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Elektroheisswasserspeicher
Die Erfindung verfolgt den Zweck, Heizeinrichtungen von Elektroheisswasserspeichern, insbesondere für Haushalte, so zu gestalten, dass die Sicherheitstemperaturbegrenzer der Speicher schon bei einer Ge- brauchswasser-Temperatur im Speicher von 1100C statt wie bisher bei maximal 1400C abschalten.
Diese Forderung besteht schon seit langem und veranlasste die Erzeugerfirmen von Elektroheisswasser- speichern für Haushalte, teuere Sicherheitstemperaturbegrenzer in die Speicher einzubauen. Diese Sicher- heitstemperaturbegrenzer sind wie Temperaturregler mit einem Stabfühler, der in das Gebrauchswasser eintaucht, ausgerüstet, um in Anbetracht der nunmehr wesentlich geringeren Differenz zwischen der Ge- brauchswassertemperatur und der Temperatur am Sicherheitstemperaturbegrenzer noch ein Abschalten des
Sicherheitstemperaturbegrenzers bei 1100C sicher zu erreichen.
Hiebei ist es bekannt, den Heizkörper und den Sicherheitstemperaturbegrenzer im Heizflansch des Speichers mit dichten Durchführungen zu befesti- gen und zur Erzielung einer guten Wärmeübertragung zwischen Heizkörper und Begrenzer diese über we- nigstens einen metallischen, gut wärmeleitenden Formteil od. dgl. miteinander zu verbinden, der ebenso wie Heizkörper und Begrenzer von der Flüssigkeit umgeben ist.
Dagegen besitzen die gleichfalls für Elektroheisswasserspeicher verwendeten billigen Sicherheitstemperaturbegrenzer keinen in das Gebrauchswasser eintauchenden Stabfühler, sondern eine Kontaktplatte, die der Wärmeübertragung dient. Sie werden normalerweise aussen am Heizflansch bzw. am Temperaturregler befestigt. Diese Anlege-Sicherheitstemperaturbegrenzer sind infolge ihres einfachen Aufbaues wesentlich billiger als Stabfühler-Sicherheitstemperaturbegrenzer, doch ergibt sich durch ihre Anordnung eine erhebliche Differenz zwischen Gebrauchswassertemperatur und Temperatur am Anlege-Sicherheitstemperaturbegrenzer.
Gegenstand der Erfindung ist ein Elektroheisswasserspeicher, vornehmlich für Haushaltszwecke, mit mindestens einem gebogenen, insbesondere schraubenförmigen Rohrheizkörper, der über wenigstens einen metallischen Formteil mit einem Sicherheitstemperaturbegrenzer gut wärmeleitend verbunden ist, wobei die Enden des Rohrheizkörpers dicht durch eine Metallplatte geführt sind, die zwischen den Flanschen des Speicherkessels, beispielsweise mittels Verschraubung, eingespannt ist.
Gemäss der Erfindung wird die Forderung nach Abschalten des Sicherheitstemperaturbegrenzers bei 1100C Gebrauchswassertemperatur mit geringem Aufwand und zuverlässig dadurch erreicht, dass diese Platte aus gut wärmeleitendem Metall, z. B. Kupfer, gebildet ist, den metallischen Formteil darstellt und mit einer, dem als an sich bekannter, zur Gänze an der Aussenseite des Heizflansches angeordneter Anlegesicherheitstemperaturbegrenzer ausgebildeten Temperaturbegrenzer am nächsten liegenden Stelle einer Biegung des Rohrheizkörpers, vorzugsweise durch Lötung, gut wärmeleitend verbunden ist. Auf diese Weise wird erreicht, dass die Temperatur des Temperaturbegrenzers stets der Gebrauchswassertemperatur praktisch gleicht.
Beispielsweise besteht die Heizeinrichtung aus einer oder mehreren handelsüblichen KupferrohrHeizwindungen, deren Enden durch eine runde, dünne Kupferplatte geführt und mit dieser dicht verlötet sind. In gleicher Weise ist bevorzugt das Schutzkupferrohr für den Temperaturregler in die Kupferplatte eingelötet. Diese Kupferplatte kann an ihrem Umfange einen Dichtungswulst besitzen und dient so gleichzeitig als Flanschdichtung. Im Betrieb wird diese Kupferdichtungsplatte durch den Wasserdruck im Speicher an den Heizflansch, durch den die Enden der Heizwindungen und der Temperaturregler mit Spiel geführt sind, satt angepresst. Die der Kupferplatte zunächst liegende Windung einer Heizspirale
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wird an einer Stelle - also nur punktförmig-an die Kupferplatte angelötet.
