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Mantelprofil mit leistenartigen Vorsprüngen, insbesondere für Fenster und Türen
Die Erfindung betrifft ein Mantelprofil mit leistenartigen Vorsprüngen, insbesondere für Fenster und Türen aus einem Giessharz, z. B. auf Polyesterbasis, mit Glasfaserverstärkung und einer Einlage. Die Einlage selber kann verschieden sein. Sie ist z. B. als Kerneinlage, die aus einem entsprechenden Schaumstoff bestehen kann, als luftgefüllter Schlauch u. dgl. m. ausgebildet. Wesentlich ist nun bei derartigen Erzeugnissen vor allem, dass sich die Glasfaserverstärkung gleichmässig über den gesamten Querschnitt des Profils erstreckt, da andernfalls an Stellen, die nicht genügend mit Glasfasern versehen sind, die Gefahr eines Bruches besteht. Die bisher bekannten Glasfasereinlagen, z.
B. gewebte Schläuche, gaben zwar im Querschnitt kreisrunden Kunststoffteilen, wie z. B. Rohren, eine gewisse Festigkeit. Sie sind aber in der Herstellung relativ teuer und besitzen ferner für dieVerstärkung einesGiessharzes auch nicht die vorteilhafte Struktur, wie sie demgegenüber Glasfasermatten bzw. -bahnen zu eigen sind. Auch ist es nicht möglich, mittels eines solchen Schlauches den Anschlagleisten, Befestigungsleisten u. dgl. eines Profils oder Rahmens die notwendige Versätrkung zu geben.
Mit der Erfindung soll eine einwandfreie Glasfaserverstärkung der leistenartigen Vorsprünge, Anschlagleisten usw. derartiger Profile geschaffen werden, wobei ferner die Aufgabe besteht, dies mit einfachen Mitteln, d. h. in wirtschaftlicher Weise zu erreichen. Demnach schlägt die Erfindung in erster Linie vor, dass als Verstärkung ein aus zwei längsverlaufenden, gegebenenfalls für sich zweischichtigen
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Es zeigen Fig. l eine gemäss der Erfindung ausgebildete Glasfaserverstärkung im Schnitt und Fig. 2 im kleineren Massstab, ebenfalls im
Querschnitt, ein mit der Glasfaserverstärkung gemäss Fig. l versehenes Mantelprofil, einschliesslich der es umgebenden Form.
Die Glasfaserverstärkung besteht (s. Fig. l) aus zwei längsverlaufenden Bahnen 1, 2, die an ihren Sei- ten bei 3 und 4 miteinander vernäht sind. Hiedurch ist eine schlauchförmige Verstärkung geschaffen, die (s. Fig. 2) voll und ganz dem gewünschten Profil entspricht, wobei die aneinanderliegenden Seiten der Bahnen dieGlasfaserverstärkung 5, 6 für die seitlichen Anschlagleisten 7, 8 des Mantelprofils gemäss Fig. 2 bilden.
Bei nicht diametral gegenüberliegendenanschlagleisten kann die Glasfaserverstärkung aus zwei Bah- nen entsprechender, unterschiedlicher Breite gebildet werden. Dies zeigt das Ausführungsbeispiel, bei dem sich die Nähte 3, 4 bzw. die Randleisten 7, 8 im oberen Bereich des Rahmens gegenüberliegen, so dass die Breite der Bahn 2 entsprechend kleiner als die der Bahn 1 gewählt wurde. Im übrigen ist es von Vorteil, wenn dieBahnen 1, 2 jeweils aus einer inneren Glasfaserbahn A mit gröberer Struktur und je einer äusseren Glasfaserbahn B mit feinerer Struktur bestehen bzw. zusammengesetzt sind.
Bei der Herstellung, im Ausführungsbeispiel eines Fensterrahmens, wird so vorgegangen, dass der aus den Bahnen gebildete, z. B. genähte, geheftete oder anderwertig zusammengesetzte Glasfaserschlauch in denFormunterteil 9 eingelegt wird, wobei der Schlauch die in der Zeichnung nicht gesondert dargestellte Einlage umgibt. Dann wird der Formoberteil 10 aufgesetzt, wobei dieser mit seinen umlaufenden Leisten 11 die seitlichen Teile 5, 6'der Glasfaserverstärkung so zusammenquetscht, dass an dieser Stelle zwar beim Giessvorgang die in der Form befindliche Luft, jedoch nicht das Giessharz austreten kann. Nach Beendigung des Giessvorganges und Aushärten des Giessharzes werden die seitlich überstehenden, nicht vom Giessharz durchtränkten Teile der Glasfaserverstärkung abgeschnitten.