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Zuschnitt für vorgefertigte Kleidertaschen
Die Erfindung betrifft einen Zuschnitt für vorgefertigte Kleidertaschen, bestehend aus zwei, längs einer Biegekante aneinanderstossenden, verschieden grossen Stofflappen. Ziel der Erfindung ist, eine Verbesserung dieser in der brit. Patentschrift Nr. 845, 912 beschriebenen Ausbildung des Zuschnittes zu erzielen. In der genannten Patentschrift ist, wie bereits erwähnt, ein Zuschnitt für Kleidertaschen gezeigt, der aus zwei Stofflappen besteht, die verschieden gross sind und längs einer Biegekante aneinanderstossen.
Einer der Lappen besitzt hiebei am unteren Ende des Taschenschlitzes einen Vorsprung, der beim zweiten Lappen fehlt. Hiedurch weist der eine Stofflappen eine vom andern Stofflappen verschiedene geometrische Form auf. Dies ist vor allem hinderlich, wenn Taschen billig gefertigt werden sollen, die in grösseren Mengen gebraucht werden und deren Nähte und Ränder genügend fest und dauerhaft sein sollen. Der Nachteil des bekannten Zuschnittes wird vermieden, wenn erfindungsgemäss die Stofflappen geometrisch ähnliche Form aufweisen, wobei an der Übergangsstelle zwischen den Stofflappen mindestens eine Stufe vorgesehen ist, deren eine Kante in der Verlängerung der Biegekante liegt.
Durch die geometrisch ähnliche Ausbildung der Lappen und die erfindungsgemässe Anordnung der Stufe ist es möglich, den Zuschnitt zu vereinfachen und einen genügend grossen Einschlagrand vorzusehen, so dass die aus dem Zuschnitt gefertigte Tasche eine genügende Festigkeit aufweist und damit auch dauerhaft ist.
Die Erfindung wird an Hand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigen :' Fig. 1 einen Zuschnitt, aus dem eine Hosenseitentasche hergestellt wird, Fig. 2 das erste
Stadium der Herstellung der Tasche aus dem Zuschnitt der Fig. 1, Fig. 3 ein weiteres Stadium in der
Herstellung der Tasche gemäss Fig. 1, Fig. 4 einen Schnitt entlang der Linie IV-IV in Fig. 2, Fig. 5 einen Schnitt der Tasche nach dem Einbiegen des Randsaumes, Fig. 6 einen Schnitt entlang der Linie VI-VI in Fig. 3, Fig. 7 einen Zuschnitt, aus dem eine hintere oder Hüfttasche hergestellt wird, Fig. 8 das erste Stadium in der Herstellung der Hüfttasche aus dem Zuschnitt gemäss Fig. 7, Fig. 9 ein weiteres Stadium in der Herstellung der Hüfttasche, Fig. 10 einen Schnitt entlang der Linie X-X in Fig.
8, bevor der Rand- saumteil eingebogen wird, Fig. 11 einen Schnitt entlang der Linie X-X in Fig. 8 und Fig. 12 einen Schnitt entlang der Linie XII-XII in Fig. 9.
Zunächst wird auf die Fig. l - 6 der Zeichnungen Bezug genommen. Der in Fig. 1 dargestellte Zuschnitt 1 weist einen inneren Lappen 2 und einen äusseren Lappen 3 auf. Der innere Lappen 2 ist ein wenig kleiner als der äussere Lappen 3, wobei durch den Grössenunterschied ein Rand teil 4 geschaffen wird, aus dem nach dem Zusammennähen der Tasche ein übergefalteter Saum 4 gebildet wird, welcher sich über die volle Länge des Randes des Lappens 3 erstreckt.
Fig. 2 zeigt den äusseren Lappen 2 so gefaltet, dass er über dem inneren Lappen 3 zu liegen kommt : der Randteil 4 wird übergefaltet gezeigt. Der in Fig. 4 gezeigte Schnitt veranschaulicht den Randteil 4 vor dem Einbiegen in die in Fig. 5 gezeigte Stellung.
Die Lappen 2 und 3 und der Randteil 4 werden so übereinandergefaltet, dass die Randkante 5 des Lappens 2 gänzlich eingeschlossen ist. Dies ist aus Fig. 6 ersichtlich. Die überlappen Teile sind durch eire Steppnaht 7 aneinandergenäht.
Die Herstellung der'Hüfttasche, wie sie in den Fig. 7-12 gezeigt wird, ist ähnlich. Der Zuschnitt 8 besteht aus einem äusseren Lappen 9 und einem inneren Lappen 10. Der äussere Lappen 9 wird so gefaltet, dass er auf dem inneren Lappen 10 zu liegen kommt und die in Fig. 8 gezeigte Stellung einnimmt.
Da der Lappen 9 kleiner ist als der Lappen 10, bildet sich ein Randteil 11 entlang der beiden Seiten des Lappens 10. Ein beträchtlich grösserer Teil 12 ist am oberen Ende der Tasche freigelassen. Der Schnitt
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gemäss Fig. 10 erläutert dieses Stadium in der Herstellung der Tasche.
Die Randteile 11 sind eingebogen, so dass die randbildenden Seitenkanten 13 des Lappens 9 ganz eingeschlossen sind. Diese Stufe in der Herstellung der Tasche wird in den Fig. 9-11 wiedergegeben.
Die Randteile der Lappen 9 und 10 und die Randteile 11 werden weiter eingebogen, so dass die Kanten des Lappens 9 und die Randteile 11 gänzlich eingeschlossen sind. Die so eingefalteten Randteile sind durch Steppnähte 14 und 15, die sich über die ganzen Seitenlängen der Tasche erstrecken, abgenäht.
Ein Band und eine zusätzliche Steppnaht können gegebenenfalls bei jeder Tasche vorgesehen werden.