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Vorrichtung zur Herstellung eines geschichteten,
C-Profil aufweisenden Hohlkörpers
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Herstellung eines geschichteten, C-Profil aufweisenden Hohlkörpers mit einer blockartigen Form, über die die Materiallagen in die gewünschte C - Form gebogen werden, und mit Pressgliedern, die gegen die gegenüberliegenden Mantelflächen der Form wirken, wobei ein die Materiallagen gegen die Form spannendes, biegsames Band vorgesehen ist. Solche Hohlkörper werden zurherstellung vonkasten fürradio-, Fernsehempfänger u. dgl. sowie von Möbeln und sonstigen Gegenständen verwendet.
Die Erfindung bezweckt, insbesondere bei der Herstellung solcher Hohlkörper einen gegen die Oberseite der Pressform gerichteten Druck auszuüben, damit die nach innen umgebogenen Endteile des Hohlkörpers über ihre ganze Flächenerstreckung gepresst werden können ; ferner soll die Vorrichtung die Einbringung flacher, aus Materiallagen gebildeter Werkstücke zulassen, was die Handhabung ungemein erleichtert. Bei den bekannten Vorrichtungen der erwähnten Art mussten bisher die Werkstücke in C-Profilform eingebracht werden und die Erzeugung einer gegen die Oberseite der Pressform gerichteten Druckkomponente war nur in geringem Ausmass möglich.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung unterscheidet sich bekannten gegenüber dadurch, dass die Form an einem Formträger hängend, in vertikaler Richtung zur Gänze aus dem zwischen den beiden seitlichen Pressgliedern liegenden Raum heraushebbar ist, so dass die Materiallagen, flach auf dem gestreckten Band liegend, unter die Form einbringbar sind, und dass horizontal bewegbare Keilglieder vorgesehen sind, die zwischen die obere Deckfläche der abgesenkten Form und korrespondierenden, am Formträger angeord- neten Keilflächen einschiebbar sind zur Erzielung einer die Endzonen der Materiallagen gegen die obere Deckfläche der Form pressenden Druckkomponente.
Vorteilhafterweise trägt jedes Keilglied ein Ende des Bandes, das auf ein Paar Walzen gewickelt ist, von welchen es bei der Formung der Materiallagen abläuft.
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In dieser Zeichnung ist Fig. 1 eine schematische, schaubildliche Darstellung der Vorrichtung, Fig. 2 eine schematische Ansicht der Anordnung des Bandes, der Furniere, des Formstempel und der Platten am Beginn eines Arbeitszyklus und dieFig. 3,4 und 5 sind derFig. 2 entsprechende Darstellungen, welche jene Stellungen veranschaulichen, die diese Organe in den aufeinanderfolgenden Stadien des Arbeitszyklus einnehmen.
Die Vorrichtung enthält eine Grundplatte 10 und eine auf ihr aufgebaute Trageinrichtung, deren Umrisse durch die strichlierten Linien 11 in Fig. 1 angegeben sind. Unmittelbar auf der Grundplatte 10 liegt knapp unterhalb eines pneumatischen oder hydraulischen Arbeitszylinders 13 eine Bodenplatte 12. Der Kolben 14 des Zylinders 13 trägt eine Druckplatte 15, von deren Unterseite ein Formträger 16 abgeht, der ; einerseits die Form 17 trägt (Fig. 2). Letztere entspricht in ihrer Gestalt jener, zu welcher der Stapel aus Holzfurnieren gebogen werden soll ; bei der dargestellten besonderen Ausführung hat die Form die Gestalt eines annähernd rechtwinkeligen prismatischen Körpers von C-Profil.
Zur fallweisen Auswechslung der Form 17ist ist die Verbindung zwischen Träger 16 und Form 17 so ausgebildet, dass letztere, wenn gewünscht, abgezogen werden kann. Wie in Fig. 2 dargestellt, besitzt der Träger 16 ein unteres Querstflck 18, das in eine entsprechendeAusnehmung amFormoberteil eingreift. Zweckmässig ist die Form 17 aus Holz hergestellt, doch kann sie auch aus isolierendem Material bestehen.
