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Magnetischer Handhammer
Mit der Erfindung wird angestrebt, die bekannten Magnethämmer dadurch zu verbessern, dass vom
Hammer auch zwei und mehr Nägel oder sonstige Befestigungselemente auf einmal in einer gewünschten
Anordnung und in vorbestimmtem Abstand von einander aufgenommen, gehalten und eingeschlagen wer- den können.
Gemäss der Erfindung wird das Ziel dadurch erreicht, dass in einer oder in jeder der beiden Arbeits- flächen des Hammers (Bahn oder Finne) zwei oder mehr dauermagnetische Pole bzw. Polpaare (Anziehungszentren) in einem vorbestimmten Abstand und in einer vorbestimmten Anordnung zueinander und in bezug auf den Stiel geschaffen werden. Die magnetischen Anziehungszentren werden gemäss der Erfindung entweder durch an sich bekanntes Einsetzen von entsprechend magnetisch isolierten Dauermagneten beliebigen Querschnitten, oder durch mehrfaches Schlitzen der magnetisierten oder nachträglich zu magneti- sierenden Hammer arbeitsflächen geschaffen. Die Magnete werden zweckmässigerweise für einen Bauspenglerhammer in eine Reihe in Richtung des Hammerstieles, für einen schwarzdeckerhammer quer gesetzt.
Ferner wird mit der Erfindung angestrebt, den bekannten Absplitterungsschutz für eingesetzte spröde Dauermagnete beiMagnethämmern, die das Mehrfachaufnehmen von Nägeln ermöglichen, in vorteilhafter Weise anzuwenden bzw. neue einfache und wirksame Formen für diesen Schutz zu entwickeln. Die bekannten Ausführungen solcher Schutzelemente sind nicht nur mit ziemlich erhöhten Fertigungskosten verbunden, sondern sie beanspruchen mehr Hammerfläche als die Dauermagnete selbst. Da beim erfindungsgemässen Hammer die verfügbare Hammer-Arbeitsfläche aber besser ausgenutzt werden muss, um entsprechende Magnetentfernungen zu erhalten, musste die Konstruktion des Splitterschutzes vereinfacht werden.
Diese Aufgabe wird beim erfindungsgemässen Hammer dadurch gelöst, dass entweder die in Bohrungen der Arbeitsfläche sitzenden Dauermagnete durch Pfropfen gleichen Querschnittes abgedeckt sind, die aus zähem Stahl, Kupfer, Aluminium, Messing, Kunststoff oder sonstigem Werkstoff mit geringer Permeabilität, (aus diamagnetischem Werkstoff) bestehen und in die mit möglichst über die Länge mit unverändertem Querschnitt hergestellten, zur Aufnahme der Magnete bestimmten Öffnungen eingesetzt sind. Durch eine geringe Verjüngung der Öffnungen nach aussen kann die Haltbarkeit der Einsätze erhöht werden. Es kann aber auch die gesamte Hammer-Arbeitsfläche durch eine Platte oder eine Haube aus einem Werkstoff abgedeckt werden, der die Lokalisierung der magnetischen Zentren höchstens unwesentlich beeinflusst.
Durch richtige Bemessung der Plattendicke im Verhältnis zur Stärke der magnetischen Anziehungskraft der vorgesehenen Haltezentren bleiben diese in genügender Wirkung erhalten. Die Befestigung der platten-oder haubenartigen Abdeckung ist besonders einfach. Über die gesamte Arbeitsfläche des Hammers reichende Schutzplatten sind zwar bekannt, deren Ausbildung-un Befestigungsart lässt sich jedoch ohne störende Wirkung auf die erfindungsgemässe Anordnung mehrerer Magnetzentren nicht anwenden.
Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung in einigen beispielsweisen Ausführungsformen dargestellt.
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In Fig. 6 bezeichnet 15 die Abdeckplatte und 16 deren Befestigungsstift. In den Fig. 7-9 sind die Schlitze bzw. die Isolier- und/oder Klebeschichten mit 17 und die Magnetpole der geschlitzten Ausführungen mit 18 und 19 bezeichnet.
Fig. l zeigt einen erfindungsgemässen Magnethammer mit mehreren eingesetzten Dauermagneten in
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Seitenansicht. Fig. 2 zeigt die Unteransicht einer Hammerbahn mit zwei eingesetzten Dauermagneten. Es ist ein Hammer mit länglicher, in die Richtung des Hammerstieles gestellter Bahn, wie er mit Vorteil von Bauspenglern zur Befestigung der Haftbleche für die Dacheindeckung mit Blech verwendet werden kann. Die Haftbleche brauchen nicht wie bisher üblich vorher gelocht zu werden. Die zwei vom Hammer gehaltenen Nägel werden mit einem Schlag durch die Haftbleche in die Dachschalung getrieben. Fig. 3 zeigt einen solchen Hammer im Kreuzriss.
Fig. 4 ist dieUnteransicht einer etwa quadratischen Hammerbahn mit vier eingesetztenDauermagne-
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haft, weil wahlweise die in einer parallel oder senkrecht zum Hammerstiel liegenden Reihe angeordneten
Magnetzentren zur Aufnahme vo n Nägeln verwendet werden können.
Fig. 6 zeigt einen Absplitterungsschutz in Form einer die ganze Hammerbahn überdeckenden Abdeckplatte, die beispielsweise mit dem Hammer einfach vernietet ist.
Fig. 7 zeigt einen Hammer mit zweifach geschlitzter Arbeitsfläche. Fig. 8 ist die Unteransicht hiezu.
Der Schlitz kann auch ein Kreuzschlitz sein, der mit Vorteil bei annähernd quadratischer oder annähernd kreisförmiger (oder ovaler) Ausbildung desBahnquerschnittes angewendet werden kann. Der Hammer nach den Fig. 7 und 8 weist zweiMagnetzentren analog dem Hammer nach den Fig. l und 2 auf, weil die Zentren hier durch die Schlitze erzielt werden. Fig. 9 zeigt die Ausbildung der Schlitze für mehr als zwei Zentren.
In Fig. 10 ist ein Sattlerhammer gezeigt, dessen Absplitterungsschutz durch eingesetzte Pfropfen erzielt ist und dessen Arbeitsfläche z. B. nach Fig. 11 ausgebildet sein kann.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Magnetischer Handhammer für das Einschlagen von Nägeln oder sonstigen Befestigungselementen, dadurch gekennzeichnet, dass in einer oder in jeder der beiden Arbeitsflächen zwei oder mehr dauerinagnetische Pole bzw. Polpaare in einem vorbestimmten Abstand von einander und in einer vorbestimmten Anordnung zueinander und in bezug auf den Stiel zur gleichzeitigen Aufnahme und zum Halten bzw. gleichzeitigen Einschlagen von zwei oder mehr in vorbestimmtem Abstand und vorbestimmter Anordnung zueinander anzubringenden Befestigungselementen angeordnet sind.