AT233822B - Gegen die Einwirkung von Hitze und Licht sowie gegen das Altern beständige Polymermischungen - Google Patents

Gegen die Einwirkung von Hitze und Licht sowie gegen das Altern beständige Polymermischungen

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AT233822B
AT233822B AT392162A AT392162A AT233822B AT 233822 B AT233822 B AT 233822B AT 392162 A AT392162 A AT 392162A AT 392162 A AT392162 A AT 392162A AT 233822 B AT233822 B AT 233822B
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Austria
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heat
light
aging
effects
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Application number
AT392162A
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Inventor
Angelo Mangini
Aldo Cerniani
Original Assignee
Montedison Spa
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  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Gegen die Einwirkung von Hitze und Licht sowie gegen das Altern beständige Polymermischungen 
Die Erfindung betrifft stabilisierte Polymermischungen auf Basis von Poly-a-olefinen, insbesondere
Polypropylen, hergestellt mit stereospezifischen Katalysatoren, welche Polymermischungen als Rohmate- rial oder in Form von Fertigwaren, wie Fasern, Filmen und andern Gegenständen vorliegen können. 



   Es ist bekannt, dass die Materialien auf Basis von Polyolefinen während der Bearbeitung in der Hitze i eine gewisse Zersetzung erleiden, dies insbesondere in Gegenwart von atmosphärischem Sauerstoff. 



   Die Fertigerzeugnisse auf Basis von kristallinem Polyolefin sind gegen Lichteinfluss und gegen ther- mische Behandlung empfindlich. 



   Diese Abbauwirkung kann durch Zusatz von besonderen Schutzstoffen zu dem Polymer vermindert wer- den, insbesondere während der Herstellung der Fasern, Filme usw. 



  Im allgemeinen werden für diesen Zweck kleine Mengen von Aminen, Aminophenolen, Chelate der   Übergangsmetalle   (Ni) Organozinnverbindungen, Triazolverbindungen, Zinkverbindungen, Dithio- carbamate, Phenole, Phosphite, Mercaptane, Oxime, Polychinoline, Schwefelderivate, Silikone, Thio- phosphite   u. dgl.   verwendet. 



   Es wurde nun überraschenderweise gefunden und dies ist ein Gegenstand der Erfindung, dass Thioäther der allgemeinen Formel 
 EMI1.1 
 worin R eine Alkylgruppe ist, eine hohe Stabilisierungswirkung gegen Hitze und Licht sowie gegen das Altern   ausüben, wenn sie in Mengen von 2%   oder darunter mit kristallinen Olefinpolymeren gemischt werden, welche für die Erzeugung von Fasern oder Filmen geeignet sind. 



   Die Erfindung bezieht sich nun auf Polymermischungen, die gegen die Einwirkung von Hitze und Licht sowie gegen das Altern stabil sindunddie ein kristallines Polyolefin, insbesondere Polypropylen und Thio- äther der allgemeinen Formel 
 EMI1.2 
 worin R eine Alkylgruppe sein kann, in einer Menge zwischen 0,   02-2 Gew.-Teilen,   vorzugsweise 0,2   ? is l Gew.-Teil   pro 100 Teilen Polyolefin enthalten. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Von diesen Stabilisatoren eignet sich besonders Thiomethylbenzothiazol 
 EMI2.1 
 
Die   erfindungsgemässen   Mischungen können zusammen mit andern Stabilisatoren verwendet werden, insbesondere mit UV absorbierenden Substanzen und Pigmenten,   Farbstoffen, Füllstoffen und säurebinden-   den Substanzen, wie anorganischen Salzen von Stearinsäure. 



   Durch Zusatz von anorganischen Salzen von   Stearinsäure zu den Mischungen vor   dem Verspinnen wer- 
 EMI2.2 
 säure eignet sich besonders Kalziumstearat. 



   Die erfindungsgemässen Stabilisatoren sind auch wirksam bei der Stabilisation von Verbindungen auf
Basis von kristallinen Polyolefinen und basischen Stickstoffverbindungen   (z. B. Polyalkyleniminen, Kon-   densationsprodukten von Dichloräthan mit. polyfunktionellen Aminen, Kondensationsprodukten von Epi- chlorhydrin mit Aminen, Polyvinylpyridin, usw.), welche Fasern mit verbesserter Anfärbbarkeit ergeben. 



