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Verfahren zur Herstellung von Garnen, Schnüren, Seilen od. dgl.
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halten. Ebenso lassen sich Garne mit einer Festigkeit herstellen, die grösser als die Festigkeit des Materials vor derVerzwirnung ist. Diese Eigenschaften sind bei der Herstellung von Garnen, Seilen, Tauen und Textilien äusserst vorteilhaft und bedeuten einen beträchtlichen Fortschritt gegenüber gleichem Material, das aus einlitzigen Fäden hergestellt wurde. Taue, Schnüre und Garne, die gemäss der Erfindung hergestellt wurden, haben ausserdem noch im Vergleich zu aus einlitzigem Material hergestellten Erzeugnissen verbesserte Griffeigenschaften.
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lich ausüben. Die Feinheitsnummer des fertigen Garnes hängt von dem Grad der Streckung bei der Orientierung und von der ursprünglichen Breite des Streifens, Rohres oder Bandes ab.
Bei gegebenem Streckungsgrad lässt sich die Feinheitsnummer innerhalb eines weiten Bereiches dadurch ändern, dass man die Breite des vor der Orientierung erzeugten Streifens ändert. Damit wird es möglich, die Feinheitszahl kontinuierlich durch verhältnismässig geringfügige Verstellungen der Schneidvorrichtungen zu beeinflussen, die das Bandmaterial vor dessen Orientierung schneiden, und der Betrieb braucht nicht eingestellt zu werden, wenn man von einer Feinheitszahl zur andern übergeht. Endlose Fäden mit über ihrer Länge konstanter oder veränderlicher Feinheitszahl lassen sich somit herstellen.
Die Erfindung wird nun unter Bezug auf die Zeichnungen näher erläutert. Die Fig. 1 und 2 zeigen eine Darstellung des kontinuierlichen Verfahrens, ausgehend von der Harzmischung bis zur Fertigstellung der unverbundenen Bändchen.
Nach den Fig. 1 und 2 der Zeichnungen wird das Rohmaterial für die Herstellung der Rohre in den Extruder 10 gegeben, in dem es erwärmt und über das Mundstück 12 ausgepresst wird. Gleichzeitig wird Luft durch das Mundstück 12 geblasen, so dass das Rohr 14 auf einen Durchmesser geblasen wird, der grösser als der Durchmesser des Mundstückes 12 ist. Das Rohr 14 aus dem Kunststoff wird durch den Luftkühlring 16 und dann durch zwei Quetschwalzen 18 durchgeführt, die es inflachliegendem Zustand verlässt. Es wird anschliessend über mehrere Spannwalzen 1, 2 und 3 (die in Fig. 1 wie auch in Fig. 2 gezeigt werden) geleitet. Eine sowohl in Fig. 1 als auch in Fig. 2 gezeigte Aufschlitzanordnung 20 befindet sich zwischen den Spannwalzen 2 und 3, die die Kanten des Rohres 14 aufschlitzt, so dass zwei Bänder 22 und 24 enisteh & n.
Diese werden dann sowohl auf der Walze A als auf der Walze B (die beide in Fig. 1 wie auch in Fig. 2 dargestellt sind) aufgewickelt. Falls es die Fertigungsgeschwindigkeit der Bänder zulässt, können sie auch geradewegs der nächsten Fertigungsstufe zugeleitet werden (gestrichelte Linie). Die Bänder werden dann entweder unmittelbar von der Aufschlitzvorrichtung oder von den Aufwickelwalzen über eine Folge von Walzen 26 geleitet, durch ein Heisswasserbad 28 oder eine Heissluftkammer, wobei vorzugsweise eine Länge von mindestens 1, 20 m in Frage kommt, und dann durch eine zweite Folge von Walzen 30. Die Walzen 30 drehen sich mit einer Geschwindigkeit, die höher, vorzugsweise fünf- bis zehnmal höher, als die Geschwindigkeit der Walzen 26 ist.
Dieser Geschwindigkeitsunterschied führt zusammen mit dem sich in dem Wasserbad einstellenden Heizeffekt zu einer Orientierung des Bandmaterials. Das Wasserbad hat vorzugsweise eineTemperatur zwischen 80 und 1000. Noch zweckmässiger ist eine Temperatur zwischen 98 und 1000.
