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Vorrichtung zur Messung der Spannungen in einem Riemen- oder Seiltrieb.
Der Arbeitsverbrauch einer Maschine, die durch Riemen oder Seil angetrieben wird, ergibt sich ans der Umfangskraft der angetriebenen Scheibe, deren Durchmesser und deren Tourenzahl. Die beiden letzteren Grössen sind leicht messbar, die Umfangskraft kann nach einfachen mathematischen Formeln aus den Spannungen im treibenden und im ge- triebenen Trum berechnet werden.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist nun eine Vorrichtung zur Messung dieser Spannungen. Dieselbe besteht im wesentlichen aus elastischen Körpern, die in den Trieb eingeschaltet und infolge der Verschiedenheit der Spannungen im Trum, je nachdem ob dasselbe augenblicklich gerade das treibende oder das getriebene ist, abwechselnd verschieden deformiert worden, wobei an einer Skala mit Maximal- und Minimalangabe, die, zur Hervorbringung der erlittenen Formänderungen erforderlichen Kräfte, also die Spannung im jeweilig treibenden bo7. w. getriebenen Trum angezeigt werden.
Die sonstige elementare Zuaammensetzung der Vorrichtung kann eine verschiedenartige sein und wird bezüglich der Form und der Wahl der Elemente beeinflusst : a) Durch den besonderen Verwendungszweek - für Riementrieb, Seiltrieb usw. b) Durch die Art des gewählten elastischen Körpers, wie Metallfeder, Gummikörper, stark mit Gasen gesättigte Flüssigkeit usw. c) Durch die Form des gewählten elastischen Körpers, wie Plattenfeder, Spiralfeder, Drehschraubenfeder, Gummiplatten, Gummizüge usw. d) Durch die Beanspruchungsweise des gewählten elastischen Körpers auf Zug. Druck, Biegung, Verdrehung usw.
In der Zeichnung sind einige der möglichen Ausführungsarten schematisch dargestellt.
So zeigt Fig. 1 im Längsschnitt, Fig. 2 im Querschnitt, Fig. 3 in Seitenansicht, eine Ausführung #bei Verwendung einer auf Verdrehung beanspruchten runddrähtigen Dreh- schraubenieder".
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Zugschrauben k, auf dem rechten Seitenträger i., fest eine Skala l und beweglich zwei Schloppzeiger mt und 1112'an der Trommel e ein Zeiger n.
Die Verwendungs- und Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende :
Zweckmässig werden in den Riementrieb, dessen Spannungen bestimmt werden sollen, zwei solche Vorrichtungen eingeschaltet, und zwar am besten an den Verbindungsstellen der Riemenhälften. Der linksseitige Riementeil rl wird um die Trommel e gelegt und an dieser festgemacht, eventuell durch Häkchen 0, die in Ausnehmungen der Trommel ein-
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oder im getriebenen Trum bonndot, wird durch die Spannung im Trum die Trommel gegen d ? c Ruhezustand verschieden verdreht, damit die Federn f2 verschieden gespannt und
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Stellungen erforderlich waren ; also die Spannungen im treibenden und im getriebenen Trum.
Die Spannung im ruhenden Riemen wird durch den Zeiger n angegeben.
Es könnte auch die Einrichtung getroffen werden, dass auf der Skala gleich die Differenz zwischen den Spannungen im treibenden und im getriebenen Tr. um abgelesen werden kann.
Eine Ausführung mit Sachdrähtigen Spiralfedern zeigt Fig. 4 im Längsschnitt, Fig. 5 im Querschnitt. Die Federn p1, 2, 3, 4 # # # sind einerseits an der Achse a, andererseits an einem Stege q befestigt, der durch die Trommelseiten- und Mittelwände d1 . . . hindurchgeht und an diesen befestigt ist. Die sonstige Ausbildung der Vorrichtung könnte gleich der, der obig beschriebenen sein. Bei einer durch den um die Trommel gelegten Riemonteil hervorgerufenen Verdrehung der letzteren, werden die Federn p1, 2, 3, 4 # # # ebenfalls auf Torsion beansprucht.
Eine Ausführung mit" auf Druck beanspruchten, runddrähtigen Drehschraubenfedern" ist schematisch in Fig. 6 in der Draufsicht, in Fig. 7 im Längsschnitt, in Fig. 8 in
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s1 und 87 besitzen Muttergewinde.
Wird durch entsprechendes Anziehen der Muttern w1 und w7 der Riemen gerade nur so fest gespannt, dass er die anzutreibende Scheibe gerade nur schon sicher und ohne zu gleiten mitnimmt, so werden, je nachdem die betreffende Riemenstelle augenblicklich gerade im treibenden oder im getriebenen Trum liegt, die Federn u1-7 durch den Schlitten o und die Stirnwand tl verschieden zusammengederückt und die dazu erforderlichen Kräfte, also die Spannungen im treibenden und im getriebenen Trum, an der am Kästchen k1 vorgesehenen Skala z durch kleine Schleppzeiger angezeigt, die (eventuell auf einem längs
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ist in Fig. 9 in der Draufsicht dargestellt.
Eine andere Ausführung mit auf Druck beanspruchten Plattenfcdcrn zeigt Fig. 10 in der Draufsicht, Fig. 11 in Seitenansicht. An den Riemenenden , sitzen Leisten A1 bezw. A2.
Von Al gehen zwei durch die Federn B1 und B2 auseinandergehaltene, sich kreuzende
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die Leisten A1 und A2 miteinander direkt verbinden. Jede grössere oder kleinere Riemenspannung bewirkt eine grössere oder geringere Zusammendrückung der Feder Bi und B2.
Die entsprechenden Kräfte sind wieder an einer Skala E abzulesen.
Fig. 12 zeigt im Längsschnitt eine Ausführung mit auf Druck beanspruchten Gummiplatten F1-11, die in einem Zylinder G eingesetzt sind, in dem ein Kolben-M verschiebbar ist. Der linksseitige Rimen- oder Seilteil wird an die Stange oder das Seilstück. J an-
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Ft-l1 bezw. die dazu erforderliche Kraft ist wieder an einer Skala mit Maximal-und Minima ! angabe L durch vom Zeiger M verstellte Schleppzeiger ersichtlitt.
Ist es infolge eigenartiger Bauari der betreffenden Maschine nicht tunlich, die Vorrichtungen in den Maschinentreibriemen einzuschalten, so könnte nach Fig. 13 der Riemen von der anzutreibenden Scheibe N auf eine Zwischengelegescheibe 0 von bekannter Leerlaufarbeit geführt werden und erst in den Riemen von dieser zur treibenden Scheibe P die Vorrichtungen eingesetzt werden.
Damit eventuell gleichen Riemenspannungszunahmen auch gleiche Skalenlängen entsprechen, Können verwendete Drehschraubenfedern, wenn runddrähtig, mit sich von Windung
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federn, ausserdem mit sich ändernden Dimensionen in Breite und Dicke ausgeführt werden und auch sonst alle diesbezüglich möglichen Massnehmen getroffen werden.
Zweckmässig worden die Vorrichtungen in einen Riemen eingeschaltet, der, mit leicht lösbarer Schliess-und Spannvorrichtung versehen, die Verwendung auch bei mehreren Trieben und mit verschiedenen Scheibenabständen gestattet. So dass nach Abwerfen des gewöhnlich treibenden Riemens für die Beobaclltungszeit dieser Riemen aufgelegt wird.