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Beiderseits der Bodenplatte 12 befinden sich zwei weitere Platten 20 und 21. Diese sitzen auf Kolben, von Arbeitszylindern 22 bzw. 23 getragen, durch welche die Platten nach einwärts in eine Stellung bewegt werden können, in welcher sie mit den vertikalen Flächen der Form in Kontakt kommen, wenn sich letz- tere in ihrer tiefsten Lage befindet. Oberhalb der Platten 20 und 21 und unterhalb der Form 17, wenn in höchster Lage, ist ein elastisches Metallband 24 an seinen Enden an zwei Walzen 25,26 angeschlossen, welche das Band spannen. Die Walze 25 wird von den Kolben dreier Arbeitszylinder 27,28 und 29, die
Walze 26 in gleicher Weise von den Kolben dreier anderer Zylinder 30,31 und 32 getragen. Um das Band 24 zu spannen, stehen die Wellen 33,34 dieser Walzen mit Hilfe von Gewichten unter Spannung.
Auf der
Welle 33 der Walze 25 sind zwei Scheiben befestigt, von denen die eine mit 35 bezeichnet ist ; über diese beiden Scheiben können Spannseile,-bänder od. dgl. 36 bzw. 37 gelegt werden, die über Führungsrol- len 40,41 bzw. 42,43 laufen und durch Gewichte belastet sind, von welchen das am Seil 36 angeschlos- sene mit 44 bezeichnet ist. In analoger Weise sitzen auf der Welle 34 Scheiben, von denen eine mit 47 bezeichnet ist ; Spannseile od. dgl. 48,49 sind mit ihnen verbunden, laufen Über Rollen 50,51, 52,53 und sind mit Gewichten 54,55 belastet. Die Umschlingung der Seile 36, 37 bzw. 48, 49 der ihnen zugeordne- ten Scheiben, z.
B. 35 und 47, erfolgt in jener Richtung, dass das Band 24 in seiner Längsrichtung gespannt wird ; diese Spannung ist im wesentlichen unabhängig von der relativen horizontalen Stellung der Wal- zen 25 und 26.
Die Arbeitsweise dieser Vorrichtung wird nun unter Bezugnahme auf die Fig. 2-5 erläutert. Zuerst richtet der Arbeiter einen Stapel 60 aus Holzfurnieren her, dessenlänge etwas grösser als die Mantelfläche und dessen Breite etwas grösser als die Länge des herzustellenden Hohlkörpers ist. Die aufeinanderliegen- denFlächen der Furniere sind mit einem geeigneten Klebemittel, vorzugsweise mit einem wärmehärten- den Harz, bestrichen. Im Anfang befinden sich die Teile der Vorrichtung in der Stellung nach Fig. 2, in . welcher dieForm 17 sich in ihrer höchsten Lage oberhalb und in einem Abstand vom Band 24 befindet ; die beiden Platten 20 und 21 sind nach auswärts zu zurückgezogen.
Das Band 24 befindet sich in waagrechter Lage unterhalb der F orm und der Furnierstapel 60 wird auf die Oberseite des Bandes gelegt. Mit Hilfe einer ent- sprechenden (nicht dargestellten) Steueranlage wird das Arbeitsmedium dem Zylinder 13 zugeführt, wodurch die Form 17zumKontaktmit der Oberseite des Furnierstapels und sodann zusammen mit diesem Stapel und dem Band 24 nach abwärts bewegt wird, wobei der Stapel und das Band so weit nach abwärts bewegt werden. bis sieauf dieBodenplatte 12 (Fig. 3) auftreffen. Bei dieserBewegungwickelt sich dasBand 24 von denWalzen 25 und 26 ab, verbleibt aber in Spannung. so dass auf die Furniere rund um die Kanten der Form 17 eine erhebliche Kraft zur Einwirkung kommt.
ZwischenForm 17 und Platte 12 herrscht sohin beträchtlicher Druck, welcher die Furniere untereinander in innigeBerührung bringt, und durch das Band 24 werden die Furniere um die Kanten derForm herum gut angepresst und die Verleimung gesichert. Durch weitere Betätigung der Steueranlage werden alsdann die beiden Platten 20 und 21 durch Zuleitung des Arbeitsmediums zu den Zylindern 22, 23 einwärts bewegt. Die Platten pressen die Furniere satt an die Seitenflächen der Form 17 an.
