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Transistor-Oszillator
Transistor-Oszillatoren, die mit einer Batteriespannung von mehr als 6 V betrieben werden, können bekanntlich durch Konstanthaltung der Betriebsspannung mit Hilfe einer parallel zur Batterie geschalteten Zenerdiode relativ einfach amplitudenstabilisiert werden. Ein Nachteil dieser Stabilitierungsmethode besteht darin, dass insbesondere bei der anfänglich vollen Batteriespannung ein relativ hoher Querstrom über die Zenerdiode fliesst, der zu einer verminderten Lebensdauer der Batterie führt. Bei niedrigeren Batteriespannungen unter 6 V versagt diese einfache Stabilisierungsschaltung überhaupt und es müssen Kombinationsschaltungen angewendet werden, die neben einer Zenerdiode einen Transistor oder eine Zusatzbatterie enthalten, Dies führt zu einem relativ grossen Aufwand, der insbesondere bei Geräten der billigen Preisklasse nicht mehr tragbar ist.
In vielen Anwendungsfällen von Transistor-Oszillatoren darf aber die Amplitude der Oszillatorspannung einen vorgegebenen Minimalwert nicht unterschreiten. Dies gilt vor allem für Magnettongeräte, die mit Hochfrequenzlöschung arbeiten, da bei diesen die Löschspannung nicht unter einen bestimmten Wert absinken darf, um eine einwandfreie Löschung zu sichern ; auch die hochfrequente Vormagnetisierungsspannung darf nicht unzulässig absinken, weil sich sonst eine Verzerrung der Aufzeichnung ergeben wür-
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Die Erfindung befasst sich mit der Aufgabe, mit sehr einfachen Mitteln eine Amplitudenstabilisierung eines Transistor-Oszillators gegen Schwankungen der Batteriespannung zu ermöglichen. Dabei wird von einer bekannten Schaltung ausgegangen, bei welcher die Basisspannung über einen Spannungsteiler von der Batteriespannung abgeleitet wird. Bei einer bekannten Schaltungsanordnung dieser Art sind alle Teile des Spannungsteilers als ohmscher Widerstand ausgebildet und die gewünschte Amplitudenstabilisierung wird durch gegensinnig gepolte Zenerdioden bewirkt, die parallel zum Schwingkreis (z. B. hochfrequenzmässig zur Kondensator-Basisstrecke) liegen. Die Amplitudenstabilisierung erfolgt dabei unter Ausnutzung des Zener-Effektes durch die Bedämpfung des Schwingkreises.
Demgegenüber besteht gemäss der Erfindung bei einem Transistor-Oszillator der erwähnten Art, bei dem also die Basisspannung über einen Spannungsteiler von der Batteriespannung abgeleitet wird, der in Reihe mit einem ohmschen Widerstand liegende basisseitige Teil des Spannungsteilers zwecks Amplitudenstabilisierung des Oszillators gegenüber Schwankungen der Batteriespannung aus einer Zenerdiode, die in Durchlassrichtung geschaltet ist, so dass sich ihr Widerstand im wesentlichen invers zum Strom ändert. Dadurch bleibt das Produkt R. I und damit die Basisspannung im wesentlichen konstant.
Auf diese einfache Weise kann die Oszillatorspannung bei infolge Verschleiss der Batterie abnehmender Batteriespannung stabilisiert werden, ohne dass bei Einsatz einer neuen Batterie eine starke Stromentnahme auftritt, durch welche die Lebensdauer der Batterie herabgesetzt wird.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Es handelt sich um einen als Oszillator geschalteten Transistor Tr, dessen frequenzbestimmender Kreis eine Induktivität L und eine Kapazität C enthält. Die Induktivität kann beispielsweise unmittelbar durch eine Löschkopfwick-
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lung gebildet sein. Die Rückkopplung erfolgt über den Kondensator Cg ; die Basisvorspannung wird mit Hilfe eines ohmschen Spannungsteilers eingestellt, der aus einem Widerstand R und aus einer Zenerdiode ZD besteht. Der optimale Arbeitspunkt kann mit dem Emitterwiderstand RE eingestellt werden.
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reicht.
Die Spannung an der Basis des Transistors Tr änderte sich dabei von 0,68 bis 0,55 V. der Diodenstrom von 3 bis 0,2 mA und demgemäss der innere Widerstand der Diode von 0,23 bis 2,7 Ohm. Bei nicht stabilisiertem Betrieb lag die Amplitudenänderung der Hochfrequenz UHF im Bereich von 18 bis
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Ein wesentlicher Vorteil (der erfindungsgemässen Schaltung besteht darin, dass mit dem Aufwand einer einzigen Zenerdiode auch bei niedriger Betriebsspannung eine für die meisten praktischen Zwecke bei weitemausreichende Amplitudenstabilisierung erreicht wird, die überdies praktisch keine zusätzliche Belastung der Batterie mit sich bringt.