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Einrichtung zur Reinigung von Abgasen
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Reinigung von Abgasen, sowie zur Schalldämpfung, insbesondere bei Brennkraftmaschinen, bei welcher der schallführende Abgasstrom innerhalb eines Behälters unterDurchmischung mit der Reinigungsflüssigkeit durch aufeinanderfolgende Kammern geführt wird, wobei das in der bzw. in den ersten Kammern gebildete Gas-Flüssigkeitsgemisch in den nachfolgenden Kammern getrennt wird.
Gemäss der Erfindung kann eine solche Einrichtung in ihrer Wirkung und Funktionsweise dadurch we- sentlichverbessertwerden, dass die imKammersystem vorgesehenenDurchlassöffnungen für den Abgasstrom insbesondere in den zum Gaseintritt jeweils entfernteren Wandungsteilen angeordnet sind und vorzugsweise eine oder mehrere der Trennkammer mit einer gasdurchlässigen Füllung von körnigen bzw. porösen Stoffen, wie Metallwolle, Mineralwolle, Aktivkohle, Bimsstein, Ton, Kieselgel, Kalkod. dgl. versehen sind.
Vorteilhaft ist dabei die Einrichtung derart auszubilden, dass der Abgasstrom zum wiederholten Durchtritt durch die im Kammersystem befindliche Reinigungsflüssigkeit gezwungen wird.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die in einer Trennkammer enthaltenen Füllstoffe mittels poröser oder perforierter Wandungen, wie Lochbleche, Siebe od. dgl. unterteilt, wobei gegebenenfalls leere Zwischenräume gebildet sind.
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Trennkammer enthaltenen FüllstoffeKammern können auch in an sich bekannter Weise Leitungen für ein gasförmiges oder flüssiges Kühlmittel angeordnet sein.
Die Zeichnungen zeigen Ausführungsbeispiele der Erfindung und bedeuten : Fig. l einen Längsschnitt a - a der Einrichtung nach Fig. 4, Fig. 2 einen Querschnitt b - b der Einrichtung nach Fig. l, Fig. 3 einen Querschnitt c - c der Einrichtung nach Fig. l, Fig. 4 eine Ansicht der Einrichtung von oben mit teilweise offener oberer Abschlusswand, Fig. 5 das Auslassrohr der Einrichtung nach Fig. l im Längsschnitt, Fig. 6 einen
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dieses Einzelteils.
Der Eintritt des zu reinigenden Gases bei der Ausführung nach Fig. 1-5 erfolgt durch das Rohr 1 in PfeilrichtungZ. Das Einlassrohr l ist in einem Abstand von zwei innerhalb des Aussenmantels 3 der Einrichtung angeordneten senkrechten Wänden 4 und 5 umgeben, welche zusammen mit dem von ihnen eingeschlossenen Teil der Aussenwand 3 und einer oberen waagrechten, von dem Rohr 1 durchbrochenen Abschlusswand 6 einen das Einlassrohr l umgebenden Schacht bilden, der zweckmässig durch eine Öffnung 7 an beliebiger Stelle der durch die Wandungsteile 4,5 und 6 eingeschlossenen Aussenwand mit der Atmosphäre in Verbindung steht.
Hiedurch kann ungehindert ein Ausgleich der bei Brennkraftmaschinen-Abgasen durch die Wandung des Rohres 1 erhitzten Luft des umgebenden Schachts mit der Aussenluft unter entsprechender Kühlung stattfinden. Der das Rohr 1 umgebende Schacht kann auch ein flüssiges Kühlmittel enthalten, ferner kann das Kühlmittel in bekannter Weise diesen auch entgegengesetzt zu der Gasströmung im Rohr 1 durchfliessen. Die das Rohr 1 umgebenden Schachtwandungen bilden zugleich eine Ummantelung und Ab- schirmung des Einlassrohres l gegen die Einwirkung der Reinigungsflüssigkeit, die im Laufe des Betriebs durch
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die aus dem zu reinigenden Gas aufgenommenen Bestandteile stark angesäuert wird und auf Metall hochgradig korrodierend wirkt.
Bei Brennkraftmaschinen führt das Einlassrohr 1 zu den Zylindern und muss daher besonders geschützt werden, da bei Beschädigungen ein Einlaufen von Reinigungsflüssigkeit erfolgen würde.
