AT237143B - Szintillator zum Zählen von α-Teilchen und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents

Szintillator zum Zählen von α-Teilchen und Verfahren zu seiner Herstellung

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AT237143B AT906062A AT906062A AT237143B AT 237143 B AT237143 B AT 237143B AT 906062 A AT906062 A AT 906062A AT 906062 A AT906062 A AT 906062A AT 237143 B AT237143 B AT 237143B
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  Szintillator zum Zählen von a-Teilchen und Verfahren zu seiner Herstellung 
Die Erfindung bezieht sich auf einen Szintillator zum Zählen von a-Teilchen und auf ein Verfahren zu seiner Herstellung. Es ist bekannt, für solche Szintillatoren anorganische Pulver als aktive Stoffe zu verwenden, die unter der Einwirkung der a-Teilchen aufleuchten, z. B. Zinksulfid. Ganz abgesehen von 
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Tatsache,Weglänge von a-Teilchen, eine weitere Schwierigkeit auf. Obgleich der anorganische aktive Stoff immer in sehr dünnen Schichten Verwendung findet, sind die Schichten infolge der Kornstruktur häufig jedoch nicht homogen genug, was die erforderliche Genauigkeit nachteilig beeinflusst. 



   Der Szintillator nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass er aus einem fluoreszierenden Kunststoffszintillator mit einer Dicke von höchstens 100   u   besteht, der aus einem fluoreszierenden organischen Stoff in fester Lösung in einem lichtdurchlässigen Material aufgebaut ist. Dieser Szintillator ist sehr homogen, so dass die mit ihm durchgeführten Messungen sehr genau sind. Weiter ist seine Dicke derartig, dass auch beim Vorhandensein anderer Strahlen nur a-Teilchen gezählt werden ; die Energie von   8-,   y- und kosmischen Strahlen ist so gross, dass sie durch den Szintillator hindurchgehen, ohne dass sie den wirksamen Stoff zum Szintillieren bringen. 
 EMI1.2 
 Stoffe in   festen Lösungen   Verwendung finden, sind   z.     B.   Polystyrol und Polyvinyltoluol.

   Insbesondere enthält der Szintillator auch einen Weichmacher. Das dünne Produkt ist dann weniger zerbrechlich. 



   Aus einer festen Lösung eines fluoreszierenden organischen Stoffes in einem lichtdurchlässigen Material bestehende Szintillatoren sind an sich bekannt. Sie wurden jedoch stets zum Bestimmen von   8-und   y-Strahlen verwendet, wobei sie die Form von Stäben, Zylindern oder Scheiben haben. 



   Die Erfindung bezieht sich weiter auf ein Verfahren zum Herstellen solcher   Szintillatoren.   Zu diesem Zweck wird eine sirupartige Flüssigkeit, die aus dem fluoreszierenden Szintillatorkunststoff, einem geeigneten Lösungsmittel und gegebenenfalls einem Weichmacher besteht, auf einen Träger aufgebracht und das Lösungsmittel verdampft, wobei die Konzentration der Flüssigkeit und die Dicke der aufgebrachten Schicht derartig sind, dass sich nach Verdampfen   des Lösungsmittels ein Szintillator   mit einer Dicke von höchstens 100 li ergibt. Die sirupartige Flüssigkeit wird auf einen Träger von z. B. Glas oderMethylpolymetacrylat aufgebracht. Die Verdampfung des Lösungsmittels,   z. B. des Methylisobutylketons, karm   in einer kontrollierten Atmosphäre oder an der Luft erfolgen.

   Der erhaltene Film kann erfindungsgemäss entweder auf dem Träger verbleiben, der in diesem Fall vorteilhaft in Form eines Lichtführers aufgebaut sein kann, der sich dazu eignet, die emittierten Photonen dem Detektor,   z. B.   einem Photoelektronenvervielfacher, zuzuführen, oder aber vom Träger abgelöst und dann gesondert verwendet oder auf einen andern Träger aufgebracht werden. Dies hängt vom verwendeten Träger ab. Findet ein Glasträger Verwendung, so ist der Film ablösbar. Dies kann in Wasser oder trocken erfolgen, je nach der Dicke und Zerbrechlichkeit des erhaltenen Films. Finden ein Träger aus Methylpolymetacrylat und reines Methylisobutylketon als Lösungsmittel Verwendung, so ist der Film nicht vom Träger lösbar, weil das Lösungsmittel 

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 den Träger oberflächlich angegriffen hat.

