AT248152B - Gerät zur Bestimmung des Betrages der aus verschiedenen Richtungskomponenten zusammengesetzten Horizontalbeschleunigung von Kraftfahrzeugen - Google Patents
Gerät zur Bestimmung des Betrages der aus verschiedenen Richtungskomponenten zusammengesetzten Horizontalbeschleunigung von KraftfahrzeugenInfo
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Description
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Gerät zur Bestimmung des Betrages der aus verschiedenen Richtungskomponenten zusammengesetzten Horizontalbeschleunigung von Kraftfahrzeugen
Die Erfindung bezieht sich auf ein Gerät zur Bestimmung des Betrages der aus verschiedenen Rich- tungskomponenten zusammengesetzten Horizontalbeschleunigung von Kraftfahrzeugen, bei welchem die
Auslenkung einer Masse gegenüber einem sie umgebenden Gehäuse, das mit dem Kraftfahrzeug verbun- den ist, als Mass für die Beschleunigung dient, und die Masse durch Schwerkraft und bzw. oder Federkraft in ihre Ruhelage zurückgeführt wird.
Die Erfindung weist das Merkmal auf, dass die Masse mit zwei Freiheitsgraden praktisch horizontal beweglich angeordnet ist und, in einer bei Beschleunigungsmessgeräten, deren Masse mit nur einem Freiheitsgrad beweglich ist, an sich bekannten Weise, mit einer Kontakteinrichtung zur Betätigung von elektroakustischenund bzw. oder elektrooptischen Anzeigevorrichtungen versehen ist, und dass vorzugsweise elek- trooptischeanzeigevorrichtungen, diegewünschtenfalls verschiedenfarbig ausgebildet sind, in einem Winkelbereich ausserhalb des, bei Beobachtung der Strasse durch den Fahrer, für den Fahrer gegebenen Sichtfeldes angeordnet sind.
Wird hiebei der Ort, an dem die optischen Anzeigevorrichtungen angeordnet sind, geeignet gewählt, nämlich innerhalb des sogenannten indirekten oder peripheren Gesichtsfeldes, wird die Funktion der Anzeigevorrichtungen vom Fahrer wahrgenommen, ohne dass er seinen Blick diesen Vorrichtungen zuwenden muss ; dies hängt damit zusammen, dass das Auge auch Gegenstände bzw. Vorgänge wahrnimmt, die ausserhalb des Zentrums der Netzhaut abgebildet werden, wobei aber mit zunehmender Entfernung der Abbildung vom Zentrum der Netzhaut die Deutlichkeit bzw. Schärfe der Wahrnehmung abnimmt. (Siehe z. B. das Buch "Die Beurteilung der körperlichen und geistigen Eignung des Kraftfahrers"vonE.
Peukert und W. Nieschke, Stuttgart 1963.)
Es sei darauf verwiesen, dass Geräte zur Bestimmung von Beschleunigungen oder Verzögerungen von Kraftfahrzeugen, die die Beschleunigungs- bzw. Verzögerungswerte in einer Richtung messen, in verschiedenen Ausführungen bekannt sind. Diese Geräte gestatten jedoch nicht, den Betrag von Beschleunigungen zu bestimmen, die aus mehreren Komponenten, wie z. B. Beschleunigung in Fahrtrichtung und Zentrifugalbeschleunigung, zusammengesetzt sind.
Der Erfindungsgegenstand wird nachfolgend an Hand der Zeichnungen, in deren Fig. 1-6 Ausfüh- rungsbeispiele der Erfindung schematisch dargestellt sind, näher erläutert.
