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Verfahren zum Herstellen von erhabenen Mustern auf der
Formfläche einer Hohlform
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tes einer Zeichnung mit einem Schwarzweiss-Muster in vergrösserter Darstellung, Fig. 2 einen Schnitt durch einen Teil einer Hohlform mit einem auf der Formfläche vorgesehenen Muster, Fig. 3 eine schaubildliche
Ansicht eines Teiles der Form, Fig. 4 eine Draufsicht auf einen Teil einer Metallplatte, auf die das ia Fig. l gezeigte Muster in der gewünschten Grösse durch Photogravur reproduziert ist, Fig. 5 einen Schnitt durch diese Metallplatte nach der Linie V-V in Fig. 4, Fig. 6 einen Schnitt durch die gleiche Platte, nachdem sie auf der gravierten Seite mit einer säurebeständigen bituminösen Wachsschicht überzogen ist, Fig.
7 einen Schnitt durch die gleiche Platte bei der Abnahme des überschüssigen Wachses derart, dass Wachs nur noch in den Vertiefungen verbleibt, Fig. 8 einen Schnitt durch die gleiche Platte nach Aufpressen eines Blattes Zellstoffpapier, Fig. 9 einen Schnitt durch die Platte beim Abziehen des Papiers, an dem die in den Vertiefungen der Platte eingebrachten Wachsteile haften, Fig. 10 einen Schnitt durch einen Teil der Form entsprechend Fig. 2 mit aufgerauhter Farmfläche, Fig. 11 eine Ansicht der Form in Richtung der Pfeile XI-XI in Fig. 10, Fig. 12 einen Schnitt durch den in Fig. 10 gezeigten Teil der Form nach dem Auflegen des Zellstoffpapiers, wie es gemäss Fig. 9 gewonnen wurde, Fig. 13 einen Schnitt entsprechend Fig. 12 beim Abziehen des Papiers, wobei die an dem Papier befindlichen Wachsteile an der Formfläche haften bleiben, Fig.
14 einen Schnitt durch die Form nach dem Ätzen der Formfläche, Fig. 15 einen Schnitt durch die Form nach dem Entfernen des Wachses, und Fig. 16 die schaubildliche Ansicht eines in dieser Form hergestellten Gegenstandes.
Der herzustellende Gegenstand, z. B. der in Fig. 16 dargestellte Papierkorb, besteht aus Kunststoff, wie Polyäthylen, und weist auf seiner Oberfläche eine Ledernarbung auf. Um eine solche Musteiung auf der Oberfläche der herzustellenden Gegenstände zu erzielen, muss die Form mit einem entsprechenden erhabenen Muster versehen sein. Ein solches Muster ist in Fig. 1 als Zeichnung auf einem Stück Papier 10 dargestellt, und mit 11 bezeichnet. Es kann auch durch Photographieren eines Stückes Naturleder hergestellt werden. Die so hergestellte Zeichnung wird sodann durch Photogravur, vorzugsweise in kleinerem Massstab, auf eine Metallplatte 12 übertragen, wie dies dem Fachmann bekannt ist, so dass auf der Platte den natürlichen Ledernarben entsprechende Vertiefungen 13 entstehen.
Die zwischen diesen Vertiefungen stehenbleibenden Flächen sind in Fig. 5 mit 14 bezeichnet. Die fertige Form 15 (Fig. 2 und 3), die beispielsweise aus Hartmetall bestehen kann, muss diesen Vertiefungen entsprechende Erhöhungen 16 und zwischen diesen den erhöhten Flächen 14 entsprechende Vertiefungen 17 aufweisen. Zur Übertragung des auf der ebenen Platte 12 vorgesehenen Musters auf die räumlichen Formflächen 18 der Form 15 dient das erfindungsgemässe Verfahren, das im folgenden beschrieben wird. Zunächst wird die Metallplatte 12 er-
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undschüssige Wachs mit einem Werkzeug 20 entfernt, so dass Wachs nur noch in den Vertiefungen 13 der Platte 12 verbleibt. Anschliessend wird ein Blatt Zellulosepapier 21 fest auf die Platte 12 gepresst.
