<Desc/Clms Page number 1>
E ckrollenis olator
Die Erfindung bezieht sich auf einen Eckrollenisolator für elektrische Weidezäune mit einer oben ge- schlossenen Bohrung, mit der die Isolierrolle auf dem senkrechten Teil einer Stütze drehbar gelagert ist.
Bei der Errichtung von elektrischen Weideeinzäunungen ist es erforderlich, die in den Ecken der Um- zäunung angeordneten Isolatoren rollenförmig auszubilden und drehbÅar um eine senkrechte Achse zu la- gern, so dass der Zaundraht um diese Rolle herumgelegt werden kann und beim Durchziehen die Rolle dre- hend mitnimmt. Im allgemeinen wird hiezu der durchbohrte Isolierkörper auf den senkrechten Teil der
Stütze aufgesetzt und gegen Abziehen durch einen Splint oder Klemmring gesichert, welcher an dem nach oben durch den Isolator hindurchragenden Stützenteil befestigt ist. Es ist verständlich, dass bei einer solchen Ausführung, insbesondere bei feuchtem Wetter, sehr leicht Kriechströme zwischen dem Draht und dem Isolator zur metallischen Stütze auftreten können, die die Spannung am Zaundraht herabsetzen oder sogar zu Erdschlüssen führen.
Es ist auch bekannt, die Bohrung der Isolierrolle auf der Oberseite zu verschliessen und die Rolle dann mit der nach unten offenen Bohrung auf den aufrechten Stützenteil aufzusetzen. Um dabei die Eckrolle gegen Abziehen nach oben zu sichern, hat man den senkrechten Stützenteil mit einem umlaufenden Wulst im Bereich der Rollenbohrung versehen und den Isolierkörper im warmplastischen Zustand auf diesen Stützenteil aufgesetzt, wobei sich der Wulst in das Material des Isolierkörpers eindrückt und nach Erkalten und Erstarren desselben eine Ringnut od. dgl. erzeugen sollte, durch welche eine axiale Bewegung ausgeschaltet werden und die Drehbewegung um den senkrechten Stützenteil erhalten bleiben soll.
In der Praxis hat sich nun gezeigt, dass die so hergestellten Eckrollenisolatoren gegen das Abziehen der Eckrolle von der Stütze nicht in ausreichendem Masse gesichert sind, denn durch das Aufschieben des warmplastischen Isolierkörpers wird die Bohrung durch den Ringwulst der Stütze aufgeweitet, so dass das Kunststoffmaterial, aus dem die Isolierrolle hergestellt ist, soweit nachgeben kann, dass die Rolle in der Stütze abgezogen werden kann. Es ist daher bisher nicht möglich gewesen, eine mit oben geschlossener Bohrung versehene Eckrolle auf dem senkrechten Teil einer Stütze einerseits drehbar und anderseits gegen Abziehen gesichert zu lagern.
Es ist Aufgabe der Erfindung, diese Sicherung gegen das Abziehen des Isolierkörpers mit einfachen Mitteln zu erreichen und dabei einen Aufbau vorzusehen, der elektrische Erdschlüsse ausschaltet. Entsprechend dieser Aufgabe besteht die Erfindung darin, dass die Isolierrolle mit den Bohrungswandungen auf eine Hülse, einen Rohrabschnitt od. dgl. aufgeschrumpft ist, welche auf dem senkrechten Stützenteil drehbar, aber gegen axiale Bewegung gesichert gelagert ist. Dieser Rohrabschnitt bzw. diese Hülse kann bei der Montage auf der Stütze vor dem Aufschrumpfen der Isolierrolle befestigt werden, so dass sie drehbar und gegen axiale Bewegung gesichert ist. Sodann erfolgt erst das Aufschrumpfen der Eckrolle auf die drehbare Hülse od. dgl.
An Hand eines Ausführungsbeispieles ist die Erfindung im folgenden beschrieben. Es zeigen : Fig. 1 einen senkrechten Schnitt durch eine erfindungsgemäss auf einer Stütze befestigte Isolierrolle als Eckrolle, Fig. 2 eine Ansicht des senkrechten Stützenteiles vor dem Aufsetzen der Hülse, Fig. 3 eine Ansicht des senkrechten Stützenteiles mit aufgesetzter Hülse.
Die zur Verwendung kommende Stütze 1 aus Metall kann beliebig geformt und hergestellt sein und
<Desc/Clms Page number 2>
weist einen senkrechten zylindrischen Teil 2 auf, welcher zur Lagerung der drehbaren Isolierrolle 4 dient, deren unten offene Bohrung oben abgeschlossen ist. Der senkrechte Teil. 2 ist nach unten durch einen die
Rolle 4 abstützenden Flansch 3 od. dgl. begrenzt und ist erfindungsgemäss in der Nähe seines oberen Endes mit einer Ringnut 5 versehen. Über diesen senkrechten Stützenteil wird ein Rohrabschnitt, eine Kappe oder Hülse 6 aus Metall geschoben, die nach dem Aufschieben gegen axiale Bewegung gesichert wird, aber sich auf dem Stützenende 2 verdrehen kann.
Diese Sicherung kann in beliebiger Weise vorgenom- men werden, vorteilhaft jedoch durch Einkerben oder Zusammendrücken der Hülse 6 an den Stellen 7, wodurch radial nach innen eingedrückte Teile der Hülse in die Ringnut 5 einfassen. Die Hülse 6 ist da- nach nicht mehr von der Stütze abzuziehen, so dass nun der Isolierkörper mit der Bohrung im warmen bzw. warmplastischen Zustand über die Hülse geschoben werden kann und durch Erkalten fest auf die Hülse 6 aufschrumpft.
Da die drehbare Hülse 6 durch die Einquetschung 7 gegen axiales Abziehen einwandfrei gesichert ist hängt der sichere Sitz der Isolierrolle 4 nur von der Verbindung zwischen ihr und der Hülse 6 ab. Um diese Verbindung zu verbessern, kann die Hülse 6 mit radial nach aussen vorspringenden Teilen, z. B. einen nach aussen umgebördelten Unterrand 8, versehen werden, wie das Beispiel zeigt. Dieser Kragenrand 8 drückt sich durch das Aufschrumpfen auf die Hülse 6 in das Material der Isolierrolle 4 ein, so dass die Eckrolle 4 damit drehbar, aber axial nicht bewegbar auf der Stütze 1, 2 sitzt.
Die Eckrolle 4wird weiter vorteilhaft - wie an sich bekannt - so ausgebildet, dass sie einen nach unten gerichteten Umfangsflansch 9 besitzt, womit die Eckrolle ein Aussehen ähnlich einem üblichen Glokkenisolator aufweist. Der Flansch 9 dient dazu, bei feuchtem Wetter Wasser so abzuleiten, dass auch von der Rollenunterseite zur metallischen Stütze 1 keine Kriechströme auftreten können.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Eckrollenisolator. für elektrische Weidezäune mit einer oben geschlossenen Bohrung, mit der die Isolierrolle auf dem senkrechten Teil einer Stütze drehbar gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Isolierrolle (4) mit den Bohrungswandungen auf eine Hülse (6), einen Rohrabschnitt od. dgl. fest aufge- schrumpft ist, welche auf dem senkrechten Stützenteil (2) drehbar, aber gegen axiale Bewegung gesichert gelagert ist.