, 6) des Prismas Hohlkegelmantelflächen vorgesehen sind und die Spitzen der Kegelflächen vorzugsweise auf der Rohrachse (I-I) liegen.
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