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Nebenwiderstand hoher Genauigkeit
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dem Abstand der Symmetrieachse der Anordnung der Widerstandselemente von der Längsachse der Stromzuführungen entspricht.
Wenn bei symmetrischer Anordnung der Widerstandselemente die Querstege der Stromzuführungen unterschiedliche Abmessungen aufweisen, müssen die Potentialabgriffpunkte ebenfalls etwas aus der Lage verschoben werden, die sie bei gleich ausgebildeten Querstegen einnehmen würden.
In der Fig. 1 ist ein Ausführungsbeispiel des Nebenwiderstandes gemäss der Erfindung mit zwei Potentialabgriffpunkten dargestellt. Zwischen den T-förmigen Stromzuführungen 1 und 2 sind die Widerstandselemente 3 derart angeordnet, dass der Nebenwiderstand symmetrisch zur Längsachse I-I der Stromzuführungen 1 und 2 aufgebaut ist. An die Stromzuführungen 1 bzw. 2 sind die Stromschienen 4 bzw. 5 angeschlossen. Die Stromzuführungen 1 bzw. 2 besitzen den Mittelsteg 6 bzw. 7 sowie die Querstege 8,9 bzw. 10,11. Die Potentialabgriffpunkte 12 bzw. 13 sind an den Innenflächen 14 und 15 der Stromzuführungen 1 bzw. 2 angeordnet, u. zw. derart, dass sie etwa in der Mitte der einander diametral gegenüberliegenden Querstege 8 und 11 der Stromzuführungen 1 und 2 liegen.
Die Potentialabgriffpunkte 12 und 13 können durch die Potentialleitungen 16 und 17 beispielsweise mit in der Fig. 1 nicht dargestellten Anschlüssen für die spannungsführenden Leiter verbunden werden.
Bei dem erfindungsgemässen Nebenwiderstand tritt der Strom beispielsweise über die Übergangsfläche 18 zwischen der Stromschiene 4 und dem Mittelsteg 6 in den Nebenwiderstand ein, verzweigt sich auf die beiden Querstege 8 und 9 der Stromzuführung 1 und fliesst über die Widerstandselemente 3, die Querstege 10 und 11 sowie den Mittelstege 7 der Stromzuführung 2 über die Übergangsfläche 19 zur Stromschiene 5. Im Rahmen der Erfindung ist nun festgestellt worden, dass durch Zufälligkeiten der Kontaktierung an den Übergangsflächen 18 bzw. 19 eine Änderung des Verhältnisses der die Querstege der Stromzuführungen 1 und 2 durchfliessenden Teilströme eintritt.
Ist beispielsweise der Übergangswiderstand an der Übergangsstelle 20 der Übergangsfläche 18 geringer als an der Übergangsstelle 21, dann tritt ein grosser Teil des Stromes an der Übergangsstelle 20 in den Mittelsteg 6 der Stromzuführung l über ; der Strom kann sich daher wegen des relativ langen Weges im Mittelsteg 6 hinsichtlich seiner Stromdichte gleichmässig über denQuerschnitt des Mittel- steges 6 verteilen. Dies wieder hat zur Folge, dass sich das Verhältnis der die Querstege 8 und 9 durchfliessenden Teilströme dem Wert 1 nähert.
Ist im andern Falle der Übergangswiderstand an der Übergangsstelle 21 geringer als an der Übergangsstelle 20, dann kann sich der Strom wegen des relativ kurzen Weges im Mittelsteg 6 hinsichtlich seiner Stromdichte nicht gleichmässig über den Querschnitt des Mittelsteges verteilen, und es vergrössert sich der durch den Quersteg 9 fliessende Teilstrom auf Kosten des durch den Quersteg 8 flie- ssenden Teilstromes. Die Folge davon ist, dass die Widerstandselemente von Strömen unterschiedlicher Grösse durchflossen werden und daher unterschiedliche Spannungsabfälle aufweisen. Die an den Potentialabgriffpunkten abgegriffene Spannung ist daher von den Kontaktierungsbedingungen des Nebenwiderstandes abhängig.