In Fig. 1 sind die für die Funktion einer bestimmten Ausführungsform eines erfindungsgemässen Gerätes wesentlichen Teile schematisch dargestellt. Bei Erreichen bestimmter festgelegter Beschleunigungswerte sollen elektrooptische und elektroakustische Anzeigevorrichtungen 1, 2 und 3, deren Betriebsstrom von einer Stromquelle 4 geliefert wird, ansprechen. Hiezu ist es nötig, den Stromkreis der Anzeigevorrichtungen mit einer geeigneten Kontakteinrichtung zu schliessen. Die in Fig. 1 dargestellte Kontakteinrichtung besteht aus einem Schleifkontakt 5 und aus mehreren konzentrisch zueinander angeordneten Kontaktringen 6,7 und 8. Eine kleine Feder 9 drückt den Schleifkontakt, wenn dieser eine entsprechende Stellung aufweist, gegen die Kontaktringe, um eine einwandfreie Kontaktgabe sicherzustellen.
Der Schleifkontakt 5 ist auf dem Pendelstab 10 aufgesetzt, der an seinem unteren Ende eine Masse 11 trägt, durch deren Auslenkung unter dem Einfluss von Massenkräften der Schleifkontakt 5
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Die in den Fig. 5 und 6 dargestellten Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes benutzen zur Feststellung der jeweiligen Lage der Masse, die unter dem Einfluss der Beschleunigungen ausgelenkt wird, in an sich bekannter Weise die Abhängigkeit des Widerstandes einer leitenden Flüssigkeit von deren Querschnitt bzw. vom Abstand der Elektroden. Da hiebei die Änderung des Widerstandes kontinuierlich erfolgt und der spezifische Widerstand der Flüssigkeit zweckmässig relativ gross gewählt wird, ist für die Schaltung der Anzeigevorrichtungen eine der in Fig. 3 dargestellten Anordnungen entsprechende Anordnung vorzusehen. Als leitende Flüssigkeit sind in eine Trägerlösung eingebrachte kolloidale leitende Substanzen, z. B.
Graphit oder Metall, besonders geeignet.
Bei der in Fig. 5 dargestellten Ausführungsform sind am Pendel 11, 16 bzw. am Gehäuse Elektroden 25,26 angeordnet. Die Masse 11 kann auch selbst als Elektrode dienen. Durch geeignete Wahl der Viskosität der leitenden Flüssigkeit 27 kann dieselbe auch zur Dämpfung des Pendels dienen.
Bei der in Fig. 6 dargestellten Ausführungsform dient die leitende Flüssigkeit gleichzeitig als Masse, die durch die Beschleunigungsvorgänge ausgelenkt wird. Die Rückstellung in die Ruhelage erfolgt durch die Schwerkraft. Im ausgelenkten Zustand, der gestrichelt angedeutet ist, ist der Querschnitt der leitenden Flüssigkeit 27, der für einen Stromdurchgang zwischen den Elektroden 26 und 28 zur Verfügung steht, geringer als im Ruhezustand, wodurch der Widerstand der Anordnung ansteigt. Durch geeignete Formgebung des Gefässes 29 kann der gewünschte Verlauf der Abhängigkeit der Widerstandsvergrösserung von der Beschleunigung erzielt werden.
Die Formgebung der Elektroden bzw. des Gefässes ist auch vom jeweiligen Verwendungszweck des Gerätes abhängig, wobei auch hier die die Gestaltung der Kontaktringe 6,7, 8 der Ausführungsformen nach Fig. 1 und 2 betreffenden Erläuterungen sinngemäss Geltung haben.
Eine bevorzugte Verwendungsmöglichkeit der erfindungsgemässen Geräte ist das Feststellen des Überschreitens bestimmter vorher angenommener Werte der Beschleunigung des Fahrzeuges entsprechend den verschiedenen Reibungskoeffizienten zwischen den Rädern des Fahrzeuges und verschieden beschaffener Fahrbahndecke.
