<Desc/Clms Page number 1>
Kontaktschalter für Zündmaschinen zum Zünden von Sprengmitteln
Die zur Schaltung der Leistung benötigten Kontakte in Zündmaschinen sind im allgemeinen als Schleifkontakte ausgebildet, die eine selbstreinigende Wirkung haben sollen. Dies ist nur bedingtderFall, weil der. Übergang der Schleifkontakte vom stromlosen in den stromführenden Zustand öder umgekehrt verhältnismässig langsam erfolgt. Da bei den Zündmaschinen die Leistungsabgabe aber sehr kurz und eng begrenzt sein* muss, besitzen die Schleifkontakte den Nachteil, dass infolge von Abbrand, Übergangswiderständen u. dgl. die Zeit der Leistungsabgabe unkontrollierbar verlängert wird.
Eine für Bergbauzwecke bekannte Zündmaschine ist mit Schleifkontakten dergestalt ausgestattet, dass bei jedem der beiden Kontakte der gesamte Stromfluss zu schalten ist, was aber eine doppelte Fehlerquelle beim Schaltvorgang beinhaltet. Da sich auch bei dieser Vorrichtung ein starker Abbrand beim Schaltvorgang zeigt, besitzt auch diese Zündmaschine die vorstehend aufgezeigten Mängel.
Die üblichen Druckkontakte bestehen in der Regel aus Edelmetall und haben den Nachteil, dass sie nicht absolut sicher schliessen, wodurch-sie hohen Abbrand aufweisen und möglicherweise zusammenschweissen. Verbrannte Kontakte zeigen ebenfalls unkontroliierbare, vergrösserte Übergangswiderstände, die als unkontrollierbare Änderung des Schiessleitungswiderstandes nachteilig sind. Die Verwendung dieser Kontakte bei Zündmaschinen ist daher. unvorteilhaft und gefährlich, und ist z. B. in Deutschland verboten.
Bei den zum Öffnen und Schliessen der Kontakte von Verbrennungskraftmaschinen bekannten Vorrichtungen handelt es sich um Unterbrecherkontakte, die bei Unterbrechung des Stromkreises einen Zündfunken erzeugen. Die Länge der Stromunterbrechung kann in diesen Fällen aber nicht exakt definiert sein, weil Kontaktöffnung sowie Kontaktschluss verhältnismässig langsam erfolgen. Im Gegensatz hiezu ist es aber bei Zündmaschinen zum Zünden von Sprengmitteln erforderlich, dass zur Vermeidung von Unfällen die Kontaktgabe beim Schliessen und Öffnen des Kontaktes im Bereich von Millisekunden gelegen ist und keine eventuelle Nachzündung von Versagern eintritt.
Eine nicht zum Stand der Technik gehörende spezielle Kontakteinrichtung für durch ein Zugband betätigte Kondensatorzündmaschinen ist zur Auslösung des Kontaktes mit zwei Mitnehmerscheiben für Vorund Rücklauf auf der Antriebsachse ausgestattet, um die Antriebsbewegung derart zu verzögern, dass eine genügend lange Aufladezeit für den Generator vorhanden ist, die eine vollständige Aufladung des Kondensators gewährleistet.
Erfindungsgemäss werden nun Kontaktschalter für Zündmaschinen zum Zünden von Sprengmitteln, vorzugsweise zum Abtun einer Vielzahl von parallelgeschalteten Brückenzündern in Vorschlag gebracht, bei denen die obigen Nachteile dadurch behoben werden, dass zwei oder mehrere in an sich bekannter Weise mit schwer schmelzbarem aber gut leitfähigem Material bestückte Kontakte tragende Arme auf einer einzigen, eine zahnartige Ablenknocke besitzenden Scheibe in einem von der gewünschten Zünddauer abhängigen Abstand angeordnet sind, deren aufeinanderfolgendes Abfallen über die Ablenknocke eine zeitlich genau definierte plötzliche Kontaktgabe bewirkt.