Die Einflüsse unterschiedlicher Kontaktierungsbedingungen lassen sich durch die erfindungsgemässe Anordnung der Potentialabgriffpunkte vermeiden, da infolge ihrer diametralen und symmetrisch zur Symmetrieachse der Anordnung der Widerstandselemente vorgesehenen Lage einer Änderung des Verhältnisses der durch dieQuerstege fliessenden Teilströme beispielsweise einem Potentialanstieg am Potentialabgriffpunkt 12 eine gleichgrosse Potentialabnahme am Potentialabgriffpunkt 13 entspricht oder umgekehrt. Die Grösse der abgegriffenen Spannung bleibt demzufolge unabhängig vom Verhältnis der durch die Querstege fliessenden Teilströme und somit auch unabhängig von unterschiedlichen Kontaktierungsbedingungen.
Infolge der erfindungsgemässen Anordnung der Potentialabgriffpunkte ist es ohne Verfälschung der Messspannung auch möglich, die Stromschiene entweder auf der einen oder der andern Seite der Mittelstege anzuschrauben.
In den Fig. 2 und 3 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Nebenwiderstandes für sehr hohe Stromstärken in zwei um 900 gedrehten Lagen dargestellt ; in Übereinstimmung mit der Fig. 1 sind in diesen Figuren gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen. Der Nebenwiderstand besteht in diesem Ausführungsbeispiel aus in mehreren Ebenen angeordneten Gruppen 22 von Widerstandselementen, von denen in Fig. 2 nur das jeweils oberste einer jeden Gruppe zu erkennen ist. Die Stromzuführungen 1 und 2 müssen dann relativ breit ausgeführt werden.
Um auch bei einem solchermassen ausgebildeten Nebenwiderstand Messfehler durch unterschiedliche Kontaktierung zwischen den Stromzuführungen 1 bzw. 2 und den Stromschienen 4 bzw. 5 zu vermeiden, sind die Potentialabgriffpunkte 12'und 13'paarweise auf den Innenflächen 14 und 15 der Stromzuführungen 1 und 2 ange-
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zw.über Drahtbrücken 25 bzw. 26 mit Messpunkten 23 bzw. 24 verbunden, an denen die Messspannung abgegriffen wird.
Gemäss der Erfindung ist es also möglich, bei allen Nebenwiderständen mit T-förmigen Stromzuführungen den Einfluss unterschiedlicher Kontaktierung zwischen den Stromzuführungen und den Stromschienen auf die an den Potentialabgriffen abgenommene Spannung zu unterdrücken, unabhängig von der Anzahl und der räumlichen Verteilung der zwischen den Stromzuführungen angeordneten Widerstandselemente.
Die Erfindung ist nicht auf die Anwendung bei Nebenwiderständen beschränkt, die nur den Abgriff einer Messspannung gestatten. Wie nämlich die Fig. 1-3 erkennen lassen, sind auf den Innenflächen der Stromzuführungen mehrere, einander diametral gegenüberliegende Punkte vorhanden, an denen mittels Potentialleitungen von Kontaktierungsbedingungen unabhängige Messspannungen abgegriffen werden können.
Die Anschlüsse für die spannungsführenden Leiter können an geeigneten Stellen der Stromzuführungen isoliert angeordnet sein.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Nebenwiderstand hoher Genauigkeit mit mehreren, zwischen zwei T-förmigen Strom zuführungen angeordneten Widerstandselementen, bei dem die Messspannung an von den Anschlüssen für die stromfüh-
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die Potentialabgriffpunkte (12, 13) auf den den Widerstandselementen (3) zugekehrten Innenflächen (14, 15) der Stromzuführungen (l, 2) einander diametral gegenüber und symmetrisch zur Symmetrieachse (I-I) der Anordnung der Widerstandselemente (3) liegen (Fig. l).