Das orientierte Bandmaterial wird dann durch einen rotierenden Kamm 32 mit einer Anzahl von Schneidkanten eingeschlitzt, geschnitten oder gesplissen. Für den Kamm 32 ist kein besonderer Antrieb vorgesehen, sondern dieser wird durch das Bandmaterial mitgenommen. Die Bändchen des so entstehenden viellitzigen Materials werden anschliessend entweder auf den Sammelwalzen 34 aufgewickelt oder unmittelbar einzeln oder miteinander einer Verzwirnung unterworfen, wobei sich die einzelnen Bändchen netzwerkartig aufspalten.
Bei der Fertigung eines Rohres wird die Aufschlitzanordnung 20 weggelassen. Zur Herstellung von Streifenmaterial wird eine weitere Aufschlitzanordnung vor dem ersten Walzensatz 26 aufgestellt. Für jeden erzeugten Streifen würden weiter mehrere Orientierungs- oder Reckanordnungen vorgesehen.
Man erkennt weiter, dass bei der in den Fig. 1 und 2 der Zeichnungen gezeigten Vorrichtung viele andere Abwandlungen vorgenommen werden können. Zum Beispiel lässt sich das Wasserbad durch einen Dampfmantel oder eine geheizte Kontaktplatte ersetzen. Als eine bevorzugte Form einer Kontaktplatte hat sich eine solche mit Hohlquerschnitt herausgestellt, die eine gebogene Unterseite aufweist, unter der das Bandmaterial durchtritt. Die Kontaktplatte wird vorzugsweise aus Kupfer oder Messing gefertigt und enthält vorzugsweise Öl, das mit einem Heizelement oder durch ein anderes Mittel bis auf die gewünschte Temperatur erwärmt wird.
Bei sich in der Form eines Rohres befindendem Materials ist es besser, nicht eine geheizte Kontaktplatte zu verwenden, da nur eines der beiden übereinanderliegenden verbundenen Bänder mit der Platte in Berührung kommt.
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Bei Verwendung der Kontaktplatte können die beiden Walzensätze 26 und 30 durch je einen Quetschwalzensatz ersetzt werden. Die angetriebene Walze ist dabei eine Stahlwalze und die andere Walze läuft frei und hat eine Gummioberfläche. Der zwischen beiden Walzen stehende Spalt ist vorzugsweise einstellbar.
Bessere Ergebnisse ergeben sich, wenn das Teilen in unverbundene Bändchen bei unter Spannung stehendem Bandmaterial vorgenommen wird. Hiezu wird ein weiterer, den Walzen 26 ähnlicher Walzensatz zwischen die Aufschlitzanordnung 32 und die Aufwickelhaspel 34 eingeschoben. Diese zusätzlichen Walzen laufen vorzugsweise mit einer Geschwindigkeit, die zum Erzeugen des Spanneffektes 3 - 50/0 höher als die der Walzen 30 liegt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Garnen, Schnüren, Seilen od. dgl., dadurch gekenn- zeichnet, dass eine Anzahl von Bändchen aus in Längsrichtung orientiertem Polypropylenhomo-oder - copolymeren durch Spleissen, Schneiden oder Schlitzen eines Streifens, eines Rohres oder eines Bandes hergestellt wird, wobei die Orientierung des Polypropylens vor oder nach dem Teilen in unverbundene Bändchen erfolgt, und dass die unverbundenen Bändchen einzeln oder miteinander unter netzwerkartiger Aufspaltung der einzelnen Bändchen verzwirnt werden.
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dadurch gekennzeichnet, dasseinorientiertes3.
Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein geripptes Polypropylen verwendet wird, so dass die Teilung in unverbundene Bändchen an den dünnen Materialstellen erfolgt.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Teilen des Streifens, Rohres oder Bandes durch Führen desselben über eine Anzahl von Schneidkanten erfolgt, die parallel zueinander in gleichmässigen oder ungleichmässigen Abständen liegen.