AT248634B - Verfahren zur Verbesserung der Wärmeisolationsfähigkeit von vorzugsweise in der Bautechnik verwendetem Schaumglas - Google Patents

Verfahren zur Verbesserung der Wärmeisolationsfähigkeit von vorzugsweise in der Bautechnik verwendetem Schaumglas

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AT248634B
AT248634B AT863561A AT863561A AT248634B AT 248634 B AT248634 B AT 248634B AT 863561 A AT863561 A AT 863561A AT 863561 A AT863561 A AT 863561A AT 248634 B AT248634 B AT 248634B
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construction technology
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Tibor Dipl Ing Pietsch
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Pietsch Tibor
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  Verfahren zur Verbesserung der Wärmeisolationsfähigkeit von vorzugsweise in der Bautechnik verwendetem Schaumglas 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verbesserung der Wärmeisolationsfähigkeit von vorzugsweise in   der Bautechnik verwendete.    Schaumglas und ist dadurch gekennzeichnet, dass aut das Schaumglas, während es sich in einem thermisch erweichten Zustand befindet, Druckkräfte und/oder Zugkräfte ausgeübt werden, und dass die Schaumglaszellen dadurch in Zugrichtung gedehnt und/oder in Druckrichtung zusammengedrückt werden, wodurch das Schaumglas eine   Isolationserhöhung   in Druckrichtung bzw. senkrecht zur Zugrichtung erfährt. 



   Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform wird die Zugkraft erhöht, bis sich unter Beibehaltung des Zellaufbaues eine Faserstruktur ausbildet. 



   Die zellenförmigen Materialien, von denen in dieser Erfindung die Rede ist, eignen sich für jede Art von Konstruktion und vorzugsweise für die Bautechnik. Sie sind gekennzeichnet durch ihre Zähigkeit, die stetige Formänderungen erlaubt. Die Materialien können aus Glas, geschmolzenen Mineralien oder im allgemeinen aus Mineralen, die ein oder   innere   metallische Oxyde enthalten, bestehen. 



   Es ist bekannt, dass alle bisher unternommenen Studien der Isolierungscharakteristik von Schaumglas auf dem Studium des Materials selbst, auf dem Glas, das in den Zellen aufgenommen wird, auf dem Feuchtigkeitsgehalt und die scheinbaren spezifischen Gewichte basierten. Die Form der Zellen wurde jedoch bisher nicht beachtet, obgleich sie-wie nunmehr befunden wurde-bei der thermischen Isolierung eine grosse Rolle spielt. 



     Abgesehen vom Wärmeübergang durch Strahlung wurde die thermische Leitfähigkeit   dieser Materialien studiert, die durch das Wärmeübergangslabyrinth zustande kommt, das sich längs der sich berührenden Zellenoberflächen befindet und direkt durch das in den genannten Zellen enthaltene Gas ; wenn man diese Werte zusammenzählt, erhält man die totale Leitfähigkeit. Beim Errechnen der gewundenen WÅarmestrecke zwischen den Zellen stösst man auf die Unmöglichkeit, diese Strecke genau zu bestimmen, auf Grund der unbestimmten Lage der Zellen. Es kann daher auch keine exakte Formel für den sich ergebenden Wärme- übergang aufgestellt werden. 



   Der Wärmeübergang ist eine Funktion der Wärmeleitung im Glas der Zellenwände sowie der Wärmeleitung durch das in der Zelle enthaltene Gas. Werden nun auf das im thermisch erweichten Zustand befindliche Schaumglas Druckkräfte in einer Richtung bzw. Zugkräfte senkrecht zur Druckrichtung ausge- übt, so findet eine Verformung der Einzelzellen statt. Es tritt hiebei eine Knitterbildung bzw. eine Deformation der Zellwände ein, so dass die Zellwandlänge grösser als die Zellenhöhe wird. Durch diese Deformation der Zellwände tritt eine Erhöhung der Wärmeisolation pro Längeneinheit des Schaumglases für den Wärmeübergang in Richtung der Druckkräfte ein. Diese Isolationserhöhung ist wesentlich grösser als die auf Grund der Gaskompression bei der Verformung eintretende Wärmeleitfähigkeitserhöhung. 



   Man kann die Formänderung der Zellen durch Kompression vornehmen, indem man die Höhe verringert,   aber es ist ersichtlich, dass man diese Formänderung auch durch ein Dehnen des Materials in Längsrich-   tung erhalten kann, oder auch durch eine Kombination dieser Einflüsse. Diese Veränderung weitet die 

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 Zellen noch mehr aus und man kann bis   zum fertigen Zustand gelangen ; die Isolierung ist dann   noch viel besser als die vorher betrachtete. 



   Die mechanischen Mittel, um die Formänderung entweder durch Druck oder durchAusdehnendèrZellen hervorzurufen, sind den Fachleuten auf diesem Gebiet geläufig, so dass es sich erübrigt, darauf näher einzugehen. 



   Die Zellenformveränderung zur Vergrösserung der thermischen Isolierung kann auf jedes Material, das diese Formänderung erlaubt, angewendet werden. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Verbesserung der Wärmeisolationsfähigkeit von vorzugsweise in der Bautechnik verwendetem Schaumglas, dadurch gekennzeichnet, dass auf das Schaumglas, während es sich in einem thermisch erweichten Zustand befindet, Druckkräfte und/oder Zugkräfte ausgeübt werden, und dass die   Schaumglaszellen dadurch   in Zugrichtung gedehnt und/oder in Druckrichtung zusammengedrückt werden,   wodurch das Schaumglas eine Isolationserhöhung in Druckrichtung   bzw. senkrecht zur Zugrichtung erfährt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugkräfte erhöht werden, bis sich unter Beibehaltung des Zellaufbaues eine Faserstruktur ausbildet.
AT863561A 1960-11-25 1961-11-15 Verfahren zur Verbesserung der Wärmeisolationsfähigkeit von vorzugsweise in der Bautechnik verwendetem Schaumglas AT248634B (de)

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ES0262757A ES262757A1 (es) 1960-11-25 1960-11-25 Procedimiento de aumentar el aislamiento termico de materiales celulares

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AT248634B true AT248634B (de) 1966-08-10

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ES262757A1 (es) 1961-04-16

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