AT242725B - Verfahren zur Oberflächenhärtung von Werkstücken aus härtbaren Stählen - Google Patents

Verfahren zur Oberflächenhärtung von Werkstücken aus härtbaren Stählen

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AT242725B AT837557A AT837557A AT242725B AT 242725 B AT242725 B AT 242725B AT 837557 A AT837557 A AT 837557A AT 837557 A AT837557 A AT 837557A AT 242725 B AT242725 B AT 242725B
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    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21DMODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
    • C21D1/00General methods or devices for heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering
    • C21D1/06Surface hardening

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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Oberflächenhärtung von Werkstücken aus härtbaren Stählen 
Es ist bekannt, dass man den Verschleisswiderstand der Oberfläche von Werkstücken aus härtbaren, nicht austenitischen Stählen durch Wärmebehandlungen erhöhen kann, die auf die Oberfläche wirken, wie durch Flammhärten, Induktionshärten oder Tauchhärten. 



   An die mitHilfe dieser Verfahren erzielten Härteschichten werden eine Reihe von Anforderungen gestellt, die oft schwierig oder überhaupt nicht gleichzeitig erfüllbar sind, wie   z. B.   die Forderung nach hoher   Härte   bei gleichzeitiger hoher Zähigkeit bzw. geringer Sprödigkeit sowie die Forderung, dass vor allem im Übergangsgebiet zwischen der gehärteten Zone und dem relativ weichen Kern der Werkstücke weder durch die Härtungsbehandlung noch durch die nachfolgenden Beanspruchungen Risse auftreten dürfen, weil diese die Ursache für ein Absplittern der gehärteten Schicht sein können. 



   Die Erfindung befasst sich mit einem Verfahren zur Oberflächenhärtung von Werkstücken aus härtbaren   Stählen,   mit welchem die Nachteile dieser bekannten Verfahren weitgehend vermieden werden können. Das erfindungsgemässe Verfahren besteht im wesentlichen darin, dass die Werkstücke zuerst durch Energiezufuhr in beliebiger Form über den oberen Umwandlungspunkt, vorzugsweise über den Schmelzpunkt hinaus, erhitzt und anschliessend abgeschreckt werden, wobei die Erhitzung und Abschreckung derart rasch durchgeführt wird, dass der oberhalb des Umwandlungspunktes gebildete Austenit selbst bei Raumtemperatur in grossen Mengen (z. B. bis   9WO)   erhalten bleibt. 



   Das Bestehen dieser Möglichkeit ist überraschend, weil bei härtbaren, unlegierten oder niedrig legierten Stählen bei üblicher Erwärmung über den Umwandlungspunkt und anschliessender Abschreckung bekanntlich Martensit aus dem Austenit gebildet wird. 



   Durch Energiezufuhr, u. zw. sowohl auf mechanischem, thermischem oder elektrischem Wege, wandelt der durch das erfindungsgemässe Verfahren erhaltene metastabile Austenit um, wodurch ein Gefüge entsteht, das sich im Vergleich zum Martensit oder Hardenit durch eine noch höhere Härte, grössere Verschleissfestigkeit und bessere Korrosionsbeständigkeit bei wesentlich geringeren inneren Spannungen und damit wesentlich verbesserter Zähigkeit auszeichnet und wodurch ausserdem die Rissgefahr und die Gefahr des Absplitterns praktisch zur Gänze vermieden und eine feste Bindung mit der darunter liegenden Schicht gewährleistet wird. Auf eine Anlassbehandlung zum Abbau von Spannungen kann bei Benutzung des erfin-   dungsgemässen Verfahrens   verzichtet werden, weil solche Spannungen in störendem Ausmass überhaupt nicht auftreten. 



   Die notwendige Energie zur erfindungsgemässen intensiven Erhitzung kann beispielsweise bei Verwendung ausreichend hoher Relativgeschwindigkeiten durch Reibung zwischen dem Werkstück und einem metallischen oder nicht metallischen Werkzeug mit glatter Oberfläche aufgebracht werden. 



