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Selbstschalter mit aus zwei Schalenhälften bestehendem Gehäuse Es ist bekannt, bei Selbstschaltern, die eine die Schaltkontakte aufnehmende Schaltkammer aufweisen, zusätzliche Nebenkammern anzuordnen, die zum Ausgleich des beim Schalten durch den Lichtbogen hervorgerufenen Gasdruckes und zur weiteren Abkühlung der Gase dienen. Zwecks Abführung der Gase ins Freie sind auch schon schlitzartige Öffnungen angebracht worden, die die Verbindung zwischen der Schaltkammer und der Aussenluft herstellen. Man hat für die Wahl der Grösse und der Unterbringung der Nebenkammern sowie der Öffnungen verschiedene Wege beschritten, so z. B. ist ein Selbstschalter bekannt, bei dem die Schaltkammer in zwei senkrecht zu ihr angeordnete Räume ausläuft, die sich gegebenenfalls als Nebenräume bezeichnen lassen, von denen aus Schlitze ins Freie führen.
Weiterhin ist ein Schalter bekannt, dessen Schaltmechanismus und Schaltkammer sich um einen Grundkörper gruppieren, der durch ein besonderes Gehäuse nach aussen hin abgedeckt ist. Die Schaltkammer, die sich auf einer Seite des Grundkörpers befindet, erstreckt sichhiebei teilweise auf den oberen sowie auf den gesamten unteren Teil des Selbstschalter und ist durch zwei Querbohrungen mit den auf der andern Seite des Grundkörpers angeordneten Nebenräumen verbunden. Bei fast all diesen Schaltern wirkt sich jedoch oft nachteilig aus, dass die Nebenräume im oberen Teil des Schalters zwischen dem Schaltmechanismus und der S chalter- aussenwand untergebracht sind, d. h. in einem Raum, der zweckmässigerweise besser nur für den Mechanismus, den Auslöser und die Schaltkammer ausgenutzt wird.
Oder aber die obere Anschlussklemme liegt in der Nähe der Schalteroberkante, so dass der Anschluss des Schalters mit Umständen verbunden ist. Eine andere Ausführung bekannter Selbstschalter eignet sich nicht für die Anwendung einer Schnellbefestigung auf den Profilschienen in üblichen Verteilungen, da die Klemmen zu hoch sitzen.
Die Erfindung betrifft einen Selbstschalter, dessen T-förmiges Gehäuse aus zwei in Längsteilung zusammengesetztenschalenhälftenbesteht. Als neu wird angesehen, dass in dem Schalengehäuse eine selbständige Schaltkammer angeordnet ist, die in den unteren Teil der beiden Schalenhälften ragt und dass neben der Schaltkammer Nebenräume angeordnet sind, die über Kanäle und Austrittsöffnungen einerseits mit dem Schaltraum der Schaltkammer und anderseits über Kanäle mit der Aussenluft verbunden sind.
Nach einem besonderen Merkmal der Erfindung dienen die erweiterten die Anschlussschrauben aufnehmenden Räume als Nebenräume. Es entspricht weiterhin dem Erfindungsgedanken, dass die zwischen der Schaltkammer und denNebenräumenbefindlichenKanäle in der einen und die zwischen den Nebenräumen undderaussenliiftangeordneten Kanäle in der andern Schalenhälfte untergebracht sind. Die zwischen der Schaltkammer und den Nebenräumen einerseits und den zwischen den Nebenräumen und der Aussenluft anderseits angeordneten Kanäle können erfindungsgemäss auch in beiden Schalenhälften vorhanden sein.
In den Zeichnungen sind mehrere Ausführungsbeispiele schematisch wiedergegeben, u. zw, zeigt Fig. l eine perspektivische Teilansicht einer Schalenhälfte des Gehäuses mit einem Nebenraum, der eine Öffnung nach aussen aufweist, während in Fig. 2 in gleicher Darstellungsweise die andere Schalenhälfte wiedergegeben ist, bei der ein Kanal von dem Schaltkammergehäuse zum Nebenraum führt. In Fig. 3 ist die Ansicht einer offenen Schalenhälfte des Schaltergehäuses dargestellt, das Kanäle sowohl von der Schaltkammer zu den Nebenkammer als auch von diesen zur Aussenluft aufweist.
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Die linke Schalenhälfte 1 in Fig. l enthält das Schaltkammergehäuse 2 sowie den Nebenraum 3 ; zwischen beiden Räumen ist eine verstärkte Trennwand 4 angeordnet, die eine Bohrung 5 aufweist, durch die nach dem Zusammenbau des Schalters eine Schraube, ein Niet od. dgl. hindurchgreift, um den Zusammenhalt des Schalters zu gewährleisten. In der oberen Begrenzungswand des Nebenraumes 3 ist an der Stossstelle der Schalenhälfte 1 eine halbkreisförmige Aussparung 6 angebracht, durch die bei fertigmontiertem Schalter die nicht dargestellte Schraube einer Anschlussklemme in denNebenraum 3 ragt. Die linke Seitenwand des Nebenraumes 3 zeigt unten an der Bodenfläche der Schalen- hälfte 1 eine Öffnung oder einen Kanal 7. der ins Freie führt.
