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Motorisch antreibbares Zusatzgerät für Handwerkzeugmaschinen
Die Erfindung betrifft ein motorisch antreibbares Zusatzgerät für Handwerkzeugmaschinen, das mit denselben durchAufstecken kuppelbar ist und bei welchem die umlaufende Bewegung einer Antriebswelle in eine hin-und hergehende Bewegung eines an einem Stössel sitzenden Werkzeuges - insbesondere einer Stichsäge - mittels eines Exzenters umgewandelt wird, dessen Zapfen in die senkrecht zur Stösselrichtung zwischen zwei parallelen Führungsleisten angebrachte Quernut eines auf dem Stössel befestigten Gleit- steines eingreift, und bei welchem die Schneidebene des Werkzeuges durch Drehen des Stössels um 900 versetzbar ist.
Bei bekannten Zusatzgeräten dieser Art für Handwerkzeugmaschinen wird der das Werkzeug tragende
Stössel so geführt, dass das Werkzeug in einer zur Antriebswelle parallelen Ebene während der Schneide- wegung vorgeschoben werden kann und sich aus dieser Ebene nicht verschwenkt. Ferner sind auch Zusatz- geräte mit fest eingebautem Antriebsmotor bekannt, deren Stössel ein Handrad trägt und daher beliebig verdreht werden kann ; diese Anordnung erfordert jedoch eine aufwendige formschlüssige Verbindung des axial unbeweglichen Handrades mit dem hin-und herschwingenden Stössel und ausserdem besondere Ein- richtungen zur Fixierung von Handrad und Stössel in der gewünschten Schneidebene.
Demgegenüber soll nun ein Zusatzgerät für Handwerkzeugmaschinen geschaffen werden, bei welchem die zur Umwandlung der rotierenden Antriebsbewegung in eine oszillierende Arbeitsbewegung dienenden
Teile möglichst einfach ausgebildet sind und gleichzeitig zur Sicherung der gewählten Schneidebene dienen.
Nach der Erfindung wird dies dadurch erreicht, dass der am Stössel befestigte Gleitstein zwei aufeinander normale, um die Stösselachse um 900 versetzte Quernuten hat und dass als Sicherung gegen Verdrehen des Werkzeuges jeweils wenigstens eine der beiden zu einer der Quernuten gehörenden Leisten an der dem Gleitstein zugekehrten Scheibenfläche des Exzenters anliegt.
Der Exzenter ist dabei zweckmässig auf die Spindelwelle der Handwerkzeugmaschine aufschraubbar und axial verschiebbar angeordnet, so dass bei genügendem Abstand vom Gleitstein dieser um die Stösselachse um 900 gedreht und dabei das Werkzeug in die gewünschte Arbeitsstellung gebracht werden kann ; sobald nun der Exzenter mit seiner Scheibenfläche gegen die für die neue Schwenkebene vorgesehene, zur zweiten Quernut gehörende Leiste vorgeschoben wird, sichert er das Werkzeug in der neuen Schneidebene.
In der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Zusatzgerätes eine für eine Handbohrmaschine bestimmte Stichsägevorrichtung in Fig. 1, 2 und 3 in Seitenansicht mit teilweisem Mittelschnitt, im horizontalen Längsschnitt Il-Il der Fig. l sowie in Vorderansicht dargestellt ; weiters zeigen Fig. 4 den zugehörigen Gleitstein und schliesslich Fig. 5 den Exzenter im Mittelschnitt.
Die Stichsägevorrichtung hat ein aus Leichtmetall gegossenes Gehäuse 10 mit zwei angeformten Fü- ssen 11 und 12, die auf eine aus Stahlblech geformte Führungsplatte 13 aufgeschraubt sind. Das Gehäuse enthält einen klemmschellenartig ausgebildeten Rohrabschnitt 15, in dessen Bohrung 16 der Spindellagerhals 17 einer mit unterbrochenen Linien angedeuteten elektrischen Handbohrmaschine 18 passt und mit Hilfe einer Innensechskantschraube 19 eingespannt werden kann. Auf die an ihrem freien Ende mit einem Schraubgewinde 20 versehene Werkzeugspindel der Handbohrmaschine kann eine Exzenterscheibe 21 aufgeschraubt werden. Diese dient zur Umwandlung der umlaufenden Antriebsbewegung in eine hin-und hergehende Arbeitsbewegung eines Werkzeuges, beispielsweise des in den Fig. 1-3 wiedergegebenen Stichsägeblattes 22.
Der als Träger für das Werkzeug dienende Stössel 23 ist mit seiner Längsachse senkrecht
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zur Führungsplatte 13 und zur Antriebsdrehachse angeordnet. Er trägt einen in Fig. 4 im einzelnen näher dargestellten Gleitstein 25. Dieser enthält zwei rechtwinklig sich schneidende, quer zur Stössellängsachse verlaufende Nuten 26 und 27. die in den Gleitstein 25 eingefräst sind und durch jeweils zwei Führungleisten 28 und 29 bzw. 30 und 31 in Achsrichtung begrenzt werden. Zwischen diese Führungsleisten kann
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Exzenters den auf dem Stössel 23 mit einer Schraube 33 festgeklemmten Gleitstein axial verschiebtund dem Werkzeug dabei seine Arbeitsbewegung erteilt.
Infolge der beiden rechtwinklig zueinander verlau- fenden Quernuten 26 und 27 ist es möglich, für das Werkzeug 22 entweder eine parallel zur Antriebsachse
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achse um 900 zu drehen, um beispielsweise in schlecht zugänglichen Ecken Sägearbeiten auszuführen.
Zur Sicherung der gewünschten Schneidebene ist die Exzenterscheibe an ihrer dem Gleitstein zugewendeten Stirnseite als Anlagefläche für die Stirnseiten derFührungsleisten 28-31 ausgebildet. Wie aus Fig. 5 ersichtlich ist, kann die Exzenterscheibe an dieser Scheibenfläche mehrere konzentrisch zueinander lie- gende Ringnuten 35 enthalten, um die Reibung bei der Umlaufbewegung des Exzenters zu verringern. Zum Verschwenken der Schneidebene des Werkzeuges um 900 braucht lediglich die Klemmschraube 19 so weit gelöst zu werden, dass die Exzenterscheibe 21 zusammen mit dem Spindellagerhals aus der in Fig. 1 dargestellten Eingriffsstellung gelangt und der Gleitstein 25 um 900 gedreht werden kann.
Nach dem erneu- ten Zurückschieben der Exzenterscheibe 21 greift diese mit ihrem Exzenterzapfen in die andere der beiden Quernuten 26, 27 ein, wobei dann die zu dieser Nut gehörenden Führungsleisten auf der Stirnseite der Exzenterscheibe zur Anlage kommen und dabei die gewünschte Schneidebene festlegen.