<Desc/Clms Page number 1>
Siebmantel, insbesondere für Anschwemmfilterkerzen in der
Zuckerindustrie
Die Erfindung betrifft einen Siebmantel, insbesondere für Anschwemmfilterkerzen in der Zuckerin- dustrie, bei welchem die längsseitigen Ränder des aus einem ebenen Siebwerkstoff gefertigten rohrför- migen Körpers nach aussen weisende und der Verbindung dienende Abwinkelungen aufweisen.
Es ist bekannt, rohrförmige Siebmäntel aus ebenem Werkstoff zu fertigen und hiebei den zum Rohr gebogenen Siebwerkstoff an den Längsrändern zu verschweissen. Da die Siebmäntel aber bekanntlich sehr dünn sind, werden sie durch die beim Schweissen auftretende grosse Erhitzung an den Schweissrändern in ihren Werkstoffeigenschaften, wie z. B. Festigkeit, Elastizität usw., nachteilig beeinflusst, so dass sie späteren mechanischen Belastungen nicht mehr voll gewachsen sind.
Ein weiterer Nachteil bei der Herstellung derartig ausgebildeter Siebmäntel für Filterkerzen besteht darin, dass zum Verschweissen der Längsränder eine Vorrichtung benötigt wird, welche den Siebwerkstoff bzw. die Längsränder in der zum Schweissen erforderlichen Lage hält. Bei solchen Vorrichtungen treten erfahrungsgemäss bereits nach kurzer Benutzungsdauer erhebliche VerscMeisserscheinungen auf.
Aus diesen Gründen sind die Herstellungskosten der bekannten Siebe für Filterkerzen hoch, und es ergeben sich auch durch ihre begrenzte Lebensdauer Nachteile.
Auch wenn die Siebe bei der Verwendung für Filterkerzen mit Siebträgern verwendet und die Sieb- mäntel auf diese Siebträger aufgebracht werden, so dass der Siebträger weitgehend die mechanischen Be- lastungen übernimmt, treten die vorgenannten Nachteile, insbesondere hinsichtlich der Fertigungs- und
Vorrichtungskosten, auf.
Es ist auch bekannt, den Siebmantel mit abgewinkelten Längsrändern zu versehen und diese Ränder unter Verwendung von Durchgangsschrauben und Klemmbacken unter Zwischenanordnung eines Distanz- stückes in ihrer Lage zu halten. Diese bekannte Verbindung der Längsränder des Siebmantels hat den Nach- teil, dass sie nicht korrosionsbeständig ist, da im Bereich der Schraubenbohrungen durch den Zuckersaft erhebliche Beschädigungen auftreten, welche dann sehr schnell seitlich vorwachsen und zur Unbrauchbar- keit des Siebes bzw. zur Funktionsbeeinträchtigung der Verbindung führen. Der bekannte Siebmantelist 'daher auch nicht geeignet, auf dem gesamten Umfang beaufschlagt zu werden.
Der Erfindung liegt nun 'die Aufgabe zugrunde, einen Siebmantel der einleitend beschriebenen Art so auszubilden, dass er kor- rosionsbeständig ist und dadurch auf dem gesamten Umfang beaufschlagt werden kann und trotzdem ein- fach und unter Vermeidung einer dem starken Verschleiss unterworfenen Vorrichtung herstellbar ist. Ausser- dem soll der Siebmantel sich gegenüber den bekannten Ausführungsformen durch erhöhte mechanische
Festigkeit auszeichnen.
Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäss dadurch, dass die Abwinkelungen der Längsränder klem- mend von einem im Querschnitt U-förmigen, vorzugsweise aus elastisch federndem Werkstoff hergestell- ten Verbindungsglied umgeben und in ihrer Lage gehalten sind.
Durch das ausschliesslich klemmende Umgreifen der Längsränder des Siebmantels mittels des Verbin- dungsgliedes werden keine Angriffsstellen für den korrosiven Zuckersaft geschaffen, so dass die Verbin- dungsstelle in ihrer Lebensdauer mindestens gleich der Lebensdauer des Siebes ist und somit keinen Anlass zu Störungen oder irgendwelchen Wartungen gibt. Ausserdem kommt durch die erfindungsgemässe Ausge- staltung die zu den Nachteilen beim Bekannten führende Schweissnaht in Fortfall.
<Desc/Clms Page number 2>
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt.
Fig. l stellt eine Seitenansicht auf einen Teil eines erfindungsgemäss ausgebildeten Siebmantels dar.
Fig. 2 zeigt einen Schnitt durch den Siebmantel nach Fig. l. Fig. 3 gibt das Verbindungsglied und die von ihm klemmend erfassten Längsränder des Siebmantels nach Fig. l in vergrösserter Darstellung wieder.
Gemäss den Fig. 1-3 ist der Siebmantel 2 an den Längsrändern mit nach aussen weisenden Abwinkelungen 8 versehen, welche von einem Verbindungsglied 9 klemmend umgeben sind, das einen U-formigenQuerschnitt (s. insbesondere Fig. 3) aufweist. Dabei ist es vorteilhaft, das Verbindungsglied 9 aus einem elastisch federnden Werkstoff zu fertigen und so zu bemessen, dass beim Aufsetzen auf die Abwinkelungen 8 eine hinreichend grosse Einspannkraft auf diese ausgeübt wird.