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Tonbandantrieb
Die Erfindung bezieht sich auf einen Tonbandantrieb für geringe Bandgeschwindigkeiten, bei dem die eine Schwungscheibe tragende und angetriebene Welle in einem Pendellager gelagert und in einer Kerbe einer Stütze geführt ist.
Beim bekannten Antrieb dieser Art trägt die Antriebswelle etwa in der Mitte zwischen dem Spurlager und der Kerbe eine Antriebsscheibe, über die das Tonband geführt ist. Eine Andrückrolle sichert einen möglichst schlupffreien Antrieb des Bandes. Bei diesem Antrieb macht sich der Wellenschlag im vollen Ausmass bemerkbar, so dass bei geringen Bandgeschwindigkeiten sich die Ungleichförmigkeit der Bandgeschwindigkeit sehr störend bemerkbar macht.
Bei ändern bekannten Antrieben zum Bandtransport in Tonbandgeräten wird das Tonband durch eine Gummirolle an die möglichst gleichmässig laufende Tonwelle angepresst und dabei durch Reibung mitgenommen. Die die Tonqualität weitgehend bestimmende Gleichförmigkeit der Tonbandgeschwindigkeit wird üblicherweise durch eine auf der Tonwelle unmittelbar festsitzende Schwungmasse erreicht. Der hohe Preis der Tonträger und der Wunsch nach geringer Bandlänge und damit auf kleinem Spulenvolumen eine grosse Spieldauer unterzubringen, führte zur Aufteilung der normalen Bandbreite in mehrere Spuren und zu einer Heruntersetzung der Bandgeschwindigkeit. Bei den heute bekannten Geräten werden bis zu vier Spuren und eine Mindestgeschwindigkeit von 4,76 cm/s für Musikwiedergabe angewendet.
Obwohl bei dieser Bandgeschwindigkeit heute der volle Frequenzumfang des menschlichen Ohres ausgenützt werden kann, treten jedoch bei der Verwendung von vier Spuren wegen der bereits sehr geringen Spurbreite oder durch mangelhaftes Anliegen des Tonbandes am Tonkopf und Ungleichmässigkeiten in der Beschichtung des Bandes bei höheren Frequenzen störende Pegelschwankungen, sogenanntes Stottern, auf. Weiters ist bei den geringen Bandgeschwindigkeiten die Gleichförmigkeit der herkömmlichen Antriebe wegen der geringen Tonwellendrehzahl und der damit verbundenen geringen Energiespeicherung in der Schwungmasse nicht mehr voll ausreichend. Da das menschliche Ohr für rhythmische Gleichlaufschwankungen, wie sie z.
B. durch einen Schlag der Tonwelle hervorgerufen werden, im Bereich von 4 bis 6 Hz (kritische Wobbelfrequenz) besondersempfindlichist, solltenTonwellendrehzahlenvon240bis360Umdr/min vermie- den werden. Die meisten der heute üblichen Tonbandantriebe arbeiten aber in diesem Drehzahlbereich, um nicht allzuschwere Schwungmassen anwenden zu müssen. So wird beispielsweise ein 18 poliger Synchronmotor verwendet, der bei unmittelbarer Kopplung mit der Tonwelle dieser eine Drehzahl von 3331/3 Umdr/min erteilt. Für eine Tonbandgeschwindigkeit von 4. 76 cmls muss dannderTonwellendurch- messer 2, 72 mm sein.
Bei dieser Drehzahl kommt aber die durch die Exzentrizität (Schlag) des Wellenabschnittes, an dem das Tonband anliegt, gegenüber jenem Wellenabschnitt, in dem die Welle gelagert ist, hervorgerufene Wobbelfrequenz voll zur Geltung.
Es zeigt sich somit, dass der übliche Tonbandantrieb den Anforderungen an eine hochwertige Wiedergabe nicht gerecht wird.
Ziel der Erfindung ist es nun, einen Tonbandantrieb zu schaffen, der die oben angeführten Fehler der bekannten Antriebsanordnungen und auch bei weiterer Senkung der Bandgeschwindigkeit sicher die kritische Wobbelfrequenz vermeidet.
Gemäss der Erfindung kann dies in zweifacher Weise geschehen. Zunächst dadurch, dass der schädliche Einfluss des Wellenschlages vermindert und sodann dadurch, dass die Tourenzahl der Tonwelle so ge-
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wählt wird, dass durch etwaiges Unrundlaufen verursachte Wobbelfrequenzen unterhalb oder oberhalb von 4 bis 6 Hz liegen.