Durch das Rohr). gelangt das Gas in die Kammer 8, wo es expandiert und einen gleichmässigen Druck auf die Oberfläche der Reinigungsflüssigkeit ausübt, welche durch den mit einem abnehmbaren Verschluss versehenen Stutzen 9 bis zur Höhe H von dessen Öffnung eingefüllt wird. Die Einlasskammer 8 ist oben und unten durch auch weitere Teile des Geräts durchlaufende Längswände 10 und 11, und nach innen durch die Querwand 12 begrenzt. An die Wand 12 schliessen sich nach der Innenseite zwei weitere Längswände 13 und 14 an.
Das zu reinigende Gas durchläuft nun die Reinigungsflüssigkeit der Kammer 8 und gelangt durch die zwischen den Wandungen 11 und 13 befindlichen zahlreichenDurchlassöffnungen 15 der Wand 12 unter Aufteilung in viele Einzelblasen in den Raum 16 zwischen den Längswänden 11 und 13, den es in vorwiegend waagrechter Richtung bis zu den Öffnungen 17 am gegenüberliegenden Ende der Längswand 13 durchströmt und hierauf unter Beibehaltung der Aufteilung in zahlreiche Einzelblasen in dem Raum 18 zwischen den Wandungen 13 und 14 gelangt, der dadurch mit einem schaumartigen Gemisch von Gas- und Reinigungsflüssigkeit angefüllt wird, welches sich auch von selbst zum Teil wieder entmischt, so dass in den darüberliegenden Raum 19 durch die an der Wand 12 anschliessenden Öffnungen 20 der Längswand 14 Gas strömt,
das noch mit einem Restteil der Flüssigkeit vermischt ist. Die weitere Trennung von Gas und Flüssigkeit erfolgt in der Kammer 19 und nach Durchströmen der Wandungsöffnungen 21 zwischen den Längswänden 10 und 14 inderdieKammernl6, 18 und 19nach der andernSeite begrenzenden Wand 22 in deranschlie- ssenden, durch die Aussenwand 3, die durchlaufende Längswand 10 und die Querwand 22 umschlossenen Kammer 23, wobei die vom Gas getrennte Reinigungsflüssigkeit durch die Öffnungen 20 der Längswand 14 und die Öffnungen 17 der Längswand 13 zurückströmte bzw. sich mit dem zurückgebliebenen Teil der Flüssigkeitsmenge und auch hinsichtlich der aufgenommenen Verunreinigungen ausgleicht. Die in der Kammer 23 noch ausgeschiedene Flüssigkeit fliesst von dort unmittelbar nach unten ab.
Zwischen der Aussenwand 3 und der Querwand 22 besitzt die durchlaufende Längswand 10 einerseits zahlreiche Durchlassöffnungen 24, durch welche das Gas nach oben in die Kammer 25 weiterströmt, um sodann ins Innere eines ausziehbaren, gasdurchlässigen, Füllstoff enthaltenden Einsatzteils 26 zu gelangen. Zu diesem Zweck ist auf die Höhe dieses Einsatzteils der oberhalb der Längswand 10 liegende Teil der Wandung 22 an der den Öffnungen 24 der Längswand 10 entgegengesetzten Seite und ebenso der daran anliegende Teil der Seitenwand des Einsatzteils 26 mit zahlreichen Öffnungen 27 und 28 ausgestattet.
Der Füllstoff des Einsatzteils 26 kann metallischer oder nichtmetallische ? AK und von faseriger oder körniger, gegebenenfalls poröser Beschaffenheit sein, wie beispielsweise Metallwolle, Mineralwolle, Gaskohle, Aktivkohle, Bimsstein, Ton. Kieselgel, Kalkod. dgl.. BeimDurchströ ! pea des durch die Reinigungs- flüssigkeitvon den schädlichen und gerucherzeugenden lästigen Beimengungen nahezu restlos befreiten Ga- ses werden durch diese Füllstoffe die im Gas noch vorhandenen Spuren der Verunreinigungen sowie von Feuchtigkeit zurückgehalten.
