AT244915B - Wasser-in-Öl-Emulgator - Google Patents

Wasser-in-Öl-Emulgator

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AT244915B
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Chem Fab Dueren G M B H
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Wasser-in-Öl-Emulgator   
In der Praxis sind bereits zahlreiche Verbindungen bekannt, die gute Emulgatoren darstellen. Die meisten Emulgatoren gehören dem Emulgator-Typ Öl-in-Wasser an. Die bekannten Emulgatoren vom Wasser-in-Öl-Typ beschränken sich demgegenüber auf einige wenige Verbindungsklassen, wobei insbesondere im pharmazeutischen und kosmetischen Bereich Wollwachsalkohole bzw. deren Derivate sowie Sorbitan-oder Pentaerythrit-Fettsäureester zur Anwendung gelangen. 



   Es wurde nun überraschenderweise gefunden, dass die Monofettsäureester von ungesättigten Fettsäuren mit symmetrischen oder asymmetrischen disubstituierten Oxyalkylharnstoffen oder   Oxyalkylthioharn-   stoffen hervorragende Wasser-in-Öl-Emulgatoren darstellen. Diese neuen Emulgatoren besitzen ein sehr grosses Wasserbindevermögen und ermöglichen es, sehr stabile Wasser-in-Öl-Emulsionen herzustellen. 



  Mit den erfindungsgemäss verwendeten Produkten hergestellte Emulsionen bedürfen im allgemeinen keiner mechanischen Nachbehandlung, z. B. durch abschliessendes Homogenisieren auf einem Walzenstuhl, wie bei den bekannten Emulgatoren in der Praxis allgemein üblich. 



   Die erfindungsgemäss verwendeten Verbindungen haben die allgemeinen Formeln 
 EMI1.1 
 oder 
 EMI1.2 
 worin X und Y gleich oder verschieden sind und die Reste 
 EMI1.3 
 bedeuten, wobei n grösser als 1 und m gleich oder grösser als 1 und R einen Alkylrest einer höheren, mindestens 10 C-Atome enthaltenden, natürlichen oder synthetischen geradkettigen oder verzweigten, vorzugsweise ungesättigten, Carbonsäure bedeutet. 



   Die erfindungsgemäss verwendeten Verbindungen lassen sich nach bekannten Verfahren herstellen, beispielsweise durch thermische oder katalytische Veresterung der entsprechendenHarnstoffderivate, durch Umesterung aus Fettsäureestern oder durch Veresterung über die entsprechenden Säurechloride der Fettsäure (vgl. z. B. DAS   1122938 und USA-Patentschrift Nr. 2.'738, 333). Eine andere Möglichkeit speziell   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 für den Fall der Herstellung von asymmetrischen Harnstoffderivaten besteht in der Herstellung der Aminesterhydrochloride und anschliessender Überführung der Aminogruppe mit Cyanaten in die Harnstoffgrup-   piermg.   



   Die erfindungsgemässen Emulgatoren lassen sich für die verschiedensten Zwecke einsetzen, insbesondere in der Kosmetik, z. B. zur Cremeherstellung, weiter in der Pharmazie, zur Schädlingsbekämpfung, in der Textilindustrie usw. 



   Zum Beweis der überraschenden Eigenschaften der erfindungsgemässen Emulgatoren wurde zunächst das Wasserbindevermögen einer Mischung aus 90 Teilen Vaselin mit 10 Teilen Emulgatoren verschiedener Art untersucht. Dabei zeigte sich deutlich das bessere Wasseraufnahmevermögen der erfindungsgemä- ssen Emulgatoren im Vergleich zu den bekannten Emulgatoren vom gleichen Typ. 



   Tabelle I 
In der nachstehenden Tabelle II sind verschiedene Cremegrundlagen aufgeführt, die aus verschiedenen Emulgatoren und Vaselinen bzw. Paraffinen aufgebaut sind. 



