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Zählrohr mit Elektrodenkörpern aus Glas
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gestellt.
In Fig. 1 ist mit 1 ein Zählrohr bezeichnet, das aus zwei Elektroden 2, 3 und einem zylinderförmigen Körper 4 aus Glas besteht. Der Körper der Elektroden 2, 3 ist röhrenförmig ausgebildet und an einer Stelle
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durch an seinen beiden Enden abgedeckt ist. Die Stelle, an der die Scheibe 5 bzw. 6 am Körper jeder Elektrode 2 bzw. 3 liegt, ist vorzugsweise so gewählt, dass der längere röhrenförmige Teil des Körpers der Elektroden 2, 3 in den Innenraum des Zählrohres 1 und der kürzere, röhrenförmige Teil nach aussen ragt, wobei das Ende des letzteren geschlossen ist.
Die Oberfläche jedes Körpers der Elektroden 2, 3 weist eine mit dem Material der Wandung innig verbundene elektrisch halbleitende Schicht 9 bzw. 10 auf, welche sich vom Innenraum des Zählrohres 1 durch die Öffnungen desselben bis in den Aussenraum fortsetzt, wie in Fig. 1 gestrichelt angedeutet ist. Die Elektroden 2, 3 werden mit dem zylinderförmigen Körper 4 des Zählrohres 1 mit Glaslot durch eine Wärmebehandlung hochvakuumdicht verbunden, wobei darauf zu achten ist, dass die Leitfähigkeit der Schicht 9 bzw. 10 durch die Wärmebehandlung nicht beeinträchtigt wird.
Wie Fig. 2 zeigt, ist es auch möglich, die eine elektrisch halbleitende Schicht 9 der Elektrode 2 bei Einsparung eines Elektrodenkörpers direkt mit der Oberfläche des zylinderförmigen Körpers 4 in eine innige Verbindung zu bringen. Die elektrisch halbleitende Schicht 9 erstreckt sich hiebei, wie ebenfalls gestrichelt angedeutet ist, von einem abgegrenzten Teil der Innenwandung des zylinderförmigen Körpers 4 über den Rand 7 der einen Öffnung des Zählrohres 1 und über einen Teil der Aussenwandung desselben.
Die zweite Elektrode 3 isthingegen in gleicher Weise ausgeführt und auch in gleicher Weise hochvakuumdicht mit dem zylinderförmigen Körper 4 verbunden, wie bereits an Hand von Fig. 1 beschrieben wurde.
Die Öffnung des Zählrohres 1, durch die die elektrisch halbleitende Schicht 9 hindurchgeführt ist, wird von einer der Öffnung angepassten Abdeckung 11 aus Glas oder einem geeigneten andern. mit Glaslot bindenden Werkstoff, z. B. Glimmer, hochvakuumdicht verschlossen. Der Ausführungsform des Zählrohres gemäss Fig. 2 ist in allen jenen Fällen der Vorzug zu geben, bei denen das Zählrohr z. B. ein Glimmerfenster aufweisen soll.
Es ist auch möglich, in gleicher Weise Zählrohre mit mehr als zwei Elektroden herzustellen, wobei für jede Elektrode eine Öffnung vorgesehen ist, durch welche die Elektrode vom Innenraum des Zählrohres 1 nach aussen geführt werden kann.
Wie Fig. 3 zeigt, in der für die gleichen Teile ebenfalls die gleichen Bezugszeichen wie in Fig. l verwendet werden, ist es aber auch denkbar, ohne in das Innere des Zählrohres 1 hineinragende Elektrodenkörper auszukommen und die elektrisch halbleitende Schicht 9 bzw. 10, jede für sich getrennt, auf der Oberfläche des zylinderförmigen Körpers 4vorzusehen. Die elektrisch halbleitenden Schichten 9 bzw.
10 erstrecken sich hiebei, wie gestrichelt angedeutet ist, von einem abgegrenzten Teil der Innenwandung des zylinderförmigen Körpers 4 über den Rand 7 bzw. 8 der beiden Öffnungen des Zählrohres 1 und über einen Teil der Aussenwand desselben. Der Innenraum des Zählrohres 1 ist an beiden Öffnungen des zylinderförmigen Körpers 4 durch je eine diesen Öffnungen formgerecht angepasste Abdeckung 11 bzw. 12 hochvakuumdicht verschlossen.
Wird die elektrisch halbleitende Schicht durch eine enge Öffnung nach aussen geführt, so kann diese auch ohne Verwendung zusätzlicher Teile direkt mit Glaslot hochvakuumdicht verschlossen werden.
Während bei den beispielsweisen Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes gemäss den Fig. 1 und 2 zur Evakuierung der Luft aus dem Innenraum des Zählrohres ein Elektrodenkörper als Pumpstutzen verwendet werden kann, muss bei der zuletzt beschriebenen Ausführungsform eine der beiden Abdeckungen 11 bzw. 12 des Zählrohres l, beim vorliegenden Ausführungsbeispiel die Abdeckung 11, zusätzlich mit einem Pumpstutzen 13 ausgestattet sein.
Der Vorteil des erfindungsgemässen Zählrohres ist darin zu erblicken, dass dessen hochvakuumdicht verschlossener und Elektroden enthaltender Innenraum völlig frei von metallischen Teilen ist. Trotzdem besteht eine einwandfreie Kontaktgabe zwischen den Elektroden und den äusseren Anschlüssen derselben. Darüber hinaus kann bei der Zählrohrfertigung auf das Glasblasen verzichtet werden, da alle Teile der Elektrodengefässe lediglich aus Rohrstücken, Stäben usw. bestehen. Dadurch lassen sich Zählrohre mit einer weitaus engeren Toleranz herstellen, als dies nach der Glasblasetechnik möglich ist. Die Einzelteile können ohne weiteres durch Hilfskräfte mit verhältnismässig einfachen Werkzeugen angefertigt und zu einem Zählrohr zusammengefügt werden.
Selbstverständlich lässt sich die Erfindung mit Vorteil auch auf andere Elektrodengefässe aus Glas anwenden, wenn diese metallfrei und hochvakuumdicht sein müssen.