Fig. 2 gibt die rechte Schalenhälfte 8 des Schaltergehäuses mit dem Schaltkammergehäuse 9 wieder. Von diesem aus besteht durch den Kanal 10 eine Verbindung mitdem Nebenraum 11. Inder zwischen dem Schaltkammergehäuse 9 und dem Nebenraum 11 vorhandenen, durch den Kanal 10 unterbrochenen Trennwand 12 ist eine Bohrung 13 vorgesehen, die der Bohrung 5 der linken Scha- lenhälfte 1 entspricht und der Aufnahme der Verschlussmittel des Schalters dient.
Auch die obere Begrenzungswand des Nebenraumes 11 weist eine halbkreisförmige Aussparung auf, die mit 14 bezeichnet ist, und die nach dem Zusammensetzen der beiden Schalenhälften 1 und 8 - die Trennebene zwischen beiden Hälften verläuft beispielsweise durch die senkrechte Mittelebene des Selbstschaltersebenfalls das Durchragen der Anschlussschraube für die Klemme ermöglicht.
Wird der Schalter zusammengesetzt und in Betrieb genommen, so tritt in der in das Schaltkammergehäuse 2,9 eingesetzten Schaltkammer beim Schalten ein Lichtbogen an den Kontakten auf. Die da- bei entstehenden G ase können durch den Kanal 10 in den Nebenraum 3, 11 gelangen, wobei sich der Gasdruck ausgleichen kann und die Gase eine Abkühlung erfahren. Überdies können Gase durch den Kanal 7 ins Freie entweichen.
Auf Grund seiner symmetrischen Anordnung enthält der Schalter auf der entgegengesetzten Seite des
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Räume gleichzeitig wirksam sind und somit eine wesentliche Entlastung der Schaltkammerherbeifüh- ren.
Bei dem in Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel enthält die Schalenhälfte 15 das Schaltkam- mergehäuse 16, in dem die Schaltkammer 17 mit den nicht näher bezeichneten Kontakten untergebracht ist. Die Schaltkammer 17 ragt in den unteren Teil, den Sockel der Schalenhälfte 15 und zeigt an den unteren Schrägwänden beiderseits je eins Austrittsöffhung 18, 19, durch die die Lichtbogengase in die Kanäle 20,21 und von hier aus in die Nebenräume 22,23 geleitet werden, hiebei werden die Gase abgekühlt und der Gasdruck ausgeglichen. Von den Nebenräumen 22,23 führen Ka- nähe 24, 25 ins Freie und vermindern damit zusätzlich die unerwünschten Auswirkungen derSchalt- gase.
Die beiden Schrauben 26, 27, die für den elektrischen Anschluss des Selbstschalter vorgesehen sind, ragen in die Nebenräume 22, 23 hinein, die für den gedachten Zweck in vorteilhafter Weise an dieser Stelle und in besonders geeigneten Ausmassen angeordnet sind. Grundlegend hiefür ist die Erzielung einer optimalen Wirkung bei maximalem Kurzschlussschaltvermögen unter Berücksichtigung der Lichtbogenspannung und eines zulässigen Lichtbogens.
Die aus Fig. 3 ersichtlichen Bohrungen 28, 29 dienen der Aufnahme von Schrauben oder Nieten für den Zusammenbau mit der zweiten, in den Zeichnungen nicht dargestellten Schalenhälfte des Schaltergehäuses und den Zusammenhalt des Schalters.
Überschläge zu den in die Nebenräume ragenden Anschlussschrauben werden vermieden, wenn die Schrauben'das gleiche Potential wie die jeweils an den Kanälen liegenden Kontakte aufweisen. Die Kanäle werden daher zweckmässig an diesen Stellen angeordnet. Es ist weiterhin empfehlenswert, den Verlauf der Kanäle so zu wählen, dass der in die Nebenräume eintretende Gasstrahl an die Wände gelenkt wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Selbstschalter, dessen T-förmiges Gehäuse aus zwei in Längsteilung zusammengesetzten Schalen- hälftenbesteht, dadurch gekennzeichnet, dassindemSchalengehäuse (l, 8 bzw. 15) eineselbständige Schaltkammer (17) angeordnet ist, die in den unteren Teil der beiden Schalengehäuse (l, 8 bzw. 15) ragt und dass neben der Schaltkammer (17) Nebenräume (22, 23) angeordnet sind, die über Kanäle (10 bzw. 20,21) und Austrittsöffnungen (18, 19) einerseits mit dem Schaltraum der Schaltkammer (17) und anderseits über Kanäle (7 bzw. 24,25) mit der Aussenluft verbunden sind.