Zieht man nun das Papier vorsichtig von der Platte ab, wie dies in Fig. 9 dargestellt ist, so bleiben die in die Vertiefungen 13 eingebrachten Wachsteile an dem Papier hängen.
Inzwischen wurde die Formfläche 17 der Hohlform 15 durch Behandlung mit einer milden Säure leicht geätzt, so dass sie eine feine Rauheit erhält, die ein Haften des auf dem Papier befindlichen Wachses fördert. Dann wird das Papier 21 mit der das Wachsmuster tragenden Seite auf die Formfläche aufgebracht, wie dies in Fig. 12 dargestellt ist. Dies kann mittels eines Blattes Papier geschehen, das zum Abdecken der gesamten Formfläche 17 ausreicht, oder aber mittels mehrerer kleinerer Papierblätter, die lückenlos aneinandergelegt werden und alle von der gleichen Metallplatte 12 abgenommen werden können. Anschliessend wird das Papier mit verdünntem Alkohol angefeuchtet und von der Form abgezogen, wobei das Wachs auf der Formfläche zurückbleibt. Form und Wachs werden dann getrocknet, so dass das Wachs hart wird.
Nun wird die Form in ein Säurebad eingebracht, beispielsweise in verdünnte Salpetersäure, so dass alle nicht von Wachs bedecktenstellen derformfläche geätzt werden. Diese Ätzung wird so lange durchgeführt, bis die durch das Ätzen entstehenden Vertiefungen in der Formfläche der Tiefe entsprechen, die die in der Oberfläche des zu formenden Gegenstandes vorzusehenden Narben erhalten sollen. Schliesslich wird das Wachs von der Formfläche entfernt, z. B. mittels eines Lösungsmittels, wie Petroleum. Die beim Ätzen, stehengebliebenen Erhöhungen 22 entsprechen dem gewünschten Muster und weisen eine Höhe auf, die der Tiefe der geätzten Vertiefungen 18 entspricht. Besteht die Form aus mehreren Teilen, so werden deren Teilformflächen in entsprechender Weise behandelt.
Der Fachmann wird erkennen, dass die auf die beschriebene Weise hergestellten, das Muster bildenden Erhöhungen 22 scharfe Kanten und senkrecht zur Formfläche stehende Seitenflächen aufweisen. Er weiss auch, dass derartige Formflächen für den praktischen Gebrauch nicht geeignet sind, weil sich die geformten Gegenstände dann nicht ohne Beschädigungen ausformen lassen. Deshalb wird die Form noch einem abschliessenden Säurebad unterworfen, in dem die Kanten der Erhöhung 22 abgerundet werden, wie
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dies in Fig. 2 dargestellt ist. Wird eine solche Form dann zusammen mit einem entsprechenden Kern verwendet, so lassen sich in ihr Gegenstände, wie einer inFig. 16 beispielsweise dargestellt ist, ohne Schwie- sigkeit herstellen und anschliessend ausformen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Herstellen von erhabenen Mustern auf nicht abwickelbaren Formflächen einer Hohlform zum Formen von Kunststoffgegenständen, dadurch gekennzeichnet, dass zunächst, wie an sich zur Bemusterung planer Flächen bekannt, die Muster vertieft auf eine Metallplatte aufgebracht und die Vertiefungen mit einer säurebeständigen Substanz gefüllt werden, die Substanz dann auf ein Zwischenelement übertragen wird, wobei jedoch als Zwischenelement Papier verwendet wird und dieses Papier mit der das Muster aus säurebeständiger Substanz, z.
B. bituminösem Wachs, aufweisenden Seite auf eine nicht abwickelbare Formfläche einer Hohlform aufgedruckt wird, so dass die Substanz auf der Formfläche haftet, worauf das Papier nach Tränken mit verdünntem Alkohol von der Formfläche wieder abgezogen wird und die nunmehr mit dem Muster aus säurefester Substanz versehene Formfläche an den nicht bedeckten Stellen mittels einer Säure geätzt, die säurefeste Substanz von der Formfläche entfernt und zur Abrundung der unter der säurefesten Substanz stehengebliebenen Erhöhungen eine Nachätzung der gesamten Fläche vorgenommen wird.