   Die   erfindungsgemässen   Stabilisatoren können allein oder in Mischung mit einem   Stabilisationssystem,   bestehend aus einem Dialkylphenolsulfid, insbesondere 4, 4'-Thio-bis-6-tert.butyl-metacresol, und einem ss-Thioäther von   Propionsäureester,   insbesondere Laurylthiodipropionat, verwendet werden. 



   Die erfindungsgemässen Stabilisatoren   und/oder   Mischungen mit stabilisierender Wirkung eignen sich auch zur Stabilisierung, von Mischungen im wesentlichen auf Basis. von kristallinen Polyolefinen, die durch Zusatz von organischen oder anorganischen Farbpigmenten zur   Polymer/Stabilisatormischung   vor dem Auspressen gefärbt wurden. 



   Die erfindungsgemässen stabilisierten Mischungen können zu Fasern, Filmen oder Fertigwaren verformt werden. 



   Das   Verspinnen der erfindungsgemässen Mischungen wird   vorzugsweise so durchgeführt, dass diese durch   Spinndüsen   gepresst werden, bei denen das Verhältnis von Länge zu Durchmesser über 1 liegt. Die Garne werden nach dem Verspinnen im Verhältnis zwischen   l : 2 und 1 :   10 und bei Temperaturen zwischen 80 und 1500C in Streckeinrichtungen verstreckt, die mit Heissluft, Dampf oder einer Flüssigkeit oder aber mittels einer Heizplatte geheizt werden. 



   Die erfindungsgemässen stabilisierenden Verbindungen werden im allgemeinen dem Polyolefin unter Rühren zugemischt. 



   Die Stabilisierungsmittel können jedoch auch nach andern Verfahrensweisen zugesetzt werden, wie Mischen des Polyolefins mit einer Lösung des Stabilisierungsmittels in einem geeigneten Lösungsmittel und nachheriger Verdampfung des Lösungsmittels oder durch Zusetzen des Stabilisierungsmittels zu dem Polyolefin am Ende der Polymerisation. Es ist auch möglich, die stabilisierende Wirkung durch Aufbringen der stabilisierenden Verbindung auf die Fertigerzeugnisse zu erreichen,   z. B.   durch Eintauchen der letzteren in eine Lösung oder Dispersion des   Stabilisierungsmittels und anschliessendes   Verdampfen des Lösungsmittels. 



   Die erfindungsgemässen Stabilisatoren zeigen   eine gute Verträglichkeit mit Polyolefinen   in geschmolzenem Zustand und verursachen keine Fleckbildung. 



   Die stabilisierenden Mischungen gemäss der Erfindung sind insbesondere geeignet für die Herstellung von   Mono-und Plurifilen,   Stapelfasern, färbbaren Garnen, voluminösen Garnen, Filmen, Bändern, ge-   formten Artikeln u. ähnl.    



   Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung   erläutern,   ohne sie jedoch hierauf zu beschränken. 



   Das in diesen Beispielen verwendete Polymer wurde mit Hilfe von stereospezifischen Katalysatoren aus einer Alkylaluminiumverbindung und einem kristallinen   Übergangsmetallhalogenid   hergestellt. 



   B e i s p i e l e 1 und 2: Die Daten dieser Beispiele sind in der Tabelle angegeben. 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 



  Tabelle 
 EMI3.1 
 
<tb> 
<tb> Beispiel <SEP> 1 <SEP> Beispiel <SEP> 2 <SEP> 
<tb> Zusammensetzung <SEP> der <SEP> Mischung <SEP> : <SEP> 
<tb> a) <SEP> Polypropylen <SEP> [ <SEP> 17] <SEP> 1, <SEP> 34 <SEP> 1,34
<tb> Aschegehalt <SEP> 0, <SEP> 028% <SEP> 0, <SEP> 028%
<tb> Rückstand <SEP> nach <SEP> Heptanextraktion <SEP> 93, <SEP> 4 <SEP> % <SEP> 93, <SEP> 4 <SEP> %
<tb> b) <SEP> Stabilisator <SEP> Thiomethylbenzothiazol
<tb> % <SEP> Stabilisator <SEP> 0, <SEP> 5
<tb> Verarbeitung <SEP> der <SEP> Mischung <SEP> : <SEP> Henschelmischer <SEP> Henschelmischer <SEP> 
<tb> Farbe <SEP> der <SEP> in <SEP> einem <SEP> Probierrohr <SEP> bei <SEP> 250 <SEP> C <SEP> 10 <SEP> min
<tb> lang <SEP> geschmolzenen <SEP> Mischung <SEP> klar <SEP> klar
<tb> Spinnbedingungen <SEP> :

