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Photographische Kamera
Die Erfindung behandelt eine photographische Kamera mit einem den Filmtransport, das Spannen des Verschlusses und gegebenenfalls andere die Aufnahmebereitschaft der Kamera vorbereitende Bewegungen bewirkenden, in die Filmaufwickelspule eingebauten Elektromotor.
Um die unhandlichen Kameraabmessungen bei der Verwendung eingebauter Elektromotoren zu vermeiden, wurde bereits vorgeschlagen, einen Elektromotor im Innern der Filmaufwickelspule photographischer Kameras unterzubringen. Diese bereits vom Einbau von Federmotoren her bekannte Lösung wurde dadurch für den Einbau von Elektromotoren besonders vorteilhaft, dass man vorschlug, das Gehäuse des Elektromotors drehbar zu lagern und als Filmaufwickelspule auszubilden, welche über ein Untersetzungsgetriebe von der Rotorwelle des Elektromotors angetrieben wird. Auf diese Weise wurde der ungenützte Innenraum der Filmaufwickelspule vorteilhaft ausgenutzt, ohne die äusseren Abmessungen der Kamera ungünstig zu beeinflussen.
Diese Konstruktion hat aber einen entscheidenden Nachteil. Die drehbare Lagerung des Motorgehäuses erfordert die Anordnung von Schleifringen zur Stromzufuhr für die bchleifbürsten des Kollektors im Elektromotorengehäuse. Die zwischen diesen Schleifringen und den fest am Kameragehäuse angeordneten Schleifkontakten, vor allem bei weniger häufigem Gebrauch, auftretenden Übergangswiderstände können so gross werden, dass empfindliche Störungen in der Stromzufuhr die Leistung des Motors bis zur Funktionsunfähigkeit herabsetzen. Begünstigt wird diese Gefahr dadurch, dass die geringe Umdrehungszahl, mit der das Motorengehäuse umläuft, kaum eine Möglichkeit für die Selbstreinigung der Schleifkontakte und der Kontaktbahn auf den Schleifringen bietet.
Die Erfindung beseitigt diesen Nachteil und erzielt weitere Vorteile dadurch, dass sie den Rückschlussring des Elektromotors als Filmaufwickelspule ausbildet, um einen feststehenden Stator drehbar anordnet und über ein Untersetzungsgetriebe an sich bekannter Art mit dem Rotor des Elektromotors getrieblich verbindet. Erfindungsgemäss ist der in bekannter Weise aus einem Kunststoffgehäuse mit permanenten Magneten bestehende Stator so ausgebildet, dass die permanenten Magnete an ihren vorzugsweise angespitztenRändern vom Kunststoffgehäuse so umfasst und gehalten werden, dass sowohl die innenliegenden, gegen denRotor wirksamen als auch die aussenliegenden, gegen den Rückschlussring wirksamen Magnetflächen vollständig freiliegen.
Durch diese Art der Gestaltung kann der Abstand zwischen den Aussenflächen der permanenten Magnete und der als Rückschlussring wirkenden Filmspule gering gehalten werden, was sowohl im Interesse eines guten Feldschlusses als auch einer gedrängten Bauweise liegt. Hiedurch werden die geschilderten Nachteile der bisher bekannten Konstruktion vermieden. Ein weiterer Vorteil liegt in der dadurch ermöglichten wirtschaftlichen Herstellung der Elektromotoren. Der Rotor wird erfindungsgemäss durch einKunststoffgehäuse mit darin eingebetteten permanenten Magneten umschlossen, das damit einen im Aufbau und in der Herstellung denkbar einfachen Stator bildet.
Im folgenden soll nun eine mögliche Ausführungsform der Erfindung an einem Beispiel erläutert werden, aus dem weitere, ihr eigene Merkmale erkennbar sind. Es ist dabei auf alle Einzelheiten verzichtet worden, die mit der Erfindung nicht unmittelbar im Zusammenhang stehen.
Die Figur zeigt die Getriebeanordnung einer erfindungsgemäss ausgerüsteten Kamera teilweise im Schnitt.
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In einem Kameragehäuse l mit einem Objektiv la ist ein als Filmaufwickelspule ausgebildeter Rück- schlussring 2 und ein von diesem umschlossener Stator gelagert. Dieser Stator besteht aus einem in be- kannter Weise aus Kunststoff hergestellten Statorgehäuse 3, in welchem die permanenten Magnete 4 ein- gebettet sind. Letztere werden an ihren vorzugsweise angespitzten Rändern vom Statorgehäuse 3 so um- fasst und gehalten, dass sowohl die innenliegenden, gegen den Rotor 5 wirksamen als auch die aussen- liegenden, gegen den Rückschlussring 2 wirksamen Magnetflächen vollständig freiliegen.
Der Rotor 5 besitzt einen Kollektor 6, über den er mit Hilfe von Schleifbürsten 7, die im Statorge- häuse 3 gelagert sind, mit Strom versorgt wird. Als Stromquelle dient eine vorzugsweise im Kamerage- häuse untergebrachte Batterie 8. Auf der Rotorwelle 9 sitzt ein Ritzel 10, das über ein Stirnradgetriebe
11, 12, 13, 14, 15,16, 17, 18,19 den als Filmaufwickelspule ausgebildeten Rückschlussring 2 sowie eine Zahntrommel 20 antreibt, die auf einer Welle 21 gleichzeitig mit dem Zahnrad 17 befestigt und im Kameragehäuse 1 gelagert ist. Die Stromzuführung erfolgt-wie aus der Figur ersichtlich ist-über zwei Kabel 22 und 23, die durch Bohrungen am Kameragehäuse 1 und im feststehenden Statorgehäuse 3 zu den Schleifbürsten 7 geführt sind.
Aus dieser beispielsweise beschriebenen Anordnung ist zu erkennen, dass die Nachteile der Stromzu- führung über langsam laufende Schleifringe beseitigt sind, dabei aber der Vorteil der raumsparenden Anordnung durch die erfindungsgemässe Trennung desRückschlussringes 2 vom Stator 3,4 ebenfalls ermöglicht ist. Auch der einfache und zweckmässige Aufbau des Stators 3. 4, bei dem die permanenten Feldmagneten des Elektromotors in ein Gehäuse aus Kunststoff eingespritzt sind, ist aus der Figur gut ersichtlich.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Photographische Kamera mit einem den Filmtransport, das Spannen des Verschlusses und gegebenenfalls andere die Aufnahmebereitschaft der Kamera vorbereitende Bewegungen bewirkenden, in die Film- aufwickelspule eingebauten Elektromotor, dadurch gekennzeichnet, dassderRückschlussring (2) des Elektromotors alsFilmaufwickelspule ausgebildet, um einen feststehenden Stator (3,4) drehbar angeordnet und über ein Untersetzungsgetriebe an sich bekannter Art (10-19) mit dem Rotor (5) des Elektromotors getrieblich verbunden ist.