   Der Film sitzt dann fest auf dem Träger. Dieses Verfahren hat den Vorteil, dass sich ein mechanisch festes Ganzes ergibt. Der Träger kann dabei als Lichtführer dienen.
In diesen   Trägern.   können nach dem Aufbringen und Trocknen verschiedenartige Risse entstehen, die vom
Fachmann mit dem   englischenAusdruck"crazing"bezeichnet werden. DieserMangel lässt   sich durch eine
Wärmebehandlung beheben. 



   Auf diese Weise sind fluoreszierende Kunststoffszintillatoren mit einer Dicke zwischen 10 und   100 IL   erzielbar. 



   Gemäss einem besonderen Verfahren werden Späne eines fluoreszierenden Kunststoffszintillators in reinem Methylisobutylketon in einer Konzentration von 40% gelöst. Das Gemisch muss tüchtig gerührt werden, um eine   guteHomogenität   zu erhalten. Erforderlichenfalls wird die   sirupartige Flüssigkeit filtriert,   z. B. durch geschmolzenes Glas mit einer Porosität I oder II. Die Flüssigkeit kann auch im Vakuum entgast werden. Das Bestreichen des Trägers erfolgt in einer trockenen vor Staub und   Lufiströmen geschützten Um-   gebung. Die Oberfläche des aus Glas oder Methylpolymetacrylat bestehenden Trägers muss völlig flach und horizontal sein. Das Bestreichen erfolgt mit Hilfe einer scharfen Kante eines kleinen Schabers   z.

   B.   inForm eines Parallelepipedes oder mit Hilfe der Erzeugenden eines umlaufenden zylindrischen Schabers. 



  Der Abstand zwischen dem Schaber und dem Träger und die Gestalt des Schabers beeinflussen die Stärke des erhaltenen Films, die sich auf diese Weise einstellen lässt. Die Bewegung des Schabers   und des Trägers   in bezug aufeinander ist dadurch erzielbar, dass sich entweder der Träger oder der Schaber oder beide bewegen. In bestimmten Fällen kann eine relative Verschiebung des Trägers in bezug auf den Schaber gemäss einer Zickzacklinie vorteilhaft sein. 



   Das Trocknen erfolgt vorzugsweise an der Luft bei einer Temperatur von etwa 400 C in einer trockenen   staub-und luftstromfreien Umgebung. Es   kann auch in einer kontrollierten Atmosphäre erfolgen,   z. B.   unter herabgesetztem Druck und/oder in einer mit Dämpfen des Lösungsmittels gesättigten Atmosphäre. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Szintillator zum Zählen von a-Teilchen, dadurch gekennzeichnet, dass er aus einem fluoreszierendenKunststoffszintillator mit einer Dicke von höchstens 100   IL   besteht, der aus einem fluoreszierenden organischen Stoff in fester Lösung in einem lichtdurchlässigen Material aufgebaut ist.

Claims (1)

  1. 2. Szintillator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass er weiter einen Weichmacher enthält.
    3. Verfahren zumHerstelIen eines Szintillators nachAnspruch l oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine sirupartige Flüssigkeit, die aus dem fluoreszierenden Szintillatorkunststoff, einem geeigneten Lösungsmittel und gegebenenfalls einem Weichmacher zusammengesetzt ist, auf einen Träger aufgebracht und das Lösungsmittel verdampft wird, wobei die Konzentration der Flüssigkeit und die aufgebrachteDicke derartig sind, dass sich nach dem Verdampfen des Lösungsmittels ein Szintillator mit einer Dicke von höchstens 100 li ergibt.
AT906062A 1961-11-21 1962-11-19 Szintillator zum Zählen von α-Teilchen und Verfahren zu seiner Herstellung AT237143B (de)

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