<Desc/Clms Page number 1>
Treppe
Die Erfindung betrifft eine Treppe, bestehend aus einem Treppenlauf mit schräger Oberkante oder treppenförmigem Profil sowie mit dem Treppenlauf verbundenen und zu gegebenenfalls vorhandenen Sei- tenwänden im Abstand angeordneten und/oder in diese lose eingesetzten Stufen.
Trittschall wird bekanntlich in wirkungsvoller Weise von den tragenden Wänden eines Gebäudes und damit von der ganzen tragenden Gebäudekonstruktion ferngehalten, indem der Estrich z. B. aus Beton,
Asphalt oder anderem Material nicht direkt auf die Rohdecke aufgebracht wird, sondern unter Zwischen- lage einer weichfedernden Dämmschicht aus mineralischen oder organischen Fasern. Eine solche Konstruktion wird als schwimmender Estrich bezeichnet.
Sehr störender Trittschall kann auch von Treppenstufen in ein Bauwerk eindringen, sei es, dass die Stufen an einer oder zwei Seiten direkt mit den Wänden verbunden sind, sei es, dass der Trittschall in-. direkt über den Treppenlauf in die tragende Gebäudekonstruktion gelangt. Ein Läufer auf den Treppenstufen bringt eine gewisse Abhilfe. Er genügt aber, insbesondere wenn er nicht mit dickem Filz unterlegt ist, in vielen Fällen nicht, um die Trittschallstörung zu beseitigen. In andern Fällen ist das Auslegen eines Teppichläufers nicht möglich oder nicht erwünscht. Ein schwimmender Estrich für Treppenstufen ist bisher nicht bekanntgeworden. Ausserdem lässt sich die nur wenige Zentimeter dicke, auf einer Faserschicht aufliegende Estrichplatte für Treppenstufen nicht verwenden, da sie sich beispielsweise zu leicht abheben liesse.
Die erfindungsgemässe Treppe vermeidet diesen Nachteil und ist dadurch gekennzeichnet, dass zur Trittschallisolierung zwischen Treppenlauf und Stufen eine weichfedernde, im wesentlichen durchgehende Dämmschicht angeordnet ist.
Auf diese Weise wird eine sehr wirksame Trittschallisolierung erreicht ; es muss nur dafür gesorgt werden, dass zwischen den Stufen und der Wand keine schalleitende Verbindung vorhanden ist. Keinesfalls dürfen die Treppenstufen einseitig in die Wand gelegt werden ; gegebenenfalls muss vor der Wand ein zweiter Treppenlauf vorgesehen werden. Zwei getrennte Treppenläufe können vorteilhaft mit einer Platte überdeckt werden, auf die dann die Dämmschicht und die Stufen gelegt werden. Wenn die Oberseite des Treppenlaufes gerade ist, genügt die Reibung der meist dreieckförmigen Stufen auf der Dämmschicht nicht, um den Schub der Stufen schräg nach unten infolge ihres eigenen Gewichtes und der zusätzlichen Verkehrslast aufzunehmen, so dass die Stufen abrutschen würden.
Daher ist eine vorzugsweise Ausfüh- rungsform der erfindungsgemässen Treppe dadurch gekennzeichnet, dass zur Verbindung mit dem Treppenlauf zumindest im Bereich der untersten Stufe die Dämmschicht von dünnen, zugfesten Streifen, etwa aus Stahl, durchsetzt ist, die lediglich mit der Stufe und dem Treppenlauf fest verbunden sind und mit beiden spitze Winkel einschliessen. Die Streifen sind am unteren Ende in beliebiger Weise an einem oder mehreren Punkten, z. B. durch Steinschrauben, mit der Treppenstufe und am oberen Ende in gleicher oder ähnlicher Weise mit dem Treppenlauf verbunden. Dabei durchsetzen die dünnen Streifen auf
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
weich, dass die durch Tritte zu Körperschall angeregten Stufen über ihn den Treppenlauf, der grössenmä- ssig 50mal höher ist, nicht zu Schwingungen anregen können.
Damit kann auch indirekt kein Trittschall auf das übrige Bauwerk übertragen werden.
Wenn der Treppenlauf eine treppenförmig Oberseite hat und Stufen mit zur Hauptachse rechteckigem Profil auf ihm liegen, müssen die waagrechten und senkrechten Fugen durch eine weichfedernde Dämmschicht ausreichender Dicke ausgefüllt sein. Wenn die Stufen miteinander verzahnt sind und ein grösseres Gewicht haben, lassen sie sich nicht leicht vom Treppenlauf abheben. Das wird zusätzlich erschwert oder unmöglich gemacht, wenn eine oder mehrere Stufen in der vorstehend beschriebenen Weise, z. B. durch Flachstahl, mit dem Treppenlauf verbunden sind.
In manchen Fällen wid aus architektonischen Gründen gefordert, dass die senkrechten Flächen zwischen den Stufen frei sind. In diesem Fall muss jede einzelne Stufe mit der unterlegtenDämmschicht mittels flacher Stahlstreifen mit dem Treppenlauf verbunden werden, wobei man, um ein Abheben der Stufen zu vermeiden, auf beiden Seiten des Treppenlaufes je zweisich kreuzende Stahlstreifen anbringen kann, von denen der eine auf der vorderen Seite, der andere auf der hinteren Seite der Stufe befestigt ist.
Die Zeichnungen zeigen in schematischer Darstellung zwei Ausführungsbeispiele der trittschallisolierten Treppe nach der Erfindung.
EMI2.2
z. B. aus Fertigbeton. Diese Stufen sind von dem Treppenlauf 1 durch die weichfedernde Dämmschicht 3, z. B. aus Fasermaterial, getrennt, schliessen aber dicht aneinander an. Unter Umständen kann die Verbindung der einzelnen Stufen miteinander durch eine Verzahnung noch verbessert werden.
An die unterste Stufe 2 schliesst der schwimmende Estrich 4 auf der Dämmschicht 5 an, die ihn von der tragenden Decke 6 trennt. Ein dünner Streifen 7, z. B. aus Stahl, nimmt den Schub schräg von oben auf. Der Streifen 7 ist durch je zwei Bolzen 8 am oberen und unteren Ende mit der untersten Stufe einerseits und dem Treppenlauf anderseits fest verbunden. Die Dämmschicht 3 ist an dieser Stelle etwas ausgespart.
In Fig. 2 ist die Oberseite des Treppenlaufs 9 treppenförmig ausgebildet, entsprechend verläuft die Unterseite der verzahnten Stufen 10 waagrecht. In diesem Fall besteht die Dämmschicht 11 aus jeweils waagrechten und senkrechten Teilstücken. Anordnung und Befestigung des Flachstahls 12 entsprechen denen des Streifens 7 in Fig. 1.
PATENTANSPRÜCHE:
1. Treppe, bestehend aus einem Treppenlauf mit schräger Oberkante oder treppenförmigem Profil sowie mit dem Treppenlauf verbundenen und zu gegebenenfalls vorhandenen Seitenwänden im Abstand angeordneten und/oder in diese lose eingesetzten Stufen, dadurch gekennzeichnet, dass zur Trittschallisolierung zwischen Treppenlauf (1, 9) und Stufen (2,10) eine weichfedernde im wesentlichen durchgehende Dämmschicht (3,11) angeordnet ist.