<Desc/Clms Page number 1>
Dehngefäss mit Stickstoffvorlage oder einem andern Medium zur Verbesserung der Konservierung einer Flüssigkeit
Es ist bekannt, dass Transformatoren mit einer Stickstoffvorlage für das Transformatoröl überall dort verwendet werden, wo man einen höheren Grad der Ölkonservierung erhalten will. Gleichfalls bekannt ist, dass bei Sauerstoffaufnahme durch das Transformatoröl die Alterung des Papiers (Wicklungsisolation) etwa verdoppelt wird. Bekannt ist ferner, bei einer Stickstoffvorlage im Dehngefäss eines Trans- formators drei Kammern übereinander anzuordnen. Bei Verwendung dieses Kammersystems, bei dem die mittlere Dehngefässkammer nicht direkt mit dem Hauptgefäss (Flüssigkeitsbehälter) verbunden ist, muss
EMI1.1
den Gasdruck eine relativ kleine Flüssigkeitssäule bestimmend.
Diese kleine Flüssigkeitssäule ist mit handelsüblichen Kontrollmanometern, welche den Gasüberdruck überwachen sollen, nicht kontrollierbar. Es müssen daher die Dehngefässkammern grösser dimensioniert werden als es die Volumsänderung im Hauptgefäss erfordert. oder es müssen unwirtschaftliche teure Präzisonsinstrumente verwendet werden.
Bei einer weiteren bekannten Ausführungsarteiner Stickstoffvorlage imDehngefäss eines Transformators wird die Anordnung der erforderlichen Kammern, wie in Fig. l dargestellt, vorgenommen.
Die Hauptkammer 2 ist über eine Rohrleitung direkt mit dem Transformatorkessel 1 verbunden, der durch einen Temperaturanstieg verursachten Volumsänderung des Öles im Transformatorkessel l wird also in der Hauptkammer 2 Rechnung getragen. Unterhalb der Hauptkammer ist eine weitere Kammer 3 (Stickstoffkammer) so angebracht, dass der obere Raum der Hauptkammer 2 mit dem oberen Raum der Stickstoffkammer 3 verbunden ist. Über dem Öl in der Haupt- und Stickstoffkammer 2 bzw. 3 ist Stickstoff mit einem Überdruck eingeblasen. Dieser Stickstoffüberdruck soll mindestens so gross sein, dass bei niedrigstem Ölstand in der Hauptkammer 2 der Überdruck noch mit einem handelsüblichen Manometer mit zugehöriger Kontakteinrichtung kontrolliert werden kann.
Der maximale Überdruck bei höchstem Ölstand in der Hauptkammer 2, welcher ebenfalls auf die gleiche Art und vom gleichen Instrument kontrolliert wird, darf etwa 0,2 atü nicht überschreiten, da sonst Stickstoff vom Transformatoröl absorbiert wird. Um nun den Stickstoffüberdruck auf natürliche Art aufrecht erhalten zu können, ist eine dritte Kammer 4 (Ölvorlagekammer) erforderlich. Dem Stickstoffpolster ist also eine Ölsäule so zugeordnet, dass die beiden geforderten Grenzdrücke des Stickstoffes nicht über-bzw. unterschritten werden können. Die Ölvorlagekammer 4 ist neben der Hauptkammer 2 und über der Stickstoffkammer 3 angebracht. Eine Rohrleitung verbindet den unteren Raum der Stickstoffkammer 3 mit dem unteren Raum der Ölvorlagekammer 4.
Der Nachteil einer solchen Anordnung von Kammern besteht darin, dass die Stickstoffkammer und die Ölvorlagekammer mit grösserem Volumsinhalt ausgestattet werden müssen, als dies sonst für die normale Wärmedehnung des Stickstoffes bzw. des Transformatoröles notwendig wäre. Die Vergrösserung der beiden Kammern ist notwendig, um bei minimalstem Überdruck des Stickstoffes noch eine Messgrösse zu erhalten, welche mit handelsüblichen Instrumenten kontrolliert werden kann (um einen noch vorhandenen Stickstoff zu registrieren).
Die erfindungsgemässe Lösung setzt sich zum Ziele, alle diese vorher erwähnten Nachteile durch
<Desc/Clms Page number 2>
eine Neuanordnung der Kammern zu verhindern.
Gegenstand der Erfindung ist ein Dehngefäss mit Stickstoffvorlage oder einem andern Medium zur Verbesserung der Konservierung einer Flüssigkeit, wobei drei Kammern übereinander angeordnet sind.
Erfindungsgemäss ist die Hauptkammer, welche mit dem Flüssigkeitsbehälter verbunden ist, in der Mitte angeordnet, während sich die Flüssigkeitsvorlagekammer darüber und die Stickstoffkammer darun- ter befinden, wobei der obere Raum der Hauptkammer und der Stickstoffkammer einerseits und der un- tere Raum der Stickstoffkammer und der Flüssigkeitsvorlagekammer anderseits mittels Rohrleitungen untereinander verbunden sind. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in Fig. 2 dargestellt.
Die Hauptkammer 2 ist ebenfalls mit dem Transformatorkessel l verbunden. Die Stickstoffkammer 3 befindet sich darunter. Die oberen Räume der Hauptkammer 2t und der Stickstoffkammer 3 sind untereinander mit einer Rohrleitung verbunden. Über der Hauptkammer 2 ist nun die Ölvorlagekammer 4 untergebracht. Der untere Raum der Stickstoffkammer 3 und der Ölvorlagekammer 4 sind ebenfalls untereinander verbunden.
Durch diese den Bedingungen entsprechendere Anordnungder Kammern (Ölvorlagekammer 4 über der Hauptkammer 2 und Stickstoffkammer 3 unterhalb der Hauptkammer 2) ergibt sich auch bei kleinstem Ölstand in der Hauptkammer 2 noch eine genügend grosse Ölsäule, d. h. der kleinste Überdruck kann ohne Vergrösserung der Stickstoff-und Ölvorlagekammer 3 bzw. 4 erreicht werden.
Bei gegebenem aufzunehmenden oder abzugebenden Ölvolumenist die Druckschwankung umso geringer, je grösser die Höhendifferenz der Ölspiegel ist. Allein schon aus dieser Erkenntnis sind eine maximale Ölsäule und kleinste Abmessungen der Kammern anzustreben. Ein weiterer Vorteil ist noch der geringere Platzbedarf, welcher es bei Transformatoren mit kleiner und mittlerer Leistung gestattet, die drei Kammern zu einer Einheit auf dem Transformator direkt aufzubauen.