AT242074B - Vorrichtung zum biologischen Reinigen von Abwässern - Google Patents
Vorrichtung zum biologischen Reinigen von AbwässernInfo
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Description
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Vorrichtung zum biologischen Reinigen von Abwässern
Die Erfindung bezieht sich auf eine als Tauchtropfkörperanlage bezeichnete Vorrichtung zum Reinigen von Abwässern nach Patent Nr. 216978 mit wenigstens einem Tauchtropfkörper, der aus mehreren kreisförmigen, zu einem Plattenpaket zusammengefassten Platten besteht, die etwa zur Hälfte ihres Durchmessers in ein Tauchbecken eintauchen und die auf einer antreibbaren mit wenigstens zwei Lagern aufruhenden Welle koaxial angeordnet sind.
Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass sich Abstandsscheiben zwischen den auf der Welle unverdrehbar befestigten Platten befinden, die durch wenigstens zwei Bolzen zusammengehalten sind. Dabei werden in Reihe hintereinander liegende Abstandsscheiben, von denen zwei aufeinanderfolgende lediglich durch eine Platte voneinander getrennt sind, von den Bolzen durchdrungen. In weiterer Ausgestaltung der Erfindung können jeweils eine Platte, die vornehmlich aus Kunststoff wie insbesondere treibmittelhaltigem Polystyrol besteht, und auf einer Seite derselben angeordnete den Abstandsscheiben entsprechenden Abstandsnocken aus einem Stück hergestellt sein, so dass die von einer Seite her auf die Welle aufgeschobenen Platten mit Abstand nebeneinander liegen.
Die Erfindung wird an Hand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert.
Es zeigen : Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine schematisch dargestellte Tauchtropfkörperanlage.
Fig. 2 den Grundriss der in Fig. 1 dargestellten Anlage. Fig. 3 eine Seitenansicht auf einen auf eine Welle aufgezogenen Tauchtropfkörper mit Verstrebungen, von denen zwei nicht dargestellt sind. Fig. 4 einen Schnitt durch einen Teil des Tauchtropfkörpers nach der Linie IV-IV in der Fig. 3. Fig. 5 die Einzelheit "a" der Fig. 4 in grösserem Massstab. Fig. 6 eine einzelne Platte dargestellt im Schnitt IV-IV der Fig. 3. Fig. 7 die Ansicht einer auf die Welle passenden Blechscheibe, die eingrschäumt als Schützscheibe dient.
Ein Tauchtropfkörper 1 besteht aus mehreren einzelnen, kreisförmigen, aus treibmittelhaltigen Polystyrol aufgeschäumten Platten 2, die zu einem Plattenpaket auf einer Welle 3 zusammenge- fasst sind. Die Welle 3 besteht aus einem Rohr 4, in das an seinen beiden Enden Wellenstümpfe 5 mit kreisringförmigen Zentrierteilen 6 eingeschweisst sind. Die mit dem Plattenpaket versehene Welle ruht mit ihren Wellenstümpfen 5 in zwei Lagern 7, die auf den gegenüberliegenden Rändern 8 und 9 eines mit Abwasser 10 erfüllten Tauchbeckens 11 aufliegen, so dass die im Durchmesser etwa 3 m grossen Platten bis beinahe zu Hälfte in das zu reinigende Abwasser eintauchen.
Die Welle 3 und damit auch die auf dieser vermittels eines Keiles 12 unverdrehbar aufgezogenen Platten 2 können durch einen Elektromotor 13 mit Getriebe 14 in Umdrehung versetzt werden, so dass sich der in das Abwasser eintauchende Teil der Platten in Strömungsrichtung mit dem Wasser bewegt.
Jede der zu einem Plattenpaket zusammengesetzten etwa 12 mm dicken Platten 2, von denen eine in Fig. 6 im Querschnitt dargestellt ist, ist zwischen Formwänden aufgeschäumt worden. Diese Formwände haben im Abstand von etwa 20 mm etwa 2 mm breite Bohrungen, so dass auf der fertigen * 1. Zusatzpatent Nr. 235764.
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Platte in demselben Abstand kleine, in den Zeichnungen nicht dargestellte, die Oberflächenrauhigkeit der Platten erhöhende Noppen entstehen, welche die Haftung des aus dem Abwasser an den Platten anwachsenden biologischen Rasens verbessern.
Jede Platte trägt auf einer Seite etwa 20 mm dicke Abstandsnocken 15, die beim Aufziehen der Platten auf die Welle den notwendigen Abstand von 18 bis 20 mm von Platte zu Platte sicherstellen. Dieser Abstand ist erforderlich, da neben dem Bewuchs auf jeder Platte, der im allgemeinen nicht stärker wird als 5 mm, zwischen den bewachsenen Platten noch ein genügend grosser Abstand für den Luftzutritt bleiben muss.
Die Nocken 15 sind strahlenförmig und ferner so angeordnet, dass jeweils acht im gleichen Abstand voneinander angeordnete auch gleichen Abstand vom Mittelpunkt der kreisförmigen Platte haben. Auf den Aussenflächen der beiden Endplatten sind radiale, jeweils auf radial zueinander angeordneten Nocken verlaufende Verstrebungen 16 U-förmigen Querschnittes angebracht, die mit ihren inneren Enden vermittels Schrauben 17 mit einer auf dem Rohr 4 sitzenden Scheibe 18 verbunden sind.
