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Vorrichtung zum Zubereiten von heissen Getränken
Das Stammpatent betrifft eine Vorrichtung zum Zubereiten von heissen Getränken, bestehend aus einem Kolben, in dessen Mündung ein im wesentlichen kegelstumpfförmiger, aus nachgiebigem Material bestehender Pfropfen dichtschliessend eingesetzt ist, der einen Filtertrichter trägt, dessen Rohr sich durch eine Bohrung im Pfropfen bis nahe an den Boden des Kolbens erstreckt, wobei die Bohrung des Pfropfens mit einer oder mehreren längsverlaufenden Nuten versehen ist, welche sich von der Oberseite des Pfropfens bis nahe an seine Unterseite erstrecken.
Die Erfindung betrifft eine Weiterentwicklung diesesKaffeekolbens und bezweckt, gewisse Nachteile der bisherigen Ausführung zu beheben.
Die Ausgestaltung des Pfropfens nach dem Stammpatent bezweckt, sicherzustellen, dass bei einem bestimmten höchstzulässigen Unterdruck im Kolben Luft durch die längsgehenden Nuten des Pfropfens unter Erweiterung des unteren Teiles desselben eingelassen wird, welcher somit als Sicherheitsventil wirkt. Es hat sich jedoch herausgestellt, dass auch bei Verwendung gleichartiger Pfropfen für verschiedene Kaffee- kolben gleichen Typs und gleicher Grösse die Wirkungsweise nicht gleichartig wird, da der Pfropfen in einigen Fällen bereits bei 250/0 Vakuum, in andern Fällen erst bei etwa 70o Vakuum Luft einlässt. Ferner sitzt der Pfropfen, der einen permanenten Bestandteil des Filtertrichters darstellen soll, in einigen Fällen nicht genügend fest am Trichterrohr.
Beide Nachteile haben eine gemeinsame Ursache, u. zw. die, dass die gewöhnlich aus Glas bestehenden Kolben und Filtertrichter nicht mit genügend kleinen Toleranzen gegenüber den als Spritzguss hergestellten Gummipfropfen hergestellt werden können. Der Pfropfen wird daher dasFiltertrichterrohr in einigen Fällen verhältnismässig straff, in ändern Fällen verhältnismässig lose umschliessen und somit eine unterschiedliche Vorspannung aufweisen, die der Luftdruck überwinden muss, um den Pfropfen zwecks Einlassen von Luft in den Kolben zu erweitern. Diese Vorspannung wird umso bedeutungsvoller, als der Luftdruck, der den Pfropfen zu erweitern sucht, nicht auf den ganzen inneren Umfang des Pfropfens, sondern nur auf einen der Summe der Breiten der Nuten entsprechenden Bruchteil diesesUmfanges wirkt.
Die Nuten können jedoch nur eine beschränkte Breite besitzen, wenn der Pfropfen eine angemessene Anlagefläche am Filtertrichterrohr und einen genügend festen Sitz auf diesem beibehalten soll.
Erfindungsgemäss wird es nun möglich, den Luftdruck auf einen weit grösseren Anteil des Umfanges der Bohrung des Pfropfens als bisher einwirken zu lassen, wobei gleichzeitig ein genügend fester Sitz auf dem Filtertrichterrohr auch bei unterschiedlichem Durchmesser desselben gewährleistet wird, wenn die Nut bzw. die Nuten schraubenlinienförmig mit wenigstens einer Windung über den Umfang der Bohrung des Pfropfens verlaufen. Bei dieser Ausgestaltung können die Nuten mit einer solchen Breite gestaltet werden,
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Gleichzeitig umschlingen aber die schmalen Rippen oder Gewindegänge wie eineUmschnürung das Filtertrichterrohr über dessen ganzen Umfang und halten es dadurch wirksam fest.