Innerhalb der Füllung können auch Umlenkwandungen angeordnet werden, durch welche das Gas gezwungen wird, mehrmals seine Richtung zu ändern, so dass alle Teile der Füllung des Einsatzteils 26 durchflossen und für die Reinigung wirksam werden. Hierauf tritt das Gas durch Öffnungen 29 an der dem oberhalb der Längswand 10 befindlichen Teil der Querwand 12 anliegenden Stirnseite des Einsatzteils 26 aus und durchströmt die an diese Öffnungen 29 anschliessenden Öffnungen 30 der Querwand 12. Oberhalb des Einsatzteils 26 endigt, wie auch besonders die Fig. 2, 3 und 4 erkennen lassen, die Wandung 22 seitlich in einem Abstand von der Aussenwand, ebenso der gegenüberliegende obere Teil der Querwand 12 auf der entgegengesetzten Seite.
Der oberhalb des Einsatzteils 26 befindliche Raum ist weiter durch eine Querwand 31, die dem erwähnten oberen Teil der Querwand 12 und eine weitere Querwand 32, die dem oberen Teil der Wandung 22 in ihrer Länge und Anordnung entspricht, versehen. Im Falle eines plötzlichen Gas-Druckanstiegs, wie z. B. durch Fehlzündung bei Brennkraftmaschinen, Auftreten einer Querschnitt-Verringerung durch Verstopfen od. ähnl. ergibt sich auf diese Weise für das Gas eine zusätzliche Durchflussmöglichkeit in Richtung der Pfeile 33 im Raum oberhalb des Einsatzteils 26.
Zweckmässigerweise wird der Strömungswiderstand in diesem Raum höher gehalten als in dem einen grossenDurchlassquerschnitt und damit geringeren Widerstand aufweisenden Einsatzteil 26, der, wie gesagt, ebenfalls mit Umlenkwänden ähnlich den Wandungen 31 und 32 des darüberliegenden Raumes versehen werden kann, so dass das Gas die Umleitung in Richtung der Pfeile 33 nur aus den genannten Gründen einschlägt, beispielsweise wenn der Einsatzteil 26 durch abnorm hohenRussanfall od. dgl. verstopft wird.
Im Normalfall durchströmt jedoch der Hauptanteil des Gases den Einsatzteil 26 und nur ein sehr geringer Teil fliesst in Richtung der Pfeile 33 durch den darüberlieoendenRaumDas auf diese Weise in die oberhalb der Einlasskammer 8
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liegende Kammer 34 strömende Gas verlässt diese nach weiterer Expansion und Abkühlung durch das gegen- über den Öffnungen 29 und 30 am andernEnde der Kammer 34 angeordnete Auslassrohr 35, das zweckmä- ssigerweise mit dem Einsatzteil 36 versehen ist, dessen Füllung ebenfalls aus den für den Einsatzteil 26 geeigneten Stoffen bestehen kann.
Der Einsatzteil 36 hält die unter Umständen nach Durchströmen des Einsatzteils 26 sowie der Umleitung in Pfeilrichtung 33 im Gas noch enthaltenen Spuren von Verunreinigungen und Feuchtigkeit zurück und verhindert im Auslassrohr 35 die Bildung von Kondensat.
Die Längswand 11 ist an ihrem die Einlasskammer 8 unten abschliessenden Teil mit Öffnungen 37 versehen, so dass bei auftretenden starken Gasdrücken auch ein Teil des Gases nach Durchströmen der Öffnungen 37 in der Kammer 38 unterhalb der Längswand 11 die Reinigungsflüssigkeit durchsetzt und durch eine unten in der Querwand 22 befindliche Öffnung 39 in die Kammer 23 gelangen kann, wobei eine sofortige Druckentlastung durch Abströmen über die Öffnungen 24 der Längswand 10 erfolgt. Normalerweise nimmt jedoch das Gas seinen Weg durch die Öffnungen 15 der Querwand 12 zu den Öffnungen 17 der Längswand 13 und weiter, wie bereits dargelegt.