Demnach betrifft die Erfindung einen Tonbandantrieb für geringe Bandgeschwindigkeiten, bei dem die eine Schwungscheibe tragende und angetriebene Welle in einem Pendellager gelagert und in einer Kerbe einer Stütze geführt ist und besteht darin, dass der Antrieb für das Tonband von der angetriebenen Welle in der Ebene der Stütze abgenommen ist, indem entweder das Tonband an die der Kerbe abgewandte Seite der Welle unmittelbar angelegt und in an sich bekannter Weise durch eine Andrückrolle an diese angepresst ist, oder eine Zwischenrolle vorgesehen ist, die ebenfalls an die der Kerbe abgewandten Seite der Welle anliegt und deren Durchmesser ein Vielfaches des Durchmessers der Welle ist und vorzugsweise eine Bandantriebsrolle trägt, deren Durchmesser wesentlich kleiner ist als der der Zwischenrolle.
Um darüber hinaus aus dem kritischen Drehzahlbereich der Tonwelle, 240-360 Umdr/min, zu kommen, wird die Drehzahl erhöht und der Durchmesser der Tonwelle entsprechend verkleinert. Die Anwendung solch kleiner Durchmesserwird durch die erfindungsgemässe Lagerung. der Tonwelle ermöglicht, weil durch die Führung an der Stütze im Bereich der Bewegungsabnahme dieser Abschnitt der Tonwelle nicht auf Biegung beansprucht wird. Da aber bei kleinem Durchmesser der Tonwelle bei unmittelbarem Antrieb des Tonbandes dieses hohen Beanspruchungen ausgesetzt ist und daher dessen Lebensdauer wesentlich verringert wird, wird gemäss einer Ausgestaltung der Erfindung eine Zwischenrolle vorgesehen.
Die Verringerung des Durchmessers der Tonwelle bringt aber ein weiteres Problem mit sich. Es muss eine besondere Anordnung der Schwungscheibe auf der Tonwelle vorgesehen werden, um beim Transport und Gebrauch des Gerätes schädliche Beanspruchungen der Tonwelle zu vermeiden.
Nachfolgend wird an Hand der Zeichnungen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben, wobei noch weitere erfindungsgemässe Merkmale erörtert werden. Fig. 1 zeigt den Antrieb mit seinen wesentlichen Teilen im Längsschnitt und Fig. 2 im Grundriss.
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tor entweder über ein Reibrad oder einen Schnurtrieb (Riemen) angetrieben. Die Lagerung der Welle 2 erfolgt durch das Kalottenlager 3, das zugleich auch über das Spurlager 4 und die auf der Tonwelle festsitzende Spurscheibe 5 das Schwungmassengewicht aufnimmt. Das obere Ende der Tonwelle ist, um auch bei niedrigen Bandgeschwindigkeiten ausreichende Schwungmassendrehzahlen zu erhalten, mit sehr kleinem Durchmesser ausgeführt. Die Schwungmasse ist deshalb mit einer gekröpften Nabe versehen, so dass das Kalottenlager 3 in die Ebene des Schwungmassenkranzes zu liegen kommt.
Es werden dadurch die bei transportablen Geräten auftretenden Stösse unwirksam gemacht, da so keine oder nur geringe Massenmomente auftreten können, die zu einer Beschädigung der Tonwelle führen würden. Das obere Tonwellenende ist durch eine Kerbe 6. Fig. 2, der vorzugsweise aus einem Kunststoff bestehenden Stütze 7 gehalten und wird in dieser durch den über eine Zwischenrolle 8 wirkenden Druck der Anpressrolle 9 gehalten. Die Zwischenrolle 8, die auf einem Arm 10, Fig. 2, schwenkbar gelagert ist, und die Abstützung 7 liegen in derselben Ebene, wodurch sich ein allfälliger Tonwellenschlag nicht schädlich auf den Gleichlauf der Zwischenrolle 8 auswirken kann.
Um diese Wirkung zu unterstützen, ist der untere Teil der Zwischenrolle 8, der an seinem Umfang vorteilhafterweise mit einem Reibbelag versehen ist, möglichst schmal ausgeführt. Die Zwischenrolle 8 ist mit einer Bandrolle 11 fest verbunden, die mit kleinerem Durchmesser ausgeführt ist als die Zwischenrolle und zum unmittelbaren Transport des Tonbandes 12 dient, das durch die Anpressrolle 9 in üblicher Weise angedrückt wird.
Die so erreichte Zwischenübersetzung ermöglicht eine weitgehende Verringerung der Tonbandgeschwindigkeit, wobei bei richtiger Wahl von Tonwellendurchmesser und Zwischenrolle ein allfälliger Schlag dieser Teile kaum merkbar wird, da die Wobbelfrequenz an der Tonwelle überkritisch, an der Zwischenrolle unterkritisch ausfällt. In manchen Fällen kann die Zwischenrolle 8 als Bandrolle dienen und die Anpressrolle 9 unmittelbar auf die Zwischenrolle wirken.
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