Die schmalen Rippen sind an sich nachgiebiger als die bei der bisherigen Ausführung benutzten, breiten Wandabschnitte der Bohrung
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und können sich daher besser unterschiedlichen Durchmessern des Filtertrichterrohres anpassen. Zu diesem Zwecke können weiters die zwischen den schraubenförmigen Nuten verbleibenden Rippen eine vom Boden der Nuten in Richtung auf die Achse der Bohrung abnehmende Breite und somit z. B. ha1blaeisförmigen oder segmentförmigenQuerschnitt aufweisen, wodurch eine gute Zusammendrückbarkeit der Rippen in radialer Richtung und damit eine gute Anpassung des Pfropfens an unterschiedliche Durchmesser des Filtertrichterrohres innerhalb der gegebenen Toleranzen gewährleistet wird.
Ein Ausführungsbeispiel eines Gummipfropfen für einen Kaffeekolben nach der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Es zeigen Fig. 1 einen Teilschnitt einer Seitenansicht und Fig. 2 eineDraufsicht des Pfropfens.
Der dargestellte Pfropfen hat einen im wesentlichen kegelstumpfförmigen Teil 1. dessen breites, oberes Ende mit einem Wulst 2 versehen ist und dessen unteres Ende einen verhältnismässig dünnwandigen zylindrischen Teil 3 bildet, dessen Aussendurchmesser etwas kleiner ist als der kleinste Durchmesser des kegelstumpfförmigen Teiles l, so dass eine Abstufung 4 gebildet wird, die ein gewisses Spiel zwischen der Innenseite des Halses des Kaffeekolbens und dem Umfang des Teiles 3 sicherstellt. Der Pfropfen hat eine axiale Bohrung 5, deren Durchmesser im wesentlichen dem Innendurchmesser des dünnwandigen Teiles 3 entspricht und deren Wandung mit einer schraubenförmigen Nut 6 versehen ist, die aus mehreren Windungen besteht und eine solche Breite hat, dass die zwischen den Windungen der Nut verbleibenden Rippen 7 schmaler sind als die Nut.
Die Nut erstreckt sich bis kurz unterhalb der Abstufung 4, so dass der Atmosphärendruck in der Nut auf die Innenseite des Teiles 3 einwirken und diesen bei einem gewissen Unterdruck imKolben erweitern kann, umLuft in den Kolben einzulassen. Da die Nut 6 breiter ist als die Rippe 7, wirkt der Luftdruck auf mehr als die Hälfte des inneren Umfanges des Teiles 3.
Durch die Querschnittsform der Rippe 7 wird jedoch normalerweise eine fast nur linienförmige Berührung zwischen der Rippe und dem die Bohrung durchsetzenden Steigrohr des Filtertrichters des Kaffeekolbens bestehen, so dass je nach dem radialen Zusammendrücken der Rippe 7 entsprechend dem Durchmesser des Steigrohres und der hiedurch bedingten Breite der Berührungsfläche zwischen Rippe und Steigrohr der Atmosphärendruck in der Tat auf etwa 80 - 950/0 des Innenumfanges des Teiles 3 einwirken kann.
Die Rippe kann statt der dargestellten segmentförmigen Querschnittsform auch z. B. trapezförmigen oder dreieckigen Querschnitt, vorzugsweise mit gerundeten Ecken, aufweisen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Zubereiten von heissen Getränken, bestehend aus einem Kolben, in dessen Mündung ein im wesentlichen kegelstumpfförmiger aus nachgiebigem Material bestehender Pfropfen dichtschliessend eingesetzt ist, der einen Filtertrichter trägt, dessen Rohr sich durch eine Bohrung im Pfropfen bis nahe an den Boden des Kolbens erstreckt, wobei die Bohrung des Pfropfens mit einer oder mehreren längsverlaufenden Nuten versehen ist, welche sich von der Oberseite des Pfropfens bis nahe an seine Unterseite erstrecken, nach Patent Nr. 212992, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut bzw. die Nuten (6) schraubenlinienförmig mit wenigstens einer Windung über den Umfang der Bohrung (5) des Pfropfens verlaufen.