Auf diese Weise wird die Reinigungsflüssigkeit in eine stark bewegte und vom Gas durchflossene Zone in der Kammer 16 und eine nahezu unbewegte Zone in der Kammer 38 unterteilt. Diese Anordnung hat den Vorzug, dass vorwiegend nur der Flüssigkeitsanteil der bewegten Zone unter Gemischbildung vom Gas mitgenommen wird, wobei auch bei grossen zu reinigenden Gasmengen dementsprechend eine ausreichende Entmischung auftritt und ein Aussprühen aus dem Auslassrohr 35 durch Mitreissen grosser Flüssigkeitsmengen vermieden wird.
Gleichwohl wird für diese Reinigungswirkung das gesamte Flüssigkeitsvolumen herangezo- gen, da sich nach der Entmischung die verunreinigte Flüssigkeit der bewegten Zone nach Zurückströmen in den unteren Teil der Einrichtung mit dem Flüssigkeitsanteil der in Ruhe bleibenden Zone mischt und in bezug auf den Grad der Verunreinigung ausgleicht. Da die Intensität der Gasreinigung mit dem Verunreinigungsgrad der Reinigungsflüssigkeit sinken würde, ist auf diese Weise eine Verringerung der Reinigungswirkung, wie sie bei alleinigem Einsatz der bewegten Flüssigkeitszone auftreten würde, vermieden, weil stets das Gesamtvolumen der Reinigungsflüssigkeit zur Auswirkung kommt.
Die Wand 10 ist nach der mit den Durchflussöffnungen 24 versehenen Seite geneigt angeordnet, damit in den über ihr liegenden Kammern und den als Filter wirkenden Einsatzteilen 26 und 36 abgeschiedene Flüssigkeitsanteile rasch nach unten abfliessen. Die in den Einsatzteilen 26 und 36 noch abgeschiedene Flüssigkeit bewirkt eine selbsttätige Säuberung dieser Filter, da die darin aufgefangenen restlichen Anteile der Gasverunreinigungen dabei ausgeschwemmt werden. Um aber trotzdem die beiden Filtereinsatzteile 26 und 36 einer wartungsgemässensäuberung unterziehen zu können, ist der Einsatzteil26 schiebladen- artig ausziehbar und wird mittels Verschraubungen 40 in der Aussenwand 3 festgehalten.
Das Auslassrohr 35 samt dem Filtereinsatz 36 ist mittels einer Schraub- oder Flanschverbindung 41 befestigt und kann ebenfalls als Ganzes abgenommen und gesäubert werden.
Bei der bereits dargelegten vollen Auswirkung des gesamten Volumens der Reinigungsflüssigkeit für den Zweck der Reinigung des durchströmenden Gases ergibt die waagrechte Führung des Gasstroms von der Ein- lasskammer 8 durch die Öffnungen 15 der Querwand 12 über die Kammer 16 zu den Öffnungen 17 der Längswand 13 und die folgende Weiterleitung des Gas-Flüssigkeitsgemisches in ebenfalls vorwiegend waagrechter Richtung von der Kammer 18 über die Öffnungen 20 der Längswand 14 und weiter in der Kammer 19 in Richtung zu den Durchlassöffnungen 21 der Querwand 22 den Vorzug einer besonders intensiven Reinigung des Gases,
da infolge der waagrechten Führung und den jeweiligen Unleitungen am Ende dieser waagrech- tenFührungswandungenalle SchichtenderinEinzelströmeund weiter in Einzelblasen aufgeteilten Gasmenge mit der Reinigungsflüssigkeit über lange Strecken und entsprechende Zeitdauer in Berührung sind, ohne dass in der Gasströmung ein zentraler und infolgedessen wenig oder gar nicht gereinigter Kern zurückbleibt,-
Die aufeinanderfolgenden, durch Öffnungen miteinander in Verbindung stehenden Kammern der Einrichtung können in bekannterweise nach Art der akustischen Filter so bemessen werden, dass sie neben der Reinigungswirkung zugleich eine intensive Schalldämpfungswirkung bei pulsierenden und schallführenden Gasströmen, beispielsweise bei Brennkraftmaschinen, ausüben,
wobei das Gas-Flüssigkeits-Gemisch und die porösenFiltereinsätze 26 und 36 ausserdem eine erhebliche Schall-, Dämm-und-Schluckwirkung hervorrufen. Die Einrichtung wirkt daher in ihrer Gesamtheit als intensiver Gasreiniger- und Schalldämpfer.