PATENTANSPRÜCHE : 1. Gerät zur Bestimmung des Betrages der aus verschiedenen Richtungskomponenten zusammengesetzten Horizontalbeschleunigung von Kraftfahrzeugen, bei welchem die Auslenkung einer Masse gegen- über einem sie umgebenden Gehäuse, das mit dem Kraftfahrzeug verbunden ist, als Mass für die Beschleunigung dient und die Masse durch Schwerkraft und bzw. oder Federkraft in ihre Ruhelage zurückgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Masse mit zwei Freiheitsgraden praktisch horizontal beweglich angeordnet ist und, in einer bei Beschleunigungsmessgeräten, deren Masse mit nur einem Freiheitsgrad beweglich ist, an sich bekannten Weise, mit einer Kontakteinrichtung zur Betätigung von elektroakustischen und bzw.
oder elektrooptischen Anzeigevorrichtungen versehen ist, und dass vorzugsweise elektrooptische Anzeigevorrichtungen, die gewünschtenfalls verschiedenfarbig ausgebildet sind, in einem Winkelbereich ausserhalb des, bei Beobachtung der Strasse durch den Fahrer, für den Fahrer gegebenen Sichtfeldes angeordnet sind.
Claims (1)
- 2. Gerät nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die Masse, in einer bei Beschleunigungsmessgeräten, deren Masse nur mit einem Freiheitsgrad beweglich ist, bekannten Weise, als Linse (11) eines Pendels ausgebildet ist.3. Gerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontakteinrichtung aus mindestens einem am Pendelstab (10) aufgesetzten federnden Schleifkontakt (5) und mehreren konzentrisch zueinander angeordneten Kontaktringen (6,7, 8) besteht, an welchen von in Abhängigkeit von der Pendelauslenkung beim Erreichen oder Überschreiten bestimmter Beschleunigungswerte zu betätigende Anzeigestromkreise (1, 2,3, 4) angeschlossen sind, wobei die Kontaktringe vorzugsweise ellipsenartig ausgebildet sind, und deren Längsachse in der Fahrtrichtung liegt.4. Gerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontakteinrichtung, in einer bei Neigungsmessern an sich bekannten Weise, in einer leitenden Flüssigkeit (27) angeordnete Elektrodenkörper (25,26) aufweist, wobei ein Elektrodenkörper (25) mit dem Pendel (11,16) verbunden ist, und ein weiterer Elektrodenkörper (26), der den ersteren Elektrodenkörper umgibt, mechanisch mit dem Gehäuse verbunden ist, und die Elektrodenanordnung im Erregerstromkreis eines Relais liegt, dessen Kontaktfederpakete in an sich bekannter Weise zur Betätigung der Anzeigevorrichtungen dienen.5. Gerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontakteinrichtung durch zwei mechanisch mit dem Gehäuse verbundene Kopplungsspulen (17,18) und einen am Pendel angeordneten <Desc/Clms Page number 4> EMI4.1 lungsspule mit Wechselstrom gespeist wird.6. Gerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dassdieKontakteinrichtungdurchzwei Kopplungsspulen (17, 18), von denen eine an der an einem elastischen Pendelstab (16), angeordneten Masse befestigt und die andere mechanisch mit dem Gehäuse verbunden ist sowie durch mindestens ein Relais, dessen Magnetspule mit einer der Kopplungsspulen verbunden ist und dessen Steuerkontakte in die Stromkreise der Anzeigevorrichtungen eingefügt sind, gebildet ist, während, der andern Kopplungsspule ein Wechselstrom zugeführt wird.7. Gerät nach Anspruch 1, bei welchem als Masse eine leitende Flüssigkeit dient, deren jeweilige Lage in einem Gefäss zur Änderung des Widerstandes zwischen Elektroden und Beeinflussung von Überwachungsstromkreisen dient, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Gefäss (29) eine zentral in seinem Boden angeordnete Elektrode (28) und eine ringförmige, periphere Elektrode (26) vorgesehen ist, wobei die Form des Gefässes dem gewünschten Verlauf der Abhängigkeit der Widerstandsänderung von der Beschleunigung angepasst ist und die Elektroden (26,28) im Erregungsstromkreis mindestens eines Relais liegen, dessen Kontakte zur Betätigung der Anzeigevorrichtung dienen.
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