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Für Gas- und Wasserinstallationen geeignetes
Zylinderkükenventil mit Gussgehäuse
Die Erfindung bezieht sich auf ein für Gas - und Wasserinstallationen geeignetes Zylinderkükenventil mit
Gussgehäuse, dessen Durchlassbohrung und Führungsbohrung mit büchsenförmigen, einander durchdringenden
Auskleidungen versehen sind, die am Ort der gedachten Durchdringungslinien mit der Innenfläche des
Gussgehäuses Schwalbenschwanznuten bilden, worin mit dem Zylinderküken zusammenarbeitende Dichtringe aus flexiblem Material eingesprengt sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei Ausführungen der genannten Art eine unter allen Betriebsbedingungen klemmfreie Verstellung des Zylinderkükens zu gewährleisten, u. zw. mit einem Kraftaufwand, der wesentlich geringer ist als bei den bisher bekannten Ausbildungen, bei welchen das Küken unmittelbar über eine an ihm angebrachte, in Richtung seiner Drehachse verlaufende Antriebswelle verstellbar ist.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass für das Zylinderküken ein Zahnritzelantrieb vorgesehen ist, dessen auf dem Küken sitzender Zahnring über einen Umfang von mindestens 900 verzahnt ist, während die Spindel für das Ritzel durch den Ventilgehäusedeckel nach aussen geführt ist, wobei auf dem Zylinderküken in seiner Drehachse eine Anzeigewelle festsitzt, welche durch eine Passbohrung des Ventilgehäusedeckels nach aussen geführt ist.
Die auf dem Zylinderküken sitzende Welle dient also sowohl zur Anzeige der Winkelstellung des Zylinderkükens als auch zu dessen radialer Abstützung im Ventilgehäusedeckel, wobei durch diese radiale Abstützung nicht nur die mit dem Zylinderküken zusammenarbeitenden Dichtringe entlastet sind, sondern auchder gegen radiale Verschiebungen noch empfindlichere Zahnritzelantrieb, wodurch die angestrebte, nur geringe Kraft erfordernde und klemmfreie Verstellung des Zylinderkükens erzielt wird.
Ein weiterer Vorteil ist darin gelegen, dass bei jedem Öffnen und Schliessen des Ventils eine geringe Menge der zu steuernden Flüssigkeit zum Zahnritzelantrieb gelangen und diesen benetzen kann, oder dass-insbesondere beim Einbau des Zylinderkükenventils in eine Gasinstallationder den Zahnritzelantrieb aufnehmende Raum zwischen dem Ventilgehäusedeckel und der Oberseite des Zylinderkükens mit Fett ausgefüllt werden kann, so dass die Antriebsorgane nicht trocken laufen.
In den Durchführungen der Betätigungsspindel für das Ritzel und/oder der Anzeigewelle können dabei eingesprengte Dichtringe angeordnet sein, was deshalb möglich ist, weil während der beiden Betriebsstellungen des Zylinderkükens, also während der Offenstellung und der Schliessstellung desselben, der den Zahnritzelantrieb aufnehmende Raum unterhalb des Ventilgehäusedeckels drucklos ist, wodurch sich die Verwendung von Stopfbuchsenpackungen erübrigt, was auch den Vorteil der Wartungsfreiheit und der geringeren Reibung hat und somit eine weitere Vereinfachung der Bedienung mit sich bringt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes wiedergegeben. Fig. 1 zeigt das Zylinderkükenventil im Seitenriss, u. zw. zur Hälfte in axialem Schnitt. Fig. 2 ist eine Stirnansicht, ebenfalls bei teilweisem Schnitt. Fig. 3 veranschaulicht das Ventil in Draufsicht, wobei gemäss der linken Hälfte dieser Figur der Deckel entfernt und ein Teil des Gussgehäuses geschnitten ist. Fig. 4 gibt
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eine Einzelheit im Radialschnitt und grösseren Massstab wieder.
Mit 1 ist das Gussgehäuse des Zylinderkükenventils bezeichnet, dessen Durchlassbohrung und
Führungsbohrung mit büchsenförmigen, einander durchdringenden Auskleidungen 2, 3, 3'versehen sind, die am Ort der gedachten Durchdringungslinien mit der Innenfläche des Gussgehäuses 1 Schwalben- schwanznuten 8 bilden, worin mit dem Zylinderküken 4 zusammenarbeitende Dichtringe 7 aus flexiblem
Material eingesprengt sind. Die büchsenförmigen Auskleidungen der Durchlassböhrung und der Führung- bohrung können als eingepresste Kunststoffrohre oder Emailmäntel ausgeführt sein. Im Bereich der ge- dachten Durchdringungslinien der büchsenförmigen Auskleidungen ist die Innenfläche des Gussgehäuses 1 abgeschrägt.