Bei der Ausführung nach Fig. 6-10 erfolgt der Eintritt des zu reinigenden Gasstromes ebenfalls durch ein Rohr 42 in Pfeilrichtung 43. Das Gas wird durch dieses an seinem oberen Teil als Krümmer 44 ausgebildete Rohr in die Kammer 45 geleitet, in welcher das Rohr 42 mündet. Die Einrichtung ist bis zur Höhe Hl mit Reinigungsflüssigkeit angefüllt, welche durch den mit abnehmbarem Verschluss versehenen Rohrstutzen 46 eingefüllt wird. Die Höhe der Einfüllöffnung dieses Stutzens dient als Mass für die Füllmenge der Reinigungsflüssigkeit, d. h. beim Einfüllen erfolgt ab dieser Höhe ein Überlauf von zuviel eingefüllter Flüssigkeit.
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Der in die Kammer 45 eintretende Gasstrom wird nun zuerst durch eine Anzahl Durchlassöffnungen 47 an der Unterseite der Querwand 48 in den Raum 49 geführt, der unten durch die Wand 50 begrenzt wird und welchen der Gasstrom innerhalb der Reinigungsflüssigkeit in Form von Einzel-Strömen und-Blasen vorwiegend waagrecht durchläuft, die anschliessend durch die Öffnungen 51 der den Raum 49 nach oben begrenzendenWand 52 nach aufwärts durch die Reinigungsflüssigkeit wieder unter Bildung eines Flüssigkeits-Gas- gemisches in den Raum 53 gelangen. Dieser Raum ist von einem gegenüberliegenden weiteren Raum 54 durch eine in ihrem Oberteil mit zahlreichen Öffnungen 55 versehene Längswand 56 getrennt, so dass das Gas unter Trennung von der Flüssigkeit durch die Öffnungen 55 in den Raum 54 überströmt.
Die Wand 52 erstreckt sich auch in diesen Raum und ist hier mit weiteren zahlreichen Öffnungen 57 ausgestattet, durch welche der Gasstrom wieder in Einzelströme aufgeteilt wird, welche die Reinigung flüssigkeit im Raum 54 zwischen den Wandungen 50 und 52durchströmen. Die Querwand 58 ist an ihrem zwischen den Wandungen 50 und 52 verlaufenden unteren Teil ebenfalls mit zahlreichen Durchlassöffnungen 59 ausgestattet, welche bewirken, dass die Unterteilung des Gasstromes in Einzelströme und Einzelblasen beibehalten wird und das Gas in der Reinigungsflüssigkeit zwischen den Wandungen 50 und 52 weiter- geführt wird, bis es durch die zahlreichen Öffnungen 60 am einen Ende der letzteren nach oben austritt und mit der Flüssigkeit gemischt in den Raum 61 hochsteigt,
von welchem es weiter durch die zahlreichen Öffnungen 62 an der Oberseite der Wandung 56 in denRaum 63 übertritt, welcher von dem Raum 53 durch eine Querwand 64 getrennt ist.
- Die Wandung 52, welche diesen Raum nach unten abschliesst, ist an ihrem der Querwand 64 benach barten Ende wieder mit zahlreichen Durchlassöffnungen 65 ausgestattet, durch welche der Gasstrom, wieder aufs Neue unterteilt, zwischen den Wandungen 50 und 52 in Richtung zu der Querwand 66 strömt. Zwischen der Längswand 56 und der hinteren Aussenwand R der Einrichtung weist die Wand 66 im Bereich zwischen den Wandungen 50 und 52 wieder zahlreiche Durchlassöffnungen 67 auf, durch welche das Gas anschliessend in die Kammer 68 gelangt.
Die'bisher vom Gasstrom durchlaufenen verschiedenen Räume sind nach oben durch eine in Richtung zur Kammer 68 geneigteSchrägwand 69 abgeschlossen. Oberhalb der Kammer 68 ist dieSchrägwand 69 an ihrer der Vorderwand V der Einrichtung benachbarten Seite mit zahlreichen Öffnungen 70 versehen, durch welche der Gasstrom in die Kammer 71 gelangt. An diese schliesst sich ein ausziehbarer kastenförmiger Behälter 72 an, welcher eine gasdurchlässige Füllung enthält, die vom Gasstrom durchlaufen werden muss.