   Gegenstand der Erfindung ist somit ein Verfahren zur Oberflächenhärtung von Werkstücken aus härtbaren Stählen durch eine, insbesondere durch Reibungswärme hervorgerufene Erhitzung über den oberen Umwandlungspunkt und darauffolgende Abschreckung, und die Erfindung besteht darin, dass die auf eine extrem schnelle Erhitzung der zu härtenden Werkstückoberfläche unmittelbar folgende Abschreckung mit so hoher Geschwindigkeit durchgeführt wird, dass eine Oberflächenschicht mit einer bei Raumtemperatur metastabilen Austenitstruktur erhalten wird, die durch äussere Einwirkung, z. B. durch einen auf mechanischem Wege erzeugten Schock, in ein feinkörniges, martensitisches   Härtungsgefügeübergefilhrt   wird. 



   Gute Ergebnisse wurden bei Verwendung der Stirnfläche einer rotierenden Stahlscheibe aus härtbarem 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Stahl als Werkzeug erhalten, deren Umfangsgeschwindigkeit wenigstens 80 m/sec betrug. 



   Gleichzeitig wird hiedurch die Ausbildung besonders glatter Oberflächen mit Rauhtiefe von   z. B.   



  0,   2 jet   und weniger erzielt. 



   Die Arbeitsfläche solcher Werkzeuge soll glatt sein und kann zu diesem Zweck durch Schleifen, vorzugsweise aber durch Polieren oder Honen, bearbeitet werden, insbesondere aber kann sie vor der Durchführung erfindungsgemässer Oberflächenhärtungen ebenfalls in erfindungsgemässer Weise behandelt werden. Am einfachsten erfolgt dies dadurch, dass an die Stirnfläche der mit ausreichend hoher Geschwindigkeit rotierenden Scheibe ein gehärtetes Stahlstück angedrückt wird. Diese Behandlung kann   z. B.   auch durch eine Rolle, glatt oder profiliert, die beispielsweise gebremst ist oder entgegengesetzt rotiert, erfolgen. 



   Auch die Instandsetzung einer   a1s Werkzeug dienenden Stah1scheibe   kann durch Anpressen eines Stahlkörpers,   z. B.   eines Stabes oder einer Walze, erfolgen, wodurch das Werkzeug gehärtet sowie abgezogen, geschliffen u. dgl. wird. 



   Die zu behandelnden Werkstücke können vor der Behandlung in beliebigem Zustand vorliegen, also z. B. geglüht, gehärtet oder vergütet sein. 



   Die erforderliche   Wärmeabfuhr für   das Abschrecken erfolgt durch die. bei der örtlichen Erhitzung der Oberfläche kalt   bleibende Masse des Werkstückes   und des Werkzeuges sowie durch die bei der hohen Relativgeschwindigkeit zwischen Werkstück und Werkzeug entstehende Luftströmung. 



   Bei Verwendung der Reibungswärme zwischen dem Werkstück und einem Werkzeug aus Stahl zur Durchführung erfindungsgemässer Behandlungen können die Relativgeschwindigkeit und der Arbeitsdruck zwischen Werkzeug und Werkstück so eingestellt werden, dass die   Werkstückoberfläche   eine Bearbeitung durch Abtragen von Materialteilchen erfährt. 



   Hieraus ergibt sich die Möglichkeit, mit Hilfe dieses Verfahrens die verschiedensten Metallbearbeitungen durchzuführen, beispielsweise Bearbeitungen, die mit dem Schleifen, Druckpolieren, Honen und Läppen vergleichbar sind sowie formgebende Bearbeitungen ähnlich dem Fräsen, Räumen, Profilieren u. dgl., wie   z. B.   das Schneiden von Zähnen bei Sägen und Rädern, das Schneiden von Schraubengewinden oder die Herstellung von Nuten in Spiralbohrern. 



   Ferner kann durch einfache Veränderung des relativen Anpressdruckes die Dicke der austenitischen   Schicht verändert werden, u. zw.   derart, dass die Dicke dieser   Schicht mit steigendem Anpressdruck gro-   sser wird. Weitere Möglichkeiten zur Beeinflussung des Endergebnisses ergeben sich   z. B.   durch die ver- änderbare Eigengeschwindigkeit des Werkzeuges und/oder Werkstückes, durch die Möglichkeit der Ver- änderung der Vorschubgeschwindigkeit sowie durch den Kohlenstoffgehalt, die   Legierungszuschläge   und die Vorhärte der zu behandelnden Werkstücke. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren kann ferner auch dazu benutzt werden, um zwei Werkstücke, z. B. 