Durch die schwalbenschwanzförmige Ausbildung der Nuten 8 wird einem Herausspringen der flexiblen Dichtringe 7 beim Drehen des Zylinderkükens 4 vorgebeugt. Die Durchlassbohrung des Kükens ist mit 6 bezeichnet. Die Dichtringe 7 bewirken das seitliche Abdichten des Zylinderkükens 4 gegenüber der Kreisringfläche der Auskleidung 2.
Für die Betätigung des Zylinderkükens 4 ist ein Zahnritzelantrieb vorgesehen, dessen auf dem Küken sitzender Zahnring 9 über einen Umfang von etwas mehr als 900 verzahnt ist, während die Spindel 10 für das Ritzel 10'des Antriebes durch den Ventilgehäusedeckel 5 nach aussen geführt ist. Das Zylinderküken
4 weist dabei eine mit ihm fest verbundene und sich in Richtung seiner Drehachse erstreckende Anzeige- welle 11 auf, welche eine Passbohrung des Ventilgehäusedeckels 5 durchsetzt und die jeweilige Dreh- stellung des Kükens erkennen lässt. In den Durchführungen der Betätigunsspindel 10 und der Anzeigewelle
11 sind Dichtringe 12 bzw. 12'eingesprengt.
Zur klemmfreienverdrehung des Zylinderkükens 4 bedarf es zufolge der durch den Zahnritzelantrieb gegebenen Untersetzung nur einer geringen Antriebskraft. Beim Drehen des Zylinderkükens werden die Dichtringe 7 bei halber Drehung in der Horizontalen freigegeben, wodurch eine geringe Menge der mittels des Zylinderkükenventils zu steuernden Flüssigkeit in den unterhalb des Ventilgehäusedeckels 5 befindlichen, den Ritzelantrieb enthaltenden Raum gelangen kann, so dass die Antriebsorgane nicht trocken laufen. Solcherart wird auch jeder Inkrustation der einzelnen Teile des Zahnritzelantriebes vorgebeugt. Soll das Zylinderkükenventil zur Steuerung von Gasen verwendet werden, dann wird bei der Fertigmontage der den Zahnritzelantrieb aufnehmende Raum mit Fett ausgefüllt.
Eine Druckbelastung der in den Durchführungen der Betätigungsspindel 10 und der Anzeigewelle il eingesprengten Dichtringe 12 bzw. 12'tritt nur während des Öffnens und Schliessens des Ventils, nicht aber auch in der Offen- bzw.
Schliessstellung selbst ein. Da das Zylinderküken 4 über dessen Anzeigewelle 11 in der Passbohrung des Ventilgehäusedeckels 5 radial abgestützt ist, sind nicht nur die Dichtringe 7 entlastet, sondern auch der gegen radiale Verstellungen besonders empfindliche Zahnritzelantrieb, wodurch eine klemmfreie Verdrehung des Zylinderkükens bei geringer Antriebskraft gewährleistet ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Für Gas-und Wasserinstallationen geeignetes Zylinderkükenventil mit Gussgehäuse, dessen Durchlassbohrung und Führungsbohrung mit büchsenförmigen, einander durchdringenden Auskleidungen versehen sind, die am Ort der gedachten Durchdringungslinien mit der Innenfläche des Gussgehäuses Schwalbenschwanznuten bilden, worin mit dem Zylinderküken zusammenarbeitende Dichtringe aus flexiblem Material eingesprengt sind, gekennzeichnet durch die Anwendung eines Zahnritzelantriebes für das Zylinderküken (4), dessen auf dem Küken sitzender Zahnring (9) über einen Umfang von mindestens 90 verzahnt ist, während die Spindel (10) für das Ritzel (10') durch den Ventilgehäusedeckel (5) nach aussen geführt ist, wobei auf dem Zylinderküken (4)
in seiner Drehachse eine Anzeigewelle (11) festsitzt, welche durch eine Passbohrung des Ventilgehäusedeckels (5) nach aussen geführt ist.