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Drehbarer Betätigungsgriff für das Verriegelungsgestänge einer Fahrzeugschiebetür
Die Erfindung bezieht sich auf einen drehbaren Betätigungsgriff für das Verriegelungsgestänge einer Fahrzeugschiebetür, wobei der Griff in einer Mulde der Türaussenhaut versenkt angeordnet und in zwei Lagern drehbar gelagert ist. Ihr liegt die Aufgabe zugrunde, einen derartigen Griff so anzubringen, dass das Eindringen von Wasser in das Innere des Türflügels mit Sicherheit vermieden wird. Darüber hinaus liefert die Erfindung einen Griff, der sich auf besonders einfache Weise montieren lässt.
Erfindungsgemäss ist das eine Lager als Kappe. ausgebildet, die eine für den Durchtritt des Verriegelungsgestänges dienende Durchbrechung in der Wand der Mulde überdeckt und mit der Muldenwand eine nach aussen dichte Kammer für einen am Verriegelungsgestänge angreifenden, auf dem nach innen ragenden Lagerzapfen des Griffes sitzenden Arm bildet. Damit ist zwischen dem aussen liegenden Griff und dem auf der Innenseite oder im Inneren des Türflügels befindlichen Verriegelungsgestänge eine Verbindung lediglich durch einen drehbaren Zapfen hergestellt, der in seinem Lager leicht so abgedichtet werden kann, dass jeder Wasserdurchtritt ausgeschlossen ist.
Dabei besteht vorzugsweise das zweite Grifflager aus einem festen Zapfen, der in eine Bohrung des Griffes ragt, wodurch auch am zweiten Lager jede Möglichkeit des Eindringens von Wasser in das Türinnere vermieden ist.
Zweckmässig ist der feste Zapfen derart ballig gestaltet, dass der Griff beim Zusammenbau in geneigter Lage aufsteckbar ist. Dadurch ist die Montage des Griffes wesentlich vereinfacht.
Weitere Merkmale und Vorteile des Betätigungsgriffes nach der Erfindung seien an Hand des gezeichneten Ausführungsbeispiels näher erläutert. In der Zeichnung zeigen : Fig. l eine Ansicht eines erfindungsgemäss gestalteten Aussengriffes, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-H in Fig. 1, Fig. 3 einen Schnitt nach der
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einen Längsschnitt durch das andere Grifflager in vergrössertem Massstab und Fig. 6 einen Schnitt nach Linie vI-VI in Fig. l gleichfalls in vergrossertem Massstab.
Der mit dem gezeichneten Griff ausgerüstete Türflügel, der für eine Schwenkschiebetür bestimmt ist, besteht wie üblich aus einer äusseren Blechhaut 1 und einer inneren Blechhaut 2, die miteinander durch einen nicht gezeichneten Rahmen verbunden sind. Zur Verriegelung der Tür dient ein teils innerhalb des Türflügels und teils auf dessen Innenseite angeordnetes Gestänge, von dem in der Zeichnung eine horizontal verlaufende Schliessstange 3 sichtbar ist. Diese Stange kann durch einen nicht gezeichneten Innengriff und durch den in der Zeichnung im einzelnen wiedergegebenen Aussengriff betätigt werden.
Der Aussengriff besteht aus einem U-förmigen, leicht gekröpften Bügel 4 mit Schenkeln 5. In seiner Grundstellung befindet dieser Griff sich in einer Mulde 6, die zur Aussenseite des Türflügels hin offen ist und durch einen Ausschnitt 7 in der Aussenhaut l und eine Vertiefung 8 in der Innenhaut 2 gebildet ist. Die Mulde 6 wird auf der Innenseite von einer muschelförmigen Schale 9 umschlossen.
Das obere Drehlager des Griffes 4 wird von einem Lagerkörper gebildet, der als Kappe 10 ausgebildet ist, die mit einem Teil der Schale 9 eine nach aussen geschlossene Kammer 11 bildet. Zur Abdichtung dienen Einlagen 12 und 13. Durch eine Bohrung 14 der einen Wand 15 der Kappe 10 erstreckt sich ein Zapfen 16, der aussen mit dem einenschenkel 5 des Griffes 4 verbunden ist und innen einen Arm oder Nocken 17 trägt. Die Bohrung 14 stellt die einzige Verbindung zwischen der Kammer 11 und dem Aussen-
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raum dar. Sie ist gegen Durchtritt von Wasser durch eine Zwischenlage 18 abgedichtet.
In dem die Kammer 11 nach innen abgrenzendenTeil der Schale 9 befindet sich eine Durchbrechung
19, durch die ein Finger 20 ragt, der einen Teil des Verriegelungsgestänges bildet. Dieser Finger ist mit der Schliessstange 3 in der in Fig. 1 schematisch angedeuteten Weise über eine Druckfeder 21 verbunden.
Wird der Griff 4 betätigt, so greift der Nocken 17 am Finger 20 an und erteilt ihm eine Verschiebung, die zunächst lediglich die Feder 21 zusammendrückt, hierauf jedoch die Stange 3 mitnimmt, um die Verriegelung auszulösen.
Zur Lagerung des Griffes 4 am unteren Ende dient ein ballenförmiger Zapfen 22, der in einem Lagerkörper 23 undrehbar befestigt ist. Eine Dichtungsscheibe 24 verhindert auch an dieser Stelle Durchtritt von Wasser. Der ballige Zapfen 22 ragt in eine im unteren Arm 5 befindliche Lagerbüchse 25.
Beim Zusammenbau wird zunächst der Lagerkörper 23 mit dem balligen Zapfen 22 in die Mulde 6 eingesetzt. Sodann werden die Teile 4, 10, 16 und 17 ausserhalb derMulde miteinander verbunden. Hierauf wird der Griff 4 mit seiner Lagerbüchse 25 über den balligen Zapfen 22 geschoben und zugleich mit seinem oberen Ende in die Mulde eingeschwenkt. Schliesslich wird die Kappe 10 durch Schrauben 26 mit der Schale 9 verschraubt.
. PATENTANSPRÜCHE : 1. DrehbarerBetätigungsgriff für das Verriegelungsgestänge einer Fahrzeugschiebetor, wobei der Griff in einer Mulde der Türaussenhaut versenkt angeordnet und in zwei Lagern drehbar gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, dass das eine Lager als Kappe (10) ausgebildet ist, die eine für den Durchtritt des Ver- riegelungsgestänges (20) dienende Durchbrechung (19) in der Wand (9) der Mulde (6) überdeckt und mit derMuldenwand eine nach aussen dichte Kammer (11) für einen am Verriegelungsgestänge (20) angreifenden, auf dem nach innen ragenden Lagerzapfen (16) des Griffes (4) sitzenden Arm (17) bildet, wobei vorzugsweise das zweite Grifflager aus einem festen Zapfen (22) besteht, der in eine Bohrung des Griffes (4) ragt.