  Drähte oder Bänder, bis zum Verschweissen zu erhitzen. 



   Dieser Möglichkeit der Veränderung des Anpressdruckes ist jedoch dadurch eine Grenze gesetzt, als bei sonst gleichen Voraussetzungen bei zu hohen Anpressdrücken oder der zu hohen relativen Geschwindigkeiten od. dgl. mit Deformierungen des Werkstückes gerechnet werden muss. Solche Vorgänge können dazu führen, dass die angestrebte Bildung des metastabilen Austenits unterbleibt. 
 EMI2.1 
    iel l : Beispielsweise wurdenBlaubandstähle ausunlegiertemKohlenstoffstahlmit0, 84-0, 9010Cmigen Stahlscheibe   aus   härtbarem Stahl   behandelt, deren Umfangsgeschwindigkeit 120 m/sec betrug. Die Vorschubgeschwindigkeit der Scheibe betrug 10 mm/sec, der   Anpressdruck etwa 50g.   



   Durch diese Behandlung wurde eine   Oberflächenschicht   von 0,05 mm Dicke erzielt, die bei der 
 EMI2.2 
 gleichzeitig entstehenden starken Luftstrom sowie durch das kalt bleibende Werkzeug erübrigt-sich die Verwendung eines besonderen Kühlmittels. 



   Die lokale Energiezufuhr bei der Härteprüfung genügt bereits, um das Umwandeln des Austenits im beanspruchten Bereich herbeizuführen. Dass jedoch nach der Behandlung tatsächlich im wesentlichen Austenit in   der Oberflächenschicht vorliegt, wurde mit Hilfe   von   Röntgenfeinsttuktur-Untersuchungen   festgestellt. 



     Beispiel 2 : Zähne in schmalen,   flachen Bändern durch Räumung erzeugt, erhielten gleichzeitig eine Härteschicht von 0, 08 mm Stärke, die auf der Zahnbrust, der Zabnspitze und auf dem Zahnrücken gleichmässig entstand. Diese Schicht ist fest mit dem übrigen Material verbunden, splitteit nicht und löst sich nicht ab, korrodiert nicht, ist ausserordentlich verschleissfest und erreichte eine   Mikrohärte   von 

 <Desc/Clms Page number 3> 

   1150 bis 1250 kg/mm   bei einer Belastung von 25 g. Die   Mikrohärte'des   übrigen Materials betrug zirka   600 - 650 kg/mmZ   bei gleicher Belastung. Solche Sägen schneiden ohne weiteres gehärteten Stahl, wobei die Zahnspitzen auch nach längerem Gebrauch intakt bleiben. 
 EMI3.1 
 
<tb> 
<tb> 



  Sägebänder <SEP> : <SEP> 
<tb> Eigengeschwindigkeit <SEP> des <SEP> Werkzeuges <SEP> 120 <SEP> m/sec
<tb> Vorschubgeschwindigkeit <SEP> des <SEP> Werkzeuges,
<tb> dreimal <SEP> Richtungswechsel <SEP> 9, <SEP> 2 <SEP> cm/sec
<tb> Druck <SEP> zwischen <SEP> Werkzeug <SEP> und <SEP> Werkstück <SEP> zirka <SEP> 500 <SEP> g
<tb> Eigengeschwindigkeit <SEP> des <SEP> Werkstückes <SEP> zirka <SEP> l, <SEP> 7 <SEP> mm
<tb> Vorhärte <SEP> des <SEP> Bandes <SEP> 700 <SEP> kg/mm2 <SEP> Mikrohärte <SEP> bei <SEP> einer
<tb> Belastung <SEP> von <SEP> 25 <SEP> g, <SEP> Kohlenstoffgehalt <SEP> der <SEP> Bänder <SEP> zou
<tb> Mikrohärte <SEP> nach <SEP> erfindungsgemässer <SEP> Bearbeitung,
<tb> Belastung <SEP> 25 <SEP> g <SEP> 1100-1150 <SEP> kg/mm <SEP> 
<tb> Schichtstärke <SEP> 0, <SEP> 05 <SEP> - <SEP> 0,1 <SEP> mm
<tb> 
 
