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Steh-Stütze
Man hat sich schon früher mit der Konstruktion einer einachsigen Steh-Stütze befasst, bestehend aus einer Tragachse, einem darauf befestigten Sitz und einem gewölbten damit verbundenen beschwerten
Sockel, der in der Art eines"Stehaufmännchens"funktioniert.
Trotzdem diese Steh-Stützen im allgemeinen befriedigten, bemerkte man, dass ihre Anwendung gelegentlich abgelehnt wurde, weil die Schwingungsmöglichkeiten solcher einfüssiger Steh-Stützen ein Unsicherheitsgefühl des Benützers aufkommen liessen.
Es sind ferner Konstruktionen von Steh-Stützen bekannt, welche bei vertikaler Gebrauchsstellung die
Stabilität eines Dreibeines besitzen. Bei solchen bekannten Konstruktionen ist jedoch die Ausschwingbar- keit in allen Richtungen nicht vorhanden. Somit fehlt die Anpassungsfähigkeit des Sitzes an eine gewünschte Schräglage.
Im Sinne der Erfindung wird demgegenüber eine Steh-Stütze geschaffen, welche nicht allein bei vertikaler Gebrauchsstellung die Stabilität eines Dreibeines besitzt, sondern bei Gebrauch in der jeweils gewünschten Schräglage einen guten Halt bietet.
Die in allen Richtungen ausschwingbare Steh-Stütze im Sinne der Erfindung besteht aus einer Tragachse mit an ihren Enden befindlichem Sitz und bombiertem Sockel. Der Scheitel der gegen den Boden gerichteten Fläche berührt den Boden entlang einer Ebene und an deren Peripherie befindet sich eine seitlich aufsteigende Fläche. Diese seitliche Fläche ist konvex gebogen und gestattet hiedurch die erfindungsgemässe Ausschwingbarkeit der Steh-Stütze.
Die weiteren Vorteile und Besonderheiten dieser Erfindung gehen aus der im folgenden gegebenen Beschreibung hervor ; diese bezieht sich auf die Zeichnungen, die als Beispiele für die unbeschränkten Aus- führungsmöglichkeiten dienen und die praktische Auswertung der Erfindung erläutern, wobei ihre Besonderheiten und Merkmale, die sowohl aus dem Text, wie auch aus den Zeichnungen hervorgehen, selbstverständlich als Teile derselben zu betrachten sind.
Fig. 1 zeigt eine Ansicht der Steh-Stütze, d. h. des Erfindungsgegenstandes in Grundstellung, Fig. 2 zeigt die gleiche Steh-Stütze in einer geneigten Gebrauchsstellung. Fig. 3 ist eine Detailwiedergabe.
Fig. 4 zeigt eine der möglichen Varianten.
Wie aus Fig. 1 und 2 ersichtlich wird, besteht die Steh-Stütze aus dem eigentlichen Sitz 1, der meistens gepolstert wird, der Tragachse 2 und dem Sockel 3, welcher mit schwerem Material, wie Gusseisen, Beton usw., so stark beschwert ist, dass die Steh-Stütze in ihre vertikale Grundstellung zurückgeht, sobald der Benützer sich davon erhebt oder sie entlastet.
Es ist zu beachten, dass der Punkt, an welchem der Sockel jeweils am Boden haftet, als Zentrum für eine unbeschränkte Zahl von Neigungswinkeln - je nach der Stellung des Benützers - dienen kann. Zum Zwecke guter Haftung auf dem Boden ist die Unterseite des Sockels mit gerilltem Gummi versehen 4.
Gemäss der Erfindung befindet sich an der konvexen Unterseite des Sockels 3, die auf einer geometri- schen Ebene liegende Mittelpartie A, durch welche bei vertikaler Verwendungsstellung der Steh-Stütze ein sicherer Halt gewährleistet wird.
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Aus diesem Grunde hatder Benützer kein Unsicherheitsgefühl. Trotzdem besitzt der Benützer die Mög- lichkeit, eine sogenannte Sitz-Position einzunehmen, d. h. den Stehsitz so zu neigen, dass die Stehstütze nur auf einem Punkte der Partie B aufliegt und durch den Benutzer in der Art eines Stocksitzes (Jagdstuhl) gehalten wird. Durch das Gewicht des Sockels 3 geht die Steh-Stütze automatisch in ihre vertikale Grund- stellung zurück, sobald sie nicht mehr belastet wird.
Die flache Partie A entsteht, indem die zentrale Kuppe der Sockel Unterfläche 3 so abgenommen wird, dass die Ränder der Schnittfläche auf einer geometrischen Ebene liegen.
Wie ferner- aus Fig. 1 und 3 ersichtlich ist, kann die Mittelpartie A des Sockels in der Richtung des KugelzentrumsderKuppe eingebuchtet werden, so dass sie eine konkave Form 3a erhält, wobei die Über- gangsstellung zwischen konkaver und konvexer Sockel-Unterfläche auf einer geometrischen Ebene liegen und die fixen Auflagestelle in Ruhestellung der Steh-Stütze bilden.
Selbstverständlich kann der gerillte Gummiüberzug an der Partie A weggelassen werden oder aber auch die konkave Einbuchtung 3a überdecken, wie dies in Fig. 3 ersichtlich ist.
Im übrigen kann eine Variante dieser Steh-Stütze gemäss Fig. 4 ausgearbeitet werden. Bei dieser besteht der die Tragachse 2 stützende Sockel 5 aus drei oder vier Füssen 6, die bei vertikaler Stellung der
Steh-Stütze als fixe Stützpunkte dienen und das Ruhe- oder Grundstellungsgebiet A begrenzen. Diese Fü- sse besitzen je eine leichte geschweifte Verlängerung 7, die so lang ist, dass bei eigentlicher "Steh-Sitz- Stellung" (d. h. bei einer zirka 300 von der vertikalen Stellung abweichenden Neigung) des Benützers die Verlängerungen von je zwei nebeneinanderliegenden Füssen den Stützpunkt der Steh-Stütze bilden. Die Verlängerungen 7 können mit einem Gleitschutzüberzug 8 versehen werden.
Der Sockel kann beschwert sein, damit die Steh-Stütze bei Nichtbenützung automatisch in ihre Grundstellung zurückgeht.
PATENTANSPRÜCHE :
1. In allen Richtungen ausschwingbare Steh-Stütze, welche aus einer Tragachse mit an ihren Enden befindlichem Sitz und bombiertem Sockel besteht, wobei der Scheitel der gegen den Boden gerichteten Fläche des Sockels, an deren Peripherie sich seitlich aufsteigende Flächen befinden, den Boden entlang einer Ebene berührt, dadurch gekennzeichnet, dass diese seitlichen Flächen (B) konvex gebogen sind.