Nach Vollendung dieses Vorganges, bei welchem die Furniere annähernd in U-Form gebracht worden sind, bringt die Steueranlage Druckmedium zu den Zylindern 27-29 und 30-32, so dass sich die beiden Walzen 25 und 26 gegeneinander nach innen zu bewegen. Dabei biegen sie die Enden der U-Arme in die Stellung nach Fig. 5. In diesem Stadium ist der Druck zum Zusammenpressen der umgebogenen oberen Enden des Furnierstapels nur jener, der durch die dem Band 24 gegebene Spannung ausgeübt werden kann, und dieser Druck reicht nicht aus, an dieser Stelle einen ausreichend innigen Kontakt zwischen den Furnieren zu sichern. Demzufolge sind die Köpfe der Kolben der Zylinder 27, 28 und 29 durch ein Keilglied 61. die Stempel oder Kolben der Zylinder 30,31 und 32 durch ein Keilglied 62 verbunden.
Wie aus den Fig. 3, 4,5 ersichtlich, sind diese Glieder nach innen zu keilförmig ausgebildet ; sie können mit Keilflächen 63, 64 auf der Unterseite der Druckplatte 15 zusammenarbeiten. Das Ergebnis der Einwärtsbewegung der Keilglieder 61 und 62 ist ein nach abwärts gerichteter Druck auf die nunmehr nach innen gerichteten Enden der Furniere.
Letztere werden in der beschriebenen Weise so lange unter Druck gehalten, bis das Klebemittel erhärtet ist. Ist dieses ein wärmehärtbares Harz, dann werden dieFurniere durchHindurchschicken von elek- trischemStromdurch das Band 24 erwärmt, das dadurch erhitzt wird.
Wenn das Klebemittel ausgehärtet ist, werden die Walzen 25 und 26 sowie die Platten 20 und 21 zurückgezogen und dieForm 17 angehoben, so dass die fertige parallelepipedische Hülle nunmehr nach vorne von der Form 17 abgezogen werden kann. Die Hülle wird durch Zurichtung der Ränder der unvermeidlich oben entstehenden Lücke vervollständigt, die dann ausgefüllt wird, worauf je nach dem beabsichtigten Zweck eine geeignete Vorder- und bzw. oder Rückenauflage angebracht werden kann.
Ein Vorteil der beschriebenen Vorrichtung liegt unter anderem darin, dass in der inFig. 2 angedeuteten
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Art ein loser Stapel aus Furnieren, erweichten Hartfaserplatten od. dgl. in annähernd flachem Zustand eingeführt wird. Furniere haben in der Praxis vor Einführung in die Maschine nicht die ideale Flachgestalt nach Fig. 2. Sie sind vielmehr gewöhnlich wellig und unregelmässig, befinden sich aber in flacher Lage in dem am besten verarbeitbaren Zustand. Auch feuchte Hartpappe oder ähnliche Materialien lassen sich am besten in flachem Zustand in die Maschine einführen. Befinden sich im Stapel der verwendeten Lagen thermoplastische oder wärmehärtende Folien, z. B. für eine Deckschicht, werden auch dabei die gleichen Vorzüge erzielt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Herstellung eines geschichteten, C-Profil aufweisenden Hohlkörpers, mit einer blockartigen Form, über die die Materiallagen in die gewünschte C-Form gebogen werden, und mit Press-
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an einem Formträger (16) hängend, in vertikaler Richtung zur Gänze aus dem zwischen den beiden seitlichen Pressgliedern (20,21) liegenden Raum heraushebbar ist, so dass die Materiallagen (60), flach auf dem gestreckten Band (24) liegend, unter die Form (17) einbringbar sind (Fig. 2), und dass horizontal bewegbare Keilglieder (61,62) vorgesehen sind, die zwischen die obere Deckfläche der abgesenkten Form (17) und korrespondierenden, am Formträger (16) angeordneten Keilflächen (63,64) einschiebbar sind zur Erzielung einer die Endzonen der Materiallagen gegen die obere Deckfläche der Form pressenden Druckkomponente.
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