<Desc/Clms Page number 1>
Fertigsohle für Skischuhe
Die Erfindung bezieht sich auf eine Fertigsohle für Skischuhe aus quasiisotropem elastischem Material, welche mit einer im fertigen Zustand des Schuhes den Schaft einfassenden Lippe, deren Innenfläche parabelartig konkav ausgebildet ist, und mit einer am Fersenende angeordneten, zur Aufnahme der Ski- bindung dienenden Nut versehen ist.
Im Hinblick auf die grossen Kräfte, die bei Skischuhen von der Sohle, an der die Bindung angreift, auf den Schaft des Schuhes übertragen werden müssen, kommt der Verbindung von Schaft und Sohle besondere
Bedeutung zu. Bei bekannten Fertigsohlen der eingangs erwähnten Art ist die Lippe im wesentlichen am ganzen Umfang der Sohle mit gleichbleibendem Querschnitt versehen und es sind keine besonderen Vor- kehrungen getroffen, um den erhöhten Beanspruchungen an der Spitze und an der Ferse Rechnung zu tragen.
Die erfindungsgemässe Fertigsohle für Skischuhe vermeidet die Nachteile der bekannten Fertigsohlen und ist dadurch gekennzeichnet, dass an der Rückseite des Fersenteiles die Aussenfläche der Lippe unmittelbar in die Wand der Nut übergeht und das obere Ende der Innenfläche der Lippe über die Vorderseite der Fläche der Nut hinaus rückwärts auskragt, wobei in an sich bekannter Weise die Aussenfläche der Lippe parallel zur Innenfläche verläuft, dass vorzugsweise die Höhen der Lippe an der Spitze, an der Stelle der beim Gehen auftretenden Hauptbiegung und an der Ferse sich wie 4 : 3 :
6 verhalten, und dass gegebenenfalls in an sich bekannter Weise die Aussenfläche der Lippe an den beiden Längsseiten und an der Spitze des Schuhes senkrecht zur Lauffläche der Sohle steht, wobei die Parabelpunkte der konkaven Innenfläche der Lippe in der Mitte bzw. im untersten Drittel der Höhe der Lippe mindestens um das 0, 6fache bzw. mindestens um das 0, 8-fache der Lippenhöhe von der Aussenfläche der Lippe entfernt sind.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnungen näher erläutert. In diesen zeigen Fig. 1 eine erfindungsgemässe Fertigsohle in Draufsicht, die Fig. 2 einen Längsschnitt der Sohle und Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III der Fig. 1.
Die erfindungsgemässe Sohle weist eine den Schaft des Schuhes einfassende Lippe 1 auf, deren Innenfläche 2 parabelartig konkav ausgebildet ist. Am Fersenende ist die Sohle mit einer zur Aufnahme der Skibindung dienenden Nut 3 versehen. Die Aussenfläche 4 der Lippe 1 verläuft an der Rückseite des Fersenteiles der Sohle praktisch parallel zur Innenfläche 2 und geht unmittelbar in die Fläche der Nut 3 über. Das obere Ende 2a der Innenfläche 2 kragt, über die Vorderseite 3a der Nut 3 hinaus, nach rückwärts aus. Dies ermöglicht auch, dass die Brandsohle über der Bindung liegt.
Durch diese Ausbildung der Lippe im Fersenbereich und der Nut bildet die Sohle eine elastische Schale, die den Fersenteil des Schaftes umschliesst, eine vorzügliche Übertragung der Kräfte über die Adhäsionsverbindung zwischen Sohle und Schaft ermöglicht, Toleranzen zwischen Schaft und Sohle ausgleicht, einen sicheren Sitz der Bindung bietet, den Schaft vor Abscheuern durch die Bindung schützt und die Auswirkung von Stössen im Fersenbereich vermindert.
Um auch die an der Sohlenspitze auftretenden Kräfte vorteilhaft auf den Schaft übertragen zu können, ist vorzugsweise eine in der Spitze der Sohle eingebettete Metallplatte 5 vorgesehen. Bohrungen 6 dienen zur Aufnahme von Befestigungselementen, die zusätzlich zur Adhäsionsverbindung zwischen Sohle und Schaft eine weitere Verbindung schaffen. Falls eine solche zusätzliche Befestigung vorgesehen ist,
<Desc/Clms Page number 2>
ist es vorteilhaft, die Metallplatte 5 etwa trapezförmig auszubilden und mit Öffnungen 7 zu versehen, die die Bohrungen 6 umgeben ; daneben kommt auch eine hufeisenartige Ausbildung der Metallplatte 5 in Frage.
Soll die zusätzliche Befestigung mittels zweiteiliger Befestigungselemente erfolgen, ist es gegebenenfalls vorteilhaft, jeweils einen Teil, der z. B. hülsenartig ausgebildet sein kann, in die Sohle einzubetten, welche Einbettung zweckmässig so vorgenommen wird, dass die Lauffläche der Sohle geschlossen ist.
Um eine möglichst innige Adhäsionsverbindung zwischen Schaft und Sohle sicherzustellen und um insbesondere im Ballenbereich der Sohle, wo beim Gehen die Hauptbiegung auftritt, die Entstehung einer nach aussen gerichteten Knickstelle der Lippe zu vermeiden, steht die Aussenfläche 4 der Lippe 1 an beiden Längsseiten und an der Spitze senkrecht zur Lauffläche der Sohle. Insbesondere im Bereich 11 der beim Gehen auftretenden Hauptbiegung sind die Parabelpunkte der konkaven Innenfläche 2 der Lippe 1 in der Mitte bzw. im untersten Drittel der Höhe der Lippe mindestens um das 0, 6-fachebzw. mindestens um das 0, 8-fache der Lippenhöhe von der Aussenfläche der Lippe entfernt. Vorteilhaft verhalten sich dabei die Höhen der Lippe an der Spitze, an der Stelle der Hauptbiegung und an der Ferse wie 4 : 3 : 6.
In der Mitte der der Brandsohle zugewendeten Fläche der Sohle sind Ausnehmungen 10 vorgesehen, wodurch die Sohle ein leichteres Gewicht aufweist und eine bessere Wärmeisolierung erhält.
Die erfindungsgemässe Sohle ermöglicht eine gegenüber der bisher herkömmlichen Art der Skischuhherstellung, durch Zwienähen oder durch Aufvulkanisieren der Sohle, das während der Formgebung der Sohle erfolgt, eine weitgehende Arbeitszeit- bzw. Materialersparnis bei der Schuhherstellung. Durch die Ausbildung der Sohle wird eine ausserordentlich haltbare und absolut dichte Verbindung von Schaft und Sohle ermöglicht. Der zur Verbindung mit der Sohle vorgesehene Schaft kann vorteilhaft MACKAY-TEX gezwickt oder klebegezwickt sein, welche Ausbildung eine vorteilhafte Herstellung des Schaftes ermöglicht.
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.