Diese Kontakte ermöglichen ein einwandfreies Schalten auch bei Kurzschlussschaltungen mit hohen Stromstärken, wie etwa aus Kondensatoren von 2 x 270 = 540 juF. Sie sind daher insbesondere zur Verwendung in Kondensatorzündmaschinen vorteilhaft" die zum Abtun einer Vielzahl von parallelgeschalteten Brückenzündern bestimmt sind und die in einer
<Desc/Clms Page number 2>
Zeit von 4 Millisekunden ein-und ausgeschaltet werden müssen. Dabei hat sich gezeigt, dass man selbst nach mehrfachem Schalten von Kurzschlussströmen auch normale Betriebsströme von geringerer Stromstärke noch praktisch ohne Änderung der Betriebsverhältnisse, schalten kann.
Verbrennungen der Kontakte, wie sie insbesondere bei Schleifkontakten oder langsam betätigten Druckkontakten mit den bisher üblichen Kontaktmaterialien und insbesondere bei hohen Stromstärken auftreten, sind bei den erfindungsgemässen Kontakten nicht mehr zu befürchten, so dass die Übergangswiderstän- de praktisch stets gleichbleibend sind. Es erfolgt auch keine Verschiebung der Schaltzeiten, wie dies infolge der Verbrennungsrückstände u. dgl. bei Schleifkontakten der Fall ist, so dass die Schaltung stets gleichmässig und in der einjustieren Schaltzeit erfolgt. Die Bedingungen für die Stromabgabe bei Zündmaschinen können demgemäss zuverlässig eingehalten werden.
In der Zeichnung sind verschiedene Schaltmöglichkeiten bei der Verwendung der Momentkontakte in Zündmaschinen beispielsweise dargestellt. Es zeigen, in verschiedenen Stellungen, Fig. 1 einen Momentkontakt in Zündmaschinen für Ein-und Ausschaltung des Stromkreises und Fig. 2 eine Ausführungs- form für die Einschaltung und Zuschaltung eines inneren Kurzschlusses, der so lange bestehen bleibt, bis die Zündmaschine von der Zündleitung getrennt ist, gleichfalls in verschiedenen Stellungen.
In Fig. 1 sind mit 1 jeweils der Ausschaltkontakt und mit 2 der Einschaltkontakt bezeichnet.
Die Kontakte sind übereinander angeordnet und werden durch die Drehung der Scheibe 3 gesteuert, die mit einem zahnartigen Vorsprung 4 versehen ist. DurchDrehen der Scheibe werden die Kontaktarme auf einer Kurve angehoben (Fig. la), bis sie über den zahnartigen Vorsprung 4 gleiten und über
EMI2.1
kontakt ab, wodurch die Kontaktgabe zwischen den Kontakten 1 und 2 erfolgt (Fig. lob). Beim weiteren Drehen der Scheibe 3 fällt der Ausschaltkontakt ab und der Einschaltkontakt stützt sich auf den Umfang der Schaltscheibe ab, wodurch der Kontaktschluss gelöst und der Kontakt wieder geöffnet ist (Fig. 1c).
In Fig. 2 ist ein Doppelkontakt 11, 12, 13 gezeigt, der durch die Drehung der Scheibe 14 mit dem zahnartigen Vorsprung 15 gesteuert wird. In Fig. 2a sind beide Kontakte geöffnet ; in Fig. 2b ist nur der obere Kontakt 12,13 geschlossen, wobei der Kontakt 12 über den zahnartigen Vorsprung 15 abgefallen ist, während der untere Kontakt geöffnet bleibt, da sich der Kontakt 13 noch auf der Scheibe 14 abstützt ; in Fig. 2c sind beide Kontakte geschlossen, da nun auch Kontakt 13 über den zahnartigen Vorsprung 15 abgefallen ist und sich die Kontakte 12 und 13 auf dem feststehenden Kontakt 11 abstützen.
In Fig. 2d ist der obere Kontakt 12, 13 geöffnet, da der Kontakt 12 auf der Scheibe 14 aufgelaufen ist und sich von den Kontakten 11,13 abgehoben hat ; der untere Kontakt 13, 11 bleibt so lange geschlossen, bis nach der Trennung der Zündmaschine von der Zündleitung auch der Kontakt 13, 11 wie in Fig. 2a wieder geöffnet ist.
Die Momentkontakte sind gleichermassen für fortschreitende wie für pendelnde Kontakteinrichtungen anzuwenden. Für fortschreitende Kontakteinrichtungen ist es wichtig, dass der Ausgangspunkt der Betätigung immer gleichmässig von einer Stelle garantiert ist.