   <SEP> 
<tb> Schneckentemperatur <SEP> 2200C <SEP> 2200C
<tb> Kopf <SEP> temperatur <SEP> 2050C <SEP> 2100C <SEP> 
<tb> Spinndüsentemperatur <SEP> 210 C <SEP> 210 <SEP> C <SEP> 
<tb> Spinndüsenart <SEP> 40/0,5 <SEP> x <SEP> 10 <SEP> mm <SEP> 40/0, <SEP> 5 <SEP> x <SEP> 10 <SEP> mm
<tb> Maximaldruck <SEP> (kg/cm2) <SEP> 40 <SEP> 41
<tb> Aufwickelgeschwindigkeit <SEP> (m/min) <SEP> 350 <SEP> 350
<tb> Streckbedingungen <SEP> : <SEP> 
<tb> Temperatur <SEP> 1300C <SEP> 1300C <SEP> 
<tb> Medium <SEP> Dampf <SEP> Dampf
<tb> Streckverhältnis <SEP> 1 <SEP> : <SEP> 5 <SEP> 1 <SEP> : <SEP> 5 <SEP> 
<tb> Serimetrische <SEP> Eigenschaften <SEP> des <SEP> gestreckten <SEP> Garns <SEP> : <SEP> 
<tb> Zugfestigkeit <SEP> g/den <SEP> 4,9 <SEP> 4,5
<tb> Dehnung <SEP> % <SEP> 20 <SEP> 26
<tb> Thermischer <SEP> Abbau <SEP> :

   <SEP> 
<tb> (perzentuelle <SEP> Abnahme <SEP> der <SEP> Grenzviskosität
<tb> durch <SEP> Verpressen) <SEP> 81 <SEP> 70
<tb> Stabilität <SEP> beim <SEP> beschleunigten <SEP> thermischen <SEP> Altern <SEP> : <SEP> 
<tb> (Restzugfestigkeit <SEP> nach <SEP> 15stündiger <SEP> Aufbewahrung
<tb> in <SEP> einem <SEP> Trockenschrank <SEP> mit <SEP> Luftzirkulation <SEP> 70 <SEP> brüchig
<tb> bei <SEP> 120 C)
<tb> Stabilität <SEP> bei <SEP> Sonnenlicht <SEP> : <SEP> 
<tb> (Restzugfestigkeit <SEP> nach <SEP> 200stündiger <SEP> Belichtung
<tb> mit <SEP> Sommersonnenlicht) <SEP> 41 <SEP> 28
<tb> 
 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Gegen die Einwirkung von Hitze und Licht sowie gegen das Alten'l beständige Polymermischungen, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein kristallines Polyolefin sowie einen Stabilisator, bestehend aus einem oder mehreren Thioäthern der allgemeinen Formel EMI3.2 <Desc/Clms Page number 4> worin R eine Alkylgruppe bedeutet, enthalten.
    2. Polymermischungen nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Polyolefin Polypropylen ist.
    3. Polymermischungen nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie 0, 02 bis 2 Gew.-Teile, vorzugsweise 0,2-1 Gew.-Teile Stabilisator pro 100Gew.-Teile Polymer enthalten.
    4. Polymermischungen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stabilisator Methylthiobenzothiazol ist.
    5. Polymermischungen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie zusätzlich ein anorganisches Salz von Stearinsäure, vorzugsweise Kalziumstearat, enthalten.
AT392162A 1961-05-17 1962-05-14 Gegen die Einwirkung von Hitze und Licht sowie gegen das Altern beständige Polymermischungen AT233822B (de)

Applications Claiming Priority (1)

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IT233822X 1961-05-17

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AT233822B true AT233822B (de) 1964-05-25

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