   Tabelle II 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> Emulgator <SEP> Wasseraufnahmevermögen <SEP> in <SEP> %
<tb> 1. <SEP> W <SEP> olliettalkohol <SEP> raffiniert <SEP> 490
<tb> (Wollwäscherei <SEP> Dohren, <SEP> Hannover) <SEP> 
<tb> 2. <SEP> Sorbitan-sesqui-oleat <SEP> 450
<tb> 3. <SEP> Pentaerythrit-sesqui-oleat <SEP> 400
<tb> 4. <SEP> N, <SEP> N'- <SEP> (2-OxySthyl)-hamstoff-monooleat <SEP> 550
<tb> 5. <SEP> N, <SEP> N'- <SEP> (3-0xypropyl)-harnstoff-monooleat <SEP> 540
<tb> 6. <SEP> N, <SEP> N'- <SEP> (2-0xypropyl)-harnstoff-monooleat <SEP> 580
<tb> 7. <SEP> N-Di- <SEP> (3-oxypropyl)-harnstoff-monooleat <SEP> 500 <SEP> 
<tb> 8.

   <SEP> N-Di- <SEP> (2-oxyäthyl)-harnstoff-monooleat <SEP> 540
<tb> 
 
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> Komponenten <SEP> Prozentuale <SEP> Zusammensetzung
<tb> 1 <SEP> 2 <SEP> 3 <SEP> 4 <SEP> 5 <SEP> 6 <SEP> 7 <SEP> 8 <SEP> 9 <SEP> 10 <SEP> 11 <SEP> 12 <SEP> 13 <SEP> 14 <SEP> 15 <SEP> 16
<tb> Wollfettalkohol, <SEP> raffiniert <SEP> 6 <SEP> 5
<tb> Sorbitan-sesqui-oleat <SEP> 10 <SEP> 10
<tb> Pentaerythrit-sesqui-oleat <SEP> 6 <SEP> 5
<tb> N, <SEP> N'- <SEP> (2-Oxyäthyl) <SEP> - <SEP> 
<tb> - <SEP> harnstoff-mono <SEP> oleat <SEP> 6.

   <SEP> 5 <SEP> 
<tb> N, <SEP> N'- <SEP> (3-0xypropyl)- <SEP> 
<tb> - <SEP> harnstoff-monooleat <SEP> 6 <SEP> 5
<tb> N, <SEP> N'- <SEP> (2-0xypropyl)- <SEP> 
<tb> - <SEP> harnstoff-monooleat <SEP> 6 <SEP> 5
<tb> N-Di- <SEP> (3-oxypropyl) <SEP> - <SEP> 
<tb> - <SEP> harnstoff-monooleat <SEP> 6 <SEP> 5
<tb> N-Di- <SEP> (2-oxyäthyl)-
<tb> - <SEP> harnstoff-monooleat <SEP> 6 <SEP> 5
<tb> Vaseline <SEP> alb. <SEP> DAB <SEP> 6 <SEP> 10 <SEP> 95 <SEP> 9 <SEP> 90 <SEP> 10 <SEP> 95 <SEP> 10 <SEP> 95 <SEP> 10 <SEP> 95 <SEP> 10 <SEP> 95 <SEP> 10 <SEP> 95 <SEP> 10 <SEP> 95
<tb> Paraff. <SEP> solid. <SEP> DAB <SEP> 6 <SEP> 24 <SEP> 23 <SEP> 24 <SEP> 24 <SEP> 24 <SEP> 24 <SEP> 24 <SEP> 24
<tb> Paraff.

   <SEP> subliquid <SEP> DAB <SEP> 6 <SEP> 60 <SEP> 58 <SEP> 60 <SEP> 60 <SEP> 60 <SEP> 60 <SEP> 60 <SEP> 60
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
Aus den vorstehenden Cremegrundlagen wurden nach folgender Rezeptur Wasser- und Fettphase, bei   500C   beginnend, von Hand mit einem Holzspatel emulgiert : 
 EMI3.1 
 
<tb> 
<tb> 27 <SEP> g <SEP> Cremegrundlage
<tb> 3 <SEP> g <SEP> Ölsäureoleylester <SEP> (Cetiol <SEP> V,
<tb> Hersteller <SEP> Deutsche <SEP> Hydrierwerke <SEP> GmbH., <SEP> Düsseldorf)
<tb> 70 <SEP> g <SEP> Wasser
<tb> 100 <SEP> g <SEP> 
<tb> 
 
Die so hergestellten Cremes wurden, wie aus der nachfolgenden Tabelle III hervorgeht, beurteilt, u. zw. : auf die Emulgierbarkeit, bewertet mit den Noten :

     1 - 6 ;   auf das Aussehen nach 12 h Lagerzeit bei   100C   und nach   12 - 60   h bei   420C.   