Der Eintritt der Strömung erfolgt durch eine Perforation 73. welche sich einerseits an der unteren Abschlusswand des Behälters 72 befindet, wie auch Fig. 9 erkennen lässt, die eine Ansicht des Behälters 72 mit teilweise geöffnetemDeckel darstellt. Der Behälter 72 ist innen durch Wandungen 74, 75 und 76 in Kammern unterteilt.
Diese Wandungen 74,75 und 76 sind jeweils ebenfalls mit Perforationen 77, 78 und 79 versehen, so dass der Gasstrom, wie die Pfeile in Fig. 9 zeigen, nach seinem Eintritt durch die Perforation 73 die gasdurchlässige Füllung des Behälters 72 unter Durchströmen der Perforationen 77, 78 und 79 durchläuft und die letzte Kammer des Behälters 72 durch eine in derenDeckel angeordnete Perforation 80 verlässt, um in die oberhalb des Behälters 72 gelegene letzte Kammer 81 zu gelangen, von wo der Gasstrom durch das Auslassrohr 82 in Pfeilrichtung A abströmt.
Das Auslassrohr 82 verläuft zum grössten Teil seiner Länge innerhalb des Gaseinlassrohrs 42, was den Vorzug hat, dass bei heissen Gasen durchdas im Rohr 42 ankommende Gas das im Rohr 82 austretende abgekühlte Gas infolge des durch die Wandung des Rohres 82 stattfindenden Wärmeaustausches nochmals aufgeheizt wird, um eine unerwünschte Kondensation von darin enthaltener Restfeuchtigkeit an der Innenseite der Wandung des Rohres 82 zu vermeiden.
Der Behälter 72 ist, wie Fig. 8 zeigt, auf Winkelleisten 83 verschiebbar gelagert und kann in Richtung des Pfeils 84 ausgezogen werden. Hierauf kann eine Säuberung oder Erneuerung der gasdurchlässigen Füllung auf einfache Weise vorgenommen werden. Die Befestigung des Behälters 72 erfolgt mittels eines an der einen Behälterstirnseite angeordneten Flansches oder Deckels 85 durch Verschraubung, Verriegelung od. dgl.
Für Säuberungszwecke ist die Aussenwand R des, Reinigungsgeräts einerseits mit Öffnungen 86 und 87 versehen, welche durch abnehmbare Deckel mitVerschraubungen, Schnellverschlüsse od. ähnl. verschlos- sen sind.
Nach einer gewissen Betriebszeit wird die Reinigungsflüssigkeit durch den Auslasshahn 88 abgelassen und durch eine neue Füllung ersetzt, vor deren Einbringen das Gerät auf einfache Weise durch Reinigungmittel, Ausspritzen u. dgl. im Inneren gesäubert werden kann.
Naturgemäss können die beidenReinigungs- und Kontrollöffnungen 86 und 87 auch durch eine einzige grössere Öffnung ersetzt oder an einer andern jeweils zweckentsprechenden Stelle angebracht werden.
Ebenso kann auch der herausnehmbare Einsatz 72 nach einer der andern Seiten oder nach oben ausziehbar angeordnet werden.
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Die gesamte Einrichtung kann mit Füssen versehen und auf einem Fahrzeug 89 befestigt werden. In ähnlicher Weise ist auch die ortsfeste Anordnung möglich.
Für die gasdurchlässige Füllung des Behälters 72 können, wie bereits im Hinblick auf die Füllung der Einsatzteile 26 und 36 der Ausführung nach Fig. 1 - Fig. 4 geschildert wurde, bekannte nichtporöse Stoffe in körniger Form oder poröse Stoffe verwendet werden, deren Zwischenräume bzw. Poren ein Absetzen der im Gas nach Durchlaufen der unterhalb der, Wandung 69 befindlichen Reinigungskammern enthaltenen Feuchtigkeit bewirken. Diese sammelt sich an der Unterseite des Behälters 72 und kann durch die Perforation 73 abfliessen, so dass sie durch die Perforation 70 der Schrägwand 69 nach unten strömt und sich mit der im Gerät enthaltenen Reinigungsflüssigkeit wieder vereinigt.