Die am weitesten entfernt vom Mittelpunkt der Platten liegenden Nocken sind mit Bohrungen 19 versehen, die von in der Länge dem Abstand der beiden Aussenflächen des Plattenpakets entsprechenden, als Abstandshuchse dienenden Rohren 20 durchdrungen sind. Diese Abstandsbuchsen legen sich mit ihren Endflächen an die Stege der Verstrebungen 16 an. Durch Jt : de, Rohr 20 ist ein Haltebolzen 21 gesteckt, dessen freie, mit Gewinde versehenen Enden aus dem Plattenpaket herausragen. Auf die Gewinde sind Muttern 22 aufgedreht, die die Stege der Verstrebungen 16 unter leichtem Zusammenpressen der Platten 2 fest gegen die Endflächen der Abstandsbuchsen 20 drücken.
Um den Platten sicheren Halt auf der Welle und sichere Mitnahme von der Welle zu bieten, sind in Achsennähe auf die Welle passende Mitnehmerscheiben 23 in die Platten 2 eingeformt. Diese Mitnehmerscheiben 23 weisen, wie insbesondere Fig. 7 zeigt, eine grössere Anzahl von Durchbrechungen 24 auf, die vom Kunststoff, aus dem die Platte hergestellt ist, durchdrungen sind. Um die Scheibe herum ist ausserdem zur Verstärkung an dieser Stelle eine nockenartige Verdickung 25 angegossen, deren Stärke gleich ist der Stärke der Abstandsnocken 15. Weiterhin kann zur Verfestigung der Platten an besonders beanspruchten Stellen vor dem Aufschäumen unvorgeschäumter Kunststoff, vornehmlich am Rand, an den Nocken und/oder an der Nabe eingestreut werden.
Auf einem zwischen zwei Lagern liegenden Wellenabschnitt können 30 - 250 Platten aufgeschoben sein.
Die Platten können auch wellenförmig wie beispielsweise Wellblech oder wellenförmig in Gestalt von konzentrischen Ringen ausgebildet sein.
Zum Antrieb eines Plattenpakets kann auch Wasser benutzt werden, jedoch muss dann Zusatzwasser zur Verfügung stehen, da die Strömung des durch das Tauchbecken fliessenden Wassers allein nicht zum Antrieb der Platten ausreicht. Bei Verwendung von Wasserkraft wird der Antrieb eines Plattenpakets dadurch erleichtert, dass die aufgeschäumten Platten unter Umständen leichter sind als Wasser.
PATENT ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum biologischen Reinigen von Abwässern nach Patent Nr. 216978 mit wenigstens einem Tauchtropfkörper, der aus mehreren, kreisförmigen, in ein Tauchbecken etwa zur Hälfte ihres Durchmessers eintauchenden Platten besteht, die auf einer antreibbaren, in wenigstens zwei Lagern gelagerten Welle koaxial mit gegenseitigem Abstand unverdrehbar angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass sich Abstandsscheiben zwischen den Platten befinden, die durch wenigstens zwei Bolzen zusammengehalten sind, die vorzugsweise in Reihe hintereinander liegende Abstandsscheiben durchdringen, von denen zwei aufeinanderfolgende lediglich durch eine Platte voneinander getrennt sind.
Claims (1)
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jede vornehmlich aus Kunststoff bestehende Platte einstückig hergestellt und einseitig mit den genannten Abstandsscheiben entsprechenden Abstandsnocken versehen ist.3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stärke der Nocken jeweils von Platte zu Platte gemessen grösser ist als die Plattenstärke.4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Plattenstärke zur Nockenstärke verhält wie 12 zu 17, 5 - 20. EMI2.1 <Desc/Clms Page number 3> 6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandsnocken jeweils sternförmig angeordnet sind.7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens die vom Mittelpunkt am weitesten entfernten Nocken von einem Haltebolzen durchdrungen sind.8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass radial angeordnet, ebenfalls vom Haltebolzen durchdrungene Verstrebungen jeweils auf der Aussenfläche zweier Endplatten so angeordnet sind, dass die Verstrebungen in Ebenen vorgesehen sind, in denen die Welle und die Nocken verlaufen.9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die VerstrebungenU-för- mige Querschnitte aufweisen und mit ihrem Steg an einer Plattenaussenfläche anliegen.10. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die an ihren Enden mit Gewinde versehenen Haltebolzen jeweils ein als Abstandsbuchse dienendes Rohr durchdringen, auf das die Platten mit in ihnen vorgesehenen, passenden Öffnungen aufgeschoben sind und dessen Endflächen beim Anziehen der auf das Gewinde aufgedrehte Schrauben gegen die an den Aussenflächen der beiden Endplatten anliegenden Stegflächen der Verstrebungen angepresst sind.11. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Welle zugekehrte Endabschnitte der Verstrebungen auf wenigstens einer Seite des Tauchtropfkörpers vornehmlich vermittels Schrauben mit einer Scheibe verbunden sind, die auf der Welle befestigt ist.12. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass jede vorzugsweise aus treibmittelhaltigem Polystyrol bestehende Platte mit einer nockenartigen Verdickung um eine auf die Welle passende Mitnehmerscheibe gegossen bzw. geschäumt ist.13. Vorrichtung nach Anspruch 12. dadurch gekennzeichnet, dass die mit einer Nut für eine Passfeder versehene Mitnehmerscheibe mehrere Löcher aufweist, die vom Kunststoff durchdrungen sind.14. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststoffplatten zwischen mit Durchbrechungen versehenen Formplatten gepresst oder geschäumt sind, so dass die Plat- EMI3.1 ihrem Durchmesser wie etwa 12 zu 2500 - 3000 verhält.17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Platten wellenförmig sind.18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Wellen in Form von konzentrischen Kreisen angeordnet sind.19. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die aus treibmittelhaltigem Polystyrol aufgeschäumte Platte durch vor dem Aufschäumen vorgenommenes Einstreuen von unvorgeschäumtem Kunststoff, insbesondere am Rand, an den Nocken und bzw. oder an der Nabe an diesen Stellen verfestigt ist.
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