An der Aussenseite des Heiz- flansches sitzt gegenüber der Stelle, an der die unterste Windung der Heizspirale an der Kupferplatte an- gelötet ist, der Anlege-Sicherheitstemperaturbegrenzer.
Durch diese Anordnung wird parallel zu dem bisherigen Wärmestrom vom Gebrauchswasser über den
Heizflansch zum Anlege-Sicherheitstemperaturbegrenzer ein zusätzlicher, geringer Wärmestrom von der
Lötstelle der Windung durch den Heizflansch unmittêlbar zum Anlege- Sicherheitstemperaturbegrenzer hin- geleitet und so erreicht, dass die Temperatur am Anlege-Sicherheitstemperaturbegrenzer der Temperatur desGebrauchswassers stets praktisch gleicht.
Es wird also mit dem billigen Anlege-Sicherheitstemperatur- begrenzer der gleiche Effekt wie mit einem teuren Stabfühler-Sicherheitstemperaturbegrenzer erzielt, wobei die zusätzlichen Wärmeverluste verschwindend gering sind, da der Heizflansch und ebenso die
Windungslötstelle dauernd vom Gebrauchswasser umspült sind und daher der zusätzliche Wärmestrom nur örtlich zum Anlege-Sicherheitstemperaturbegrenzer gerichtet verläuft. Ist der Anlege-Sicherheitstemperaturbegrenzer auf eine Ausschalt-Temperatur, von 1100C eingestellt, so schaltet er bei dieser Anord- nung sicher ab, wenn das Gebrauchswasser bei Versagen des Temperaturreglers 1100C erreicht hat.
Die erfindungsgemässe Ausbildung hat ferner den Vorteil, dass die sonst erforderlichen Messing-Dichtungsbuchsen im Heizflansch für die Durchführung der Heizkörperenden entfallen, die ein genaues Passen und eine exakte Montage erfordern. Das Einlöten der Kupferrohrenden der Heizkörper in die Metall- insbesondere Kupferplatte hingegen lässt sich rasch und einwandfrei dicht durchführen. Dabei braucht die Kupferplatte nur so dünn zu sein, als für ein sicheres Abdichten der Flansche erforderlich ist.
Die Zeichnung zeigt im Schnitt beispielsweise die erfindungsgemässe Anordnung.
An der Kupferplatte 1 sind die Enden einer oder mehrerer schraubenförmiger Heizkörper 2 sowie deren unterste Windung 2a und das Schutzkupferrohr 3 für den Temperaturregler 4 angelötet, wobei die Enden der Heizkörper sowie das. Schutzrohr für den Thermostaten vorzugsweise in aus der Kupferplatte gezogenen- Hülsen. geführt sind. Statt des Anlötens kommt auch eine Verschweissung oder ein Einwalzen in Frage. Diese Kupferplatte 1 ist mit einem Dichtungswulst la versehen und dient gleichzeitig als Dichtung für den Kesselflansch 5 und den Heizflansch 6. An der Aussenfläche des Heizflansches 6 ist der Anlege-Sicherheitstemperaturbegrenzer 7 gegenüber der Lötstelle 2a der untersten Windung der Heizspirale satt anliegend montiert.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Elektroheisswasserspeicher, vornehmlich für Haushaltszwecke, mit mindestens einem gebogenen, insbesondere schraubenförmigen Rohrheizkörper, der über wenigstens einen metallischen Formteil mit einem Sicherheitstemperaturbegrenzer gut wärmeleitend verbunden ist, wobei die Enden des Rohrheizkörpers dicht durch eine Metallplatte geführt sind, die zwischen den Flanschen des Speicherkessels, beispielsweise mittels Verschraubung, eingespannt ist, dadurch gekennzeichnet, dass diese Platte (l) aus gut wärmeleitendem Metall, z. B.
Kupfer, gebildet ist, den metallischen Formteil darstellt und mit einer, dem als an sich bekannter, zur Gänze an der Aussenseite des Heizflansches (6) angeordneter An- lege-Sicherheitstemperaturbegrenzer (7) ausgebildeten Temperaturbegrenzer am nächsten liegende Stelle (2a) einer Biegung des Rohrheizkörpers (2), vorzugsweise durch Lötung, gut wärmeleitend verbunden ist.