   Tabelle III 
 EMI3.2 
 
<tb> 
<tb> Cremegrundlage <SEP> Emulgier-Beschaffenheit <SEP> 
<tb> zu <SEP> Nr. <SEP> barkeit <SEP> bei <SEP> 100C <SEP> 420C <SEP> 420C <SEP> 
<tb> (s. <SEP> Tabelle <SEP> II) <SEP> 12 <SEP> h <SEP> 12 <SEP> h <SEP> 60h
<tb> 1. <SEP> 6 <SEP> b <SEP> Trennung
<tb> 2.6 <SEP> Trennung
<tb> 3. <SEP> 2+ <SEP> g <SEP> gut <SEP> etwas <SEP> geölt
<tb> 4.2 <SEP> g <SEP> Trennung
<tb> ci. <SEP> 2 <SEP> g-b <SEP> gut <SEP> Trennung
<tb> 6.2 <SEP> g <SEP> Trennung
<tb> 7. <SEP> 1 <SEP> g+ <SEP> gut <SEP> gut
<tb> 8. <SEP> 1+ <SEP> g++ <SEP> gut <SEP> gut
<tb> 9.1++ <SEP> g <SEP> gut <SEP> gut
<tb> 10. <SEP> 1+++ <SEP> g++ <SEP> gut <SEP> gut
<tb> 11.1++ <SEP> g-b <SEP> gut-etwas <SEP> geölt
<tb> 12. <SEP> 1+++ <SEP> g+ <SEP> gut <SEP> sehr <SEP> gut
<tb> 13. <SEP> 1+ <SEP> g-b <SEP> gut <SEP> gut <SEP> (sehr <SEP> dünn)
<tb> 14.

   <SEP> 1+ <SEP> g <SEP> gut <SEP> gut
<tb> 15. <SEP> 1 <SEP> g <SEP> gut <SEP> etwas <SEP> geölt
<tb> 16. <SEP> 1 <SEP> g <SEP> gut <SEP> etwas <SEP> geölt
<tb> 
 
Zur Erläuterung der Tabelle :
Bewertung der Emulgierbarkeit :   1-6   g = geschmeidig b = bröckelig aussehend 
Es sei ergänzend darauf hingewiesen, dass bei Cremes eine Trennung der einzelnen Phasen vermieden werden muss. Vor einer Trennung erhält das Produkt eine etwas geölt aussehende Oberfläche, die den Beginn der Trennung anzeigt. Bevor dieses Erscheinungsbild auftritt, zeigt die Creme eine bröckelig aussehende oder gerissene Oberfläche. Ein einwandfreies gutes Produkt soll eine geschmeidige Oberfläche oder Beschaffenheit haben. 



   Aus der vorstehenden Tabelle III ist zu erkennen, dass die mit den   erfindungsgemässen Emulgatoren   hergestellten Emulsionen besonders gute Eigenschaften aufweisen (vgl. die Nr. 7, 8, 9, 10,11, 12, 13, 14,15 und 16) im Gegensatz zu den bekannten Verbindungen   l,   2, 3, 4,5 und 6, die alle einen Mangel aufweisen,   d. h.   entweder schlecht emulgierbar oder nicht ganz beständig sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Die Verwendung von Monofettsäureestern der allgemeinen Formeln EMI4.1 bzw. EMI4.2 worin X und Y gleich oder verschieden sind und die Reste EMI4.3 bedeuten, wobei n grösser als 1 und m gleich oder grösser als 1 ist und R einen Alkylrest einer höheren, mindestens 10 Kohlenstoffatome enthaltenden, natürlichen oder synthetischen geradkettigen oder verzweigen, vorzugsweise ungesättigten Carbonsäure bedeutet, als Wasser-in-Öl-Emulgatoren.
AT387263A 1963-05-13 1963-05-13 Wasser-in-Öl-Emulgator AT244915B (de)

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