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Anordnung zum Beheizen und Belüften von Kraftfahrzeugen
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zum Beheizen und Belüften von Kraftfahrzeugen sowie gegen Beschlagen oder Vereisen der Scheiben, bei der die Luft in verdeckt liegenden Kunststoffleitungen geführt und regelbar verteilt wird, und bei der ferner die Leitungen sich zumindest bis in den vorderen Bereich der Türen erstrecken, wobei die Türen mit ihren Pfosten als Träger für Leitungskupplungen dienen.
Bei den bekannten Anordnungen kann man immer wieder beobachten, dass sie den gestellten Anforderungen nur bedingt gerecht werden. Vor allem werden die hinteren Fussräume unzureichend belüftet bzw. beheizt, ganz abgesehen davon, dass im Winter die Seitenscheiben restlos vereisen. Die bisher bekannten Rohrsysteme weisen zu grosse Verlustfaktoren bei der Leitung der Luft auf, vor allem, wenn die Leitung durch den Pfosten in der Tür und weiter zum Heck geführt werden soll. Es ist besonders schwierig, die Leitung an den Unterbrechungsstellen beim geschlossenen System dicht zu halten und dann die Leitung in geeigneter und einfacher Weise in Pfosten und Tür zu befestigen.
Für die Beheizung der hinteren Fussräume ist unter anderem eine schleifenartig in sich geschlossene Warmluftleitung bekannt, die z. B. vorhandene Kastenprofile der Karosserie zur Luftführung verwendet.
Dieser an sich wirtschaftliche Weg wird aber in der Praxis nur deshalb ungern beschritten, weil im Winter die Warmluft zu stark abkühlt und ausserdem die Metallkästen sehr viele undichte Stellen aufweisen, aus denen die Luft vorzeitig entweicht, ohne die Aufgabe zu erfüllen. Ausserdem lassen sich biegsame Schläuche leicht in eine günstigere Lage bringen, was bei Kastenführungen, die von dem Aufbau der Karosserie bestimmt sind, nicht möglich ist. Bei den beweglichen Rohren ist es notwendig, eine geeignete Befestigung der Schlauchenden an den Unterbrechungsstellen, wie bei Tür und Pfosten zu finden, damit bei geschlossener Tür die beiden Leitungsenden fluchtend und dicht aufeinandergedrückt werden können.
Die Erfindung bezweckt die Beseitigung der bisherigen Mängel und besteht in ihrem Wesen nach darin, dass die Kupplungen der vorzugsweise aus Polypropylen bestehenden Leitungen von zwei profilierten, teilweise aus Gummi, Schaumgummi oder elastischem Kunststoff hergestellten Ringen gebildet sind, die mit ihrem Profil sich selbst und die Leitungen an Tür und Pfosten festlegen. Durch diese ineinandergreifende Verbindung der weichen profilierten Ringe an den unterbrochenen Stellen des Leitungssystems erreicht man eine feste und doch elastische Befestigung der Leitungsenden, die vollkommen dicht aufeinanerliegen und ein geschlossenes System ergeben, wenn die Türen geschlossen sind.
Es ist dadurch möglich, die Luft sinnvoll auf das ganze Wageninnere zu verteilen und wenn nötig, auch den Heckteil des Fahrgastraumes stärker zu beheizen, so dass insbesondere ein Vereisen und Beschlagen des Heck- oder der Seitenfenster mit Sicherheit vermieden werden kann.
Trotz dieser wesentlich verbesserten Wirkungsweise sind keine übermässigen Unkosten zu befürchten, da bereits vorhandene Teile, nämlich die Türen und ihre Pfosten als Träger für die Schläuche bzw. ihre Kupplungen verwendet werden.
Günstig ist es ferner, wenn nach der Erfindung die Schläuche aus Kunststoff, vorzugsweise aus Poly-
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hoch liegt und daher die Schläuche nicht als unerwünschte Geräuschleiter wirken können.
Gemäss einer weiteren wirtschaftlichen Ausgestaltung der Erfindung ist der eine Kupplungsring nach
Art einer elastischen Manschette ausgebildet, die ein verdicktes Ende des entsprechenden'Schlauches la- gesichernd übergreift und infolge einer Ringnut in eine Aussparung der Schmalseite der Tür oder des Pfo- stens einsetzbar ist. Durch diese einfache Ausbildung der Schlauchenden und ihrer elastischen Manschet- ten, die als Konterring dienen, lassen sich die Leitungen sehr leicht in der Tür und den Pfosten montieren bzw. auswechseln, obgleich ein selbständiges Lösen der Befestigung nicht möglich ist. Eine zusätzliche
Lagesicherung der Kupplungsstücke ergibt sich beim Zusammendrücken der Manschette, was bei geschlos- sener Tür der Fall ist.
Vorteilhaft ist es ebenfalls, wenn die Manschette stirnseitig hohlkehlartig ausgespart ist, u. zw. ent- sprechend der Gestaltung des Gegenringes. Durch diese Passformen entstehen keine Verquetschungen der ela- stischen Ringe und die Leitungen schliessen dicht, was auch bei häufigerem Öffnen und Schliessen der Tü- ren gewährleistet ist.
Weitere wesentliche Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung der Zeichnungen, die die Erfindung beispielsweise veranschaulicht. Es zeigen : Fig. 1 ein Kraftfahrzeug mit der erfindungsge- mässen Anordnung zum Beheizen und Belüften in Seitenansicht ; Fig. 2 die eine Hälfte der gleichen Anord- nung in Draufsicht ; Fig. 3 eine aus den Fig. 1 und 2 vergrössert herausgezeichnete Einzelheit und Fig. 4 eine weitere Einzelheit im Schnitt.