Beispiel 3:

   Mit Abstechstählen, die auf erfindungsgemässe Art geschliffen und gleichzeitig gehärtet waren, konnten 1 225 Ringe von Stahlrohren abgestochen werden, während mit gewöhnlich vergüteten Abstechstählen höchstens 950 Ringe abgestochen werden konnten. 
 EMI3.2 
 
<tb> 
<tb> 



  Schleifen <SEP> eines <SEP> Abstechmessers <SEP> : <SEP> 
<tb> Eigengeschwindigkeit <SEP> des <SEP> Werkzeuges <SEP> 120 <SEP> m/sec
<tb> Druck <SEP> zwischen <SEP> Werkzeug <SEP> und <SEP> Werkstück <SEP> zirka <SEP> 5-10 <SEP> g/mm2
<tb> Vorhärte <SEP> des <SEP> Werkstückes <SEP> 700 <SEP> kg/mm2 <SEP> Mikrohärte <SEP> bei
<tb> einer <SEP> Belastung <SEP> von <SEP> 25 <SEP> g/mm2
<tb> Kohlenstoffgehalt <SEP> des <SEP> Abstechmessers <SEP> 0, <SEP> 70/0. <SEP> Mikrohärte <SEP> nach <SEP> erfindungsgemässer <SEP> Bearbeitung,
<tb> Belastung <SEP> 25 <SEP> g <SEP> 1050 <SEP> kgfmm
<tb> Schichtstärke <SEP> 0, <SEP> 01 <SEP> - <SEP> 0, <SEP> 02 <SEP> mm
<tb> 
 
Beispiel 4 : Eine Welle wurde zwischen Körnern drehbar gelagert.

   Sie erhält durch die das Werkzeug bildende Scheibe je nach deren Durchmesser eine geringere oder grössere Eigengeschwindigkeit als jene der Scheibe, die 120 m/sec betrug. Die Stärke der sich bildenden harten   Oberflächenschichthängt   vom Arbeitsdruck zwischen Werkzeug und Werkstück ab. Die Oberflächenbeschaffenheit der erfindungsgemäss behandelten Welle war, unabhängig von der Dicke der Härteschicht, hervorragend, Messungen ergaben in keinem Falle Rauhtiefen von mehr als 0, 2   J1..   
 EMI3.3 
 
<tb> 
<tb> 



  Oberflächenbearbeitung <SEP> einer <SEP> runden <SEP> Achse <SEP> 5 <SEP> min <SEP> 0 <SEP> : <SEP> 
<tb> Eigengeschwindigkeit <SEP> des <SEP> Werkzeuges <SEP> 120 <SEP> m/sec
<tb> Druck <SEP> zwischen <SEP> Werkzeug <SEP> und <SEP> Werkstück <SEP> leichte <SEP> Berührung
<tb> Eigengeschwindigkeit <SEP> des <SEP> Werkstückes, <SEP> das <SEP> durch
<tb> Werkzeug <SEP> mitgenommen <SEP> wurde <SEP> 100 <SEP> 000 <SEP> Umdr/min
<tb> Vorhärte <SEP> des <SEP> Werkstückes <SEP> 800 <SEP> kg/mm, <SEP> Mikrohärte
<tb> bei <SEP> einer <SEP> Belas <SEP> ung <SEP> von <SEP> 25 <SEP> g/mm2
<tb> Kohlenstoffgehalt <SEP> 0, <SEP> 9 <SEP> - <SEP> 1,1%, <SEP> Mikrohärte <SEP> nach
<tb> erfindungsgemässer <SEP> Bearbeitung, <SEP> Belastung <SEP> 25 <SEP> g <SEP> 1100 <SEP> kg/mm2
<tb> Schichtstärke <SEP> 0,01 <SEP> mm
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 
Beispiel 5 :

   Eine Stahlscheibe mit einer Arbeitskante, die dem gewünschten Profil eines Gewindes entspricht, schneidet bei einem Bolzen, der rotierend vorgeschoben wird, ein Gewinde heraus, dessen Flanken gleichzeitig geformt und gehärtet werden. 