Eine an der Unterseite der Wandung 66 befindliche Öffnung 90 in der Wandung 50 gestattet im Verein mit den andern in den Wandungen befinde liehen Verbindungsöfmungen den Ausgleich der Flüssigkeit, so dass der Flüssigkeitsspiegel überall die glei- che Höhe hat.
Da der im Behälter 72 enthaltene Füllstoff auf Grund der darin befindlichen zahlreichen kleinen Räume, besonders bei Anwendung porösen Füllstoffs eine an sich bekannte hohe Schallschluckwirkung besitzt, erfolgt auch hier bei der Verwendung des Geräts zur Reinigung pulsierender'Gasströme, wie beispielsweise schallführendes Abgas von Brennkraftmaschinen eine erhebliche Dämmung und Dämpfung der Schwingungen und Schallverminderung im Verein mit der gleichartigen Wirkung des Flüssigkeits-Gasgemisches.
Für die Füllung des Behälters 72 können auch Stoffe wie Metallwolle, Mineralwolle, kömige Mineralien verschiedener Art, poröse Kohle, od. dgl. verwendet werden, wie schon für die Einsatzteile 26 und 36 der Ausführung Fig. 1 - 5 beschrieben ist.
Um die Wirkung zu verstärken, können insbesondere auch feuchtigkeitsaufnehmende, hygroskopische Stoffe, z. B. körniges Kieselgel verwendet werden, welches nach der Sättigung durch Erhitzung und dadurch erzielte Verdampfung der aufgenommenen Feuchtigkeit regeneriert und wieder voll aufnahmefähig gemacht werden kann. Der ausziehbare Behälter 72 kann nach Öffnen der Verschraubungen des Deckels 85 herausge- zogen und einer Säuberungs-bzw. Regenerierungsbehandlung unterworfen werden, so dass nach seinem Wiedereinsetzen das Reinigungsgerät wieder mit höchstem Wirkungsgrad arbeiten kann.
Ebenso kann auch die Füllung des Behälters 72 zum Entzug von Kohlenmonoxyd aus dem durchströmen- den Gas ganz oder teilweise in Verbindung mit feuchtigkeitsaufnehmenden Substanzen aus Kohlenmonoxyd und gegebenenfalls auch Kohlendioxyd bindenden Stoffen bestehen, so dass eine zusätzlich entgiftende Wirkung hervorgerufen wird.
Die Einrichtung hat den Vorzug, dass die nacheinander von der Gasströmung durchlaufenen Kammern 53, 54, 61,63 sowie die unter diesen Kammern liegenden durch die Wand 52 getrennten Räume nebeneinander angeordnet sein können und daher bei gemeinsamen Wandungen geringsten Raumbedarf aufweisen.
Durch die Anordnung der Wand 50 wird ferner erreicht, dass wieder durch den aufgeteilten Gasstrom die Reinigungsflüssigkeit nur zu einem Teil ihres Gesamtvolumens zur Gas-Flüssigkeitsgemischbildung benutzt wird, wobei jedoch trotzdem die vom Gas durchflossene Strecke und damit die Reinigungswirkung gleichbleiben. Die unterhalb der Wandung 50 befindliche Flüssigkeit bleibt nahezu im Ruhezustand. Das gesamte Flüssigkeitsvolumen wird jedoch trotzdem in vollem Masse für die Reinigungswirkung herangezogen, da der nach der Entmischung zurückströmende Flüssigkeitsanteil sich auch mit dem erwähnten, nahezu im Ruhezustand befindlichen Flüssigkeitsanteil mischt und ausgleicht.
Aus diesem Grunde wird das gesamte Flüssigkeitsvolumen bis an die Grenze seiner Aufnahmefähigkeit von Verunreinigungen, Gasanteilen usw. voll ausgenutzt.
Nachdem das zu reinigende Gas nachDurchströmen der Kammern 53,54, 61,63 sowie der durch die Wand 52 getrennten, unter diesen Kammern liegenden Räume wiederholt gemischt und entmischt wurde, gelangt es zur endgültigen Entmischung in die Kammern 68 und 71, an welche der Behälter 72 anschliesst, in welchem die durch die körnige oder poröse Füllung bewirkte Filterung und Kondensation den Entmischungsvorgang beendet. Das Kondensat strömt hierauf in der bereits geschilderten Weise zurück und vereinigt sich mit dem Gesamtflüssigkeitsvolumen, so dass dieses in hohem Masse wieder ergänzt wird.
