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Transistorverstärker
EMI1.1
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Verstärker,stellung des Transistors der Verstärkerstufe bemerkbar machen, da diese Änderungen im Emitterkreis und nicht im Basiskreis der Verstärkerstufe zur Wirkung kommen.
Die erfindungsgemässe Anordnung hat die Eigenschaft, dass beim Zuschalten der Verstärkereinheit eine
Verringerung des Kollektorstromes der Verstärkerstufe stattfindet. Eine derartige Eigenschaft wird gemäss dem Stammpatent dadurch erreicht (vgl. Fig. 2 dieses Patentes), dass ein Widerstand zwischen dem Speise- punkt des Kollektorkreises und dem des Basisspannungsteilers der Verstärkerstufe eingeschaltet ist. Da der kollektorseitigeWiderstanddes Basisspannungsteilers üblicherweise wesentlichgrosserist als ein emittersei- tiger Widerstand, muss zwangsläufig der in der Zeichnung des Stammpatentes mit 10 bezeichnete Wider- stand in der Anordnung nach dem Stammpatent verhältnismässig gross gewählt werden.
Demgemäss ist auch bei Einschalten der Verstärkereinheit der Spannungsabfall über diesen Widerstand verhältnismässig gross, woraus sich der Nachteil ergibt, dass nur eine verhältnismässig niedrige Speisespan- nung für die Verstärkereinheit verbleibt.
Die erfindungsgemässe Anordnung beseitigt diesen Nachteil dadurch, dass der in Rede stehende Wi- derstand 10 zwischen dem Speisepunkt 7 des Emitterkreises und dem Speisepunkt 9 des Basisspannungs- teilers der Verstärkerstufe angeordnet ist, wobei an sein emitterseitiges Ende die Verstärkereinheit an- schaltbar und an sein anderes Ende 9 die Speiseleitung angeschlossen ist. Daher kann dieser Widerstand viel kleiner bemessen sein, so dass auch nur ein kleiner Spannungsabfall an ihm entsteht und daher für die Verstärkereinheit eine grössere Speisespannung verbleibt.
Die Erfindung sei nun an Hand des in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert, ohne auf dieses beschränkt zu sein.
. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist mit 1 eine Verstärkereinheit, z. B. eine UKW-Einheit eines AM-FM-Empfängers, bezeichnet, deren Stromkreis durch den Schaltkontakt 2 eines nicht näher dargestellten Funktionsumschalters. welcher den Empfänger auf AM- bzw. FM-Empfang umschaltet, geschlossen werden kann. In dieser Stellung des Funktionsumschalters arbeitet dann diese Verstärkereinheit über nicht näher dargestellte Einrichtungen mit der Verstärkerstufe 3, z. B. einer FM-Zwischenfrequenzverstärkerstufe, zusammen.
In der andern Stellung des Funktionsumschalters, bei welcher der Empfänger auf AM-Empfang geschaltet ist, ist die Verstärkereinheit 1 abgeschaltet. Die Verstärkerstufe 3 dient in diesem Fall einer andem Funktion, z. B. der AM-Zwischenfrequenzverstärkung. Die wechselstrommässige Umschaltung bzw. die wechselstrommässigen Schaltungsdetails sind in der Zeichnung nicht näher dargestellt, Die erfindungsgemässe Anordnung bewirkt, dass die Verstärkerstufe 3 durch die Funktionsumschaltung. bei welcher die Verstärkereinheit 1 zu-bzw. abgeschaltet wird, automatisch in ihrer Arbeitspunkteinstellung an die verschiedenen Funktionen angepasst wird.
Beim Ausführungsbeispiel ist als Bezugsleitung 11, worunter die Leitung verstanden wird, welche wechselstrommässig das Nullpotential darstellt, die mit dem negativen Pol der Stromquelle 4 verbundene Leitung gewählt. Als Transistor 3 gelangt ein solcher vom pnp-Typ zur Verwendung, dessen Basisspannungsteiler von den Widerständen 5 und 6 gebildet wird. Zwischen dem Speisepunkt 7 des Emitterkreises mit dem Widerstand 8 und dem Speisepunkt 9 des Basisspannungsteilers ist der Widerstand 10 angeordnet. Der Speisepunkt 9 des Basisspannungsteilers liegt an der mit dem positven Pol der Stromquelle 4 verbundenen Speiseleitung 12. Der Speisepunkt 7 des Emitterkreises ist über die durch den Schalter 2 unterbrech- bare Speiseleitung 13 der Verstärkereinheit 1 mit dem Speisepunkt 14 derselben verbunden.
Bei AM-Empfang, bei welchem die Verstärkereinheit nicht angeschaltet ist, hat die Verstärkerstufe 3 zufolge der Widerstände 5, 6, 8 und 10 eine bestimmte Arbeitspunkteinstellung. Wird bei FM-Empfang mittels des Schaltkontaktes 2 die Verstärkerstufe 1 angeschaltet, so durchfliesst deren Speisestrom zusätzlich zum Emitterstrom der Stufe 3 den Widerstand 10, wodurch der Spannungsabfall über demselben vergrössert und damit die wirksame Basis-Emitterspannung des Transistors 3 gegenüber derjenigen bei AMEmpfang herabgesetzt wird. Die kleinere Basis-Emitterspannung bedingt in weiterer Folge einen kleineren Arbeitsstrom, wodurch diese Stufe auch in ihrer nunmehrigen Funktion hinsichtlich der durch den Arbeitspunkt bedingten Eigenschaften optimal eingestellt ist.
In der dargestellten Schaltungsanordnung dient der Widerstand 10 gleichzeitig als Siebwiderstand.
Selbstverständlich ist die erfindungsgemässe Anordnung auch bei einer Bestückung mit npn-Transistoren anwendbar.