   Wird in diesem Fall der Arbeitsdruck zwischen Werkzeug und Werkstück wesentlich erhöht, so entsteht eine plastische Verformung ohne gleichzeitige wesentliche Steigerung der   Oberflächenhärte.   



   Beispiel 6 : Werden zwei oder mehrere Drähte oder Bleche durch eine   z. B.   mit 120 m/sec rotierende Scheibe beispielsweise in ihrer Längsrichtung bestrichen, so entsteht bei entsprechendem Arbeitsdruck ein sehr gleichmässiges und dauerhaftes Verschweissen. 



   Durch das erfindungsgemässe Verfahren wird eine erhebliche Verbesserung vor allem jener bisher üblichen Verfahren erzielt, welche eine Oberflächenhärtung von härtbaren Stählen zum Ziele haben. Diese Verbesserung besteht sowohl hinsichtlich der erreichbaren Härte als auch hinsichtlich der gleichzeitig erreichbaren Zähigkeit der gehärteten Schicht. Im Falle der Verwendung der Reibungswärme zwischen Werkstück und Werkzeug zur Durchführung erfindungsgemässer Oberflächenhärtungen eröffnet sich die zusätzliche Möglichkeit,   die Oberflächenhärtung   in einem Arbeitsgang mit spanabhebenden Bearbeitungsvorgängen durchzuführen. 



    PATENT ANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Oberflächenhärtung von Werkstücken aus härtbaren Stählen durch eine, insbesondere durch Reibungswärme hervorgerufene Erhitzung über den oberen Umwandlungspunkt und darauffolgende Abschreckung, dadurch gekennzeichnet, dass die auf eine extrem schnelle Erhitzung der zu   härtenden Werkstückoberfläche unmittelbar folgende Abschreckung mit so hoher Geschwindigkeit   durch-   geführt   wird, dass eine Oberflächenschicht mit einer bei Raumtemperatur metastabilen austenitischen Struktur erhalten wird, die durch eine äussere Einwirkung,   z. B.   durch einen auf mechanischem Wege erzeugten Schock, in ein feinkörniges martensitisches Härtungsgefüge   übergeführt   wird. 
 EMI4.1 


Claims (1)

  1. rung der Oberflächenschicht erforderliche rasche Erhitzung mit einem metallischen oder nicht metall- schen Werkzeug mit glatter Oberfläche bei hoher Relativgeschwindigkeit zwischen Werkstück und Werkzeug hervorgerufen wird.
    4. Verfahren nach Anspruch 2. dadurch gekennzeichnet, dass als Werkzeug für die Erzeugung der erforderlichen Reibungswärme eine mit einer Umlaufgeschwindigkeit von mindestens 80 m/sec rotierende Stahlscheibe verwendet wird.
    5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass für die Erzeugung der erforderlichen Reibungswärme ein Werkzeug aus härtbarem Stahl verwendet wird, das nach dem Verfahren gemäss den Ansprüchen 1 bis 3 behandelt wurde.
    6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die als Werkzeug dienende Stahlscheibe durch Anpressen eines Stahlkörpers, z. B. eines Stabes oder einer Walze, instandgesetzt wird, d. h. gehärtet sowie abgezogen, geschliffen u. dgl. wird.
    7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die für das Abschrecken erforderliche Wärmeabfuhr durch die bei der örtlichen Erhitzung der Oberfläche kaltbleibende Masse des Werkstückes und des Werkzeuges sowie durch die bei der hohen Relativgeschwindigkeit zwi- schen Werkstück und Werkzeug entstehende Luftströmung erfolgt.
    8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Relativgeschwindigkeit und der Arbeitsdruck zwischen Werkzeug und Werkstück so eingestellt werden, dass die Werkstückoberfläche eine Bearbeitung durch Abtragen von Materialteilchen erfährt.
    9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Werkstücke, z. B. Drähte oder Bänder, bis zum Verschweissen erhitzt werden.
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