Die aufeinanderfolgenden, durch Öffnungen verbundenen Kammern können ebenfalls wieder ein akustisches Filtersystem zum Zweck der Schalldämpfung mit zusätzlicher Schallschluck- und Schalldämmwirkung durch dasFlüssigkeits-Gasgemisch sowie durch die Füllungen 26 und 36 bzw. die in dem Behälter 72 enthaltene Füllung bilden. Die Kammern können an Stelle der Verbindungsöffnungen auch Wandungen mit rohrförmigen Verbindungskanälen erhalten oder es können Öffnungen mit durch deren Durchdrücken gebildeten, um die Öffnungen stehenbleibenden Führungswandungen verwendet werden.
Wie Fig. 9 und 10 erkennen lassen, können im Behälter 72 Zwischenräume 91 gebildet werden, gegebenenfalls durch Einsetzen von Sieben 92, die die vom Gas durchflossene Füllmasse 93 umschliessen.
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In diesen ohne Füllung leer verbliebenen Kammern wird durch die infolgedessen darin stattfindende Expan- sion des durchströmenden Gases eine Verstärkung der Kondensation, soweit diese nicht schon in den vorhergehenden durchströmten Kammern stattgefunden hat, und dadurch eine weitere Verbesserung der Reinigungswirkung erzielt, wobei zugleich wieder eine selbsttätige Säuberung infolge Ausschwemmens abgesetzter Verunreinigungen durch das nach unten strömende Kondensat erfolgt.
Von der Kondensation wird auch in dem zu reinigenden Gas mitgeführter Wasserdampf, wie er beispielsweise bei Brennkraftmaschinen durch die Verbrennung im Zylinder erzeugt und in den Abgasen mitgeführt wird, erfasst, so dass durch das Kondensat auch eine stetige selbsttätige Ergänzung der im unteren Teil des Behälters befindlichen Reinigungsflüssigkeit erfolgt.
Bei den beschriebenen Ausführungen können ohne weiteres die verschiedenen Kammern und auch die Filtereinsätze von Kühlleitungen durchzogen sein, in welchen ein flüssiges oder gasförmiges Kühlmittel strömt, beispielsweise bei Brennkraftmaschinen durch das Wärmegefälle bzw. Gebläse bewegte Kühlluft oder das Motor-Kühlwasser, bei Fahrzeugen, welche sich bei den vorliegenden Beispielen in Richtung der Pfeile 94 und 95 bewegen, derFahrwind od. dgl.. An den Wandungen dieser Kühlleitungen setztsichdann in bekannter Weise Kondensat ab und strömt in dem Gerät nach unten, wo es sich mit derReinigungsflüs- sigkeit vereinigt und diese selbsttätig ergänzt, so dass der im Betrieb durch Verdampfung beim Durchströmen heisser, zu reinigender Gase, Verdunstung usw. bedingte Verbrauch der Reinigungsflüssigkeit ausgeglichen wird.
Die oben beschriebene Einrichtung lässt sich sowohl ortsfest wie auch an Fahrzeugen anbringen, da sie infolge ihrer geschlossenen Bauart und des darin erfolgenden Kreislaufs der zurückgewonnenenReinigungs- flüssigkeit bei intensiver Reinigungswirkung kleine bauliche Abmessungen bei infolgedessen verhältnismässig niedrigen Herstellungskosten erhält.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Reinigung von Abgasen, sowie zur Schalldämpfung, insbesondere bei Brennkraftmaschinen, bei welcher der schallführende Abgasstrom innerhalb eines Behälters unter Durchmischung mi' der Reinigungsflüssigkeit durch aufeinanderfolgende Kammern geführt wird, wobei das in der bzw. in der ersten Kammern gebildete Gas-Flüssigkeitsgemisch in den nachfolgenden Kammern getrennt wird, dadurc ! ;
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mehrere der Trennkammern mit einer gasdurchlässigen Füllung von körnigen b w. porösen Stoffen, wie Metallwolle, Mineralwolle, Aktivkohle, Bimsstein, Ton. Kieselgel, Kalk ode dgl. versehen sind.