Wie sich aus den Fig. 1 und 2 ergibt. ist in einem Kraftfahrzeug 1 ein Mischkasten 2 vorgese- hen, von dem aus nach rechts und links Schläuche 3 abzweigen. Auf diesen Mischkasten 2 ist nicht näher eingegangen, da er zum Stand der Technik gehört. Da die Anordnung spiegelbildlich ausgeführt ist, wird nur von der einen Hälfte gesprochen. Der Schlauch 3 ist unterhalb des Armaturenbrettes bis zu dem vorderen Türpfosten'4 gezogen und endet dort in einer Kupplung 5. Unmittelbar hinter der
Kupplung 5, also im Bereich der vorderen Tür 6 teilt sich der Schlauch in zwei Stränge 7,8, von denen der eine 7 in eine Flachdüse 9 mündet, wogegen der zweite im unteren Bereich der Tür 6 zu einer Fussraumdüse 10 führt.
Ausserdem ist an dem Strang 8 eine weitere Kupplung 11 ange- schlossen, von der aus die Belüftungs- oder Beheizungsluft eine weitere Düse 12 und/oder Kupplung 13 erreicht. Die Kupplung 13 ist nicht zwingend, jedoch dann vorteilhaft, wenn man auch über eine Dü- se 14 die hintere Scheibe 15 klar halten will, wie dies bei den Scheiben 16,17 durch die Düsen
9,12 erfolgt.
Die Kupplungen 11,13, die im Bereich der Türpfosten 18,19 vorgesehen sind, müssen selbst- verständlich der Öffnungsbewegung (vgl. Pfeile 20) der Türen 6,21 angepasst sein, wobei die Kupp- lung 11 eine Art Doppelkupplung ist, die im vorderen Bereich zur Öffnungsbewegung schrägliegende
Dichtflächen aufweist (vgl. Fig. 2), während sie nach hinten - ähnlich wie die Kupplung 5 - auge- baut sein kann.
Die Kupplung 5 gemäss Fig. 3. lässt erkennen, dass der eine Kupplungsring 22 nach Art einer ela- stischen Manschette ausgebildet ist, die ein verdicktes Ende 23 des Schlauches 3 lagesichernd über- greift und infolge einer Ringnut 24 in eine Aussparung 25 des Pfostens 4 einsetzbar ist. Stirnsei- tig weist der Kupplungsring 22 eine hohlkehlartige Aussparung 26 auf, die der stirnseitigen Gestal- tung des gegenüberliegenden Kupplungsrings 27 entspricht. Dieser Kupplungsring 27 ist ein Auf- ziehring, der einen Endflansch 28 des dazugehörigen Schlauches 3 übergreift und zusammen mit der Fläche 29 einer Verdickung 30 des Schlauches 3 diesen in eine Aussparung 31 der Tür 6 festlegt.
Da die Tür 6 mit Scharnieren an den Pfosten 4 angelenkt ist, entfernen sich beim Öffnen der Tür 6 die Ringe 22,27, wie die Backen einer Zange voneinander, so dass selbst bei häufigem Öffnen und Schliessen eine ausreichende Dichtigkeit erhalten bleibt.'
Wenn man den gleichen Effekt bei den Kupplungen 11 und 13 erzielen will, muss man die Dicht- flächen - wie schon angedeutet-schräg legen, d. h. die Kupplung 11, die eine Doppelkupplung ist, hat-bezogen auf die Karosseriewandung - einen schrägliegenden und einen senkrecht stehenden Dichtring, die mit entsprechenden Gegenringen zusammenwirken.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel zeigt Fig. 4. Ein Ring 32 weist einen Kragenansatz 33 auf, der z. B. eine Wand des Pfostens 4 durchsetzt und mit einer Ringwulst 34 in eine innere Ringnut 35 des Schlauches 3 einrastet.
Aus den Fig. 1 und 2 ist auch noch zu erkennen, dass durch die Verwendung von Kunststoff für die
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Schläuche 3,7 und 8 diese bequem den jeweiligen räumlichen Verhältnissen zwischen Verkleidung und Aussenhaut angepasst werden können, indem sie ganz einfach oval gedrückt werden. Ausserdem zeigen die Fig. 1 und 2, dass durch die neue Anordnung eine vorzügliche Belüftung und Beheizung erzielt ist und z. B. im Winter praktisch alle Scheiben eisfrei bleiben müssen. Zu erwähnen ist noch, dass die Entfrosterdüsen für die Windschutzscheibe-weil bekannt-nicht eingezeichnet sind.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Anordnung zum Beheizen und Belüften von Kraftfahrzeugen sowie gegen Beschlagen oder Vereisen der Scheiben, bei der die Luft in verdeckt liegenden Kunststoffleitungen geführt und regelbar verteilt wird, und bei der ferner die Leitungen sich zumindest bis in den vorderen Bereich der Türen erstrecken, wobei die Türen mit ihren Pfosten als Träger für Leitungskupplungen dienen, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Kupplungen (5) der vorzugsweise aus Polypropylen bestehenden Leitungen (3, 7, 8) von zwei profilierten, teilweise aus Gummi, Schaumgummi oder elastischem Kunststoff hergestellten Ringen (22,27, 32) gebildet sind, die mit ihrem Profil sich selbst und die Leitungen (3, 7, 8) an Tür (6, 21) und Pfosten (4,18, 19) festlegen.